1. Allgemeines

Zum 01.07.2021 gehen BEG WG und BEG NWG – jeweils als Zuschuss- und Kreditförderung – sowie die Kreditförderung für die Einzelmaßnahmen (BEG EM) bei der KfW an den Start. Damit für den Endkunden keine Förderlücke entsteht, können bis zum 30.06.2021 noch wie gewohnt Anträge bei der KfW im Rahmen der Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ für Förderkredite für Neubau und Sanierung zum Effizienzhaus/-gebäude und für Einzelmaßnahmen (KfW 151, 152, 153, 217, 218, 219, 220, 267, 277, 278) sowie für Zuschüsse für Effizienzhaussanierungen (KfW 430) und für die Fachplanung/Baubegleitung zu Maßnahmen dieser Programme (KfW 431) gestellt werden.
Das Technologieeinführungsprogramm „EBS-Zuschuss Brennstoffzelle“ (KfW 433) wird darüber hinaus neben der BEG auch weiterhin als eigenständige Förderung bestehen bleiben.

Mit der „Bundesförderung für effiziente Gebäude“ (BEG) wird die energetische Gebäudeförderung in Umsetzung des Klimaschutzprogramms 2030 vollständig neu aufgestellt und weiterentwickelt. Mit der BEG sollen künftig noch stärkere Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und erneuerbare Energien und damit ein entscheidender Beitrag zur Erreichung der Energie- und Klimaziele 2030 im Gebäudesektor gesetzt werden.

Die Förderung von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien wird mit der BEG erstmals unter einem Dach zusammengeführt. Bei Neubauten und Komplettsanierungen wird der Einsatz erneuerbarer Energien zukünftig noch stärker prämiert. Gleichzeitig wird es neue, attraktive Förderangebote für besonders ambitionierte Sanierungen und Neubauten geben. Vom BMI anerkannte Nachhaltigkeitszertifikate werden künftig in der investiven Förderung erstmals berücksichtigt. Die Förderung von Digitalisierungsmaßnahmen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung wird ausgeweitet.

Für Bürgerinnen und Bürger bietet die BEG zukünftig mehr Flexibilität: Fördertatbestände werden sowohl als Zuschuss- als auch als Kreditförderung angeboten, um den jeweiligen individuellen Bedürfnissen bestmöglich zu entsprechen. Zugleich wird mit der BEG die Komplexität der Förderlandschaft und damit der bürokratische Aufwand reduziert: mit der BEG ersetzt ein einziges Förderprogramm vier bestehende Förderprogramme (1. CO2-Gebäudesanierungsprogramm, umgesetzt durch die KfW mit den Förderprogrammen „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ (EBS), 2. das Marktanreizprogramm (MAP), soweit es durch BAFA umgesetzt wird als Förderprogramm „Heizen mit erneuerbaren Energien“, 3. das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) sowie 4. das Heizungsoptimierungsprogramm (HZO)).

Zukünftig wird ein Antrag ausreichen, um sämtliche Förderangebote nutzen zu können.

Seit dem 02.01.2021 können Zuschüsse für die BEG Einzelmaßnahmen bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) beantragt werden. Ab dem 01.07.2021 kann eine Kreditförderung für die BEG Einzelmaßnahmen sowie eine Kredit- oder Zuschussförderung für Vollsanierungen und effiziente Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden (BEG WG und BEG NWG) bei der KfW beantragt werden (ggf. mittelbar über die Hausbank). Bis zum 01.07.2021 können Anträge für Vollsanierungen und effiziente Neubauten von Wohn- und Nichtwohngebäuden noch wie gewohnt für die entsprechenden Programme „Energieeffizient Bauen und Sanieren“ bei der KfW gestellt werden.

Für Bürgerinnen und Bürger ist perspektivisch ein Antrag ausreichend, um sämtliche Förderangebote nutzen zu können. Diese werden entweder bei dem Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) oder bei der KfW gestellt.

Die Zuschüsse nach der BEG EM können seit dem 02.01.2021 beim BAFA online beantragt werden.

Die Energieberaterinnen und Energieberater werden auch zukünftig eine entscheidende Rolle in der Förderung spielen. Durch eine weitere Verbesserung der Förderanreize gerade auch in diesem Bereich wollen wir eine noch intensivere Einbindung der Expertise der Energieberaterinnen und Energieberater in der Praxis vor Ort erreichen. Die Förderung für Fachplanung und Baubegleitung kann künftig in den Teilprogrammen direkt mit beantragt werden und wurde für größere Gebäude, z. B. Mehrfamilienhäuser mit mehreren Wohneinheiten, deutlich verbessert.

Die Richtlinienentwürfe für die neue BEG konnten wegen der laufenden Gespräche mit EU-KOM zur EU-beihilferechtlichen Bewertung lange nicht veröffentlicht werden. Wegen des engen thematischen Zusammenhangs mit der BEG-Förderung konnten auch Informationen zu den die KfW betreffenden Änderungen zum 01.01.2021 erst mit Feststehen der BEG-Richtlinien veröffentlicht werden.

Viele wiederkehrende Fragen werden in der FAQ-Liste (www.bmwi.de/Redaktion/DE/FAQ/BEG/faq-bundesfoerderung-fuer-effiziente-gebaeude.html) beantwortet.

Für weitere Fragen stehen die KfW (www.kfw.de/beg) und das BAFA (www.bafa.de/beg), jeweils mit ihren Info-Centern, zur Verfügung.

Entscheidend für die Wahl des Ansprechpartners ist das beantragte Programm:

BAFA
Zuschuss für energetische Einzelmaßnahmen seit 01.01.2021

KfW
Kredit für energetische Einzelmaßnahmen
Effizienzhausförderung
0800 539 9007
infocenter@kfw.de

Bei der dena gelistete Energieeffizienz-Experten/-innen können das speziell für ihre Anfragen eingerichtete Kontaktformular beim BAFA nutzen, um dort direkt ihre Fragen zu stellen oder eine Rückrufbitte zu hinterlassen.

Die gesamte BEG, also die Förderrichtlinien für Einzelmaßnahmen (BEG EM), für Wohngebäude (BEG WG) sowie für Nichtwohngebäude (NWG), wurde von der Europäischen Kommission gegenüber dem BMWi als beihilfefrei eingestuft. Diese Bewertung erfolgte im Rahmen einer Konsultation, nicht in einem förmlichen Notifizierungsverfahren. Voraussetzung für die Qualifizierung als beihilfefrei ist insbesondere, dass durch die Förderung keine Unternehmen oder Branchen diskriminiert bzw. besser gestellt werden. Nähere Informationen hierzu finden Sie im "State aid guiding template" zur Energieeffizienz, welche die GD Wettbewerb als Orientierung für entsprechende Maßnahmen der Mitgliedstaaten im Kontext der EU-Aufbau- und Resilienzfazilität Ende 2020 veröffentlicht hat.

Für Antragsteller und Durchführer bedeutet dies konkret, dass Sie in Ihren Förderanträgen keine für Beihilfen im Sinne des EU-Beihilferechts sonst notwendigen Angaben mehr tätigen müssen (u.a. ist auch bei Nichtwohngebäude keine De-Minimis-Erklärung mehr nötig, die Aufschlüsselung der Kosten im Hinblick auf Investitionsmehrkosten entfällt, ebenso eine evtl. Kürzung der Förderung aus beihilferechtlichen Gründen).

Die Sechsmonatsfrist zur erneuten Antragsstellung gilt nur innerhalb der BEG. Entsprechend ist es ohne eine Sperrfrist möglich, einen MAP-Antrag oder EBS-Antrag zurückzuziehen und neu für die BEG zu stellen. Dabei gilt natürlich weiterhin, dass Anträge zur BEG vor Vorhabenbeginn (=Vertragsabschluss) gestellt werden müssen.

Das Kumulierungsverbot gilt für alle Förderprogramme der öffentlichen Hand, also auch solchen von Kommunen. Übersteigt die Förderung mit öffentlichen Mitteln nach einer Kumulierung die Marke von maximal 60 Prozent, wird der Anteil der BEG-Förderung entsprechend reduziert bis die Förderquote insgesamt wieder auf 60 Prozent sinkt und bei bereits erfolgter Auszahlung zurückgefordert.

Es muss sich um ein Bestandsgebäude handeln, also ein Wohngebäude, dessen Bauantrag bzw. Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt.

Es kommt auf den Schwerpunkt der Nutzung des Gebäudes an: Wenn der überwiegende Anteil der Fläche für Wohnzwecke genutzt wird, kann ein Antrag für Wohngebäude (WG) gestellt werden, ansonsten ein Antrag für Nichtwohngebäude (NWG).

Verträge über Planungs- und Beratungsleistungen lösen keinen förderschädlichen Vorhabensbeginn aus und dürfen ausdrücklich vor Antragstellung erfolgen.

Aufstockungen sind in der BEG grundsätzlich nicht zulässig.

Mit Inkrafttreten der BEG WG und BEG NWG behalten Anträge, die bisher im Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren (KfW) gestellt wurden, ihre Gültigkeit. Der Wechsel in einem laufenden Fördervorhaben auf die Konditionen und Bedingungen der BEG ist ausgeschlossen, wenn ein KfW-Fördervorhaben bereits begonnen worden ist.

Wenn in einem Sanierungsvorhaben zwei förderfähige Erneuerbare-Energien-Anlagen errichtet und zu einer Erneuerbaren-Energien-Hypbridheizung gemäß 5.3. h) BEG EM kombiniert werden, ist grundsätzlich nur ein Förderantrag nötig. Soll eine Maßnahme per Zuschuss beim BAFA gefördert werden und die andere mit einem Kredit bei der KfW, sind zwei Förderanträge erforderlich.

Bei Fördervorhaben, für die ein Bauantrag erforderlich ist, kann dieser vor Antragstellung bei BAFA und KfW gestellt werden. Auch Verträge über Planungs- und Beratungsleistungen lösen keinen förderschädlichen Vorhabensbeginn aus und dürfen ausdrücklich vor Antragstellung erfolgen.

Zwar können Förderanträge für die BEG WG und BEG NWG erst ab dem 01.07.2021 gestellt werden. Ab sofort können jedoch bereits für Maßnahmen, für die eine Förderung nach der BEG WG und BEG NWG ab 01.07.2021 beantragt werden soll (einschließlich der verbesserten Förderung von energieeffizienten Neubauten die Heizungen auf der Basis erneuerbarer Energien einsetzen als sog. „EE-Klassen“), nach einem dokumentierten Beratungsgespräch mit einem Finanzierungspartner der KfW schon Lieferungs- und Leistungsverträge mit Bauunternehmen bzw. Handwerkern geschlossen werden, ohne dass sich dies förderschädlich auswirkt. Der Nachweis zu diesem dokumentierten Beratungsgespräch muss Informationen zu Förderbedingungen und -voraussetzungen sowie zur Förderhöhe und zur Einplanung dieser Förderung der BEG in das potenzielle Kreditgeschäft enthalten.

Auf diese Weise wird die Anreizwirkung des Förderangebots der BEG WG bzw. der BEG NWG dokumentiert. Im Anschluss an das dokumentierte Beratungsgespräch können dann entsprechende Liefer- und Leistungsverträge mit Bauunternehmen, Lieferanten und Gewerken geschlossen werden, ohne dass zu diesem Zeitpunkt bereits ein Kreditförderantrag abgeschlossen sein muss. Der Kreditantrag muss dann jedoch noch vor Beginn der Bauarbeiten vor Ort gestellt werden. Frühestmöglicher Zeitpunkt zur Antragstellung im Rahmen der BEG WG / BEG NWG ist der 01.07.2021. Bauarbeiten zur Umsetzung der Maßnahmen dürfen daher erst danach beginnen.

Nicht unter den gebäudebezogenen Vorhabensbeginn fallen vorbereitende Maßnahmen, um Grundstücke herzurichten, wie:

  • Abriss bestehender Gebäude bzw. Flächenbereinigungen, Einebnung, Planierung, Felsabbau, Sprengungen u. a
  • Bodenuntersuchungen, Altlastenbereinigung und Austausch kontaminierter Böden
  • Maßnahmen zur Vorbereitung von Baustellen, wie Sicherung des Grundstückes, Entwässerung, Zufahrtswege und Untergründe für Maschinen/Fahrzeuge anlegen
  • außerdem bei Sanierungen: die Erkundungen vorhandener Bausubstanz und Statik

Mit der Erschließung und dem Erdaushub für neue Gebäude startet der Baubeginn für die Maßnahmen vor Ort.

Es ist beabsichtigt, diese Regelung zum Vorhabensbeginn für alle Kreditvarianten zum Start am 01.07.2021 in die entsprechenden BEG-Richtlinien aufzunehmen.

Finanzierungsinstitute und Banken sind in der BEG antragsberechtigt.

Nicht geheizte/gekühlte NWG fallen nicht in den Anwendungsbereich des GEG und sind damit gemäß BEG EM Nummer 8.6.1 nicht Fördergegenstand der BEG. Dies gilt etwa auch für Kühlhäuser, bei denen Kühlung für industrielle Prozesse und nicht zur thermischen Konditionierung (zum Aufenthalt) stattfindet. Prozessenergie ist ebenso nicht Gegenstand des GEG. Entsprechend wird Beleuchtung/Belüftung für Gebäude, die nicht in den Anwendungsbereich des GEG fallen, im Rahmen der BEG nicht gefördert.

