Eine grafische Darstellung des Servicemoduls (hinten, links) und der Raumkapsel (vorne, rechts) für die bemannte US-Raumfahrtmission "Orion".

Eine grafische Darstellung des Servicemoduls (hinten, links) und der Raumkapsel (vorne, rechts) für die bemannte US-Raumfahrtmission "Orion".

© dpa

Als Neil Armstrong und Buzz Aldrin um 03:56 Uhr am 21. Juli 1969 (Mitteleuropäische Zeit) als erste Menschen die Oberfläche des Mondes betraten, wurde ein Menschheitstraum wahr. Schon damals war deutsche Technik an Bord.

„Wenn die Amerikaner ab 2020 wieder zum Mond fliegen, fliegen wir gemeinsam“, sagt der Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Thomas Jarzombek. „Das neue Orion-Raumschiff der USA kommt zur Hälfte aus Europa und im Schwerpunkt aus Bremen, es fliegt mit Technologie „made in Germany“. Es wird über das European Service Module (ESM) von deutscher Technologie angetrieben und mit Energie versorgt. Die Antriebs- und Versorgungseinheit ESM wurde bei Airbus in Bremen zusammengebaut. Eine dieser Einheiten soll 2024 auch die US-Crew auf Kurs in Richtung Mond bringen.“

Zusätzlich plant die NASA in der Nähe des Mondes eine kleine Raumstation aufzubauen. Ob und wie sich die europäische Weltraumorganisation ESA an diesem Projekt beteiligt, entscheiden die zuständigen europäischen Minister im November 2019 in Sevilla. Zur Diskussion steht bei dieser europäischen Ministerratskonferenz auch eine eigenständige, europäische Robotik-Mission zur Nutzung von Mondressourcen. „Vielleicht können wir später auf dieser Basis dann auch einen deutschen Astronauten zum Mond schicken", erläuterte Thomas Jarzombek.