An der East Side Gallery werden über das sogenannte Projection-Mapping die historischen Ereignisse des Mauerfalls in kurzen Stories erzählt.

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Am 9. November feiert Deutschland den dreißigsten Jahrestag des Mauerfalls. Der Tag wird mit vielen Feierlichkeiten und Veranstaltungen begangen und ist Auftakt für das Jubiläumsjahr 2019/2020.

Christian Hirte, der Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer unterstreicht die große Bedeutung des Mauerfalls: „Der Mauerfall vor 30 Jahren war ein Aufbruch in die Freiheit. Wir alle in Deutschland und Europa können uns glücklich schätzen über das Ende des Eisernen Vorhangs. Dadurch wurde der Kalte Krieg überwunden und die latente Gefahr eines militärischen Konflikts auf deutschem Boden gebannt. Die Menschen in Deutschland leben in Freiheit, können ihre Meinung ohne Angst vor politischer Verfolgung öffentlich äußern und genießen Reisefreiheit. Der Beitrag der ostdeutschen Bürgerinnen und Bürger zum Mauerfall kann gar nicht hoch genug geschätzt werden. 30 Jahre nach den Ereignissen gilt es jetzt, die Errungenschaften dieser Friedlichen Revolution zu bewahren und dem Erstarken demokratiefeindlicher Kräfte entschieden entgegenzutreten.“

Auch drei Jahrzehnte nach dem Mauerfall ist in den neuen Ländern Unzufriedenheit über eine gefühlte Benachteiligung zu spüren, im Westen mangelt es teilweise an Verständnis für den Umbruch, den viele Bürgerinnen und Bürger in Ostdeutschland zu bewältigen hatten. Die Bundesregierung und die von ihr eingesetzte Kommission „30 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit“ wird deshalb das Jubiläumsjahr 2019/2020 nutzen, um in einer Vielzahl von Bürgerdialogen den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürgern über Erreichtes und noch nicht Gelungenes zu vertiefen und an die großen Leistungen zu erinnern, die die Friedliche Revolution in der DDR, den Mauerfall und die Deutschen Einheit ermöglicht haben.