Fragen zur Projektförderung

Das Programm enthält zwei Fördermodule.

Fördermodul 1: „Investition in digitale Technologien“
Dieses Modul unterstützt Investitionen in Soft- und Hardware, insbesondere für die interne und externe Vernetzung des Unternehmens.

Gefördert werden Investitionen in digitale Technologien und damit verbundene Prozesse und Änderungen im Unternehmen. Diese Investitionen müssen vom Antragsteller konkret benannt werden. Hierzu gehören insbesondere Hard- und Software, welche die interne und externe Vernetzung der Unternehmen fördern, zum Beispiel unter folgenden Aspekten: Datengetriebene Geschäftsmodelle, Künstliche Intelligenz (KI), Cloud-Anwendungen, Big Data, Sensorik, 3D-Druck sowie IT-Sicherheit und Datenschutz.

Fördermodul 2: „Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden“
Dieses Modul unterstützt Unternehmen dabei, Beschäftigte im Umgang mit digitalen Technologien weiterzubilden.

Gefördert werden Investitionen, die die Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Unternehmens verbessern – insbesondere bei der Erarbeitung und Umsetzung einer digitalen Strategie im Unternehmen sowie bei IT-Sicherheit und Datenschutz, aber auch ganz grundsätzlich zu digitalem Arbeiten und den nötigen Basiskompetenzen. Das Qualitätsniveau der Weiterbildungsanbieter muss durch eine Zertifizierung nach ISO 9001 oder eine Akkreditierung nach AZAV belegt sein.

Wichtig: Unternehmen können in einem oder in beiden Modulen eine Förderung beantragen.

Die Förderung wird als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss. Die Unternehmen haben maximal 12 Monate Zeit, ihr gefördertes Digitalisierungsprojekt umzusetzen. Die Auszahlung des Zuschusses erfolgt nach erfolgreicher Verwendungsnachweisprüfung.

Das Vorhaben muss innerhalb des Umsetzungszeitraums vollständig realisiert werden. Der maximale Umsetzungszeitraum beziehungsweise Förderzeitraum beträgt 12 Monate ab Projektbeginn. Der Projektbeginn und der Umsetzungszeitraum werden im Zuwendungsbescheid festgelegt.

Bei komplexen Vorhaben im Rahmen von Anträgen als Wertschöpfungskette ist gegebenenfalls ein längerer Zeitraum möglich. Dies muss im Antrag schlüssig erläutert werden und wird gesondert geprüft.

Lizenzgebühren für Software sowie Leasingraten für Hardware werden generell für die Dauer der Vorhabenlaufzeit von maximal 12 Monaten gefördert. Weitere Informationen dazu finden Sie unter „Sind Lizenzgebühren für Software sowie Leasingraten für Hardware förderfähig?“.

Die maximale Fördersumme beträgt 50.000 Euro pro Unternehmen, bei Investitionen von Wertschöpfungsketten und/oder -netzwerken kann sie bis zu 100.000 Euro pro Unternehmen betragen. Die minimale Fördersumme beträgt 17.000 Euro in Modul 1 und 3.000 Euro in Modul 2.

Der Förderzuschuss bemisst sich anteilig an den Investitionskosten des Unternehmens. Die Förderquote (in % der Investitionskosten) ist nach Unternehmensgröße gestaffelt. Um die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie zu begrenzen, gelten für alle bis zum 30.06.2021 eingehenden Anträge höhere Förderquoten. Danach, ab dem 01.07.2021, gelten die ursprünglich vorgesehenen Förderquoten (Werte in Klammern).

  • Bis 50 Beschäftigte: bis zu 50 (40) %
  • Bis 250 Beschäftigte: bis zu 45 (35) %
  • Bis 499 Beschäftigte: bis zu 40 (30) %.

Somit erhalten kleinere Unternehmen einen etwas höheren prozentualen Zuschuss.

