Am 10. September 2019 gaben der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß und der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk den Startschuss für Emmas.app.

Am 10. September 2019 gaben der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß und der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Peter Hauk den Startschuss für Emmas.app.

© Rhein-Neckar-Kreis, Dorothea Burkhardt

Bewohner der Rhein-Neckar-Region können künftig per App Lebensmittel bestellen, sie von ihrem Nachbarn mitbringen lassen und zugleich den lokalen Einzelhandel stärken. Möglich machen das die Partnerprojekte CrowdMyRegion – gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) – und Intelligente Marktplätze – gefördert vom Land Baden-Württemberg. Den Startschuss für die dazugehörige Anwendung Emmas.app gaben gestern der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß, und der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

„Das Projekt CrowdMyRegion und die Emmas.app zeigen, wie digitale Plattformen auch dank Künstlicher Intelligenz zu einer besseren Nahversorgung und gleichwertigen Lebensverhältnissen überall in Deutschland beitragen können. CrowdMyRegion demonstriert, wie Digitalisierung konkret gelingen kann und dass Bürger und Unternehmen gleichermaßen davon profitieren. Darum fördern wir CrowdMyRegion und 37 weitere innovative Projekte in den Technologieprogrammen der Smart Service Welten“, erläuterte Thomas Bareiß.

Emmas.app schafft ein soziales Mitbring-Netzwerk für Lebensmittel. Über sie kann jeder Lebensmittel bei umliegenden Geschäften bestellen, online bezahlen und sich von seinen Nachbarn mitbringen lassen. So werden Menschen, die kein eigenes Auto besitzen oder aus sonstigen Gründen in ihrer Mobilität eingeschränkt sind, wieder besser an die Grundversorgung angebunden.

Das Netzwerk stärkt die Versorgung insbesondere im ländlichen Raum. Gleichzeitig profitiert der regionale Einzelhandel. Die App bietet vor allem kleinen Unternehmen wie Bäckern oder Metzgern eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Plattform. Sie können einen eigenen Online-Shop aufbauen und damit ihre Reichweite erhöhen.

Über Emmas.app und CrowdMyRegion

Die Emmas.app wird bereits seit Beginn des Jahres im baden-württembergischen Spechbach und Schönbrunn mit großem Erfolg getestet. Im Rahmen der heutigen Auftaktveranstaltung wurden weitere Anbieter auf der Plattform freigeschaltet und die Nutzung für alle Verbraucherinnen und Verbraucher in der Region geöffnet.

Die beiden Kommunen probieren als Modellgemeinden die innovative Logistiklösung mit Lieferungen an zentrale „Appholstationen“ aus. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger beteiligen sich bereits als Test-Apper und liefern dadurch wertvolle Tipps für die Weiterentwicklung der Anwendung. Von Anfang an dabei sind viele lokale und regionale Unternehmen, beispielsweise Bäckereien, Dorfläden, Metzgereien, Obst- und Gemüseläden sowie eine Brauerei und ein mobiler Bauernmarkt. Im Rahmen der heutigen Auftaktveranstaltung wurden weitere Produktanbieter auf der Plattform freigeschaltet, was für die Bevölkerung im Ländlichen Raum ein größeres Nahversorgungsangebot mit sich bringt.

Ein Schlüsselbaustein der Emmas.app sind selbstlernende Prognose-Algorithmen, die Warenbestellungen an in Frage kommende Mitbringer vermitteln. So werden Logistikwege gespart und die Umwelt geschont.

Emmas.app geht auf eine Initiative der Universität Mannheim (Projektpartner von CrowdMyRegion) in Kooperation mit der Stabsstelle Wirtschaftsförderung im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis (Projektleitung von Intelligente Marktplätze) zurück. CrowdMyRegion wird im Rahmen des Technologieprogramms Smart Service Welt II vom BMWi gefördert, Intelligente Marktplätze im Rahmen des Ideenwettbewerbs Lokaler Online-Marktplatz vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.