Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält am 27. September 2019 in Brüssel auf dem internationalen Europa Connectivity Forum der Europäischen Union eine Keynote-Rede zur wirtschaftlichen Bedeutung einer verbesserten Zusammenarbeit zwischen der EU und Asien im Infrastrukturbereich.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Die Verbesserung der globalen Konnektivität ist eine enorme internationale Herausforderung mit großem wirtschaftlichen Potenzial für Unternehmen und Volkswirtschaften. Die EU ist in diesem Bereich seit langem aktiv und verfügt über einen großen Erfahrungsschatz zur Bewältigung dieser Herausforderung. Gute Konnektivitätsprojekte bieten den beteiligten Partnern vielfältige Geschäftschancen, generieren Wachstum und schaffen zusätzliche Arbeitsplätze. Entscheidend sind für uns dabei die Einhaltung von internationalen Standards, Nachhaltigkeit, Transparenz und eine solide Finanzierung. Die EU-Asien-Konnektivitätsstrategie greift genau diese Bedingungen auf und ist damit eine gute Basis für partnerschaftliche Kooperation. Ich begrüße ausdrücklich die bei der Konferenz geplante Vereinbarung zur künftig engeren Zusammenarbeit der EU mit unserem Wertepartner Japan bei Konnektivitätsprojekten. Sie kann dazu beitragen, dass die Einhaltung internationaler Standards bei Infrastrukturprojekten global wieder mehr Gewicht bekommt. Deutschland ist bereit, an der Umsetzung dieser EU-Strategie konstruktiv mitzuwirken und wird dieses Ziel auch während der im Jahr 2020 anstehenden deutschen Ratspräsidentschaft nachdrücklich unterstützen.“

Die Konferenz wird erstmalig auf Initiative von Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker ausgerichtet. Sie bildet den öffentlichkeitswirksamen politischen Startschuss der im Herbst 2018 verabschiedeten EU-Asien-Konnektivitätsstrategie. Die Veranstaltung soll dazu beitragen, die Kooperation zwischen der EU und Asien im Bereich der Konnektivität zu verbessern. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist eine Vereinbarung zwischen der EU und Japan zur engeren Zusammenarbeit in diesem Bereich, die auf der Konferenz von Kommissionspräsident Juncker und Japans Premierminister Abe unterzeichnet werden soll.

Die Verbesserung der globalen Konnektivität ist ein wichtiges Thema für die internationalen Handel- und Investitionsbeziehungen. Laut Asian Developement Bank liegt Asiens Investitionsbedarf im Infrastrukturbereich bei rund 26 Billionen US-Dollar bis zum Jahr 2030, d.h. im Schnitt bei 1,7 Billionen US-Dollar jährlich. Dies unterstreicht den umfassenden Bedarf an verbesserter Konnektivität in Asien.