  • Standardhardware bzw. –software, die nicht direkt im Bezug zum Digitalisierungsvorhaben oder den Förderzielen stehen;
  • Ersatz- oder Routine-Investitionen, z.B. zusätzliche Computer für eine wachsende Mitarbei-terzahl oder Updates von Software ohne grundlegende neue Funktionen;
  • Erstmalige Grundausstattung mit Informations- und Kommunikationstechnologie;
  • Zusatzausgaben wie z.B. Personal-, Verwaltungs- und Reiseausgaben des antragstellenden Unternehmens;
  • Leistungen von Unternehmen, die mit dem antragstellenden Unternehmen verbunden sind – z.B. in einem Konzern der als Tochterunternehmen;
  • Einsatz von eigenen Entwicklungskapazitäten für Innovationen des antragstellenden Unter-nehmens.
  • Beratungsleistungen, insbesondere zur Erstellung des Digitalisierungsplans.

Weitere Informationen zu Standardhardware bzw. –software finden Sie unter „Was sind Standardhardware bzw. –software?“

Beratungsleistungen zur Umsetzung der Digitalisierung in Ihrem Unternehmen können über das Förderprogramm „go-digital“ gefördert werden. Weitere Informationen dazu finden Sie unter „Wie ist das Verhältnis zum Förderprogramm „go-digital“?“

Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Förderquote erhöht werden, und zwar:

  • Wenn mehrere Unternehmen innerhalb einer Wertschöpfungskette bzw. eines -netzwerks arbeitsteilig miteinander kooperieren und im Rahmen einer gemeinsamen Zielstellung gleichzeitig in Digitalisierung investieren – z. B. in unternehmensübergreifende IT-Geschäftskonzepte. Da mit der Digitalisierung die Beziehungen zu Lieferanten, Auftraggebern und Kunden effizienter gestaltet werden können, sollen die Vernetzung und das Denken in Netzwerken besonders unterstützt werden (+ 5 Prozentpunkte).
  • Investitionen zur Erhöhung der IT-Sicherheit im Unternehmen, inklusive Datenschutz (+ 5 Prozentpunkte).
  • Investitionen in strukturschwachen Regionen (+ 10 Prozentpunkte).

Mehrere Unternehmen arbeiten entweder entlang einer Wertschöpfungskette zusammen. Diese kann von der Zulieferung von Rohstoffen und Materialien über Zwischenprodukte bis hin zum Endprodukt reichen. Oder mehrere Unternehmen kooperieren in einem Wertschöpfungsnetz - beispielsweise arbeiten mehrere Zulieferer bei der Motorenfertigung in der Automobilindustrie zusammen. Die Unternehmen liefern jeweils eigenständige Beiträge in der Kette oder dem Netzwerk. Jedes Unternehmen muss einen eigenen Antrag stellen und einen eigenen Digitalisierungsplan einreichen.

Als strukturschwach im Sinne der Förderrichtlinie gelten die Regionen auf der beigefügten Karte.

Grafische Darstellung strukturschwacher Regionen nach Digital Jetzt Bild vergrößern

Nicht antragsberechtigt / förderfähig sind unabhängig vom Investitionsbedarf u.a.:

  • Unternehmen mit öffentlicher Beteiligung;
  • Gemeinnützige Unternehmen;
  • Unternehmen des öffentlichen Rechts und Religionsgemeinschaften sowie deren Beteiligungen;
  • Unternehmen in Gründung;
  • Vereine;
  • Stiftungen;
  • Insolvente Unternehmen und Unternehmen in Schwierigkeiten (VO (EU) Nr. 651/2014).

Start-ups können dann Förderanträge stellen, wenn bereits ein signifikanter Geschäftsbetrieb mit ausreichend Umsätzen erkennbar ist. Das Unternehmen muss die Gründungsphase abgeschlossen und abschließend eine Rechtsform gewählt haben. Zudem sollte die Eintragung im Handelsregister abgeschlossen sein und ein erster Jahresabschluss vorliegen.

Ein Unternehmen mit der Rechtsform „Unternehmen in Gründung“ ist von der Antragstellung ausgeschlossen.

