Bundeswirtschaftsminister Gabriel (Mitte) traf zu bilateralen Gesprächen auf den französichen Wirtschaftsminister Macron (links) sowie den polnischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung Morawiecko (rechts).

Bundeswirtschaftsminister Gabriel (Mitte) traf zu bilateralen Gesprächen auf den französichen Wirtschaftsminister Macron (links) sowie den polnischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung Morawiecko (rechts).

© BMWi

Bundeswirtschaftsminister Gabriel ist heute nach Warschau gereist und nimmt dort auf Einladung des polnischen Ministers für wirtschaftliche Entwicklung, Morawiecki, gemeinsam mit den Wirtschaftsministern aus 17 anderen EU-Mitgliedstaaten und EU-Kommissar Oettinger am vierten Treffen der Ministerkonferenz "Friends of Industry" teil. Ziel des diesjährigen Treffens ist es, Anforderungen und Rahmenbedingungen an eine europäische Industriepolitik zu diskutieren sowie über aktuelle Themen, wie etwa die Krise in der europäischen Stahlindustrie, zu beraten. Daneben geht es auch um das wichtige Thema Industrie 4.0 und die Frage, wie Unternehmen und Arbeitnehmer in Europa sich besser auf die neuen Chancen und Herausforderungen der digitalen Revolution vorbereiten können. Am Ende des Treffens soll eine Abschlusserklärung unterzeichnet werden.

Bundeswirtschaftsminister Gabriel: "Wir brauchen eine Re-Industrialisierung in Europa. Europa muss sich industriepolitisch besser aufstellen als in der Vergangenheit. Wir wollen daher auf unserem heutigen Treffen der Gruppe "Friends of Industry" eine Forderung nach Brüssel senden für ein klares Bekenntnis der EU zum Wirtschaftsstandort Europa. Das Ziel, den Industrieanteil in Europa bis 2020 auf 20 Prozent zu erhöhen, gehört wieder ganz oben auf die europapolitische Agenda."

Bereits bei der Industriekonferenz am 18. Februar dieses Jahres in Berlin hat in Deutschland das Bündnis "Zukunft der Industrie" in einer Gemeinsamen Erklärung (PDF: 95 KB) einen Katalog von klaren industriepolitischen Forderungen formuliert und mit dem Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Maroš Šefcovic diskutiert. Diese Kernforderungen bilden eine wichtige Grundlage für das heutige Treffen und die geplante gemeinsame Erklärung der Gruppe "Friends of Industry" (nur in englischer Sprache PDF: 48 KB).

Im Vorfeld der Konferenz führt Bundesminister Gabriel trilaterale Gespräche mit dem polnischen Minister für wirtschaftliche Entwicklung, Morawiecki und dem französischen Wirtschaftsminister Macron.

Die Ministerkonferenz der "Friends of Industry" wurde im Jahr 2013 auf Initiative von Frankreich gegründet und tagt in diesem Mal zum vierten Mal. Ziel dieses Dialogs auf Ebene der Wirtschaftsminister verschiedener EU-Mitgliedstaaten ist es, gemeinsam über europäische Industriethemen zu beraten und sich enger abzustimmen. Beim diesjährigen Treffen soll eine Abschlusserklärung mit klaren industriepolitischen Forderungen formuliert und an die Europäische Kommission, das Europäische Parlament und den Europäischen Rat übermittelt werden.

Das Bündnis "Zukunft der Industrie" ist ein starker Zusammenschluss von Industrie, Gewerkschaften, Arbeitgebern und Politik. In fünf Arbeitsgruppen werden Handlungsempfehlungen zu den Kernthemen Akzeptanz der Industrie, Stärkung der Investitionstätigkeit, Zukunft der Arbeit in Industrie und industrienahen Dienstleistungen, Wertschöpfungsstrukturen der Zukunft sowie internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie erarbeitet.

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