Logo Zentrales Innovationsprogramm ZIM

Die Evaluation des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) verdeutlicht die positive Rolle der Unterstützungsmaßnahme zur Stärkung der unternehmerischen Innovationskraft. Die umfassende Analyse des ZIM wurde am 29. Juli 2019 auf der Webseite des BMWi veröffentlicht. Sie zeichnet ein differenziertes Bild zur Wirkungsweise des größten deutschen Förderprogramms für innovative Mittelständler.

Die Evaluation untersucht unter anderem die Rolle des ZIM als Kooperations- und Transfer-Instrument. Sie kommt zum Ergebnis, dass geförderte Unternehmensprojekte Impulse für den Technologielevel in der gesamten Wertschöpfungskette liefern. Für den Transfer wichtig sind Wirtschaft-Wissenschaft-Kooperationen – sie stärken Know-How-Flüsse in beide Richtungen und sind der größte ZIM-Förderbereich mit wachsendem Gewicht.

Kernzielgruppe des ZIM bleiben kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten, darunter viele Erstfördernehmer. Die im Rahmen der Evaluation durchgeführten ökonometrischen Analysen schätzen, dass die geförderten Unternehmen ihre Forschungsintensität durch das ZIM verdoppeln.

Positiv wird auch die Effizienz der Administration und die Positionierung des ZIM in der Förderlandschaft bewertet. Ein Pluspunkt ist dabei der klare, themenoffene Bottom-Up-Förderansatz, bei dem die Unternehmen und ihre Partner aus der Wissenschaft die Richtung der Innovation selbst bestimmen. Als internationales Unikum wird dabei die gelungene Verbindung von Netzwerk- und Projektförderung hervorgehoben.

Angesichts der positiven Ergebnisse ist die wichtigste Handlungempfehlung der Evaluation, das ZIM unter Beibehaltung seiner Erfolgsfaktoren als breites, themenoffenes Programm weiter zu führen. Darüber hinaus empfehlen die Evaluatoren unter anderem die gezielte Stärkung des ZIM in Einzelbereichen wie die Ansprache junger und wenig forschungserfahrener Unternehmen.

Die externe Analyse wurde federführend von KMU Forschung Austria aus Wien durchgeführt. Der umfassende Bericht kann auf hier heruntergeladen werden.