Investitionen, die zum erstmaligen Aufbau eines Geschäftsmodells bzw. -betriebes genutzt werden (u.a. die Beschaffung einer erstmaligen IKT-Grundausstattung), werden nicht gefördert. Weitere Informationen dazu finden Sie unter „Was sind Standardhardware bzw. -software?“.

Das Programm läuft bis zum 31. Dezember 2023.

Ein Unternehmen gilt als ein mit anderen Unternehmen verbundenes Unternehmen, wenn es Anteile von ab 50 Prozent an einem anderen Unternehmen hält oder andere Unternehmen einen Anteil von ab 50 Prozent an dem antragstellenden Unternehmen halten. Das Unternehmen hat bezogen auf ein anderes Unternehmen die mittel- oder unmittelbare Kontrolle der Mehrheit des Kapitals oder der Stimmrechte oder es übt einen beherrschenden Einfluss aus, oder es gehört einer Unternehmensgruppe an. Es erstellt einen konsolidierenden Abschluss zusammen mit einem anderen Unternehmen. (Artikel 3 des Anhangs I der Verordnung (EU) Nr. 651/2014 der Kommission vom 17. Juni 2014).

In diesen Fällen kann nur ein Unternehmen des Unternehmensverbundes einen Antrag bei Digital Jetzt stellen bzw. im Rahmen von Digital Jetzt gefördert werden (siehe u.a. „Wie berechne ich die Anzahl der Mitarbeiter in meinem Unternehmen?“).

Fragen zur Antragstellung

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das elektronische Antragsformular. Notwendige Unterlagen bzw. Anlagen werden ausschließlich elektronisch hochgeladen. Das Antragstool führt den Antragstellenden sicher durch die folgenden Themenblöcke:

  1. Registrierung
  2. Unternehmensdaten
  3. Kontaktdaten des Antragstellenden (Projektleitung / bevollmächtigte Person; Geschäftsführung)
  4. Digitalisierungsplan
  5. Finanzierungsplan

Weitere Informationen zum Digitalisierungsplan finden Sie unter „Wie ist der Digitalisierungsplan zu erstellen?“.

Das Online-Antragstool bietet darüber hinaus folgende Vorteile:

  • Der Antrag kann durch den Antragstellenden fortlaufend zwischengespeichert werden. Somit ist eine sukzessive Bearbeitung möglich;
  • Das Tool enthält Ausfüll-Hinweise zur Unterstützung der Antragsstellung (z.B. Erläuterungen von notwendigen Informationen, Definitionen von komplexen Sachverhalten / Fachbegriffen);
  • Plausibilitätsprüfungen verhindern falsche Eingaben bzw. weisen frühzeitig auf Kriterien der Nicht-Förderfähigkeit hin;
  • Berechnungen in Bezug auf die voraussichtlich zu erwartende Förderung erfolgen automatisch anhand der Angaben des Unternehmens (Förderquote, Höhe der Zuwendung).

Für die Antragstellung wird empfohlen, folgende Informationen und Unterlagen bereit zu halten:

  • Daten zum Unternehmen (u.a. Kontaktdaten, Zahl der Mitarbeitenden, Besitz- und Beteiligungsverhältnisse),
  • Informationen zu bisherigen beziehungsweise weiteren beantragten Förderungen (u.a ggfs. bereits bewilligte und / oder weiterhin beantragte De-minimis-Beihilfen),
  • Informationen zum geplanten Investitionsvorhaben (siehe „Wie ist der Digitalisierungsplan zu erstellen?“),
  • Informationen zu den geplanten Investitionen (Angebot(e) externer Anbieter / Dienstleister u.a. Name des externen Anbieters, Bezeichnung der Investitionsgegenstände / -leistungen, Höhe der Ausgaben),
  • Informationen zum Eigenanteil des Antragstellenden (ggfs. Nutzung von Kredit- und Beteiligungsprogrammen).