Auf der Seite des BAFA unten bei Publikationen stehen folgende Dokumente bereit:

  • Allgemeines Merkblatt zur Antragstellung
  • Infoblatt zu den förderfähigen Kosten
  • Liste der technischen FAQ – Einzelmaßnahmen
  • Liste der förderfähigen automatisch beschickten Biomasseanlagen
  • Liste der förderfähigen handbeschickten Biomasseanlagen (Scheitholzvergaserkessel)
  • Liste der Biomasseanlagen für den Innovationsbonus
  • Liste der förderfähigen Kollektoren und Solaranlagen
  • Liste der Wärmepumpen mit Prüf-/Effizienznachweis
  • Förderübersicht: Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen

Sind in einem Wohngebäude (Gebäude mit mehr als 50 Prozent Wohnnutzung) Gebäudeteile mit Nichtwohnnutzung enthalten, kann das Gebäude insgesamt als Wohngebäude behandelt und gefördert werden, wenn unter Berücksichtigung des Gebäude-Energie-Gesetzes (GEG) keine getrennte Behandlung als Nichtwohngebäude erforderlich ist. Die Flächen der Gebäudeteile mit Nichtwohnnutzung und die zugehörigen förderfähigen Kosten werden im Rahmen der Wohngebäudeförderung berücksichtigt. Die energetischen Kosten für die Nichtwohnflächen können aus der Förderung für die Wohneinheiten mitfinanziert werden. Für die Ermittlung des Förderhöchstbetrages zählen die Nichtwohnflächen nicht als Wohneinheiten.

Bei einer getrennten Behandlung (nach GEG bzw. den Technischen Mindestanforderungen der BEG, siehe hierzu auch „Liste der Technischen FAQ“) erfolgt die Förderung des Wohngebäudeteils als Wohngebäude neben der Förderung für den Nichtwohngebäudeteil als Nichtwohngebäude. Die Wohngebäude-Förderung berücksichtigt in diesem Fall nur die Kosten, die sich auf den wohnwirtschaftlich genutzten Teil des Objektes beziehen (im Verhältnis der Wohnfläche zur nichtwohnwirtschaftlichen Nutzfläche). Energetische Kosten, die unmittelbar der wohnwirtschaftlich genutzten Fläche zugeordnet werden können, dürfen in voller Höhe als Investitionskosten angesetzt werden. Ebenso können die energetischen Kosten für die Zubehörräume wohnwirtschaftlicher Flächen angesetzt werden, wie etwa Keller- oder Abstellräume, die innerhalb des beheizten Gebäudevolumens jedoch außerhalb der Wohnung liegen.

Die Nichtwohngebäude-Förderung berücksichtigt in diesem Fall nur die Kosten, die sich auf den nicht wohnwirtschaftlich genutzten Teil des Objektes beziehen (im Verhältnis der nichtwohnwirtschaftlichen Nutzfläche zur Wohnfläche). Energetische Kosten, die unmittelbar dem Nichtwohngebäudeteil zugeordnet werden können, dürfen in voller Höhe als Investitionskosten angesetzt werden, sofern die Flächen in den Anwendungsbereich des GEG fallen.

Im Rahmen der BEG EM sind für zentrale Heizungs- und Lüftungsanlagen in gemischt genutzten Gebäuden Ausnahmen zur vereinfachten Antragstellung möglich, siehe FAQ Nr. 4.30 „Wie werden zentrale Heizungs- und Lüftungsanlagen in gemischt genutzten Wohngebäuden gefördert?“

Sind in einem Nichtwohngebäude (Gebäude mit mindestens 50 Prozent Nichtwohnnutzung) Gebäudeteile mit Wohnnutzung enthalten, kann das Gebäude insgesamt als Nichtwohngebäude behandelt und gefördert werden, wenn unter Berücksichtigung des Gebäude-Energie-Gesetzes (GEG) keine getrennte Behandlung als Wohngebäude erforderlich ist. Die Flächen der Gebäudeteile mit Wohnnutzung und die zugehörigen förderfähigen Kosten werden im Rahmen der Nichtwohngebäudeförderung berücksichtigt. Ein Beispiel für diesen Fall wäre eine Hausmeisterwohnung in einer Schule. Für die Ermittlung des Förderhöchstbetrages zählen die zu Wohnzwecken genutzten Flächen ebenfalls zur Nettogrundfläche.

Bei einer getrennten Behandlung (nach GEG bzw. den Technischen Mindestanforderungen der BEG, siehe „Liste der Technischen FAQ") erfolgt die Förderung für den Nichtwohngebäudeteil als Nichtwohngebäude neben der Förderung des Wohngebäudeteils als Wohngebäude.
Die Nichtwohngebäude-Förderung berücksichtigt in diesem Fall nur die Kosten, die sich auf den nicht wohnwirtschaftlich genutzten Teil des Objektes beziehen (im Verhältnis der nichtwohnwirtschaftlichen Nutzfläche zur Wohnfläche). Energetische Kosten, die unmittelbar dem Nichtwohngebäudeteil zugeordnet werden können, dürfen in voller Höhe als Investitionskosten angesetzt werden, sofern die Flächen in den Anwendungsbereich des GEG fallen.

Die Wohngebäude-Förderung berücksichtigt in diesem Fall nur die Kosten, die sich auf den wohnwirtschaftlich genutzten Teil des Objektes beziehen (im Verhältnis der Wohnfläche zur nichtwohnwirtschaftlichen Nutzfläche). Energetische Kosten, die unmittelbar der wohnwirtschaftlich genutzten Fläche zugeordnet werden können, dürfen in voller Höhe als Investitionskosten angesetzt werden. Ebenso können die energetischen Kosten für die Zubehörräume wohnwirtschaftlicher Flächen angesetzt werden, wie etwa Keller- oder Abstellräume, die innerhalb des beheizten Gebäudevolumens jedoch außerhalb der Wohnung liegen.

Im Rahmen der BEG EM sind für zentrale Heizungs- und Lüftungsanlagen in gemischt genutzten Gebäuden Ausnahmen zur vereinfachten Antragstellung möglich, siehe FAQ Nr. 4.31 „Wie werden zentrale Heizungs- und Lüftungsanlagen in gemischt genutzten Nichtwohngebäuden gefördert?“

2. Änderungen der Fördersegmente

Der vom BAFA umgesetzte Teil des Marktanreizprogramms (MAP) „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ endet zum 31.12.2020. Das zum 01.01.2021 mit der Zuschussförderung über das BAFA gestartete Teilprogramm für Einzelmaßnahmen (BEG EM) ersetzt „Heizen mit Erneuerbaren Energien“ und fördert Maßnahmen in Bestandsgebäuden. Heizungsanlagen im Neubau werden über die förderfähigen Kosten der attraktiven Neubauförderung bei der KfW mit gefördert. Mit Einführung der Teilprogramme für die Förderung energieeffizienter Neubauten oder Vollsanierungen zu einem Effizienzhausstandard für Wohngebäude (BEG WG ) beziehungsweise zu einem Effizienzgebäudestandard für Nichtwohngebäude (BEG NWG) zum 01.07.2021 wird die Förderung von Heizungsanlagen, die erneuerbare Energien nutzen, über die Einführung von sogenannter „EE-Klassen“ nochmals besonders honoriert werden. Zum 01.07.2021 wird zudem auch die Kreditförderung für die BEG EM durch die KfW eingeführt.
In der BEG WG wird der Einbau von regenerativen Heizungen durch die neue EE-Klasse beispielsweise mit einem zusätzlichen Fördersatz von 2,5 Prozentpunkten und durch eine um 30.000 Euro pro Wohneinheit erhöhte Höchstgrenze förderfähiger Kosten auf 150.000 Euro pro Wohneinheit besonders honoriert. Es ergibt sich z.B. bei einem Einfamilienhaus der EH 55 Stufe durch die EE-Klasse („EH 55EE“) eine zusätzliche Förderung von bis zu 8.250 Euro beim Einbau einer regenerativen Heizung (2,5 % * 120.000 Euro + 17,5 % * 30.000 Euro).

Die BEG enthält folgende Neuerungen:

  • Vereinfachte Zugänglichkeit: Sämtliche Förderangebote (Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Fachplanung und Baubegleitung) können mit nur einem Antrag bei nur einer Institution (KfW oder BAFA) beantragt werden, inklusive Fachplanung und Baubegleitung; Förderbedingungen für Wohn- und Nichtwohngebäude werden angeglichen;
  • Flexibilität für Antragsteller: Jeder Fördertatbestand wird sowohl als Zuschuss- wie auch als Kreditförderung angeboten (bislang teilweise nur Zuschuss bzw. teilweise nur Kreditförderung);
  • Integration von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz: Bei Neubau und Sanierungen werden sog. EE-Klassen (z. B. „Effizienzhaus 55 EE“) für den Einsatz Erneuerbarer Energien eingeführt und die Förderquote angehoben;
  • Ambitionssteigerung: Bei der Sanierung werden mit der sehr anspruchsvollen Effizienzhausstufe EH 40 besonders ambitionierte Vorhaben stärker angereizt und gleichzeitig die Förderung der am wenigsten anspruchsvollen Stufen EH 115 beendet;
  • Digitalisierung und Zukunftstechnologien: Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung (z. B. Efficiency Smart Home) werden erstmals eigenständig förderfähig; damit wird die Betriebsphase von Gebäuden stärker berücksichtigt
  • Nachhaltigkeit: Neubauten mit Nachhaltigkeitszertifizierung (Zertifikat mit Qualitätssiegel „Nachhaltig Bauen“ des BMI) erhalten als sog. NH-Klassen (z. B. „Effizienzhaus 55 NH“) eine erhöhte Förderung entsprechend der EE-Klassen (NH- und EE-Klassen sind aber nicht kombinierbar); damit wird der Lebenszyklusansatz des Nachhaltigen Bauens stärker berücksichtigt;
  • Verbesserte Schnittstellen zur Energieberatung: Einzelne Sanierungsmaßnahmen, die nach einem zuvor erstellten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) für eine Vollsanierung umgesetzt werden, werden besser gefördert; damit werden kosteneffizient geplante, schrittweise Sanierungen besser honoriert.

Mit der neuen „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“ werden ab 2021 die bisherigen Programme – darunter das CO2-Gebäudesanierungsprogramm (umgesetzt als Programme Energieeffizient Bauen und Sanieren) und das Marktanreizprogramm zur Nutzung Erneuerbarer Energien im Wärmemarkt (MAP) – in einem modernisierten, vereinfachten und optimierten Förderangebot gebündelt. Mit der BEG sollen die Anreize für Investitionen in Energieeffizienz und Erneuerbare Energien spürbar verstärkt, bestehende Hemmnisse beseitigt und die Sanierungsrate im Gebäudebereich weiter gesteigert werden.
Die BEG enthält folgende Neuerungen:

  • Vereinfachte Zugänglichkeit: Sämtliche Förderangebote (Energieeffizienz, erneuerbare Energien, Fachplanung und Baubegleitung) können mit nur einem Antrag bei nur einer Institution (KfW oder BAFA) beantragt werden, inklusive Fachplanung und Baubegleitung; Förderbedingungen für Wohn- und Nichtwohngebäude werden angeglichen;
  • Flexibilität für Antragsteller: Jeder Fördertatbestand wird sowohl als Zuschuss- wie auch als Kreditförderung angeboten (bislang teilweise nur Zuschuss bzw. teilweise nur Kreditförderung);
  • Integration von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienz: Bei Neubau und Sanierungen werden sog. EE-Klassen (z. B. „Effizienzhaus 55 EE“) für den Einsatz Erneuerbarer Energien eingeführt und die Förderquote angehoben;
  • Ambitionssteigerung: Bei der Sanierung werden mit der sehr anspruchsvollen Effizienzhausstufe EH 40 besonders ambitionierte Vorhaben stärker angereizt und gleichzeitig die Förderung der am wenigsten anspruchsvollen Stufen EH 115 beendet;
  • Digitalisierung und Zukunftstechnologien: Digitalisierungsmaßnahmen zur Verbrauchsoptimierung (z. B. Efficiency Smart Home) werden erstmals eigenständig förderfähig; damit wird die Betriebsphase von Gebäuden stärker berücksichtigt Nachhaltigkeit: Neubauten mit Nachhaltigkeitszertifizierung (Zertifikat mit Qualitätssiegel „Nachhaltig Bauen“ des BMI) erhalten als sog. NH-Klassen (z. B. „Effizienzhaus 55 NH“) eine erhöhte Förderung entsprechend der EE-Klassen (NH- und EE-Klassen sind aber nicht kombinierbar); damit wird der Lebenszyklusansatz des Nachhaltigen Bauens stärker berücksichtigt;
  • Verbesserte Schnittstellen zur Energieberatung: Einzelne Sanierungsmaßnahmen, die nach einem zuvor erstellten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) für eine Vollsanierung umgesetzt werden, werden besser gefördert; damit werden kosteneffizient geplante, schrittweise Sanierungen besser honoriert.

3. Fördersätze und Schwerpunkte

Wie bisher sind unterschiedliche Fördersätze für unterschiedliche Maßnahmen vorgesehen. Je größer die Einbindung von erneuerbaren Energien ist, desto höher wird der Fördersatz.

Ein direkter Wechsel für die Art der Förderung für eine Maßnahme innerhalb des laufenden Verfahrens ist nicht möglich.

