Staatssekretär Matthias Machnig und Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Ralph Watzel mit den Preisträgern des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2017 (v.l.n.r.)

Staatssekretär Matthias Machnig und Jury-Vorsitzender Prof. Dr. Ralph Watzel mit den Preisträgern des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2017 (v.l.n.r.)

© BMWi/Andreas Mertens

Der Staatssekretär Matthias Machnig im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, zeichnete heute die Preisträger des Deutschen Rohstoffeffizienz-Preises 2017 in Berlin aus. Preisträger sind die Unternehmen OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG aus Ispringen (Projekt „REProMag – Ressourceneffiziente Herstellung von Hartmagneten auf Basis Seltener Erden“), Cronimet Envirotec aus Bitterfeld (Projekt „Aufbereitung metallhaltiger Schlämme“) und die BTS GmbH aus Weilheim (Projekt „Tausch – Turboladerprogramm“). In der Kategorie Forschungseinrichtungen wurde das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung aus Stuttgart (Projekt „Automatisierte maskierungsfreie Zweifarbenlackierung für Spiegelgehäuse) mit dem Preis ausgezeichnet.

Bundeswirtschaftsministerin Zypries: „Eine nachhaltige und sichere Versorgung mit Rohstoffen für die industrielle Produktion ist für den Standort Deutschland entscheidend. Dafür brauchen wir eine umweltverträgliche Gewinnung von Primärrohstoffen, einen intelligenten und sparsamen Einsatz von Rohstoffen und Materialien in der Produktion sowie die Rückgewinnung von Wertstoffen. Diese Technologien spielen eine Schlüsselrolle für eine moderne Kreislaufwirtschaft. Die heutigen Preisträger stehen vorbildhaft für innovative Leistungen auf diesem Gebiet.“

Das Bundeswirtschaftsministerium zeichnet mit dem Deutschen Rohstoffeffizienzpreis herausragende Beispiele rohstoff- und materialeffizienter Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen sowie anwendungsorientierter Forschungsergebnisse aus. Nominiert waren Technologien bzw. Verfahren zum Recycling von Metallen, Kunststoffen, Magneten sowie Auto- und Flugzeugteilen und zur effizienten Verwendung von Rohstoffen und Materialien. Die 14-köpfige unabhängige Jury von Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft wählte aus den eingereichten Bewerbungen insgesamt vier Preisträger in den Kategorien „Unternehmen“ und „Forschungseinrichtungen“ aus.

Maßnahmen und Praxisbeispiele eines effizienten Rohstoff- und Materialeinsatzes entlang der gesamten Wertschöpfungskette wurden in der die Preisverleihung begleitenden Fachkonferenz und Ausstellung „Rohstoffe effizient nutzen – erfolgreich am Markt“ branchenübergreifend dargestellt.

Weitere Informationen finden Sie unter www.deutscher-rohstoffeffizienz-preis.de.

Informationen zu den Preisträgern:

OBE Ohnmacht & Baumgärtner GmbH & Co. KG aus Ispringen / Baden-Württemberg – Projekt: „REProMag - Ressourceneffiziente Herstellung von Hartmagneten auf Basis Seltener Erden.“

Entwicklung eines Verfahrens zur stofflichen Wiederverwertung von Magneten mit Seltenen Erden. Damit wird dem Recycling für diese technologisch sehr bedeutenden Rohstoffe ein wichtiger Impuls gegeben. Diese Magnete sind für unsere täglichen Produkte wie Smartphones und Laptops unentbehrlich geworden. Sie sind zudem aber auch extrem wichtig für zukünftige technologische Entwicklungen, z.B. im Bereich der Elektromobilität und der erneuerbaren Energien.

Cronimet Envirotec aus Bitterfeld-Wolfen / Sachsen-Anhalt – Projekt: „Aufbereitung metallhaltiger Schlämme“.

Mit dieser Technologie werden schlammartige Abfälle in einem Destillationsprozess aufbereitet und die darin enthaltenen Metalle für die Weiterverwendung zurückgewonnen. Damit reduzieren sich Abfälle und wichtige Metalle können so einer erneuten Verwendung zugeführt werden.

BTS GmbH aus Weilheim in Oberbayern – Projekt: „Tausch – Turboladerprogramm.“

Durch die Rücknahme über ein Pfandsystem werden Turbolader aus Verbrennungsmotoren [Baugruppe eines Verbrennungsmotors, welches der Leistungs- oder/und Effizienzsteigerung dient] gesammelt. Danach werden sie gezielt aufbereitet, repariert oder wiederverwertet. So werden nicht nur Materialien durch die Wiederverwendung eingespart, sondern auch Emissionen im Produktionsprozess vermieden.

Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) aus Stuttgart gemeinsam mit der Hertfelder GmbH – Projekt: „ Automatisierte maskierungsfreie Zweifarbenlackierung für Spiegelgehäuse“.

Entwicklung einer Präzisions-Lackierungstechnologie. Damit wird ungenutzter, überschüssiger Lacknebel vermieden und die Lack-Verluste um bis zu 50 % gesenkt. Zudem bietet diese Technologie auch Anwendungsmöglichkeiten im Bereich des 3D Drucks.