Rotorschaufeln zum Thema Luftfahrt.

© DLR, CC-BY 3.0

Der Senat des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat heute die Gründung von sieben neuen DLR-Instituten beschlossen. Deren Finanzierung stellt die Bundesregierung mit dem Entwurf zum Bundeshaushalt 2020 dauerhaft sicher und wendet dafür jährlich 63,4 Millionen Euro auf.

Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die Luft- und Raumfahrt: „Das ist ein guter Tag für die Luft- und Raumfahrt sowie die Zukunftsfähigkeit des Hightech-Standorts Deutschland. Mit der Neugründung von sieben DLR-Instituten tragen wir bei zur Modernisierung unserer Satelliten, zum Schutz kritischer Infrastruktur in der Luft- und Raumfahrt und zum Ausbau der Forschungsinfrastruktur im Osten. Damit ist das DLR künftig in 12 Bundesländern vertreten. Die neuen DLR-Standorte schaffen neue Keimzellen für Wachstum und sichere Arbeitsplätze.“

Zu den Neugründungen und Standorten im Einzelnen:

In drei DLR-Instituten mit Standorten in Hannover (mit Abteilung in Bremen), Oberpfaffenhofen und Ulm sollen Quantentechnologien entwickelt werden, welche künftige Satellitengenerationen um den Faktor 10 leistungsfähiger machen sollen.

In Cochstedt wird künftig das DLR ein „Nationales Erprobungszentrum für Unbemannte Luftfahrtsysteme“ aufbauen. Interessierten Firmen und wissenschaftlichen Einrichtungen sollen hier eine Infrastruktur für Testflüge und Validierungen bereit gestellt werden. Der Flughafen knüpft ein hochinnovatives Forschungsnetzwerk und wird damit Wegbereiter für die weitere Kommerzialisierung der unbemannten Luftfahrtsysteme werden.

In Neustrelitz sollen Technologien für eine Weltraumwetter-Vorhersage entwickelt werden. Sonnenwinde können z.B. Satelliten, Luftfahrt, Telekommunikation und Navigation massiv beeinträchtigen. Die Forschung und Vorhersage des Weltraumwetters macht solche gefährdeten Infrastrukturen widerstandsfähiger.

Die Entwicklungen eines neuen DLR-Instituts mit Standorten in St. Augustin und Rheinbach sollen durch Anwendung satellitengestützter Technologien zum Schutz wichtiger terrestrischer Infrastruktur ( z.B. Flughäfen, Bahnhöfe, Tunnel, Brücken sowie Kraftwerke und Stromtrassen) vor Terror und Naturkatstrophen beitragen.

Durch eine Institutsneugründung zur Dekarbonisierung von Industrieprozessen mit den Standorten Cottbus und Görlitz/Zittau sollen vom DLR neue Technologien für Wärmespeicherkraftwerke und energieintensive Industrien entwickelt werden, welche die Energiewende und die sozialverträgliche Umstrukturierung der Kohlereviere voranbringen sollen.

Das DLR ist mit über 8.000 Mitarbeitern eine der größten ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen Deutschlands. An bisher 20 Standorten wird auf den Gebieten der Luft- und Raumfahrt, der Energieversorgung, des Verkehrs, der Digitalisierung und der Sicherheit geforscht. Mehr unter: www.dlr.de.