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Deutschland ist ein attraktives Reiseziel und die Reiselust nimmt erfreulicherweise auch bei Reisenden, für die Barrierefreiheit wichtig ist, beständig zu. Sie sind dabei jedoch häufig mit Barrieren, wie z. B. fehlende Rampen für Rollstuhlfahrer oder unzureichende Informationen konfrontiert, was ihrer gleichberechtigten Teilhabe am Tourismus im Wege stehen kann. Deshalb fördert das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen des Projekts „Reisen für Alle“ ein bundesweit einheitliches Kennzeichnungs- und Zertifizierungssystem. Dazu gehört auch eine Datenbank, in der barrierefreie touristische Angebote erfasst und bewertet werden können. So erhalten Betroffene verlässliche Informationen zu barrierefreien Reiseangeboten entlang der gesamten touristischen Leistungskette.

Thomas Bareiß, Beauftragter der Bundesregierung für Tourismus, eröffnet heute die Fachkonferenz „Reisen für Alle“ im Rahmen dieses Projekts: „Menschen mit Behinderungen müssen möglichst genau wissen, was sie am Urlaubsort und auf dem Weg dorthin erwartet, sonst machen sie sich vielleicht gar nicht erst auf die Reise oder stehen vor unerwarteten Hürden. Barrierefreiheit soll zu einem Markenzeichen des Tourismus in Deutschland werden. Auch ältere Menschen, Familien mit kleinen Kindern oder zeitweilig Erkrankte profitieren von den Komfortmerkmalen barrierefreier Reiseangebote.“

Auf der Konferenz präsentieren Experten innovative Ansätze für eine barrierefreie Angebotsplanung und -gestaltung. „Innovative touristische Angebote für Menschen mit Behinderungen bieten unternehmerische Chancen“, sagt Thomas Bareiß weiter. „Es lohnt sich, in diese Chancen zu investieren. Das gilt für Unternehmen wie für die Destinationen, insbesondere auch in ländlichen Räumen.“

Nach einer Studie der Europäischen Kommission steigt die Zahl der Menschen mit spezifischen Bedürfnissen in Europa bis 2020 auf rund 150 Millionen. Ein Drittel davon sind Menschen mit Behinderungen, die anderen zwei Drittel ältere Menschen über 64 Jahre. Sie werden etwa 860 Millionen Reisen unternehmen.

Weitere Informationen zum barrierefreien Tourismus hier. Zu „Reisen für Alle“: www.reisen-fuer-alle.de.