Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier traf den italienischen Vizepräsidenten und Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Arbeit, Luigi Di Maio

Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier traf den italienischen Vizepräsidenten und Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Arbeit, Luigi Di Maio

© BMWi

Bundesminister für Wirtschaft und Energie Peter Altmaier traf heute in Rom den italienischen Vizepräsidenten und Minister für wirtschaftliche Entwicklung und Arbeit, Luigi Di Maio, um die nächsten Schritte in der deutsch-italienischen Industriezusammenarbeit und insbesondere zur Stärkung zentraler strategischer Wertschöpfungsketten in Europa zu erörtern.

Digitale Technologien werden viele Branchen grundlegend verändern und gleichzeitig noch nie dagewesene Chancen für die Wertschöpfung in Fabriken und die Integration der Zulieferketten schaffen. Deutschland und Italien gehören zu den führenden Industrienationen Europas und erleben derzeit einen Paradigmenwechsel in der Wirtschaft, der jede Phase des Produktlebenszyklus erfasst.

Minister Di Maio: „Deutschland, Italien und alle anderen EU-Mitgliedstaaten setzen sich für eine umfassende und zukunftsweisende europäische Industriestrategie ein, die auf eine Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Industrien abzielt, indem unsere wirtschaftliche und technische Vorreiterrolle ausgeweitet und bewahrt wird. Insbesondere gilt es, unsere Schlüsseltechnologien zu stärken. Unsere Firmen sind bereits führend in entscheidenden Sektoren wie der Fahrzeugelektronik, der Mikro- und Nanoelektronik sowie der Laser-, Strom- und Sensortechnologie. Wir Politiker werden unseren Beitrag durch die politische Unterstützung der Unternehmen leisten, die bereit sind, in die Herstellung der nächsten Generation von Batterien zu investieren.“

Bundesminister Altmaier fügte hinzu: „Eine umfassende und zukunftsweisende europäische Industriestrategie wird uns helfen, die Umwälzungen in der globalen Wirtschaft zu bewältigen und Europas technologische Souveränität zu bewahren. Der Aufbau einer europäischen Batteriezellfertigung ist ein zentrales Handlungsfeld, mit dem wir Wertschöpfungsketten und Arbeitsplätze in Europa erhalten können. Der deutsche Aufruf zur Interessensbekundung hat eine beträchtliche Resonanz erzeugt. Italien und Deutschland sind sich einig, dass eine europäische Batteriezellfertigung für beide Länder von großem Interesse ist.“

Die Minister Altmaier und Di Maio sind fest entschlossen eng zusammenzuarbeiten, um das Ziel eines Vorhabens von gemeinsamem europäischen Interesse (Important Project of Common European Interest, IPCEI) für die Fertigung innovativer Batteriezellen innerhalb der nächsten Monate zu erreichen. Deutschland und Italien unterhalten bereits zahlreiche Industriekooperationen, beispielsweise zu Industrie 4.0 und im Rahmen eines IPCEI zur Mikroelektronik. Das bilaterale Handelsvolumen erreichte 2018 einen neuen Rekord von 130 Milliarden Euro.