Weitere Informationen zu De-minimis-Beihilfen finden Sie unter „Was ist die De-minimis-Regelung?“

Eine Vorschau des Antragstools finden Sie ebenfalls auf dieser Webseite.

Die erforderlichen Angaben zum Digitalisierungsplan (= umfassende Beschreibung des Investitionsvorhabens) werden direkt im Online-Antragstool eingetragen.

Das Antragstool führt die Antragstellenden sicher durch die aufeinander aufbauenden Themenblöcke. Angaben werden größtenteils über spezifische Auswahlmöglichkeiten und Skalen zum Ankreuzen erfasst.

In Freitextfeldern formuliert werden müssen lediglich:

  • die Beschreibung der geplanten Investitionen;
  • die Darstellung der voraussichtlichen Wirkungen der Investitionen auf die Unternehmensentwicklung.

Hierbei wird der Antragsstellende durch spezifische Leitfragen unterstützt.

Der Digitalisierungsplan beschreibt möglichst genau das beantragte Investitionsvorhaben und besteht aus folgenden drei Teilen:

  • Ausgangssituation: Darstellung des aktuellen Standes der Digitalisierung im Unternehmen (bzw. in den für die Investitionen relevanten Unternehmensbereichen) anhand einer Selbsteinschätzung;
  • Investitionsvorhaben: Darstellung des geplanten Investitionsvorhabens, der Ziele und der konkreten Verbesserungen für das Unternehmen (z.B. in Bezug auf Geschäftsmodell bzw. Geschäftsfelder, Unternehmensprozesse, IT-Sicherheit; Digitalisierungskompetenzen der Mitarbeitenden);
  • Nachhaltige Wirkung der Investition: Darstellung der voraussichtlich zu erwartenden Effekte der Investitionen auf die weitere Entwicklung des Unternehmens

Grundlage für eine positive Förderentscheidung ist die schlüssige Gesamtdarstellung des geplanten Investitionsvorhabens.

Eine Vorschau auf das Online-Antragstool finden Sie hier (PDF, 7 MB).

Grundsätzlich muss jedes im Wertschöpfungsnetzwerk beteiligte Unternehmen einen eigenen Antrag stellen. Der Antrag beinhaltet einen eigenen Digitalisierungsplan und Finanzierungsplan. Hierbei muss auch die Rolle des jeweiligen Unternehmens in der Wertschöpfungskette beziehungsweise im Netzwerk dargestellt sein. Zudem muss im Antrag eine gemeinsame Zielstellung der Investitionsvorhaben für die Wertschöpfungskette der beteiligten Unternehmen skizziert werden.

Wenn Sie Teil eines Wertschöpfungsnetzwerkes sind, stimmen Sie sich bitte mit den weiteren beteiligten Unternehmen ab, welches Unternehmen den ersten Antrag stellt („Lead-Partner“). Dabei wird ein PIN-Code generiert, der für die Antragstellung der weiteren im Wertschöpfungsnetzwerk beteiligten Unternehmen erforderlich ist.

Die Antragstellung eines Wertschöpfungsnetzwerkes gilt erst dann als abgeschlossen, wenn alle beteiligten Unternehmen ihre Anträge erfolgreich gestellt haben.

Die geplanten Ausgaben für zuwendungsfähige Investitionen sind auf Basis von schriftlichen Nachweisen (Angebote, Kostenvoranschläge, Kostenermittlungen) zu belegen.

Bis zu einem Auftragswert von maximal 5.000 Euro ist die Ermittlung der voraussichtlichen Ausgaben über eine eigene, formlose Preisrecherche möglich. Die Ergebnisse sind über einen Auszug bspw. einer Internetseite und die Bezeichnung der Quelle zu dokumentieren und im Antragsformular hochzuladen. Bei Auftragswerten über 5.000 Euro sind Angebote mit dem Antrag vorzulegen, aus denen der Preis pro Investitionsgegenstand eindeutig hervorgeht.

