Azur - der erste deutsche Forschungssatellit im Schall-Labor des Forschungsinstitutes in Ottobrunn bei München

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Am 8. November 1969, vor 50 Jahren, ist der erste deutsche Satellit "Azur" von den USA aus in den Weltraum gestartet. Ziel waren Messungen zum inneren Strahlungsgürtel der Erde, zu Polarlichtern und zu Sonnenwinden. Seitdem ist Deutschland ein starker Partner der internationalen Raumfahrt und hat eine Führungsrolle in der Erdbeobachtung.

Der Koordinator der Bundesregierung für Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek: "Satelliten helfen uns jeden Tag bei unseren Entscheidungen. Dank Satellitennavigation finden wir den besten Weg, Satelliten übertragen Fernsehsendungen und Telefongespräche über Kontinente hinweg. Ohne Satelliten könnten wir uns nur auf Wetterfrösche und Bauernregeln verlassen, anstatt auf Echtzeit-Satellitenbilder zur Wettervorhersage. Damit sind Satelliten selbst zu einer kritischen Infrastruktur geworden."

Die deutsche Raumfahrt ist ein Technologie- und Konjunkturmotor in Deutschland. Sie stellt Infrastrukturen bereit und ermöglicht Innovationen, die Wertschöpfung in allen Wirtschaftsbereichen erst möglich macht. Raumfahrttechnologie ist ein Schlüsselwerkzeug der modernen Industrie- und Informationsgesellschaft und hat für den Wissenschafts- und Technologiestandort Deutschland eine hohe strategische Bedeutung.