Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst  bie seinem letzten öffentlichen Auftritt vor Start der ESA-Mission Horizons.

Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst bei seinem letzten öffentlichen Auftritt vor Start der ESA-Mission Horizons.

© ESOC/ESA/Andreas Schepers

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat heute im Rahmen einer Videobotschaft anlässlich des letzten öffentlichen Auftritts von Alexander Gerst vor Start der ESA-Mission Horizons diesem seine Glückwünsche übermittelt.

Bundeswirtschaftsminister Altmaier: „Ich wünsche Ihnen, lieber Alexander Gerst, alles Gute für ESA-Mission Horizons. Sie haben ein spannendes und sehr anspruchsvolles Programm auf der Internationalen Raumstation vor sich. Gemeinsam mit den anderen Raumfahrtnationen arbeiten Sie an Lösungen zu den globalen Herausforderungen. Dazu zählt der Umwelt- und Klimaschutz. Es geht aber auch um eine bessere Gesundheit und Themen wie Digitalisierung, Industrie 4.0, Energie und die Mobilität von morgen. Ich begrüße das sehr. Denn so wird der Nutzen der Raumfahrt für die Menschen klar erkennbar.“

Altmaier betonte, die ISS und auch die anstehende Mission Horizons habe darüber hinaus eine weitere wichtige politische Bedeutung: „Die ISS ist auch ein herausragendes Beispiel für die friedliche Zusammenarbeit im All und auf der Erde.“ Darüber hinaus inspirierten solche Missionen die nächste Generation: „Deren Talente und Tatkraft brauchen wir dringend für die Herausforderungen unserer Zukunft. Ich weiß, dass Sie sich mit vielen Aktionen besonders für den Nachwuchs engagieren. Das ist vorbildlich. Denn daran können junge Menschen wachsen."

Horizons“ – ist der Name der nächsten Mission des deutschen ESA-Astronauten Alexander Gerst. Am 6. Juni 2018 soll der 41-jährige Geophysiker mit der Expedition 56/57 seine zweite „Forschungsreise“ zur Internationalen Raumstation ISS antreten. Die Sojus-Rakete startet vom russischen Kosmodrom in Baikonur und soll am 8. Juni an der ISS andocken.

Alexander Gerst wird außerdem ab August der erste Deutsche und zweite Europäer sein, der als Kommandant auf der ISS eingesetzt wird. Voraussichtlich 187 Tage – bis zum 10. Dezember 2018 – soll der deutsche ESA-Astronaut in knapp 400 Kilometer Höhe unterwegs sein. Der englische Name der Mission, horizons, symbolisiert dabei die Neugier und Faszination, Unbekanntes zu entdecken und zu erforschen.

Mehr als 50 Experimente mit deutscher Beteiligung sollen Wissenschaftler deutscher Universitäten und Forschungseinrichtungen, deutsche Firmen und das DLR als Forschungszentrum für die Mission beisteuern. Die thematische Bandbreite reicht dabei von biologischen und medizinischen Experimenten über (astro-) physikalische und materialwissenschaftliche Fragestellungen bis hin zu Technologiedemonstrationen, einem Experimentprogramm für Kinder und Jugendliche sowie industriell oder kommerziell motivierten Anwendungen.