Christian Hirte, Ostbeauftragte der Bundesregierung

Christian Hirte, Ostbeauftragte der Bundesregierung

© BMWi/Susanne Eriksson

In Berlin finden derzeit die Beratungen des „Deutsch-Koreanischen Konsultationsgremiums zu Vereinigungsfragen“ statt. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Christian Hirte, der für die deutsche Seite den Co-Vorsitz innehat, würdigt in diesem Zusammenhang die derzeitigen Annäherungen auf der Koreanischen Halbinsel. „Wir erleben momentan eine sehr dynamische Entwicklung und viel Bewegung auf allen Seiten. Noch vor wenigen Jahren wären Gespräche auf Ebene der Staats- und Regierungschefs undenkbar gewesen. Noch sind wenige Ergebnisse greifbar, aber wir erfahren aus den Gesprächen, dass die Hoffnung auf weitere Schritte groß ist. Die Chance auf Frieden und Abrüstung ist real.“

Das Konsultationsgremium tagt seit 2010 jährlich und entstand auf Initiative Südkoreas. „Es gibt in Korea den Wunsch, unsere Erfahrungen des Einheitsprozesses zu vermitteln. Das ist nun, eine Generation nach der Wiedervereinigung, auch für uns ein wichtiger Prozess, bei dem wir uns selbst reflektieren. Insofern treffen wir mit diesen Gesprächen auch einen sehr aktuellen innenpolitischen Punkt der Selbstvergewisserung von Ost und West“, ergänzt Hirte. Der Ostbeauftragte besuchte bereits im August Südkorea. „Der Besuch der Grenzanlagen, aber auch die Atmosphäre in weiten Teilen des Landes machte deutlich, dass unsere Entwicklung der vergangenen 28 Jahre alles andere als selbstverständlich ist.“

Im Anschluss an die Beratungen findet heute im Hotel Bristol (Kurfürstendamm 27 | 10719 Berlin) um 17:00 Uhr eine Pressekonferenz mit Christian Hirte und dem Vizeminister des Vereinigungsministeriums der Republik Korea, Herrn Dr. Haesung Chun, statt.