Wenn Sie mit der Maßnahme noch nicht begonnen haben und die Antragsvoraussetzungen für die Kreditförderung durch das EBS-Programm 152 erfüllen, können Sie aber bei einem Verzicht auf den BAFA-Zuschuss einen neuen Antrag über ihre Hausbank bei der KfW im Programm 152 stellen.

Ein Kredit mit Tilgungszuschuss empfiehlt sich, wenn Sie eine Finanzierung für Ihre Baumaßnahme benötigen.

Der Zuschuss hingegen empfiehlt sich, wenn Sie genug Eigenkapital besitzen und keine Finanzierung benötigen.

Ein neuer Antrag bei der KfW für eine Effizienzhausförderung ist nur möglich, wenn für das EBS-Programm 151 alle Antragsvoraussetzungen erfüllt sind, insb. die rechtzeitige Antragstellung vor Vorhabenbeginn ist einzuhalten. Als Vorhabenbeginn gilt derzeit in diesen EBS-Programmen der Beginn der Bauarbeiten.

Nein, mit einer BzA, die aus dem Online-Prüftool der KfW in 2020 erstellt wurde, können Sie beim BAFA im Jahr 2021 keinen Antrag stellen.

Nein, seit dem 01.01.2021 ist keine Zusage der KFW für eine Zuschussförderung für Einzelmaßnahmen im EBS-Programm 430 mehr möglich. Alte BzA verfallen trotz noch laufender Gültigkeit. Es gelten die Förderbedingungen zum Antragszeitpunkt. Übergangs-/Kulanzfristen sind nicht vorgesehen. Allerdings kann bis zum 30.06.2021 über die KfW noch eine Kreditförderung aus den EBS-Produkten beantragt werden.

Nein, 431 kann nur beantragt werden, wenn eine Basisförderung aus den laufenden BEG EM-Programmen 151/152, 153-oder 430-EFH in Anspruch genommen wird.

Ein Baubegleitzuschuss für Einzelmaßnahmen kann aber direkt beim BAFA im Programm BEG EM mit beantragt werden.

Für eine Zuschussförderung im Programm 430 kann ein Antrag nur noch bis zum 31.12.2020 gestellt werden, ab dem 01.01.2021 ist dies nicht mehr möglich. Eine Übergangs-/Kulanzfrist ist nicht vorgesehen. Die BzA, die vor dem 01.01.2021 für Einzelmaßnahmen (430) erstellt wurden, sind zwar noch gültig, können aber für eine Antragstellung nicht mehr verwendet werden.

Für eine Kreditförderung kann der Antrag bis 30.06.2021 weiterhin (über ihre Hausbank) bei der KfW gestellt werden.

Nein, Antragsteller müssen sich zwischen einer BEG-Zuschussförderung über das BAFA und einem KfW-EBS-Kredit entscheiden. Beides darf nicht für dieselbe Maßnahme kombiniert werden.

Der Ergänzungskredit 167 läuft weiter bis zum Start der BEG EM Kreditförderung am 01.07.2021 durch die KFW. Allerdings ist seit 01.01.2021 die Grundlage für die Finanzierung von Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien die neue BEG für Einzelmaßnahmen.

Ja, Sie können auf Ihre Zuschusszusage verzichten. Teilen Sie uns dieses am besten per Schreiben oder E-Mail an 430@kfw.de mit. Dann streichen wir Ihre Zusage.

Bitte beachten Sie dabei die unterschiedlichen Regelungen zum Vorhabenbeginn im EBS-Programm 430 und in der BEG EM.

Maßgeblich ist das Datum der Antragstellung. In Ihrem Fall ist die KfW zuständig.

Das BAFA übernimmt die Zuschussförderung im Programm BEG EM für alle Anträge ab 01.01.2021 (Antrags- und Bestandsbearbeitung).

Ja, eine „Kombination“ der BEG EM mit bereits im MAP gestellten Anträgen zur Förderung einer umfassenderen Sanierung ist möglich. Wichtig bei einer Kombination ist, dass die Kosten eines über das MAP geförderten Heizungsaustauschs nicht erneut im Rahmen der BEG EM geltend gemacht werden, sondern in der BEG EM nur Anträge auf Förderung weiterer Sanierungsmaßnahmen (z. B. Dämmung oder Fensteraustausch) gestellt werden.
Eine „Kumulation“ der Förderungen für die Kosten derselben Maßnahme (z. B. Förderung des Heizungsaustausch zunächst im MAP, sowie danach zusätzlich über die BEG EM) ist dagegen nicht zulässig.

Ja, eine „Kombination“ der BEG EM mit der BEG WG ist möglich. Wichtig bei einer Kombination ist aber, dass die Kosten einer über die BEG EM geförderten Maßnahme (z. B. Heizungsaustausch) nicht erneut im Rahmen der BEG WG als förderfähig Kosten geltend gemacht werden.
Zudem können die Vorteile für eine Effizienzhaus EE-Klasse in der BEG WG (Erhöhung der förderfähigen Kosten und der Förderquote) nicht mehr geltend gemacht werden, wenn der Einbau einer EE-Heizung bereits über die BEG EM gefördert wird / gefördert wurde. In der Regel führt eine getrennte Förderung des Heizungsaustauschs über die BEG EM daher insgesamt nicht zu einer höheren Förderung.

Die BEG WG ist ein neues Förderprogramm, der EE-Bonus kann daher nur bei einem neuen Antrag nach BEG WG beantragt werden, ein „ergänzender“ EE-Bonus in der BEG WG für eine noch in den EBS-Programmen beantragte Neubauförderung kann daher nicht beantragt werden. Man kann aber zu der Förderzusage in den EBS-Programmen ein Verzicht erklären und einen neuen Förderantrag innerhalb der BEG WG inklusive des EE-Bonus stellen, wenn mit dem Vorhaben noch nicht begonnen wurde (siehe BEG WG 9.2). Zu beachten ist jedoch, dass dies direkt nur bei einem Wechsel von EBS zur BEG WG möglich ist. Nach einer Förderzusage in der BEG WG ohne EE-Bonus ist zwar eine Rücknahme des Antrags möglich, ein erneuter Antrag beim selben Durchführer kann innerhalb der BEG WG aber frühestens sechs Monate nach Eingang der Verzichtserklärung für dieses Vorhaben (identisches Investitionsobjekt und identische Maßnahmen bzw. Effizienzhaus-Stufe) erneut gestellt werden („Sperrfrist"). In jedem Fall gilt generell, dass vor der Antragstellung nicht mit dem Vorhaben begonnen werden darf.

Ja, ein Wechsel von der systemischen Förderung ( BEG WG / NWG) zur BEG EM ist möglich. Dafür gibt es zwei Voraussetzungen: Erstens darf der mit der Zusage festgelegte, maximale Tilgungszuschuss in Euro nicht überschritten werden. Zweitens müssen die technischen Mindestanforderungen der Einzelmaßnahme eingehalten werden. Bei einem Wechsel von BEG WG oder NWG auf BEG EM nach der Antragstellung, gelten die entsprechenden Förderbedingungen und insbesondere die niedrigeren Förderhöchstgrenzen der BEG EM.

Bis zum 01.01.2023 gilt: Da die BEG Zuschüsse bei unterschiedlichen Durchführern bearbeitet werden, ist ein Wechsel zwischen der Kreditvarianten (KfW) und der Zuschussvariante der BEG EM (BAFA) nicht möglich.

Nein, da es sich bei dem Ausgleichstock um ein Instrument des kommunalen Finanzausgleichs und nicht um eine fachbezogene Förderung handelt (§ 13 des Finanzausgleichsgesetzes (FAG)).
Nach Ziff. 2.1 der VwV-Ausgleichstock sind die Zuweisungen ein Ersatz für fehlende Eigenmittel von leistungsschwachen Gemeinden bei der Finanzierung notwendiger Investitionen.

Umgesetzte Maßnahmen, die im Förderantrag nicht mit angegeben worden sind, können nicht nachträglich gefördert werden. Sie dürfen in der Verwendungsnachweisprüfung nicht angegeben werden.

Im Bauablauf eines Fördervorhabens kann sich die Höhe der tatsächlichen Kosten gegenüber den im Antrag geplanten ändern. Eine Verschiebung der förderfähigen Kosten zwischen den beantragten Maßnahmen ist grundsätzlich möglich. Die Höhe der beantragten Förderung und ggf. des bewilligten Darlehensbetrags kann nachträglich aber nicht überschritten werden. Eine höhere Förderung als beantragt ist also ausgeschlossen, wenn die Bau- oder Sanierungskosten nachträglich insgesamt steigen. Die Kosten für Fachplanung, Baubegleitung und Nachhaltigkeitszertifizierung (nicht-investiv) sind gegenüber den beantragten Kosten für die Umsetzung der Maßnahmen (investiv) getrennt zu betrachten. Kostenverschiebungen zwischen diesen Kostenarten sind nicht möglich.

4. BEG EM

Im Zuge der BEG EM werden seit dem 01.01.2021 folgende Einzelmaßnahmen mit folgenden Zuschüssen gefördert:

  • Maßnahmen an der Gebäudehülle (bspw. Dämmung Außenwände, Dachflächen, Austausch von Türen und Fenstern): 20 Prozent
  • Anlagentechnik (bspw. Einbau und Austausch oder Optimierung raumlufttechnischer Anlagen, Einbau digitaler Systeme zur Verbrauchsoptimierung): 20 Prozent
  • Erneuerbare Energien für Heizungen (bspw. Wärmepumpen, Biomasseanlagen, Hybridheizungen oder Solarthermieanlagen): 20 bis 45 Prozent
  • Maßnahmen zur Heizungsoptimierung (bspw. hydraulischer Abgleich einschließlich Austausch von Heizungspumpen): 20 Prozent
  • Fachplanung und Baubegleitung im Zusammenhang mit einer Einzelmaßnahme: 50 Prozent

Eine Zuschussförderung wird nur befristet zugesagt. Die Dauer der Befristung beträgt grundsätzlich 24 Monate ab Zugang der Zusage des Zuwendungsbescheids (Bewilligungszeitraum). Die Befristung kann aber auf begründeten Antrag um maximal 24 Monate verlängert werden, wenn die Umsetzung der Maßnahme innerhalb der ursprünglichen Frist vom Antragsteller aus Gründen nicht umgesetzt werden konnte, die der Antragsteller nicht zu vertreten hat.
Die maximale Bewilligungsfrist für Einzelmaßnahmen beträgt damit 48 Monate. Spätestens 6 Monate nach Ablauf dieser Bewilligungsfrist, also nach spätestens 54 Monaten, muss die erfolgte Umsetzung der Maßnahme nachgewiesen sein.

Ja. Bestandsgebäude werden in allen drei Teilrichtlinien der BEG (BEG WG, BEG NWG und BEG EM) einheitlich definiert als Gebäude, deren Bauantrag bzw. Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt.

Die akustische Fachplanung entspricht den Anforderungen des Leitfadens für die Verbesserung des Schutzes gegen Lärm bei stationären Geräten der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Immissionsschutz für relevante technische Anlagen (z. B. Luftwärmepumpen, Klimageräte, Lüftungsanlagen, Klein-Windenergieanlagen sowie sonstige nicht genehmigungsbedürftige KWK-Anlagen) zur Einhaltung des Stands der Technik entsprechend § 22 BImSchG.

Als Vorhabenbeginn gilt der rechtsgültige Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages, einschließlich eines Contractingvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden.

Das förderfähige Mindestinvestitionsvolumen liegt für Einzelmaßnahmen bei 2 000 Euro (brutto); eine Ausnahme bildet die Heizungsoptimierung als geringinvestive Maßnahme, dort liegt das Mindestinvestitionsvolumen bei 300 Euro (brutto).

Das Mindestinvestitionsvolumen bezieht sich auf die Gruppen der Einzelmaßnahmen:

  1. Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle
  2. Anlagentechnik (außer Heizung)
  3. Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik)
  4. Heizungsoptimierung

Für die Maßnahmengruppen 1. bis 3. beträgt das Mindestinvestitionsvolumen jeweils 2.000 Euro, unabhängig von der Verteilung auf die Verwendungszwecke.
Für die Gruppe 4. Heizungsoptimierung beträgt das Mindestinvestitionsvolumen 300 Euro.

Für ein Gebäude können auch mehrere Anträge für die Förderung von Einzelmaßnahmen gestellt werden, wenn diese Anträge sich jeweils auf unterschiedliche Einzelmaßnahmen beziehen. Unter dieser Voraussetzung können die Anträge ggf. auch von unterschiedlichen Antragstellern (Contractor, Eigentümer) gestellt werden, solange die festgelegten Höchstgrenzen förderfähiger Kosten pro Antrag und Kalenderjahr eingehalten werden. Auch bei unterschiedlichen Antragstellern kann für dieselbe Maßnahme aber auch insgesamt nur ein Antrag gestellt werden.

Mit der Formulierung „pro Antrag und Kalenderjahr“ ist eine doppelte Deckelung gemeint: Als förderfähige Kosten für Einzelmaßnahmen können innerhalb eines Kalenderjahres bei Wohngebäuden nur maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit (bei Nichtwohngebäuden maximal 1.000 Euro pro qm Nettogrundfläche, insgesamt maximal 15 Mio. Euro) anerkannt werden, unabhängig davon, wie viele Anträge für EM innerhalb eines Kalenderjahres gestellt werden.

