Handwerker bei der Arbeit zum Thema Unternehmensnachfolge

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Das Bundeswirtschaftsministerium fördert 30 Modellprojekte, die innovative Unterstützungsangebote bei der Unternehmensnachfolge regional erproben und damit neue Impulse setzen wollen. In Deutschland sind 1,5 Millionen Inhaberinnen und Inhaber von Unternehmen 55 Jahre alt oder älter. Gerade in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten hilft es, wenn die Nachfolge geklärt ist. Die Förderung erfolgt im Rahmen der BMWi-Initiative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“.

Der Mittelstandsbeauftragte und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß: „Deutschland hat eine erfolgreich gewachsene Struktur von mittelständischen Unternehmen, die von Generation zu Generation weitergegeben werden. Diese Unternehmer stehen für Leistungsfähigkeit, Innovationskraft und Verantwortungsbewusstsein und machen unser Land zu einer der weltweit erfolgreichsten Wirtschaftsnationen. In den kommenden fünf Jahren planen rund 500.000 Unternehmer, ihr Unternehmen in die nächste Generation zu übergeben. Eine geregelte Unternehmensnachfolge ist oft ein Kraftakt. Sie ist die Basis für Investitionen, Wachstum sowie Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze, die wir gerade nach der Corona Pandemie dringend brauchen.“

Eine Unternehmensnachfolge sei zudem eine attraktive Möglichkeit für den Start in die Selbständigkeit, so Bareiß: „Viele Familienunternehmer werden ihr Unternehmen in familienfremde Hände geben. Eine Unternehmensübernahme bietet deshalb auch vielen potenziellen Unternehmern eine große Chance, auf qualifizierten Mitarbeitern, einer etablierten Marke und erfolgreichen Produkten oder Dienstleistungen aufzubauen.“

Die Ansätze in den Modellprojekten sind vielfältig. Sie reichen von Vorbilder-Kampagnen, Nachfolgewerkstätten, Trainee Programmen für Nachfolgende über Nachfolgecoaches, einen Nachfolgebus bis hin zu Follow-Up Netzwerken und dem konkreten Matching von Abgebenden und Nachfolgenden.