Teilnehmer des Deutschen Normungspanels diskutierten die Ergebnisse der 7. Umfrage zum Thema Normung und Standardisierung anlässlich der Präsentation im BMWi

Teilnehmer des Deutschen Normungspanels diskutierten die Ergebnisse der 7. Umfrage zum Thema Normung und Standardisierung anlässlich der Präsentation im BMWi

© BMWi/Anja Blumentritt

Normen und Standards bilden einen rechtsnahen Rahmen, den Unternehmen bei ihren wirtschaftlichen Aktivitäten berücksichtigen müssen. Im Gegensatz zu gesetzlichen Vorgaben ist ihre Einhaltung grundsätzlich freiwilliger Natur. Wie Unternehmen dies tatsächlich in der Realität wahrnehmen, war Gegenstand des diesjährigen Spezialteils des Deutschen Normungspanels, einer jährlichen Befragung von Unternehmen zum Thema Normung und Standardisierung. Die Ergebnisse der 7. Umfrage wurden am 28. Mai 2019 erstmals im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) präsentiert.

Normen, die durch eine Referenzierung eng mit nationalen oder europäischen Gesetzen verbunden sind, werden von den befragten Unternehmen als unverzichtbar wahrgenommen. Dabei stellt die Möglichkeit der aktiven Teilnahme an der Erarbeitung von Normen und Standards für die Wirtschaft ein wichtiges strategisches Instrument dar, um beim Fortschritt in Wissenschaft und Technik Schritt halten zu können. Dies geschieht zunehmend in Echtzeit, denn die Digitalisierung erfordert auch hier Anpassung zu schnelleren und dennoch gründlichen Verfahren.

Das Zusammenspiel und die Arbeitsteilung zwischen Normung und Gesetzgebung funktioniert in Deutschland gut. Davon profitiert auch die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft. Denn nicht nur neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sind dafür entscheidend, sondern auch ein gut funktionierendes System an technischen Rahmenbedingungen. Die auf nationaler Ebene entstandenen Normen und Standards können letztlich auch ihren Eingang in das europäische oder internationale Normenwerk finden.

Trotz dieser hohen Bedeutung von Normung und Standardisierung sind entsprechende Forschungsaktivitäten nach wie vor gering. Dies liegt auch daran, dass nicht hinreichend belastbare Daten zur Verfügung stehen. Deswegen ist es zu begrüßen, dass mit dem Deutschen Normungspanel langfristig eine verlässliche Datengrundlage geschaffen wird und sich hoffentlich von Jahr zu Jahr mehr Unternehmen daran beteiligen. Seit 2016 steht das Deutsche Normungspanel unter der Schirmherrschaft des BMWi.