Arbeiter schauen in einer Fabrik auf einen Monintor, symbolisiert Energieberatung und -förderung für Unternehmen; Quelle: istockphoto.com/alengo

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Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat heute den Endbericht zur Evaluierung und Weiterentwicklung des Energieeffizienzfonds veröffentlicht. Mit dem Energieeffizienzfonds wird ein breites Spektrum von Maßnahmen und Programmen auf dem Gebiet der Förderung von Energieeffizienz finanziert. Die Maßnahmen reichen von Beratungs- und Informations- bis hin zu Investivprogrammen und adressieren sowohl Privathaushalte als auch Unternehmen und Kommunen. Ein prominentes Beispiel ist das Energieeffizienzprogramm Abwärme, mit dem wirksame Anreize zur Nutzung gewerblicher Abwärme gesetzt und hierdurch nachweisbar signifikante Energieeinsparungen realisiert werden.

Im Endbericht werden die Ergebnisse der Evaluierung des Energieeffizienzfonds insgesamt sowie seiner Einzelmaßnahmen durch das Konsortium aus Fraunhofer ISI, Prognos, ifeu und der Stiftung Umweltenergierecht vorgestellt. Daneben enthält der Endbericht Vorschläge zur Weiterentwicklung und Verbesserung der vorhandenen Förderlandschaft, die vom BMWi im Rahmen der Förderstrategie Energieeffizienz und Wärme aus Erneuerbare Energien auch bereits umgesetzt bzw. geprüft werden.

Im Evaluierungszeitraum reicht von 2011 bis 2017 wurde die Einsparung von Treibhausgasemissionen in einem Umfang von 16 Millionen Tonnen angestoßen. Da der Großteil der evaluierten Maßnahmen im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) in den Jahren 2015 und 2016 gestartet ist und sich daher teilweise noch in einer Anlaufphase befindet, ist in den kommenden Jahren mit einer noch stärkeren Wirkung zu rechnen. Die Energieeinsparungen, die allein durch im Jahr 2017 umgesetzte Maßnahmen realisiert wurden, führen zu THG-Minderungen von ca. 1,2 Millionen Tonnen CO2. Zum Vergleich: Emissionen in vergleichbarer Höhe würden ausgestoßen, wenn etwa elf Prozent aller in Deutschland zugelassenen PKW einmal von Berlin nach Paris fahren würden.

Die Evaluierung bestätigt, dass sich Energieeffizienz lohnt: die geförderten Maßnahmen werden im Evaluierungszeitraum zu Energiekosteneinsparungen in Höhe von rund 235 Mio. Euro jährlich führen; über die Lebensdauer der geförderten Maßnahmen betrachtet betragen die Kosteneinsparungen mehr als drei Mrd. Euro. Durch die Förderung wurden bis Ende 2017 bereits private Investitionen in einem Umfang von mehr als zwei Mrd. Euro angestoßen.

Mehr über die Energieeffizienzförderung finden Sie hier: www.deutschland-machts-effizient.de