Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Jadwiga Emilewicz, Ministerin für Unternehmertum und Technologie der Republik Polen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und Jadwiga Emilewicz, Ministerin für Unternehmertum und Technologie der Republik Polen

© BMWi/Andreas Mertens

Bundesminister Altmaier hat gemeinsam mit seiner Kollegin Jadwiga Emilewicz, Ministerin für Unternehmertum und Technologie der Republik Polen, Vorschläge für eine Europäische Industriestrategie vorgelegt. Bundesminister Altmaier: „Polen und Deutschland sind starke wirtschaftspolitische Partner in der Europäischen Union. Für den Erhalt von Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand in unseren Ländern und in der Europäischen Union brauchen wir eine starke und wettbewerbsfähige Industrie. Daher wollen wir in Zukunft weiter eng kooperieren und setzen uns für die Entwicklung einer ehrgeizigen, langfristigen europäischen Industriestrategie ein.“

Die gemeinsame Erklärung (PDF, 156 KB) nimmt Ideen der Nationalen Industriestrategie 2030 auf, die Bundesminister Altmaier am 5. Februar 2019 als Entwurf vorgestellt hatte. Ziel der deutsch-polnischen Erklärung ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in ihrer gesamten Bandbreite in Deutschland und Europa zu stärken.

Die Minister stellen hierfür fünf Kernforderungen auf: (1) Die Förderung von Investitionen in Innovation und Forschung in wichtigen Industriesektoren, (2) die Erarbeitung strategischer Ziele in der europäischer Industriepolitik, (3) die Stärkung von Schlüsseltechnologien wie Batteriezellfertigung, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, (4) die Verbesserung der Rahmenbedingungen auf nationaler und europäischer Ebene sowie (5) die Stärkung des Multilateralismus, offener Märkte und eine ehrgeizige EU-Handelspolitik.

Beim Deutsch-Polnischen Wirtschaftsforum treffen sich auf Einladung von Bundesminister Altmaier mehr als 350 interessierte Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, gesellschaftlichen Organisationen, Politik und Verwaltung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Nach Eröffnungsreden von Bundesminister Altmaier und der polnischen Ministerin Emilewicz diskutieren Wirtschaftsvertreterinnen und –vertreter auf zwei hochkarätigen besetzten Panels über zentrale Zukunftsthemen der polnischen und deutschen Wirtschaft: Industrie 4.0, Digitalisierung, Energiewende, Mobilität und Batteriezellfertigung. Fachexperten tauschen sich in Workshops zu Industrie 4.0, Start-ups, Raumfahrt, Smart Cities und Offshore-Windenergie aus. Präsentationen zur Unternehmensnachfolge runden das Programm ab.

Das Forum bietet deutschen und polnischen Unternehmen darüber hinaus die Möglichkeit zur gezielten Vernetzung und trägt so zur weiteren Vertiefung der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen beider Länder bei.

Das Handelsvolumen zwischen Deutschland und Polen lag im Jahr 2018 bei rund 118,4 Mrd. Euro. Polen liegt auf Rang 7 der wichtigsten Handelspartner Deutschlands. Deutschland ist für Polen der größte Handelspartner.