Bundesministerin Zypries am Hafen von Banjul

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Die Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, begleitet den Bundespräsidenten, Dr. Frank-Walter Steinmeier, vom 11. bis 14. Dezember 2017 auf seiner Reise nach Ghana und Gambia. Ministerin Zypries leitet die 18-köpfige Wirtschaftsdelegation, deren Fokus auf den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen mit beiden westafrikanischen Ländern liegt.

Zypries: „Ghana hat zuletzt eine beeindruckende politische und wirtschaftliche Entwicklung genommen. Für deutsche Unternehmen ergeben sich hier interessante Möglichkeiten für Handel und Investitionen. Ebenso bietet das Wirtschaftswachstum in Gambia positive Aussichten. Aber die Länder Afrikas werden nur dann von einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung profitieren, wenn sie Arbeitsplätze schafft. Hier setzt das von mir entwickelte Pro!Afrika-Konzept an. Es umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, mit denen wir die Aktivitäten deutscher Unternehmen auch in Ghana und Gambia flankieren können. Denn Afrika benötigt Unternehmen und privates Kapital, wenn wir eine wirtschaftliche Entwicklung erreichen wollen. Dazu bedarf es aber auch geeigneter Rahmenbedingungen, die von den Ländern eigenverantwortlich implementiert werden müssen."

Mit dem Pro!Afrika-Konzept (PDF, 102KB) möchte das BMWi die unternehmerischen Aktivitäten auch in diesen beiden Ländern weiter intensivieren. "Pro! Afrika" soll die ökonomische Entwicklung Afrikas unterstützen, nachhaltiges Wachstum und eine intensivere Kooperation und mehr Engagement der Privatwirtschaft stärken. Im Fokus stehen Projekte und Initiativen im Bereich Neue Technologie, Innovation und Digitalisierung - zugeschnitten auf lokale Bedürfnisse und unterschiedliche Regionen. Dazu werden bewährte Instrumente der Außenwirtschaftsförderung geschärft, die politische Zusammenarbeit vertieft und erfolgreiche Förderprogramme auch auf Afrika ausgerichtet.

In Ghana wird die Ministerin gemeinsam mit dem Bundespräsidenten an einem Runden Tisch mit deutsch-ghanaischen Wirtschaftsvertretern teilnehmen. Daneben sind hochrangige politische Gespräche sowie ein Treffen mit Gründerinnen und Unternehmerinnen aus Ghana geplant. In Gambia wird sie sich intensiv mit Vertreterinnen und Vertretern des Wirtschafts- und Transportministeriums und gambischer Wirtschaftsagenturen austauschen.

Der deutsche Handel mit Ghana umfasst 583 Millionen Euro. Den größten Anteil der deutschen Exporte machen Maschinen, KFZ und KFZ-Teile aus. Hauptimporte sind Nahrungsmittel, Erdöl und Rohstoffe. Ghanas Wirtschaftswachstum 2017 wird mit 5,9 Prozent und 2018 mit 8,9 Prozent prognostiziert. Der bilaterale Handel mit Gambia im Jahr 2016 erreichte 8,5 Millionen Euro. Gambia rechnet mit einem Wachstum von 3 Prozent (2017) und 3,5 Prozent (2018).

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