Metallbauer

© iStock.com/Floriana

Die deutsche Metall- und Elektroindustrie wird ihrer Leitfunktion in Sachen Digitalisierung und Vernetzung gerecht. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) setzt pünktlich zum Start des kommenden Ausbildungsjahres die neuen Anforderungen für die duale Berufsausbildung in elf industriellen Metall- und Elektroberufen in Kraft. Schlüsselqualifikationen, wie z. B. Datensicherheit, werden genauso in die Ausbildungsordnung aufgenommen wie etwa Zusatzqualifikationen zum 3-D-Druck. Zusammen mit den Sachverständigen der Tarifpartner und dem Bundesinstitut für Berufsbildung hat das BMWi die Qualifikationen an die Herausforderungen aktueller Entwicklungen so angepasst, dass große wie kleine Betriebe weiterhin nach neuestem Stand ausbilden. Fachkräfte müssen im Beruf flexibel reagieren und zunehmend auch Tätigkeiten übernehmen, die bisher nur Führungskräften vorbehalten waren. So wie sich die Aufgaben ändern, werden die Berufe im BMWi neu definiert.

Der zuständige Staatssekretär Dr. Ulrich Nussbaum betont anlässlich der Unterzeichnung der Änderungsverordnungen den Wert der betrieblichen Ausbildung: „Die duale Berufsausbildung lebt. Mit ihr hat Deutschland Krisen besser gemeistert als andere Staaten ohne ein solches Ausbildungssystem. Sie wird auch die Digitalökonomie stemmen. Wer jung ist und motiviert, kann mit Aus- und anschließender Fortbildung eine glänzende Karriere hinlegen. Führungsposten inklusive, bis hin zur unternehmerischen Selbständigkeit.“ Die duale Berufsausbildung bezeichnete er als einen Wettbewerbsvorteil, den Deutschland auf keinen Fall verspielen dürfe.

Hintergrund:
Im Einzelnen werden zum 1. August 2018 folgende Berufsausbildungen modernisiert:

  • Anlagenmechaniker/in
  • Elektroniker/in für Automatisierungstechnik
  • Elektroniker/in für Betriebstechnik
  • Elektroniker/in für Gebäude und Infrastruktursysteme
  • Elektroniker/in für Geräte und Systeme
  • Elektroniker/in für Informations- und Systemtechnik,
  • Industriemechaniker/in
  • Konstruktionsmechaniker/in
  • Mechatroniker/in
  • Werkzeugmechaniker/in und
  • Zerspanungsmechaniker/in.

In den Ausbildungsordnungen werden neue Inhalte zur Digitalisierung und Vernetzung prominent verortet: Es werden:

  1. gemeinsame Inhalte für alle Berufe eingeführt (zur Datensicherheit und -analyse, informationstechnologischen Auftragsabwicklung und Terminverfolgung, zur Recherche in Clouds und Netzen und digitalen Lernmedien, zu informationstechnischen Schutzzielen, mobilen Datenträgern und Maßnahmen gegen Schadsoftware, zu Assistenz-, Diagnose- oder Visualisierungssystemen [digitaler Zwilling] und zur Arbeit in interdisziplinären Teams),
  2. Zusatzqualifikationen verordnet, welche die Betriebe besonders leistungsstarken Auszubildenden während der Berufsausbildung anbieten können (zur Systemintegration, digitalen Vernetzung, additiven Fertigung, Prozessintegration, IT-gestützten Anlagenänderung, Programmierung und zur IT-Sicherheit).