Die Aufträge sind nur an externe, fachkundige und leistungsfähige Anbieter nach wettbewerblichen Gesichtspunkten und zu wirtschaftlichen Bedingungen zu vergeben. Es ist nicht notwendig, Vergleichsangebote einzureichen. In Ihren Unterlagen sind diese jedoch aufzubewahren.

Es wird empfohlen, die einzureichenden Nachweise / Angebote von dem jeweiligen externen Anbieter so aufbereiten zu lassen, dass lediglich zuwendungsfähige Ausgaben berücksichtigt sind (siehe u.a. auch „Sind Lizenzgebühren für Software sowie Leasingraten für Hardware förderfähig?“).

Die notwendigen Nachweise / Angebote sind ausschließlich über das Online-Antragstool (durch Hochladen) dem Antrag beizufügen.

Die Antragstellung erfolgt ausschließlich über das Online-Antragstool. Um die Antragstellung erfolgreich abzuschließen, müssen Sie den Antrag einreichen.

Zur Einreichung des Antrages gibt es zwei Möglichkeiten:

Im Antragstool wird eine Unterschriftsseite generiert, welche vom Antragsteller auszudrucken und zu unterschreiben ist. Diese wird anschließend postalisch an den DLR Projektträger übermittelt.

Der zweite Weg ist eine digitale Einreichung. Diese ist mit einer qualifizierten digitalen Signatur möglich. Die zurzeit unterstützten digitalen Signaturen sind sign-me der D-Trust GmbH und die D-TRUST Signaturkarte.

In beiden Fällen erhalten Sie eine E-Mail, dass der Antrag formal unterschrieben beim DLR Projektträger eingegangen ist (Antragseingangsbestätigung).

Die Unterschriftsseite ist nur auszudrucken, zu unterschreiben und an den DLR Projektträger postalisch zu versenden, wenn Sie den Antrag im Antragstool nicht über eine qualifizierte digitale Signatur einreichen.

Die Unterschriftsseite des Antrages ist dann so schnell wie möglich postalisch beim DLR Projektträger einzureichen. Erst mit dem Tag des Posteinganges beim DLR Projektträger gilt Ihr Antrag als gestellt. Maßgeblich für die Bearbeitung des Antrages ist das Eingangsdatum der Unterschriftsseite beim DLR Projektträger.

Nach Eingang der Unterschriftsseite des Antrages beim DLR Projektträger erhalten Sie von uns eine Antragseingangsbestätigung per E-Mail.

Die Antragseingangsbestätigung wird an die im Antragstool angegebene E-Mail-Adresse geschickt. Bitte prüfen Sie dieses Postfach (gegebenenfalls SPAM-Ordner). Sollten Sie keine Antragseingangsbestätigung erhalten haben, wenden Sie sich bitte an den DLR Projektträger (E-Mail: digitaljetzt@dlr.de).

Im Moment gehen wir von einer Bearbeitungszeit von in der Regel mehreren Wochen aus. Dies kann aber abhängig von der Nachfrage variieren.

Berücksichtigen Sie dies auch bei der Antragstellung, insbesondere in Hinsicht auf den geplanten Laufzeitbeginn Ihres Investitionsvorhabens und die einzuholenden Angebote von externen Anbietern.

Die gestellten Anträge werden in der Reihenfolge des Antragseinganges (beim DLR Projektträger) abgearbeitet. Im Interesse einer schnellen Bearbeitung bitten wir Sie, von Nachfragen zum Bearbeitungsstand abzusehen. Sollten Klärungen erforderlich sein, werden wir auf Sie zukommen.

Allgemeine Fragen

Förderfähig sind nur Vorhaben, die noch nicht begonnen sind. Das Vorhaben gilt als begonnen, wenn bereits eine rechtsverbindliche Bestellung getätigt oder ein Auftrag zur Erbringung einer Dienstleistung erteilt wurde (ggfs. auch nur mündlich).

Sie können mit dem Vorhaben beginnen, nachdem Sie den Förderbescheid erhalten haben.