Als förderfähige Kosten für Einzelmaßnahmen können innerhalb eines Kalenderjahres bei Wohngebäuden nur maximal 60.000 Euro pro Wohneinheit anerkannt werden, unabhängig davon, wie viele Anträge für Einzelmaßnahmen innerhalb eines Kalenderjahres gestellt werden.

Eine Kumulierung der Förderung nach der BEG EM mit anderen Fördermitteln ist nach Ziffer 8.7 der Richtlinie grundsätzlich möglich, jedoch maximal bis zur Höhe der förderfähigen Kosten.
Ergibt sich infolge der Kumulierung für die zu fördernde Maßnahme eine Förderquote von insgesamt mehr als 60 Prozent, hat dies der Fördernehmer dem jeweiligen Durchführer anzuzeigen. Die nach der BEG EM gewährte Förderung ist in diesem Fall so zu kürzen, dass eine Förderquote von maximal 60 Prozent erreicht wird; soweit bereits erhalten, sind darüber hinausgehende Fördersummen durch den Fördernehmer zurückzuerstatten.

Für Anträge auf Förderung einer Fachplanung und Baubegleitung nach Ziffer 5.5 BEG EM ist der Energieeffizienz-Experte für das Bauvorhaben grundsätzlich vorhabenbezogen unabhängig zu beauftragen, es sei denn das Bauvorhaben betrifft nur eine einzige Einzelmaßnahme (z. B. Fenstertausch). Neben einer Beratung, Planung und Baubegleitung für das Vorhaben darf der Energieeffizienz-Experte nicht

  • in einem Inhaber-, Gesellschafts- oder Beschäftigungsverhältnis zu den bauausführenden Unternehmen oder Lieferanten stehen oder
  • von diesen Unternehmen oder Lieferanten beauftragt werden oder
  • Lieferungen oder Leistungen vermitteln.

Für Anträge auf Förderung von den Einzelmaßnahmen Heizungstechnik bzw. -optimierung (5.3. bzw. 5.4) ist eine Fachunternehmererklärung (z. B. des Heizungsbauers) ausreichend.

Die Erweiterung bestehender Wohngebäude, z. B. durch einen Anbau, oder der Ausbau von vormals nicht beheizten Räumen, zum Beispiel Dachgeschossausbau, ist über die BEG EM sowie über die BEG WG als Sanierung förderfähig. Ausnahme: Durch die Erweiterung oder den Ausbau entstehen neue Wohneinheiten. Diese können über die BEG WG als Neubau gefördert werden. Bei unter Denkmalschutz stehenden Gebäuden sowie Gebäuden mit sonstiger besonders erhaltenswerter Bausubstanz im Sinne des §105 GEG sind durch Erweiterung oder Ausbau neu entstehende Wohneinheiten als energetische Sanierung förderfähig. Nicht als Erweiterung förderfähig sind Anbauten, die ein selbständiges neues Gebäude bilden oder durch die der Denkmalstatus des Gebäudes eingeschränkt oder aufgehoben wird.

Für die Antragstellung sollten Kostenvoranschläge für die Leistungen, die gefördert werden sollen, vorliegen. Diese müssen allerdings bei Antragstellung noch nicht hochgeladen werden. Die Summe der im Antrag angegebenen Kosten ist Grundlage für die Zuwendungsentscheidung. Sie kann im späteren Verlauf nach Zusage der Förderung durch das BAFA nicht mehr nach oben korrigiert werden.
Die Antragstellung ohne Einbindung eines Energieeffizienz-Experten (EEE) ist nur für den Einbau von Anlagen zur Wärmeerzeugung (Heizungstechnik), die erneuerbare Energien einbinden, und für Heizungsoptimierungen möglich.
Bei einer Antragstellung für Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle und Anlagentechnik (außer Heizung) muss ein EEE eingebunden sein.

Bevor der Antrag gestellt werden kann, erstellt der EEE eine so genannte technische Projektbeschreibung (TPB), in der die zu beantragende Maßnahme erläutert wird. Für die technische Projektbeschreibung stellt das BAFA ein elektronisches Formular zur Verfügung, das durch den EEE ausgefüllt werden muss.

Nach Erstellung der technischen Projektbeschreibung durch den EEE erhält dieser eine so genannte TPB-ID. Diese TPB-ID benötigt der Antragsteller / die Antragstellerin zur eigentlichen Antragstellung. Der (eigentliche) Antrag wird über das elektronische Antragsformular gestellt.

Nein, eine Kumulation ist nicht möglich. Antragsteller müssen sich für die Förderung einer Maßnahme zwischen einer BEG-Zuschussförderung über das BAFA und einem KfW-EBS-Kredit im Rahmen der EBS-Programme entscheiden. Beide Förderangebote dürfen nicht für dieselbe Maßnahme kumulativ in Anspruch genommen werden.

Eine Kombination der BEG EM und der EBS-Programme im Rahmen einer umfangreicheren Sanierung ist dagegen möglich; eine zulässige Kombination ist gegeben, wenn die Programme für jeweils unterschiedliche Einzelmaßnahmen in Anspruch genommen werden (bspw. eine Kreditförderung für eine Dämmung im Rahmen der EBS-Programme und eine Zuschussförderung für den Austausch der Heizung im Rahmen der BEG EM).

Leistungen, die für die Umsetzung der förderfähigen Maßnahme erforderlich sind, können zu den förderfähigen Kosten hinzugezählt werden. Dazu zählen auch Gutachten und Messungen zur Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen.

Die Förderfähigkeit nach den technischen Mindestanforderungen der BEG EM Ziffer 1.2 „Sommerlicher Wärmeschutz“ besteht für außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen mit optimierter Tageslichtversorgung, z. B. über Lichtlenksysteme oder strahlungsabhängige Steuerung.

Daher ist die Installation von nicht außenliegendem Sonnenschutz (d. h. innenliegend oder im Scheibenzwischenraum) sowie auch die Installation von außenliegendem Sonnenschutz ohne optimierte Tageslichtversorgung im Rahmen der Einzelmaßnahme „Sommerlicher Wärmeschutz“ nicht förderfähig.

Allerdings sind Sonnenschutzmaßnahmen im Scheibenzwischenraum im Kontext der „Einzelmaßnahme Fenster" förderfähig, wenn die Fenster die jeweiligen Anforderungen an den U-Wert erfüllen.

Im Rahmen der BEG sind solche Umfeldmaßnahmen förderfähig, die zur Inbetriebnahme der geförderten Anlage und ihrer Einrichtung erforderlich sind. Dazu zählen auch Sanitärinstallationen. Im Merkblatt des BAFA zur Antragstellung werden diese Maßnahmen in der Rubrik 3 „Umfeldmaßnahmen“ als Verlegungs- und Wiederherstellungsarbeiten aufgeführt.

Ein mit der BEG EM förderfähiges Smart-Home-System kann unabhängig von der sonstigen im Gebäude bereits installierten Anlagentechnik als Einzelmaßnahme in der BEG EM beantragt und gefördert werden.

Die Installation eines elektronischen Durchlauferhitzers kann in der BEG EM im Rahmen von Maßnahmen an der Heizung Nummer 5.3 und 5.4 mitgefördert werden. Grundsätzliche Bedingung ist die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen sowie eine Verbesserung des energetischen Niveaus des Gebäudes im Sinne einer Erhöhung der Energieeffizienz

Für die Bestätigung ist die Erklärung des Fachunternehmens hinreichend.

Die in den technischen Mindestanforderungen der BEG angegebenen U-Werte für eine Sanierungsmaßnahme sind für die Förderung grundsätzlich einzuhalten und nachzuweisen. Wenn U-Werte unbekannt sind, können Werte aus der vom Bundesministerium für Verkehr, Bauwesen und Stadtentwicklung (BMVBS) und dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) veröffentlichten "Bekanntmachung der Regeln zur Datenaufnahme und Datenverwendung im Wohngebäudebestand" verwendet werden (www.bbsr-energieeinsparung.de, EnEV, Bekanntmachungen).

Die geförderten Anlagen oder durch die Einzelmaßnahme energetisch optimierten Gebäudeteile sind mindestens zehn Jahre zweckentsprechend zu nutzen. Vorausgesetzt, die BEG ist dann noch in Kraft, muss nach zehn Jahren für eine erneute Investition ein Effizienzverbesserung vorliegen.

Wenn das ausgewählte Gerät in der Liste förderfähiger Geräte aufgeführt ist, muss das BAFA nicht informiert werden, falls ein anderes Gerät, als das ursprünglich geplante, installiert wird.

Neben dem reinen Austausch von Fenstern, Türen und Toren gem. 5.1 b) BEG EM ist hier auch der erstmalige Einbau neuer Außenbauteile entsprechend der Nummer 1 der technischen Mindestanforderungen gemeint und förderfähig.

Bei einer Förderung nach BEG EM bestehen keine Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz, außer dieser wurde als Maßnahme gewählt.

Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Beleuchtung sind als Einzelmaßnahme in Nichtwohngebäuden förderfähig. Das in der Förderrichtlinie vorgegebene Mindestinvestitionsvolumen von 2.000 Euro netto muss dafür erreicht werden.

Die Höchstgrenzen der förderfähigen Kosten für Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen werden in der Richtlinie unter Punkt 8.3 benannt. Bis zur jeweiligen Höchstgrenze kann eine Förderquote von 50 Prozent in Anspruch genommen werden. Auch Planungsleistungen, die die Höchstgrenze überschreiten, sind als Umfeldmaßnahmen gemäß Richtlinie 8.4 förderfähig, jedoch zu einem geringeren Prozentsatz (Prozentsatz der jeweiligen Maßnahme).

Gemäß Richtlinie BEG EM ist die Verbesserung des energetischen Niveaus eine Erhöhung der Energieeffizienz und/oder des Anteils erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch des Gebäudes.
Es bestehen keine Vorgaben, wie die Verbesserung des energetischen Niveaus festgestellt wird. Das Niveau soll fachmännisch und dem Vorhaben angemessen ermittelt werden. Das Ergebnis ist zu dokumentieren und dem Bauherrn zu übergeben.

Der Energieträgerwechsel von fossilen zu erneuerbaren Energien oder auch die Erweiterung um einen zusätzlichen Energieträger auf Basis erneuerbarer Energien stellen immer eine Verbesserung des energetischen Niveaus dar.
Ersatzinvestitionen sind zulässig, soweit mit der Maßnahme eine energetische Verbesserung erreicht wird.

Wird das Gebäude überwiegend wohnwirtschaftlich genutzt (Gebäude mit mehr als 50 Prozent Wohnnutzung), ist eine zentrale Heizungsanlage (einschließlich des hydraulischen Abgleichs bzw. der Optimierung bestehender Anlagen) sowie eine zentrale Lüftungsanlage über die BEG EM – Einzelmaßnahmen für Wohngebäude förderfähig. Bei der Ermittlung des Förderhöchstbetrages zählen die Nichtwohnflächen nicht als Wohneinheiten.

Die Förderung kann mit einem einzelnen Antrag beantragt werden, unabhängig davon, ob Wohn- und Nichtwohngebäudeanteile des Gesamtgebäudes nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) getrennt zu behandeln sind.

Alternativ ist bei einer getrennten Behandlung (nach GEG bzw. den technischen Mindestanforderungen der BEG) eine getrennte Antragstellung und anteilige Zuordnung der Kosten einer zentralen Heizungs- bzw. Lüftungsanlage auf die Wohn- bzw. Nichtwohngebäudeförderung möglich, um so insgesamt höhere förderfähige Kosten – berechnet nach Wohneinheiten für den WG-Teil und nach Fläche für den NWG-Teil – für ggf. benötigte größere Heizungsanlagen zu ermöglichen.

Erfolgt eine Nutzung überwiegend als Nichtwohngebäude (Gebäude mit mindestens 50 Prozent Nichtwohnnutzung), ist eine zentrale Heizungsanlage (einschließlich des hydraulischen Abgleichs bzw. bei bestehenden Anlagen deren Optimierung) sowie eine zentrale Lüftungsanlage über die BEG EM – Einzelmaßnahmen für Nichtwohngebäude förderfähig. Für die Ermittlung des Förderhöchstbetrages zählen die zu Wohnzwecken genutzten Flächen ebenfalls zur Nettogrundfläche.

Die Möglichkeit zur vereinfachten Antragstellung gilt unabhängig davon, ob Wohn- und Nichtwohngebäudeanteile des Gesamtgebäudes nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) getrennt zu behandeln sind.

Alternativ ist bei einer getrennten Behandlung (nach GEG bzw. den technischen Mindestanforderungen der BEG) eine getrennte Antragstellung und anteilige Zuordnung der Kosten einer zentralen Heizungs- bzw. Lüftungsanlage auf die Wohn- bzw. Nichtwohngebäudeförderung möglich.

In einem gemischt genutzten Wohngebäude (Gebäude mit mehr als 50 Prozent Wohnnutzung) sind in den Nichtwohngebäudeanteilen die folgenden spezifischen BEG-Einzelmaßnahmen für Nichtwohngebäude förderfähig (unabhängig vom Flächenanteil an der Nichtwohnnutzung):

  • Einbau von Mess-, Steuer- und Regelungstechnik
  • Erstinstallation/Erneuerung von Lüftungsanlagen
  • Austausch von Komponenten in bestehenden Lüftungsanlagen
  • Kältetechnik zur Raumkühlung
  • Energieeffiziente Beleuchtungssysteme

Die Antragsstellung erfolgt in diesen Fällen nach Maßgabe der Regelungen der BEG EM für Nichtwohngebäude.

