(Stand: 20. März 2020)

Derzeit sind die Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft sehr schwer abzuschätzen. Eine Reihe von Wirtschaftsforschungsinstituten haben mittlerweile jedoch Aktualisierungen ihrer Wirtschaftsprognosen veröffentlicht: Für Deutschland erwartet das IfW Kiel in seiner jüngsten Prognose ein negatives Wachstum von -0,1 Prozent für 2020, ebenso wie das DIW Berlin. Das ifo Institut geht mit -1,5 Prozent vom stärksten Rückgang aus, gleich dahinter reiht sich das rwi Essen mit -0,8 Prozent ein. Das IWH Halle erwartet seinerseits in seinem Basisszenario immerhin noch ein Wachstum von 0,6 Prozent. Diese Einschätzungen sind vermutlich bereits überholt, verdeutlichen aber die Bandbreite des Prognosespektrums und die erhöhte Unsicherheit bezüglich Einschätzungen zu den tatsächlichen ökonomischen Auswirkungen des Coronavirus. Die Bundesregierung stellt ihre Frühjahrsprojektion Ende April vor – bis dahin liegen weitere Informationen vor.

Nach den Beschlüssen der Bundesregierung zu Reise- und Veranstaltungsbeschränkungen und Geschäftsschließungen zur Bekämpfung der weiteren Ausbreitung des Coronavirus sowie Meldungen zu Produktionsstopps in der Industrie haben sich die wirtschaftlichen Aussichten weiter verschlechtert. Die am 17. März veröffentlichten ZEW-Konjunkturerwartungen von Finanzmarktexperten zeigen einen historisch tiefen Einbruch. Der erstmals in seiner 70-jährigen Geschichte vorzeitig veröffentlichte ifo Index zeigte am 19. März ebenfalls einen historischen Rückgang an.

Die Bundesregierung wird Ende April ihre Frühjahrsprojektion veröffentlichen, bis dahin liegen aussagekräftigere Informationen vor.