Im Rahmen von Digital Jetzt werden Investitionen in digitale Technologien und damit verbundene Prozesse und Implementierungen gefördert. Hierzu gehören insbesondere Investitionen in Hard- und Software.

Die Investitionen in Hard- und Software sind förderfähig, wenn ein direkter inhaltlicher Bezug zum Digitalisierungsvorhaben und/oder den Förderzielen besteht, d.h. der Einsatz der Hard- und Software muss mit neuen Funktionen bzw. Verbesserungen in Hinsicht auf die bestehende Ausgangssituation der Digitalisierung im Unternehmen verbunden sein.

Die Hard- oder Software darf nicht (erstmalig) für die Grundausstattung des Unternehmens angeschafft werden. Nicht förderfähig sind zudem Ersatz- oder Routineinvestitionen, bspw. zusätzliche Computer für wachsende Mitarbeiteranzahl oder Updates von Software ohne grundlegende neue Funktionen.

Zur Grundausstattung eines Unternehmens gehören unter anderem die erstmalige Ausstattung mit IKT-Infrastruktur sowie die Internetanbindung des Unternehmens.

Zudem gehören Anschaffungen, die zur Umsetzung von gesetzlichen Auflagen (zum Beispiel Kassensicherungsverordnung 2020) erforderlich sind und die somit für einen ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb des Unternehmens notwendig sind, zur Grundausstattung des Unternehmens.

Diese Investitionen sind demnach nicht förderfähig.

Für die Dauer der Vorhabenlaufzeit von maximal 12 Monaten können auch

  • Ausgaben für Hardware, die über Mietkauf oder Leasing finanziert werden;
  • sowie Ausgaben für Lizenzen und Systemservice-Gebühren für Software

gefördert werden. Die Ausgaben sind im Angebot des IT-Dienstleisters auf die geplante Laufzeit aufzuschlüsseln.

Standardhardware und -software können nicht gefördert werden, weitere Informationen dazu finden Sie unter „Was sind Standardhardware bzw. -software?“.

Einen Antrag können rechtlich selbstständige Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks sowie der freien Berufe („eigenständige Unternehmen“) stellen, die zum Zeitpunkt der Antragstellung zwischen 3 und 499 Mitarbeitende beschäftigen.

Es ist bei der Berechnung die Anzahl der Vollzeitäquivalente (VZÄ) als Hilfsgröße anzugeben. Dies beruht auf einer Vollzeitstelle, für die eine festgelegte Stundenzahl pro Woche definiert ist. Je nach Tarifvertrag können dies bspw. 40 oder 35 Stunden sein.

Neben den Daten des eigenen Unternehmens sind auch Daten von ggfs. „verbundenen Unternehmen“ (vollständig) und in diesem Fall auch „Partnerunternehmen“ (entsprechend der Beteiligung) einzurechnen. Das Ergebnis muss unter dem angegebenen Schwellenwert für Mitarbeitende liegen.

In die Mitarbeiterzahl gehen ein:

  • Lohn- und Gehaltsempfänger,
  • für das Unternehmen tätige Personen, die in einem Unterordnungsverhältnis zu diesem stehen und nach nationalem Recht Arbeitnehmern gleichgestellt sind sowie
  • Arbeitnehmerinnen in Mutterschutz sowie
  • mitarbeitende Eigentümer und Teilhaber.

Mitarbeitende umfassen Vollzeit-, Teilzeit- und Zeitarbeitskräfte, Saisonpersonal sowie Mini-Jobber (geringfügig Beschäftigte). Die Mitarbeiterzahl ist auf Basis von Vollzeitäquivalenten (VZÄ) zu berechnen.

Auszubildende oder in der beruflichen Ausbildung stehende Personen, die einen Lehr- beziehungsweise Berufsausbildungsvertrag haben, sind wie Praktikanten in der Mitarbeiterzahl nicht berücksichtigt. Die Dauer der Elternzeit wird nicht mitgerechnet.