In einem gemischt genutzten Nichtwohngebäude (Gebäude mit mindestens 50 Prozent Nichtwohnnutzung) sind in den Wohngebäudeanteilen die folgenden spezifischen BEG Einzelmaßnahmen für Wohngebäude förderfähig (bei vollständigen Wohneinheiten, unabhängig vom Flächenanteil der Nichtwohnnutzung):

  • Einbau digitaler Systeme zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung bzw. zur Verbesserung der Netzdienlichkeit der technischen Anlagen des Gebäudes („Efficiency Smart Home“)
  • Erstinstallation/Erneuerung von Lüftungsanlagen

Die Antragsstellung erfolgt in diesen Fällen in der BEG EM für Wohngebäude.

Wärmepumpen, als integrierte Komponente einer Lüftungsanlage, fallen nicht unter die technischen Mindestanforderungen gemäß 3.6 oder 2.4.1. Sie werden als Anlagenkomponente gemäß Förderrichtlinie Nummer 5.2 Buchstabe a mitgefördert. Dabei sind die technischen Mindestanforderungen an Lüftungsanlagen gemäß Nummer 2.1 einzuhalten.

Nein. Der Anschluss an ein öffentliches Wärmenetz wird gemäß BEG EM Richtlinie Nummer 5.3 i nur gefördert, wenn es zu mindestens 25 Prozent aus erneuerbaren Energieträgern gespeist wird. Wird der Anteil von 25 Prozent nicht erreicht, kann das nicht durch den Einsatz zusätzlicher erneuerbarer Energiequellen am Gebäude kompensiert werden.

Der Einbau einer energieeffizienzfördernden Regelung in einer Übergabestation ist nicht als eigenständige Maßnahme, sondern nur in Zusammenhang mit einer geförderten Maßnahme förderfähig.

Die Möglichkeit der Anrechnung der Mülldeponiekosten als förderfähige Kosten ist möglich, wenn nur der Transport zur Mülldeponie als „Eigenleistung“ erfolgt. Die eigentliche Müllentsorgung muss aber von einer professionellen (gewerblichen) Mülldeponie übernommen werden.

An den Herstellernachweis bestehen keine besonderen Anforderungen. Eine formlose Erklärung über die Einhaltung der notwendigen Funktionen ist ausreichend.

Ja, außenliegende Sonnenschutzeinrichtungen, die die Anforderungen der DIN 4108 einhalten, werden gemäß den technischen Mindestanforderungen Nummer 1.2 gefördert.

5. BEG WG und BEG NWG

Nicht-Eigentümer bzw. Contractoren sind für die Förderzwecke eines Neubau-EH/EG antragsberechtigt (nicht nur im klassischen Sinne für Heizungsanlagen), auch wenn diese nur die Heizungsanlagen übernehmen, sofern im Ergebnis ein förderfähiger EH/EG-Standard erreicht wird. Die klassische Variante ist, dass ein Contractor in die Heizungsanlage investiert und der Bauherr in die Gebäudehülle und Anlagentechnik ohne Heizung. Beide Investoren sind mit ihren Kosten förderfähig und erhalten für ihre (Teil)Vorhaben eigene Zusagen auf das Förderziel eines EH/EG, das gemeinsam erreicht wird. Es ist genauso möglich, wenn nur der Contractor eine Förderung für die Heizungsanlage nimmt, wenn das Neubauvorhaben als ein förderfähiges EH/EG abgeschlossen wird. Es können also zwei Anträge von zwei Fördermittelnehmern für ein Neubauvorhaben gestellt werden, wenn insgesamt die Höchstgrenze für geltend gemachte förderfähigen Kosten eingehalten wird.

Ein Bonus für das Erreichen einer EE-Klasse wird nur gewährt, wenn die EE-Heizung mit dem Sanierungsschritt eingebaut wird, mit dem diese EH-Stufe erreicht wird. Der Bonus für eine EE-Klasse ersetzt insoweit die früher bei systemischen Fördermaßnahmen zusätzlich mögliche MAP-Förderung für den Einbau einer EE-Heizung; er stellt keine Prämie für einen zuvor schon erfolgten Einbau einer EE-Heizung dar.

In der BEG WG und NWG werden stromerzeugende Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien (zum Beispiel Photovoltaik, Windkraftanlagen, Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen) und Stromspeicherung für die Eigenstromversorgung mitgefördert, wenn für diese Anlagen keine Förderung bzw. Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz in Anspruch genommen wird. Anlagen zur Stromerzeugung, für die eine Förderung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz in Anspruch genommen werden soll, erhalten keine Förderung nach dieser Richtlinie. Die gleichzeitige Inanspruchnahme einer Förderung für stromerzeugende Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien und für Stromspeicher für die Eigenstromversorgung nach dieser Richtlinie und eine Förderung nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG, KWKAusVO) ist nach Maßgabe des KWKG bzw. der KWKAusVO möglich.

Erdarbeiten auf einem Grundstück, die in unmittelbarem Zusammenhang mit dem zu errichtenden (bzw. einem zu sanierenden) Gebäude stehen, sind in der BEG förderfähige Umfeldmaßnahmen. Sie fallen daher unter die Regelungen zum Vorhabensbeginn und dürfen somit erst nach Antragstellung beauftragt werden.

Ein Neubau ist unabhängig vom Zeitpunkt des Bauantrags in der BEG förderfähig, wenn die Regelungen zur Antragsstellung vor Vorhabenbeginn eingehalten sind und der Effizienzhaus- bzw. Effizienzgebäudenachweis auf der Grundlage des GEG und den zugrundeliegenden DIN-Normen geführt wird. Die Anforderungen und Hinweise der technischen Mindestanforderungen (je nach Gebäude BEG WG oder BEG NWG) sind einzuhalten und anzuwenden.

Zulässig für die EE-Klasse ist die eigene Erzeugung und Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energien zur Wärmeerzeugung, ausgenommen „Stromdirektheizungen auf der Basis von Festkörperwärmespeichern“. Stromdirektheizungen ohne Festkörperwärmespeicher können im Rahmen der systemischen Förderung für das Erreichen einer EE-Klasse berücksichtigt werden.

Bei systemischer Förderung nach WG und NWG bestehen immer Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz. Die Anforderungen sind in den technischen Mindestanforderungen aufgeführt.

Um eine Erneuerbare-Energien-Klasse zu erreichen, muss der regenerative Wärmeerzeuger im Rahmen der Sanierung eingebaut werden, mit der der Förderantrag für das Effizienzhaus Erneuerbare Energien gestellt wird. Bei einer vorherigen Förderung des Wärmeerzeugers nach BEG EM, können keine Erneuerbaren-Energien-Klassen mehr erreicht werden. Das der Erneuerbare-Energien-Bonus ausbleibt, wird dabei an zwei Stellen kompensiert: Erstens durch höhere Förderquoten für die Installation von regenerativen Wärmeerzeugern gemäß BEG EM Nummer 8.4.1 gegenüber einer Sanierung in einem Zug. Zweitens durch die Möglichkeit der Inanspruchnahme eines iSFP-Bonus gemäß BEG EM Nummer 8.4.2.

Für den Nachweis des Denkmalstatus besteht keine Formerfordernis. Der Nachweis über besonders erhaltenswerte Bausubstanz bei Wohngebäuden ist über das entsprechende Formular von BAFA und KfW von der zuständigen Kommune zu erbringen.

In der BEG ist es möglich, den Ersterwerb von sanierten oder neu errichteten Wohneinheiten bei Bauträgerprojekten zu fördern.

Bauträger haben die Möglichkeit, sich neben der Errichtung des Neubaus eines Effizienzhauses auch die Baubegleitung gem. Nummer 5.3 a) BEG WG fördern zu lassen, sofern die Antragstellung vor Vorhabensbeginn erfolgt und die errichteten bzw. sanierten Wohneinheiten unter Inanspruchnahme der BEG-Förderung verkauft werden. Alternativ kann auch der Erwerber die Förderung für die Errichtung des Neubaus und die Baubegleitung beantragen. Ein Bauträger kann daher die Förderung aller förderfähigen Leistungen entweder selbst nutzen oder aber die BEG-Förderung für alle förderfähigen Leistungen an die Erwerber weiter reichen.
Eine getrennte Antragstellung für die Förderung des Neubaus einerseits sowie die Förderung der Fachplanung und Baubegleitung anderseits ist dagegen nicht möglich: Nimmt der Bauträger die Neubauförderung in Anspruch, kann auch nur er die Förderung der Fachplanung und Baubegleitung beantragen.

Sollten im Rahmen eines Bauträgervorhabens Wohneinheiten bei Inanspruchnahme von Fördermitteln aus dem Programm Energieeffizient Bauen und Sanieren (KfW) erworben worden sein, können Ersterwerber weiterer Wohneinheiten in diesem Gebäude ab 01.07.2021 die BEG-Förderung beantragen und dabei ggf. auch von den neu eingeführten EE-Klassen profitieren. Dabei sind die Voraussetzungen der Förderrichtlinie zu beachten, z. B. darf die Bauabnahme bei Antragstellung nicht länger als 12 Monate zurückliegen.

Einzelmaßnahmen werden nur gefördert, wenn sie in der Richtlinie BEG EM als förderfähig definiert sind. BHKWs sind nach BEG EM nicht als förderfähig eingestuft. Allerdings ist die Förderung eines Biomasse-BHKWs möglich, wenn es in der Liste förderfähiger Geräte aufgeführt ist. Alternativ kann ein BHKW ggf. als Bestandteil eines Gebäudenetzes gefördert werden, wenn mehrere Gebäude versorgt und die technischen Mindestanforderungen an die Wärmenetze nach BEG EM erfüllt werden. Programme für die Förderung von Wärmenetzen sind Erneuerbare Energien Premium (KfW-Programm 271, 281), Wärmenetze 4.0, sowie die geplante Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW).

Sollte es im Bauablauf passieren, dass der Effizienzhausstandard nicht erreicht wird, ist eine Änderung des Antrags möglich. Sie können das Bau- oder Sanierungsvorhaben weiterhin fördern lassen, allerdings mit dem entsprechend niedrigeren Fördersatz. Bei einer nachträglichen Verbesserung des Effizienzhausstandards ist das hingegen nicht möglich.

Die Formulierung „höhere Effizienzhausstufe/Effizienzgebäudestufe“ bezieht sich nur auf die Basisstufen, wie EH 85 oder EG 70. Die EE-Klasse, die NH-Klasse sowie die Plus-Klasse sind als Ergänzung zu den Stufen (z. B. EH 85) zu verstehen.

Ja, der Nachweis, dass der sommerliche Wärmeschutz eingehalten wurde, ist zur Einhaltung der technischen Mindestanforderungen BEG WG notwendig.

6. Heizanlagen in der BEG EM

Das Alter der mit Öl betriebenen Heizungsanlage ist nicht entscheidend. Gefördert wird der Austausch in Bestandsgebäuden, deren Bauantrag bzw. Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt. Die Förderhöhe ergibt sich nach BEG EM 5.3 a).

Nein. Die Optimierung der Heizungsanlage kann frühestens zwei Jahre nach Einbau eines neuen, nicht-förderfähigen Kessels wieder gefördert werden..

Voraussetzung für alle Maßnahmen der Heizungsoptimierung ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs der Heizungsanlagen. Sollte der hydraulische Abgleich aus technischen Gründen nicht möglich sein, muss zumindest ein Heizungscheck nach DIN EN 15378 durchgeführt werden. Gefördert werden sämtliche Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems in Bestandsgebäuden, mit denen die Energieeffizienz des Systems erhöht wird, wenn sie die in der Anlage zu dieser Richtlinie festgelegten technischen Mindestanforderungen erfüllen.

Zu den förderfähigen Maßnahmen zählen bspw.:
der Einstellung der Heizkurve,
der Austausch von Heizungspumpen sowie der Anpassung der Vorlauftemperatur und der Pumpenleistung, Maßnahmen zur Absenkung der Rücklauftemperatur bei Gebäudenetzen im Sinne der Richtlinie,
im Falle einer Wärmepumpe auch die Optimierung der Wärmepumpe,
die Dämmung von Rohrleitungen,
der Einbau von Flächenheizungen, von Niedertemperaturheizkörpern und von Wärmespeichern im Gebäude oder gebäudenah (auf dem Gebäudegrundstück) sowie
Mess-, Steuer- und Regelungstechniken.

Allgemein ist für den Heizungsaustausch als Einzelmaßnahme die Einbindung eines Energieeffizienz-Experten nicht zwingend erforderlich. Für Anträge auf Förderung eines Heizungsaustausches ist die Erklärung des Fachunternehmers („Fachunternehmererklärung“) ausreichend. In dieser bestätigt das Fachunternehmen die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen, sowie die mit der Maßnahme erreichte Verbesserung des energetischen Niveaus des Gebäudes im Sinne einer Erhöhung der Energieeffizienz und/oder des Anteils erneuerbarer Energien am Endenergieverbrauch des Gebäudes und die voraussichtlichen Kosten.

Abweichend hiervon können die Inhalte dieser Erklärung aber auch von einem Experten der Energieeffizienz-Experten-Liste (www.energie-effizienz-experten.de) bescheinigt werden („Bestätigung zum Antrag“).

