Nachbarschaftsfest

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Der Ostbeauftragte der Bundesregierung Christian Hirte lobt anlässlich der Veröffentlichung der Broschüre „Es geht auch anders! Kreative Potenziale in ländlichen Räumen Ostdeutschlands“ das breite zivilgesellschaftliche Engagement in struktur-schwachen ländlichen Gebieten:

„Es ist bemerkenswert, mit welcher Leidenschaft sich viele Menschen einsetzen, um gerade auch im ländlichen Raum die Bedingungen zu verbessern. Wir brauchen starke Kommunen und eine aktive Zivilgesellschaft, um die Herausforderungen aus demografischem und strukturellem Wandel erfolgreich zu meistern. Die vielen Beispiele zeigen, dass Verantwortungsbewusstsein und Heimatverbundenheit großes Potenzial freisetzen können. Damit werden Lücken geschlossen, die andere mitunter gelassen haben. Dieses Engagement kann man nicht genug würdigen.“

So ließen sich u. a. für Bereiche wie Ehrenamt, Mobilität, Gesundheitsversorgung oder Wirtschaftsentwicklung teils innovative Modelle finden. „Die Beispiele zeigen, dass die Situation vor Ort von Fall zu Fall sehr verschieden ist. Deshalb wird es für die Herausforderungen auch nicht die eine alleinige Antwort geben können.“

Der ländliche Raum hat infolge abnehmender Bevölkerungszahlen mitunter mit einer kritischen Versorgungslage zu kämpfen. Gerade hier könnten zivilgesellschaftliche Initiativen einen wichtigen Beitrag leisten, das Leben lebenswert zu gestalten und den Zusammenhalt in der Bevölkerung zu stärken. Das gilt insbesondere für die ostdeutschen Kommunen. „Mit der Kommission ‚Gleichwertige Lebensverhältnisse‘ wollen wir in der Regierung das Thema aber auch insgesamt in den Fokus rücken. Denn die Zukunft ländlicher Regionen kann und darf nicht allein Eigeninitiativen aufgebürdet werden“, so Hirte weiter. Die 20 Beispiele in der Broschüre seien dennoch eindrucksvolle Belege dafür, wie mutige und selbstbewusste Bürgerinnen und Bürger kreative Lösungen für kommunale Probleme in einem schwierigen Umfeld und gegen manche Widerstände umgesetzt hätten.

Die Broschüre ist im Internet auf der Seite des Beauftragten für die neuen Bundesländer hier kostenlos abrufbar.