In der Regel gilt: Projekte, die schon im Rahmen anderer Programme - der Europäischen Union, des Bundes oder der Länder - gefördert werden, können nicht nochmal durch „Digital Jetzt“ unterstützt werden. Damit werden „Doppel-Förderungen“ vermieden.

Nur der Eigenanteil, den das Unternehmen selbst zur geplanten Digitalisierungsinvestition beisteuert, kann gleichzeitig über Kredit- und Beteiligungsprogramme gefördert werden. Beispiel: Ein Unternehmen plant eine Investition mit Kosten in Höhe von 60.000 Euro. Es erhält einen „Digital Jetzt“-Zuschuss in Höhe von 40% der Kosten, also 24.000 Euro. Es muss somit 36.000 Euro selbst aufbringen; dieser Betrag kann über ein Kredit- oder Beteiligungsprogramm gefördert werden.

Zum Verhältnis von „Digital Jetzt“ zum Förderprogramm „go-digital“ siehe gesonderte Frage.

Die beiden Förderprogramme bauen aufeinander auf, d.h. ein Unternehmen kann über „go-digital“ eine geförderte Beratung erhalten und die anschließend geplante Investition im Bereich der Hard- und Software sowie der Qualifizierung der Mitarbeitenden kann über „Digital Jetzt“ bezuschusst werden. Die Implementierung der Soft- und Hardware kann über „Digital jetzt“ gefördert werden, soweit sie nicht bereits Gegenstand der Förderung über das Programm „go-digital“ ist.

Die Bewilligung der Anträge bei „Digital Jetzt“ und „go-digital“ richtet sich nach den in den jeweiligen Förderrichtlinien beschriebenen Voraussetzungen und Bedingungen.

Die Förderung berücksichtigt die für den Antragstellenden tatsächlich anfallenden Ausgaben.

Bei Antragstellenden, die zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, werden daher die Nettoausgaben als Grundlage der Förderung berücksichtigt. Bei Antragstellenden, die nicht zum Vorsteuerabzug berechtigt sind, sind dementsprechend die Bruttoausgaben Grundlage der Förderung.

Die Förderung der Investitionsleistungen stellt für das begünstigte Unternehmen eine Beihilfe nach den Vorschriften der Europäischen Union (EU) dar, die im Rahmen des De-minimis-Verfahrens abgewickelt wird.

Der Gesamtbetrag der einem Unternehmen von einem Mitgliedstaat gewährten De-minimis-Beihilfen darf innerhalb eines fließenden Zeitraums von drei Steuerjahren den Betrag von 200.000 Euro nicht überschreiten. Der Antragsteller gibt alle ihm und sofern er verbundenen Unternehmen hat, auch die diesen Unternehmen gewährten De-minimis-Beihilfen über den vorgenannten Zeitraum im Online-Antragstool an (sogenannte De-minimis-Erklärung). In den in Artikel 1 Absatz 1 der Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 genannten Ausnahmefällen ist eine Förderung ausgeschlossen. Dazu zählen: Unternehmen, die in der Fischerei oder Aquakultur, in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse, in der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind bzw. exportbezogene Tätigkeiten, die auf Mitgliedsstaaten oder Drittländer ausgerichtet sind.

Das geförderte Unternehmen erhält mit dem Zuwendungsbescheid eine De-minimis-Bescheinigung.

Die Anträge werden nach der Reihenfolge der Antragstellung – Eingang des rechtsverbindlich unterschriebenen Antragsblatts (postalisch oder elektronisch) beim Projektträger – bearbeitet und beschieden.

Sollte sich das Vorhaben nach der Bewilligung nicht wie geplant umsetzen lassen, ist dies dem Projektträger spätestens mit dem Verwendungsnachweis mitzuteilen, zu dokumentieren und zu begründen. Änderungen des ausführenden Anbieters beziehungsweise Dienstleisters sind ebenfalls mit dem Verwendungsnachweis mitzuteilen.