Die Förderung der Fachplanung und Baubegleitung wurde in die BEG integriert. Sie kann neben der Förderung für die Heizung zusätzlich mitbeantragt werden.

Auch bei der ertragsabhängigen Förderung größerer Solaranlagen ab 20 müssen die Förderhöchstgrenzen eingehalten werden. Bei Wohngebäuden ist in der BEG EM die Höhe der förderfähigen Kosten auf 60.000 Euro pro Wohneinheit und Jahr begrenzt.

Nein, das Förderprogramm "Heizen mit Erneuerbaren Energien" beim BAFA, mit dem Teile des Marktanreizprogramms (MAP) umgesetzt werden, wurde Ende 2020 eingestellt und durch die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), dort dem Teilprogramm BEG EM, mit gleichen Fördersätzen ersetzt.

Der zusätzliche Bonus von 10 Prozentpunkten für die Förderung gilt ausschließlich für den Austausch von Ölheizungen.

Ja, die Förderung eines Heizungsaustauschs ist von der Austauschpflicht unabhängig; denn die Austauschpflicht erlaubt auch den Einbau einer rein fossilen Heizung und verpflichtet damit nicht zum Einbau einer EE-Heizung, der durch die Förderung angereizt werden soll.

Ja, man erhält die gesamte Förderquote für eine EE-Heizanlage mit Austauschprämie, auch wenn zwei Haushälften daran angeschlossen werden. Auf welchem Grundstück die neue EE-Heizanlage steht, ist dabei freigestellt.

Ja, wenn im Rahmen eines geförderten Sanierungsvorhabens eine Gas-Hybridheizung installiert wird, fallen der Hausanschluss an das Gasnetz und die Abbau- und Entsorgungskosten für den alten Ölkessel unter die förderfähigen Umfeldmaßnahmen.

Auch Wärmepumpen mit Kühlfunktion können in der BEG EM gefördert werden.

Nein, eine Nachrüstpflicht besteht nicht. Die Anforderung gilt für alle luftheizenden Wärmepumpen erst ab dem 1.1.2023 (Datum des Antragseingangs).

Die Nachrüstung bestehender Biomasseheizungen (i.S.v. der Richtlinie BEG EM Ziff. 5.3 e) mit Partikelfiltern ist als Teil einer Heizungsoptimierung gem. Richtlinie BEG EM Ziff. 5.4 (z.B. Austausch von Heizungspumpen, Hydraulischer Abgleich) mit einer Förderquote von 20 Prozent möglich. Voraussetzung ist, dass die Heizung nicht von der Förderung ausgeschlossen ist. Es bestehen dabei keine Anforderungen an den Emissionsgrenzwert und den Wirkungsgrad der bestehenden Biomasseheizung. Eine Förderquote von 35 Prozent für Biomasseheizungen (bis zu 40 Prozent bei Inanspruchnahme des Innovationsbonus) ist hingegen ausschließlich bei Errichtung oder Erweiterung einer Biomasseheizung möglich.

Bei Gas-Hybridheizungen sind die technischen Mindestanforderungen der BEG EM Richtlinie einzuhalten. Hierbei müssen nicht nur die Anforderungen an den Gas-Brennwertkessel gemäß Nummer 3.3.1 sondern auch die Anforderungen an die eingesetzten und auf erneuerbaren Energien basierenden Komponenten (Wärmepumpe, Biomasse, Solarthermie) nach Nummern 3.4 bis 3.6 erfüllt sein. Beispielsweise müssen Solarkollektoren über das Solar-Keymark-Zertifikat verfügen und den Mindestkollektorertrag erreichen. Gemäß den technischen Mindestanforderungen bestehen in der BEG EM in diesem Zusammenhang allerdings keine Anforderungen mehr an Kollektorfläche oder Speichervolumen. Grundsätzlich muss die thermische Leistung des regenerativen Wärmeerzeugers einer förderfähigen Gas-Hybridheizung mindestens 25 % der Heizlast des versorgten Gebäudes (Gebäudeheizlast) betragen. Berücksichtigt werden hierbei ausschließlich EE-Wärmeerzeuger, die im Rahmen der geförderten Einzelmaßnahme erstmalig installiert werden und zuvor nicht im Gebäude vorhanden oder an der Wärmeerzeugung im Gebäude beteiligt waren. Entsprechend muss sich der regenerative Wärmeanteil der Gebäudeheizlast bei der Förderung einer Gas-Hybridheizung um mindestens 25 Prozentpunkte erhöhen.

Die Förderung eines Gas-Brennwertkessels mit einem Nahwärmenetz ist nicht möglich. Gemäß den technischen Mindestanforderungen für Gas-Hybrid-Heizungen wird nur Gas-Brennwerttechnik in Kombination mit Solarthermie, Wärmepumpe oder Biomassenanlage im Sinne von BEG EM Ziffern 5.3 d, e und f) gefördert.

Ab dem 1.1.2023 müssen die gemessenen Energieverbräuche und Wärmemengen eines förderfähigen Wärmeerzeugers entweder über dessen Display/Nutzerinterface, ein übergeordnetes Energiemanagementsystem oder ein externes Gerät angezeigt werden. Die Effizienzanzeige ist so auszugestalten, dass Energieverbräuche und erzeugte Wärmemengen mit den Werten vorheriger Heizperioden verglichen werden können.

Ausnahmen:

  • Bei förderfähigen Biomasseheizungen besteht keine Effizienzanzeigepflicht.
  • Bei förderfähigen Solarkollektoranlagen sind die solaren Erträge und Abweichungen von Erträgen vergangener Zeiträume anzuzeigen.

Im Rahmen der BEG wird die Errichtung von Wärmepumpenanlagen gefördert. Alle erforderlichen Umfeldmaßnahmen, wie auch erforderliche Sonden-Bohrungen sind somit förderfähig. Tiefengeothermieanlagen (ab 400 m Bohrtiefe) können ggf. über das KfW-Programm Erneuerbare Energien - Premium mit Tilgungszuschüssen gefördert werden.

Im Rahmen der BEG wird die Errichtung von Wärmepumpenanlagen gefördert. Alle erforderlichen Umfeldmaßnahmen, wie auch erforderliche Sonden-Bohrungen sind somit förderfähig. Tiefengeothermieanlagen (ab 400 m Bohrtiefe) können ggf. über das KfW-Programm Erneuerbare Energien - Premium mit Tilgungszuschüssen gefördert werden.

Die Energieeffizienz von Wärmepumpen wird mit der „jahreszeitbedingten Raumheizungseffizienz“ gemäß Ökodesign-Richtlinie bewertet. Die in der Anlagenliste vom BAFA aufgeführten Wärmepumpen sind förderfähig.

Eine Anpassung der geforderten Effizienzklassen für Speicher ab 1.000 Litern ist nicht vorgesehen.

Bei Speichern, die als Umfeldmaßnahmen im Zusammenhang mit einem förderfähigen Wärmeerzeuger installiert werden, gelten diese Anforderungen nicht.

Der Einbau eines Wärmeerzeugers auf Basis erneuerbarer Energien ist auch dann als Einzelmaßnahme mit dem entsprechenden Satz förderfähig, wenn im Gebäude bereits ein regenerativer Wärmeerzeuger betrieben wird. Bereits bestehende Anlagen sind bei der Förderung von Erneuerbaren-Energien-Hybridheizungen als Einzelmaßnahme in die für den Verwendungsnachweis erforderlichen Berechnungen (z.B. Heizlastberechnung) einzubeziehen.

7. Wärmenetze

BEG WG Ziffer 8.4.3 bzw. NWG Ziffer 8.4.3. ermöglichen die Förderung von Gebäudenetzen nach dem Fördersatz der höchsten mit dem Vorhaben erreichten Effizienzhaus- bzw. Effizienzgebäudestufe, wenn die erzeugte Wärme zu mindestens 50 Prozent mit dem Vorhaben neu gebaute oder sanierte Effizienzhäuser (BEG WG) bzw. Effizienzgebäude (BEG NWG) versorgt. Die Sonderregelung gilt ebenfalls, wenn die erzeugte Wärme zu mindestens 50 Prozent Effizienzhäuser und Effizienzgebäude versorgt. Die Aufteilung der erzeugten Wärme zwischen Effizienzhäusern und Effizienzgebäuden ist dabei nicht relevant. Die Kosten für das Gebäudenetz können wahlweise in der höchsten Effizienzhaus- oder in der höchsten Effizienzgebäudestufe angesetzt werden.

Voraussetzung für eine Förderung im Rahmen der BEG ist, dass die Wärme überwiegend (> 50 Prozent) zur Versorgung des Gebäudes dient. Die Einspeisung in ein Fernwärmenetz ist kein unter der BEG geförderter Zweck. Diese wird im Rahmen des KfW-Programms EE Premium und künftig in der BEW (Bundesförderung für effiziente Wärmenetze) gefördert.

Mit der BEG EM wird als Einzelmaßnahme jedoch der Anschluss an ein öffentliches Wärmenetz gefördert. Hier lassen sich zwei Fälle unterscheiden. Wird die Wärmeerzeugung zu mindestens 25 Prozent durch erneuerbare Energien gespeist, besteht eine Förderquote von 30 Prozent, da diese einer Hybridheizung gleichgestellt wird. Wenn die Wärmeerzeugung zu mindestens 55 Prozent durch erneuerbare Energien gespeist wird gilt eine Förderquote von 35 Prozent, da dies einer EE-Heizung gleichgestellt wird (siehe 5.3 Buchstabe i der Richtlinie).

Mit der BEG EM wird als Einzelmaßnahme auch der Anschluss an ein öffentliches Wärmenetz gefördert

  • wenn dessen Wärmeerzeugung zu mindestens 25 Prozent durch erneuerbare Energien gespeist wird (5.3 Buchstabe i) der Richtlinie), mit einer Förderquote von 30 Prozent oder
  • wenn dessen Wärmeerzeugung zu mindestens 55 Prozent durch erneuerbare Energien gespeist wird (5.3 Buchstabe i) der Richtlinie), mit einer Förderquote von 35 Prozent

Wird hierbei gleichzeitig eine Ölheizung ausgetauscht, erhöht sich die jeweilige Förderquote noch einmal um einen Bonus von 10 Prozent (Ölaustauschprämie gem. 5.3 Buchstabe a), auf insgesamt 40 bzw. 45 Prozent.

Verbleibt das Eigentum der Wärmeübergabestation beim Fernwärmenetzbetreiber, kann nur dieser einen Förderantrag stellen, bspw. als Contractor. Nur wenn die Übergabestation in das Eigentum des Hauseigentümers übergeht, kann auch dieser einen Förderantrag für den Heizungsaustausch stellen.

In der BEG EM ist der Antrag vor Abschluss eines Liefer- und Leistungsvertrages für die Bauleistung zu stellen. Der Abschluss eines (Vor-)Vertrages ausschließlich über die Lieferung von Fernwärme ist nicht förderschädlich.

Die Förderfähigkeit hängt davon ab, ob der/die Hauseigentümer:in in einem (Vor-) Vertrag den Wärmenetzbetreiber bereits mit dem Einbau und der Übereignung einer WÜS verbindlich beauftragt hat. Ist dies nicht der Fall, ist eine Förderung nach Ziffer 5.3 Buchstaben a) und i) der Förderrichtlinie BEG EM für den Anschluss an ein Wärmenetz einschließlich des Einbaus einer WÜS sowie zugehöriger Umfeldmaßnahmen wie der Optimierung des Heizungsverteilsystems und auch die Inanspruchnahme der Austauschprämie für Ölheizungen möglich. Wurde zwar bereits ein solcher (Vor-)Vertrag geschlossen, der Vertrag enthält aber eine auflösende Bedingung in Bezug zur Förderung durch die BEG EM, gilt der Vertragsschluss nicht als Vorhabensbeginn und eine Förderung ist ebenfalls möglich. Wichtig für einen Förderantrag des Hauseigentümers im Rahmen der BEG EM ist ferner, dass die WÜS nicht nur in sein Gebäude eingebaut wird, sondern auch in sein Eigentum übergeht.

Ein Gebäudenetz gem. Ziff. 8.4.3, das mehrere Gebäude eines Eigentümers versorgt, kann mit dem Fördersatz jenes versorgten Gebäudes gefördert werden, das bei der Sanierung die höchste Effizienzhausstufe erreicht hat (z.B. 45 % bei Erreichung eines Effizienzhaus 40). Auch Eigentümergemeinschaften gelten in diesem Fall als Eigentümer.

Der Wärmenetzbetreiber gibt Auskunft über den Anteil der auf erneuerbaren Energien basierenden Wärmeerzeugung an der gelieferten Wärmemenge. Nachweisverfahren ist die FW 309 Teil 5 sowie das entsprechende Zertifikat. Als Nachweisverfahren dient das AGFW-Arbeitsblatt FW 309 Teil 5 sowie die darin enthaltene Musterbescheinigung. Der Nachweis wird entsprechend der Anforderungen der FW 309 Teil 5 von dem jeweiligen Wärmenetzbetreiber erbracht. Der Nachweis muss nach Umsetzung beim Förderkunden vorliegen und aufbewahrt werden.

Ein nicht-öffentliches Wärmenetz dient gem. BEG EM Nummer 3 der ausschließlichen Eigenversorgung von mindestens zwei Gebäuden auf einem Grundstück oder mehreren Grundstücken eines Eigentümers.

