Bundeskanzlerin Merkel, die Bundesminister Altmaier und Scheuer sowie Sachsens Ministerpräsident Kretschmer treffen auf dem Flughafen Leipzig/Halle ein.

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Klima- und umweltschonende Luftfahrt, internationale Wettbewerbsfähigkeit, sichere und gute Arbeitsplätze – das waren die zentralen Themen der ersten Nationalen Luftfahrtkonferenz heute im DHL-Hangar am Flughafen Leipzig/Halle. Eingeladen hatten Peter Altmaier, Bundesminister für Wirtschaft und Energie, und Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, gemeinsam mit dem Ministerpräsidenten des Landes Sachsen, Michael Kretschmer.

Im Rahmen der Veranstaltung unterzeichneten die Bundesminister Altmaier und Scheuer gemeinsam mit Michael Kretschmer (Ministerpräsident des Freistaates Sachsen), Kristina Vogt (Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa und Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz), Tarek Al-Wazir (Staatsminister und stellvertretender Ministerpräsident i. V. für die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz) sowie Dr. Klaus Richter (Präsident des Bundesverbands Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie), Jörg Hofmann (1. Vorsitzender der IG Metall), Prof. Klaus-Dieter Scheurle (Präsident des Bundesverbands der Deutschen Luftverkehrswirtschaft) und Christine Behle (Mitglied des Verdi-Bundesvorstands) ein „Leipziger Statement für die Zukunft der Luftfahrt“ (PDF, 192 KB).

Das Leipziger Statement benennt zentrale Handlungsfelder, die gemeinsam vorangetrieben werden sollen – von neuen, umwelt- und klimaschonenden Technologien über Digitalisierung und neue Mobilität bis zu modernen, sicheren Arbeitsplätzen. Das Leipziger Statement ist Ausgangsdokument für die anstehende Überarbeitung der Luftfahrtstrategie der Bundesregierung.

Bundesminister Altmaier würdigte den engen Schulterschluss zwischen Politik, Wirtschaft und Gewerkschaften. Er hob die Bedeutung ökoeffizienter Technologien sowohl für mehr Umwelt- und Klimaschutz als auch für Wachstum, Beschäftigung und internationalen Markterfolg hervor: „Elektrisches und hybrid-elektrisches Fliegen sind zentrale Elemente strategischer Industriepolitik. Das Bundeswirtschaftsministerium wird seinen Beitrag leisten, dass entsprechende Technologien rechtzeitig zum Entwicklungsstart für die nächste Flugzeuggeneration bereitstehen.“

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer: „Unser Ministerium will fördern statt verbieten, saubere und synthetische Kraftstoffe billiger machen. Wir setzen uns dafür ein, dass die Einnahmen der Luftverkehrssteuer für Forschung, Innovation und Klimaziele genutzt werden. Wir wollen die Technik, mit der genauso viel CO2 in den Kraftstoff rein geht wie hinten aus dem Triebwerk rauskommt. Ich will nicht, dass das Billig-Fliegen siegt. Der Luftverkehr muss auf Qualität setzen und sauber sein. Unser Ansatz dabei bleibt technologieoffen und verkehrsträgerübergreifend. Wir denken Luftverkehr nicht ohne die anderen Mobilitätsangebote, vor allem die Bahn. Ein System, mit dem Deutschland mobil und erfolgreich bleibt, aber zugleich innovativer und klimafreundlicher wird.“

Ministerpräsident Michael Kretschmer betonte: „Die Luftfahrtbranche ist ein wichtiger Technologietreiber für unser Land und Europa. Die Nationale Luftfahrtkonferenz hier an diesem schnell wachsenden internationalen Luftfrachtrehkreuz im Herzen Europas ist eine gute Möglichkeit, um über wichtige Zukunftsfragen der Mobilität, ökoeffiziente Technologien und strategische Fragen ins Gespräch zu kommen und die Dinge weiter voranzubringen. Sachsen ist mit seinem exzellenten Netz von Hochschulen und Forschungseinrichtungen in diesem Bereich sehr gut aufgestellt und kann unter anderem mit einer besonderen Kompetenz bei der Entwicklung neuer Leichtbau-Materialien punkten.“ Kretschmer verwies zugleich auf den geplanten Bau eines neuen Flugzeugwerkes in der Region Leipzig mit mehreren hundert neuen Stellen: „Das ist großartig für Leipzig, Sachsen und den gesamten Luftfahrtstandort Deutschland.“

Die Nationale Luftfahrtkonferenz wird alle zwei Jahre – im Wechsel mit der Luftfahrt- und Raumfahrtmesse ILA Berlin – in einem anderen Bundesland zu Gast sein.