Auch nach zunächst erfolgter Bewilligung besteht kein Anspruch auf Förderung, wenn sich erhebliche inhaltliche oder finanzielle Abweichungen vom ursprünglich geplanten Vorhaben ergeben. Dies gilt auch für gegebenenfalls entstandene geringere Gesamtinvestitionsausgaben (weitere Information zu den Fördermodalitäten, unter anderem den minimalen Fördersummen in Modul 1 und Modul 2 finden Sie unter „Wie hoch ist die Förderung?“). Entstandene Mehrausgaben sind generell nicht zuwendungsfähig. Das BMWi beziehungsweise der Projektträger entscheidet jeweils im Einzelfall.

Bitte berücksichtigen Sie daher bei der Planung Ihres Vorhabens neben ihren finanziellen Möglichkeiten auch die aktuell vorhandenen personellen Ressourcen sowie Ihre Infrastruktur, die Sie zur Umsetzung des Vorhabens auf eigene Rechnung einbringen müssen. Sie sollten Ihr Vorhaben so planen, dass Sie Änderungen im normalen Rahmen jederzeit auffangen können.

Informationen zur wirtschaftlichen Situation des antragstellenden Unternehmens (Insolvenzverfahren, wirtschaftliche Schwierigkeiten oder ähnliches) und hinsichtlich des Erhalts von weiteren Fördermitteln für das bewilligte Vorhaben (Doppelförderung des Vorhabens) sind dem Projektträger unverzüglich mitzuteilen.

Die in Rechnung gestellten Ausgaben sowie ein Beleg über deren vollständige Bezahlung sind mit dem Verwendungsnachweis vorzulegen.

Nach vollständigem Abschluss des Vorhabens beziehungsweise Ende der Vorhabenlaufzeit müssen Sie innerhalb von zwei Monaten den Verwendungsnachweis beim DLR Projektträger einreichen. Den Verwendungsnachweis füllen Sie ebenfalls mit Hilfe Ihrer Nutzerdaten online im Antragstool beziehungsweise Förderportal aus.

Im Verwendungsnachweis sind alle förderfähigen und durch das Investitionsvorhaben entstandenen Ausgaben aufzuführen und die Belege über deren vollständige Bezahlung beizufügen.

Nach Abschluss des Vorhabens müssen Sie den Verwendungsnachweis beim DLR Projektträger einreichen. Den Verwendungsnachweis füllen Sie ebenfalls online aus. Der Investitionszuschuss wird nach erfolgreicher Prüfung des Verwendungsnachweises ausgezahlt.

Eine erneute Antragstellung ist erst nach Beendigung des laufenden Projektes einschließlich der abschließenden Prüfung des Verwendungsnachweises möglich. Die Prüfung des Verwendungsnachweises ist abgeschlossen, wenn die Prüfmitteilung an Sie versendet wurde.

Mehrere parallel laufende Anträge sind nicht möglich.

Die Antragstellung im Programm „Digital Jetzt“ erfolgt durch das antragsberechtigte Unternehmen ausschließlich über das Online-Antragstool. Pro Unternehmen ist nur eine Registrierung und pro Registrierung nur jeweils ein laufender Antrag möglich.

Unternehmen können für die Antragstellung eine bevollmächtigte Person benennen. Diese bevollmächtigte Person kann im Auftrag des Unternehmens die Antragstellung vornehmen und als Kontaktperson für den Projektträger während der Antragstellung beziehungsweise -bearbeitung agieren. Dies erfolgt jedoch unter der für dieses Unternehmen angelegten Registrierung.

Mehrere parallel laufende Anträge innerhalb einer Registrierung sind nicht möglich.

Weitere Informationen zu mehreren Anträgen eines Unternehmens finden Sie unter „Wie oft darf ich einen Antrag bei „Digital Jetzt“ stellen?“

Eine Autorisierung beziehungsweise Listung von möglichen Anbietern / Auftragnehmern von Digitalisierungsleistungen (Software / Hardware und Qualifizierungsmaßnahmen) ist nicht erforderlich.