Das BAFA-Antragsformular deckt alle förderfähigen Maßnahmen ab, auch den Anschluss an ein Wärmenetz mit Mindestanteil erneuerbarer Energien von 25 Prozent.

Sofern Kosten zur Errichtung oder Erweiterung eines Wärmenetzes anderweitig gefördert worden sind, ist eine weitere Förderung in der BEG (Kumulierung) nicht möglich. Dies gilt beispielsweise für die Wärmeübergabestation, die in das Eigentum des Antragstellers in der BEG EM übergeht.
Eine Kombination der BEG EM und des Förderprogramms Erneuerbare Energien - Premium im Rahmen einer Sanierung ist dagegen grundsätzlich möglich. Eine zulässige Kombination ist gegeben, wenn die Programme für jeweils unterschiedliche Maßnahmen in Anspruch genommen werden, also lediglich zusätzliche Anschlusskosten im Rahmen der BEG EM gefördert werden.

Verbleibt das Eigentum der Wärmeübergabestation beim Fernwärmenetzbetreiber, kann dieser nur als Contractor einen Förderantrag stellen. Dafür müssen alle Voraussetzungen der BEG EM Nummer 7.2 eingehalten werden. Wenn die Übergabestation in das Eigentum des Hauseigentümers übergeht, kann auch dieser einen Förderantrag für den Heizungsaustausch stellen.

Die Errichtung eines Gebäudenetzes dient der Eigenversorgung von Gebäuden, die sich auf einem oder mehreren Grundstücken des Eigentümers befinden. Die Veräußerung nach Fertigstellung von einem oder mehreren Gebäuden ist zulässig. Die Wärmeversorgung der Gebäude muss gemäß BEG EM Nummer 7.1 mindestens zehn Jahre entsprechend genutzt werden und es darf gemäß § 46 sowie § 57 GEG keine Verschlechterung der energetischen Qualität des Gebäudes eintreten.

Sofern in dem Vertrag nicht der Eigentumsübergang an der Wärmeübergabestation an den Hauseigentümer festgehalten ist, handelt es sich nicht um einen Liefer- oder Leistungsvertrag im Sinne der Förderrichtlinie. Er kann vor Antragstellung abgeschlossen werden.

Es gibt folgende Optionen:

  1. Tritt der Wärmenetzbetreiber als Contractor auf (Definition in BEG EM Nummer 3 Buchstabe b) und erfüllt die Voraussetzungen der BEG EM Ziffer 7.2 – unter anderem zu vertraglichen Regelung zur Weitergabe von Hinweis-, Übertragungs- und Anzeigepflichten, zu Mitteilungspflichten gegenüber dem Contractingnehmer sowie zur Inanspruchnahme und Höhe der BEG-Förderung – so werden die die Kosten der Wärmeübergabestation und des Rohrnetzes auf dem Grundstück des mit Wärme zu versorgendem Gebäudes, sowie die Kosten der Installation, Inbetriebnahme und notwendiger Umfeldmaßnahmen gefördert. In diesem Fall übernehmen die Fernwärmebetreiber die Investitionen und können die Fernwärmenetzbetreiber daher auch die Förderung beantragen. Es werden keine Komponenten, (wie z. B. zentrale Wärmeerzeuger, Speicher, Wärmenetzleitungen oder Steuerungselement) außerhalb der Grundstücksgrenze im Rahmen der BEG gefördert. Die Kosten dieser Komponenten dürfen auch nicht bilanziell auf die im Rahmen der BEG geltend gemachten, förderfähigen Kosten umgelegt werden. Dagegen kann ein Wärmenetzbetreiber, sofern er als Contractor auftritt, auch weitere energetischen Verbesserungen am Gebäude vornehmen und hierfür eine Förderung nach der BEG beantragen, bis hin zu einer Vollsanierung des Gebäudes zu einem Effizienzhaus.

  2. Übereignet der Wärmenetzbetreiber die Wärmeübergabestation und das Rohrnetz auf dem Grundstück des mit Wärme zu versorgendem Gebäude an den/die Gebäudeeigentümer:in, und nimmt der/die Gebäudeeigentümer:in notwendige Umfeldmaßnahmen im Gebäude im Zusammenhang mit dem Anschluss des Gebäudes an ein Wärmenetz vor, dann werden diese Investitionen sämtlich dem Gebäudeeigentümer zugerechnet. Der/die Gebäudeeigentümer:in kann dann die Förderung beantragen für die Kosten der Wärmeübergabestation, des Rohrnetzes, sowie die Kosten der Installation, Inbetriebnahme und notwendiger Umfeldmaßnahmen. Zwischen Fernwärmenetzbetreiber und Gebäudeeigentümer:in kann vertraglich vereinbart werden, dass der Fernwärmenetzbetreiber für den/die Grundstückseigentümer:in als Stellvertreter handelt und für diese:n die Förderung abwickelt und die Maßnahmen umsetzt.

  3. Es ist auch möglich, dass der/die Grundstückseigentümer:in eine Förderung für die Umfeldmaßnahmen für die Verlegung des Rohrnetzes und die Installation der Wärmeübergabestation erhält, nicht jedoch für das Rohrnetz und die Wärmeübergabestation selber, wenn diese im Eigentum des Fernwärmenetzbetreibers verbleiben. Auch in diesem Fall kann der Fernwärmenetzbetreiber für den/die Grundstückseigentümer:in als Stellvertreter handeln und für diese:n die Förderung abwickeln und die Maßnahmen umsetzen.

Für den Anschluss an ein Fernwärmenetz beträgt die Förderquote

  • 30 Prozent der förderfähigen Kosten, wenn das Fernwärmenetz einen Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 25 Prozent erreicht, und
  • 35 Prozent der förderfähigen Kosten, wenn das Fernwärmenetz einen Anteil erneuerbarer Energien von mindestens 55 Prozent erreicht.
    Zusätzlich kann auch die Austauschprämie für Ölheizungen nach Nummer 5.3 Buchstabe a) in Anspruch genommen werden, wenn mit dem Einbau der Wärmeübergabestation eine Ölheizung ersetzt wird. Die Förderquote steigt dann um 10 Prozentpunkte auf 40 Prozent bzw. 45 Prozent.

Eine Kumulierung der Förderung der BEG mit einer Bundesförderung für Wärmenetze (z. B. Erneuerbare Energien - Premium, Wärmenetzsysteme 4.0, Bundesförderung für effiziente Wärmenetze) für dieselben förderfähigen Kosten ist nicht möglich.

8. Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten

Die Energieeffizienz-´Expertenliste wird es weiterhin geben.
Sie stellt ein zentrales Element der Qualitätssicherung in der energetischen Gebäudeförderung dar.

Für die Beantragung der Förderung und Begleitung eines Vorhabens ist in der BEG ein Energieeffizienz-Experte bzw. eine -Expertin einzubinden.
Lediglich für Anträge auf Förderung von den Einzelmaßnahmen Heizungstechnik und Heizungsoptimierung ist derzeit noch eine Fachunternehmererklärung ausreichend.
Wird mit der Maßnahme eine Empfehlung aus einem iSFP umgesetzt, und hierfür ein iSFP-Bonus beantragt, ist unabhängig von der Maßnahme immer ein Energieeffizienz-Experte bzw. eine -Expertin einzubinden.

Ja; die in der BEG EM genannten Höchstgrenzen für förderfähige Kosten einer Fachplanung und Baubegleitung gelten aber für sämtliche innerhalb eines Kalenderjahres beantragte Maßnahmen.

Der Kunde bezahlt den Energieeffizienz-Experten bzw. die Energieeffizienz-Expertin und erhält für seine später nachgewiesenen Kosten nach erfolgter Umsetzung der Maßnahme eine Förderung durch BAFA / KfW.

Die Förderung der Fachberatung und Baubegleitung ist Teil eines einheitlichen Förderantrags. Das Mindestinvestitionsvolumen eines Förderantrags – als Summe aller förderfähigen Kosten, einschließlich der Kosten für Fachplanung- und Baubegleitung – liegt bei 2 000 Euro (brutto).

Um im Rahmen der BEG tätig zu werden, müssen Expertinnen und Experten in der von der dena geführten Energieeffizienz-Expertenliste (EEE) eingetragen sein www.energie-effizienz-experten.de

Energieeffizienz-Expertinnen und Experten sind alle Personen die in dieser Liste des Bundes in den Kategorien „Wohngebäude“, „Nichtwohngebäude“ und „Effizienzhaus Denkmal sowie Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ geführt werden.

Energieeffizienz-Expertinnen und Experten müssen zwingend bei folgenden Anträgen eingebunden werden:

  • Systemischen Maßnahmen, also ein Neubau von oder eine Sanierung zum Effizienzhaus oder Effizienzgebäude im Rahmen der BEG WG bzw. BEG NWG
  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle
  • Anlagentechnik (außer Heizung)

Bei Einzelmaßnahmen zum Austausch einer Heizung oder Optimierung einer Heizungsanlage genügt eine Fachunternehmerklärung; die Einbindung von Energieeffizienz-Expertinnen und Experten ist in diesen Fällen optional.
Wird mit der Maßnahme eine Empfehlung aus einem iSFP-Individueller Sanierungsplan umgesetzt, und hierfür ein iSFP-Individueller Sanierungsplan-Bonus beantragt, ist unabhängig von der Maßnahme immer ein Energieeffizienz-Experte bzw. eine -Expertin einzubinden.

Bei dem Förderkunden oder auch Contractoren angestellte Expertinnen und Experten können für Beratung, Planung und Baubegleitung eingebunden werden. Zu beachten ist, dass sie nicht in einem Vertragsverhältnis zu den ausführenden Unternehmen stehen bzw.deren Leistungen vermitteln.

Bauherren dürfen in der BEG Sanierungsmaßnahmen nicht mehr in Eigenleistung vornehmen. Bauherren, die noch nach den bisherigen Konditionen in 2020 geplante Maßnahmen mit einem Eigenleistungsanteil gefördert umsetzen möchten, können bis 30.6.2021 einen Antrag bei der KfW (Kreditförderung) stellen.

Die in der Energieeffizienz-Expertenliste für die Bundesförderung gelisteten Expertinnen und Experten (www.energie-effizienz-experten.de) sind sowohl für die Förderprogramme Energieeffizient Bauen und Sanieren bei der KfW (z.B. KfW 430) als auch für Programme der BEG bei BAFA und (ab 01.07.2021) KfW antragsberechtigt. Eine Umschulung ist nicht erforderlich. Energieeffizienz-Experten und -Expertinnen (EEE) sind alle in der Expertenliste des Bundes in den Kategorien „Wohngebäude“, „Nichtwohngebäude“ und „Effizienzhaus Denkmal sowie Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ geführten Personen.

Der EEE muss zwingend bei folgenden Anträgen eingebunden werden:

  • Systemischen Maßnahmen
  • Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle
  • Anlagentechnik (außer Heizung)

Bei Einzelmaßnahmen zur Heizanlage ist die Einbindung eines EEE optional.
Wird mit der Maßnahme eine Empfehlung aus einem iSFP-Individueller Sanierungsplan umgesetzt, und hierfür ein iSFP-Individueller Sanierungsplan-Bonus beantragt, ist unabhängig von der Maßnahme immer ein Energieeffizienz-Experte bzw. eine -Expertin einzubinden.

Eingebundene Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten sowie Fachunternehmen müssen die für die BEG erforderlichen Nachweise erbringen, sowie die Einhaltung der technischen Mindestanforderungen und die zutreffende Berechnung der förderfähigen Kosten überprüfen und bestätigen. Welche Leistungen durch die Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten sowie Fachunternehmen im Einzelnen zu erbringen bzw. förderfähig sind, wird zukünftig in einem Infoblatt konkretisiert. Grundsätzlich müssen sie alle Leistungen erbringen, die erforderlich sind, um gegenüber BAFA und KfW die Einhaltung der Förderbedingungen sowie die zutreffende Berechnung der förderfähigen Kosten zu bestätigen.

Die einzubindenden Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten müssen grundsätzlich vorhabenbezogen unabhängig sein, damit eine Förderung durch die BEG möglich ist. Eine Ausnahme besteht, wenn lediglich eine einzige Einzelmaßnahme (z.B. Austausch von Fenstern) umgesetzt werden soll. In diesem Fall darf die Fachplanung und Baubegleitung auch durch bei Lieferanten oder Fachunternehmen angestellte Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten vorgenommen werden.

9. Individueller Sanierungsfahrplan (iSFP)

Ja. Wurde bereits ein im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderter individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) erstellt, und ist die energetische Sanierungsmaßnahme, für die eine Förderung beantragt wird, Bestandteil dieses iSFP, dann erhöht sich der für diese Maßnahme vorgesehene Fördersatz um zusätzliche fünf Prozentpunkte (iSFP-Bonus). Die Maßnahme muss hierfür jedoch innerhalb eines Zeitraums von maximal 15 Jahren nach Erstellung des iSFP umgesetzt werden.

In BEG EM oder BEG WG wird der iSFP-Bonus für die Umsetzung von einzelnen Umsetzungsschritten gewährt, mit denen das Wohngebäude dem im iSFP definierte Ziel einer bestimmten Effizienzhausstufe (z.B. einem EH 55) näher kommt oder diese erreicht – und zwar für jeden Sanierungsschritt auf dem Weg dahin.

