Cacau, Schirmherr des Integrationspreises und DFB-Integrationsbeauftrager

Cacau, Schirmherr des Integrationspreises und DFB-Integrationsbeauftrager

© picture alliance/GES/Marvin Ibo Guengoer

Erste Liga der Integration – so betitelt das NETZWERK „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ seine Jahrestagung 2018 im Dortmunder Signal Iduna Park. Der Blick auf die Teilnehmer zeigt: Das NETZWERK bringt Unternehmen zusammen, die mit viel Engagement und Einsatz Geflüchtete in ihre Betriebe integrieren und so eine Führungsrolle übernehmen. Rund 200 Vertreterinnen und Vertreter aus aktiven Unternehmen nehmen heute an der Jahrestagung ihres NETZWERKs teil.

Cacau, DFB-Integrationsbeauftragter, hält die Keynote zum Auftakt der Tagung. Der ehemalige deutsche Fußballnationalspieler ist Ende der neunziger Jahre nach Deutschland gekommen. Für ihn ist die Sprache das wichtigste Handwerkszeug in einem fremden Land: „Es war für mich so wichtig, ganz schnell Deutsch zu können. Weil ich mitreden wollte. Deutschland ist ein tolles Land, es hat etwas mit Respekt zu tun, sich für die Kultur und die Werte zu interessieren. Das ist ein wichtiger Teil von Integration. Auf der anderen Seite ist es wichtig, gerade neu angekommenen Menschen mit Freundlichkeit zu begegnen, vielleicht auch wenn es mit der deutschen Sprache noch etwas holpert.“

Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) betont: „Das NETZWERK „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ ist eine große Erfolgsgeschichte. Vor ziemlich genau zwei Jahren, am 9. März 2016, ist es mit 300 Gründungsunternehmen gestartet. Inzwischen zählt es über 1700 Mitglieder. Die Betriebe profitieren von der Beratung und den Praxisinformationen des NETZWERKs. Und natürlich von den Erfahrungen, die sie bei deutlich über 300 NETZWERK-Veranstaltungen in den vergangenen beiden Jahren ausgetauscht haben.“

Iris Gleicke, Mittelstandsbeauftragte der Bundesregierung, unterstreicht: „Bei der Integration geflüchteter Menschen müssen wir alle die Ärmel hochkrempeln. Viele kleine und mittelständische Unternehmen packen dabei an. Mit viel Einsatz und Engagement bieten sie Geflüchteten eine berufliche Zukunft. Dafür verdienen sie unsere Anerkennung und weiter unsere aktive Unterstützung.“

Die NETZWERK-Tagung bildet den jährlichen Höhepunkt im Veranstaltungsprogramm des NETZWERKs. Die Betriebe kommen zusammen, um ihre Erfahrungen auszutauschen und neue Impulse für die betriebliche Integration Geflüchteter mitzunehmen. In fünf Workshops haben die Teilnehmer Fragen der betrieblichen Integration diskutiert. Dabei war nicht nur der Veranstaltungsort im Fußballstadion sportlich, sondern auch die Workshop-Titel. Hinter der Überschrift „Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien“ verbargen sich zum Beispiel interkulturelle Themen innerhalb eines Betriebs. Im Workshop „Von Abseits bis Videobeweis“ ging es um den rechtlichen Rahmen der Arbeitsmarktintegration.

Das auf Initiative des DIHK entstandene NETZWERK „Unternehmen integrieren Flüchtlinge“ wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie finanziell gefördert. Die Angebote des NETZWERKs wie Informationsmaterialien, Webinare, Workshops und Veranstaltungen sind wie die Mitgliedschaft kostenlos.

Weitere Information finden Sie unter:
www.unternehmen-integrieren-fluechtlinge.de/