Flaggen von Brasilien und Deutschland.

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Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß, eröffnet heute die 37. Deutsch-Brasilianischen Wirtschaftstage in Natal, im Nordosten Brasiliens.

Bareiß: „Deutschland und Brasilien sind enge Freunde und strategische Partner. Mit der Einigung über den Handelsteil des EU-MERCOSUR-Abkommens im Juni werden unsere langen und erfolgreichen Wirtschaftsbeziehungen weitere Dynamik erhalten und unsere Länder noch näher zusammen rücken. Das Abkommen stellt für MERCOSUR eines der ersten dieser Art überhaupt dar und ist für beide Seiten von großer gesamtwirtschaftlicher und strategischer Bedeutung. Gerade in Zeiten weltweit zunehmender protektionistischer Tendenzen setzt es ein positives Signal für offene Märkte und regelgebundenen Handel. Vor allem kleine und mittlere Unternehmen werden durch das Abkommen eine höhere Rechtssicherheit bei ihren unternehmerischen Aktivitäten erlangen. In den Bereichen Energie, Infrastruktur, aber auch Digitalisierung und Modernisierung besteht großes Potenzial für den Ausbau unserer Kooperation. Dabei ist uns besonders wichtig, dass das Abkommen hohe Standards zu Arbeit, Umwelt und Klima beinhaltet, auf deren Einhaltung wir genau achten werden.“

Brasilien ist der größte und wichtigste Wirtschaftspartner Deutschlands in Lateinamerika. Deutschland ist Brasiliens wichtigster Wirtschaftspartner in der Europäischen Union. 1.600 deutsche Unternehmen haben in Brasilien investiert und rund 250.000 Arbeitsplätze geschaffen. Im Rahmen der Wirtschaftstage leitet der Parlamentarische Staatssekretär Bareiß die 46. Deutsch-Brasilianische Gemischte Kommission für Wirtschaftliche Zusammenarbeit. Sie ist die älteste Wirtschaftskommission, die Deutschland mit einem anderen Land hat.

Im Rahmen der Veranstaltung sollen zwei Absichtserklärungen unterzeichnet werden. Ein Digitaldialog soll Gesprächs- und Zusammenarbeitsformate zu Zukunftsthemen wie z.B. Künstliche Intelligenz, Internet of Things, Block Chain, Big Data einrichten. Zudem wird ein fortlaufender Fachdialog zu Fragen der Qualitätsinfrastruktur initiiert, der auf eine Zusammenarbeit im Bereich Produktsicherheit und Verbraucherschutz abzielt und industriespezifische Fragestellungen zur Normung, zu technischen Regulierungen, zur Marktüberwachung, zu Produktvorschriften und Konformitätsbewertungssystemen behandelt.

Am Rande der Deutsch-Brasilianischen Gemischten Wirtschaftskommission wird der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß Gespräche mit Vertretern der brasilianischen Regierung und Unternehmensvertretern führen.