Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier trifft heute die EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström zu einem Gespräch im Bundeswirtschaftsministerium über aktuelle handelspolitische Themen. Im Zentrum werden die Diskussion um die Modernisierung der Welthandelsorganisation (WTO), die Ausgestaltung der Handelsbeziehungen zwischen der EU und den USA und der Stand der Verhandlungen über bilaterale Handelsabkommen der EU stehen.

Altmaier: „Ich betrachte die zunehmend protektionistischen Tendenzen im internationalen Handel mit Sorge. Offene Märkte sind von zentraler Bedeutung für den weltweiten wirtschaftlichen Wohlstand. In Europa sind 31 Millionen Arbeitsplätze – also etwa jeder siebte – direkt oder indirekt von Exporten in die restliche Welt abhängig. In Deutschland wird jeder dritte Arbeitsplatz vom Handel getragen, in der Industrie sogar jeder zweite. Es ist daher in unser aller Interesse, dass wir entschlossen für offene Märkte und einen regelbasierten Handel unter dem Dach der WTO eintreten. Entscheidend ist, dass wir dabei geschlossen auftreten und die Europäische Kommission und Kommissarin Cecilia Malmström in ihren Bemühungen unterstützen, die drohende Eskalation der Handelskonflikte einzudämmen. Ziel muss eine Lösung sein, bei der am Ende alle profitieren – durch weniger und nicht mehr Zölle und Handelshemmnisse.“

Das Gespräch knüpft an den informellen Handelsministerrat am 4./5. Oktober in Innsbruck an und findet im Vorlauf zu dem nächsten regulären Handelsministerrat am 9. November in Brüssel statt.