Mann schaut sich Diagramme auf einem Tablet an, symbolisiert Wirtschaftliche Entwicklung

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Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben heute in Berlin ihr Herbstgutachten vorgestellt. Die Aufschwungphase, in der sich die deutsche Wirtschaft derzeit befindet, wird sich danach auch in den nächsten Jahren fortsetzen. Für dieses Jahr erwarten die Institute ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt 1,7 Prozent. In 2019 soll die Wirtschaftsleistung um 1,9 Prozent und in 2020 um 1,8 Prozent zunehmen.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Die Gemeinschaftsdiagnose der Forschungsinstitute zeigt, dass sich der Aufschwung auch im nächsten Jahr fortsetzen wird – trotz des weltwirtschaftlichen Umfelds. Die Institute machen aber auch die Herausforderungen deutlich, denen wir aktuell gegenüberstehen. Mit den Kapiteln zu der Wohnungspolitik und zu den protektionistischen Tendenzen haben sie zwei zentrale Themen herausgegriffen.

Damit der Aufschwung auch weiter geht, gilt es jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen: Wir müssen dazu Haushaltsspielräume auch zur Entlastung derjenigen nutzen, die unseren Wohlstand erst erwirtschaften: unsere Unternehmerinnen und Unternehmer sowie unsere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Auch beim Bürokratieabbau müssen wir schneller vorankommen. Und wir müssen auf zentrale Zukunftstechnologien setzen, etwa Künstliche Intelligenz und Batteriezellfertigung. Wenn wir hier die richtigen Weichen stellen, kann sich der Aufschwung, der mittlerweile im neunten Jahr ist, noch viele Jahre fortsetzen“.

Eine tragende Säule des Aufschwungs ist die Binnenwirtschaft, die vom starken Beschäftigungsaufbau, von niedrigen Zinsen und von den stimulierenden Maßnahmen des Koalitionsvertrags angeregt wird, so die Institute. Ausfuhren und Anlageinvestitionen werden nach Ansicht der Experten kräftig steigen, bei abnehmender Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft aber geringfügig an Schwung verlieren. Auch mache sich in zunehmendem Maß ein Fachkräftemangel bemerkbar. Risiken für den Aufschwung in Deutschland sehen die Institute vor allem in zunehmenden Handelskonflikten.

Der Bundeswirtschaftsminister wird die Herbstprojektion der Bundesregierung am 11. Oktober 2018 vorstellen.

Das Herbstgutachten finden Sie hier.