Containerschiff.

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Der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann (MdB), eröffnet heute gemeinsam mit dem Bürgermeister der Freien Hansestadt Bremen, Dr. Carsten Sieling, sowie dem Wirtschaftssenator Bremens, Martin Günthner, das DLR-Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen in Bremerhaven. Für das neue Institut stellt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) eine zusätzliche Finanzierung von jährlich 4 Millionen Euro bereit.

Brackmann: „Als außenhandelsorientiertes Land sind wir in besonderem Maße auf funktionsfähige und leistungsstarke maritime Infrastrukturen angewiesen. Mit Hilfe des DLR entwickeln wir das notwendige Know-how und die entsprechenden Technologien zur Sicherung dieser Infrastrukturen und leisten damit einen direkten Beitrag zum Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der maritimen Wirtschaft in Deutschland.“

Der Schiffsverkehr nimmt weltweit zu, wobei immer größere Schiffe zum Einsatz kommen. Die Sicherheit auf See wird dabei von zahlreichen Faktoren bestimmt: Hoher Seegang und die Zunahme extremer Wetterlagen sind Sicherheitsrisiken, ebenso wie illegale Fischerei, Umweltverschmutzungen oder Piraterie. Vor diesem Hintergrund kommt der frühzeitigen Erkennung entsprechender Risiken, zum Beispiel durch die Nutzung von Satellitendaten, eine immer größere Bedeutung zu. Auch die Ermittlung zuverlässiger Positions- und Navigationsdaten und die Erstellung daraus abgeleiteter Verkehrslagebilder tragen dazu bei, ein Schiff sicher von Hafen zu Hafen zu führen.

Das DLR-Institut für den Schutz maritimer Infrastrukturen wird Lösungen zum Schutz kritischer maritimer Infrastrukturen erforschen und entwickeln. Im Zentrum stehen dabei Häfen, Handelsrouten und Schiffe, aber auch Off-Shore-Windkraftanlagen. Das Institut setzt auf einen engen Austausch mit Partnern in Wissenschaft und Industrie. Kooperationen sind darüber hinaus unter anderem mit der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) und der Bundespolizei geplant.

Hinter dem Institut steht mit dem DLR eine der größten ingenieurwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen Deutschlands. An bundesweit 20 Standorten forschen über 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Gebieten der Luft- und Raumfahrt, der Energieversorgung, des Verkehrs, der Sicherheit und der Digitalisierung. Mehr unter: www.dlr.de