In der BEG WG wird der iSFP-Bonus daher gewährt, wenn der in der BEG WG förderfähige Sanierungsschritt zu einem bestimmten Effizienzhaus eine Teilumsetzung des Sanierungsfahrplans darstellt. Dies kann der Falle sein, wenn vorher bereits eine Teilumsetzung durch in der BEG EM geförderte Maßnahmen erfolgte und mit der Förderung durch die BEG WG nun der Sanierungsfahrplan mit einem finalen Schritt vollständig umgesetzt wird; oder aber weil mit einem ersten Teilschritt nur ein Zwischenziel erreicht wurde (z. B. ein EH 85) und noch nicht die mit dem iSFP angestrebte Zielstufe (z. B. ein EH 55). Nicht gewährt wird der iSFP-Bonus dagegen, wenn direkt mit dem ersten Umsetzungsschritt die mit dem iSFP-angestrebte Zielstufe erreicht wird – denn dann handelt es sich um eine Vollsanierung in einem Schritt, die für sämtliche Kosten die erhöhte Förderquote der angestrebten EH-Stufe erhält. Ein Ausgleich der im Vergleich zur Förderquote für die angestrebte EH-Stufe (z.B. 40% für ein EH 55) niedrigeren Förderquoten bei vorherigen Teilschritten (z.B. 20% für eine Einzelmaßnahme, oder 30% für ein EH 85), wie sie bei einem gestreckten Sanierungsverlauf nur gewährt werden können, ist dann nicht erforderlich.

Hintergrund ist, dass der iSFP keinen grundsätzlichen Förderaufschlag darstellt, sondern eine gestreckte Sanierung, bei der frühe Sanierungsschritte nur mit geringeren Fördersätzen versehen sind, finanziell weniger schlechter stellen soll als die sofortige Komplettsanierung).

Ein iSFP sieht grundsätzlich eine Sanierung in mehreren Schritten hin zu einem EH-Zielniveau vor (gestreckte Sanierung). Für die Umsetzung einzelner Sanierungsschritte des iSFP (keine Vollsanierung in einem Zug) kann in BEG EM ein Bonus gewährt werden.

Die beantragte Maßnahme muss dem iSFP entsprechen. Unwesentliche inhaltliche Abweichungen, eine Übererfüllung / Ambitionssteigerung gegenüber den iSFP-Vorgaben (Beispiel: statt eine Gashybridheizung wird eine Wärmepumpe als reine EE-Heizung eingebaut) oder Änderungen der zeitlichen Reihenfolge sind dabei unschädlich. Abweichungen von der im Zuwendungsbescheid bzw. in der Zusage bewilligten Maßnahme sind dem BAFA bzw. der KfW unverzüglich anzuzeigen. Liegt eine wesentliche inhaltliche Abweichung im Sinne einer Untererfüllung der iSFP-Vorgaben vor, kann die Maßnahme nicht als iSFP-Maßnahme gewertet werden.

Jede energetische Sanierungsmaßnahme eines iSFP, für die der Bonus beantragt wird, muss innerhalb eines Zeitraums von maximal 15 Jahren nach Erstellung des iSFP umgesetzt werden. Der iSFP-Bonus wird aber bereits ab der ersten Maßnahme gewährt und auch nicht zurückgefordert, wenn der iSFP nicht innerhalb von 15 Jahren vollständig umgesetzt wird.

Der iSFP-Bonus wird bereits ab der ersten Maßnahme gewährt und auch nicht zurückgefordert, wenn der iSFP nicht innerhalb von 15 Jahren vollständig umgesetzt wird.

Der iSFP wird nur für Wohngebäude erstellt und gilt deshalb auch nur für diese. Dies ist auch bei der BEG EM der Fall.

Bei gemischt genutzten Gebäuden muss der für Wohnzwecke genutzte Gebäudeteil überwiegen, um eine BAFA-geförderte Energieberatung mit iSFP erhalten zu können, also können auch nur solche Gebäude den Bonus erhalten. Die Gebäude werden dann bei Umsetzung der iSFP-Maßnahmen ganzheitlich als WG eingeordnet und entsprechend BEG WG und EM WG gefördert. Die Höchstgrenzen förderfähiger Kosten bemessen sich dann allein nach den Wohneinheiten.

Der iSFP muss bereits vollständig erstellt sowie gefördert worden sein und final vorliegen.

Der iSFP-Bonus wird auch gewährt, wenn ein im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ geförderter individueller Sanierungsfahrplan (iSFP) vor 2021 erstellt wurde. Voraussetzung dafür ist, dass ein Energieeffizienz-Experte bzw.eine Energieeffizienz-Expertin die Konformität der Maßnahme mit dem iSFP bestätigt. Die Ziffer 9.4. der BEG-Richtlinien wird also so ausgelegt, dass ein iSFP-Bonus stets eine Antragstellung über einen Energieeffizienz-Experten bzw. eine -Expertin voraussetzt.

Ein iSFP-Bonus wird auch bei älteren iSFP auf die Förderquote einer EE-/NH-Klasse bzw. eines EH 40 gewährt wenn dieses Niveau mit dem letzten Umsetzungsschritt erreicht wird, obwohl diese vor 2021 als Zielniveaus noch nicht existierten; denn eine Übererfüllung der iSFP-Vorgaben / Ambitionssteigerung wird begrüßt und ist daher unschädlich.
Wenn ein auf ein iSFP jedoch bereits in der Vergangenheit vollständig umgesetzt und erfüllt wurde, führt eine spätere Sanierung auf z. B. den EH 40 Standard nicht zu einem weiteren iSFP-Bonus.

Der iSFP-Bonus kann nur für eine Maßnahme gewährt werden, die sich aus einem entsprechend vorliegenden, geförderten iSFP ergibt. Liegt keine Berechtigung für eine geförderte Energieberatung gemäß der Bundesförderung Energieberatung für Wohngebäude vor, gilt dieser Ausschluss entsprechend für die Antragsberechtigung eines iSFP-Bonus in der BEG. Die betreffenden Wohnungsunternehmen können demnach für ihre Sanierungsmaßnahmen die investive Förderung der BEG in Anspruch nehmen, jedoch nicht den zusätzlichen iSFP-Bonus.

Der iSFP-Bonus kann nur für eine Maßnahme gewährt werden, die sich aus einem entsprechend vorliegenden, geförderten iSFP ergibt. Die Energieberatung iSFP dient dem Erkenntnisgewinn und der Entscheidungsfindung eines Wohneigentümers, der nicht selbst über das erforderliche Wissen und die Möglichkeiten verfügt, um die Potenziale und die Umsetzbarkeit einer einen längeren Zeitraum angelegten und seinen persönlichen Bedürfnissen und Belangen entsprechende schrittweise Sanierung mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen zu erkennen. Der iSFP ermöglicht es dem Beratungsempfänger, auf dieser Grundlage weiterer Schritte zur konkreten Umsetzung und Finanzierung zu planen. Mit dem iSFP-Bonus in der BEG wird Wohneigentümern, zu deren Beratung ein solcher geförderter iSFP erstellt wurde, ein zusätzlicher Anreiz für die zeitnahe und konsequente Umsetzung der im iSFP vorgeschlagenen Maßnahmen geboten.

Liegt keine Berechtigung für eine geförderte Energieberatung gemäß der Bundesförderung Energieberatung für Wohngebäude vor, gilt dieser Ausschluss entsprechend für die Antragsberechtigung eines iSFP-Bonus in der BEG. Energieberatende können demnach für ihre Sanierungsmaßnahmen die investive Förderung der BEG in Anspruch nehmen, jedoch nicht den zusätzlichen iSFP-Bonus.

Bei großen Solarkollektoranlagen kann die Form der ertragsabhängigen Förderung gewählt werden. Sollte die Sanierungsmaßnahme in einem geförderten iSFP empfohlen worden sein, wird ein beantragter iSFP-Zuschuss, wie bei allen BEG-Fördermaßnahmen in Höhe von 5 Prozent auf Basis der angegebenen förderfähigen Kosten gewährt, also nicht ertragsabhängig.

Um bei einer späteren Maßnahmenumsetzung einen iSFP-Bonus angerechnet bekommen zu können, müssen Energieberatungsberichte, die ab 01.01.2021 im Rahmen der Bundesförderung Energieberatung für Wohngebäude gefördert wurden, in Form eines standardisierten individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) erstellt worden sein.

Beratungsberichte, die nicht als iSFP erstellt wurden, und die im Zeitraum zwischen dem 01.07.2017 (zum Zeitpunkt der Einführung des standardisierten iSFP) und dem 31.12.2020 vom BAFA im Rahmen der Energieberatung für Wohngebäude gefördert wurden, können für den iSFP-Bonus zugelassen werden (es gilt das Datum der Antragstellung). Voraussetzung ist, dass die Energieeffizienz-Expertin bzw. der -Experte bestätigt, dass die beantragte(n) Maßnahme(n) im Beratungsbericht vorgesehen ist/sind bzw. nur eine unwesentliche Änderung oder aber eine Ambitionssteigerung der darin vorgesehenen Maßnahme(n) darstellt/darstellen und es sich um die Umsetzung im Rahmen eines Teilschritts einer über mehrere Schritte gestreckten Sanierung des Gebäudes handelt (keine Komplettsanierung in einem Zug).

Nein. Ein iSFP-Bonus kann gemäß BEG EM 9.4 nur mit Einbindung eines Energieeffizienz-Experten bzw. einer -Expertin beantragt werden.

10. Lüftungsprogramm

Eine Kumulierung einer Förderung für dieselbe Maßnahme nach der BEG mit anderen Fördermitteln ist grundsätzlich möglich. Eine Kumulierung ist jedoch maximal möglich bis zur Höhe der förderfähigen Kosten. Ergibt sich infolge der Kumulierung für die zu fördernde Maßnahme eine Förderquote von insgesamt mehr als 60 Prozent, hat dies der Fördernehmer dem jeweiligen Durchführer anzuzeigen. Die nach der BEG gewährte Förderung ist in diesem Fall so zu kürzen, dass eine Förderquote von maximal 60 Prozent erreicht wird; soweit bereits erhalten, sind darüberhinausgehende Fördersummen durch den Fördernehmer zurückzuerstatten.

11. Eigenleistungen

Nein, Eigenleistungen und dabei entstandene Materialkosten sind aufgrund der notwendigen Qualitätssicherung nicht förderfähig, sondern nur Leistungen von Fachunternehmen und die Kosten des durch ein Fachunternehmen verbauten Materials.

Ja; eine Förderung von Materialkosten erfolgt nur, wenn das Material durch ein Fachunternehmen eingebaut wurde.

Alle zur Rechnungslegung nach HGB verpflichteten (bau)fachlich kompetenten Personen (§ 238) können die Bauleistungen selbst erbringen (Kostenerfassung als aktivierte Eigenleistungen).
(Wohnungs-)Unternehmen können die förderfähigen Vorhaben durch angestellte fachlich qualifizierte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, eigene Gewerke bzw. Tochterunternehmen durchführen lassen. Ebenso können Unternehmerinnen und Unternehmer bzw. Gesellschafterinnen und Gesellschafter die eigenen Fachunternehmen mit der Durchführung ihrer privaten Vorhaben beauftragen. Darunter fallen auch Bauträger.

Eigenleistungen sind im Rahmen der BEG auch dann nicht förderfähig, wenn sie durch fachkundige Personen durchgeführt werden.
Eine Förderung ist auch in solchen Fällen nur möglich, wenn eine vom Antragsteller getrennte (juristische) Person beauftragt wurde (z. B. eine GmbH).

Erfolgt der Einkauf von Komponenten und Bauteilen nicht durch das ausführende Unternehmen, sondern durch die Bauenden, sind diese Kosten trotzdem förderfähig. Voraussetzung für die Förderzusage ist, dass die Bau- oder Sanierungsmaßnahmen durch ein Fachunternehmen umgesetzt werden.

Auch bei Kleinstbeiträgen ist für die Anerkennung förderfähiger Materialkosten der Einbau durch ein Fachunternehmen Voraussetzung. Fachunternehmen sind solche, die sich gewerblich mit der Erbringung entsprechender Handwerksleistungen befassen. Eine private Durchführung ist nicht förderfähig. Notwendig ist eine gewerbliche Durchführung, nachgewiesen durch eine Rechnungstellung an den Gebäudeeigentümer.

Voraussetzung für die Anerkennung förderfähiger Materialkosten ist der Einbau durch ein Fachunternehmen. Fachunternehmen sind solche, die sich gewerblich mit der Erbringung entsprechender Handwerksleistungen befassen. Eine private Durchführung, auch von Handwerkern, ist nicht förderfähig. Notwendig ist eine gewerbliche Durchführung, nachgewiesen durch eine Rechnungstellung an den Gebäudeeigentümer. Aus welchem Vermögen diese Rechnung, d.h. die Schuld des Gebäudeeigentümers bezahlt wird, ist unerheblich. Steuerrechtliche Fragen zu einer potentiellen Gewinnentnahme werden bei Antragsprüfung der BEG EM nicht geprüft.

Nein, Eigenleistungen und dabei entstandene Materialkosten sind aufgrund der notwendigen Qualitätssicherung nicht förderfähig. Nur Leistungen von Fachunternehmen und die Kosten des durch ein Fachunternehmen verbauten Materials werden gefördert.

12. NH-Klasse

Ein Effizienzgebäude erreicht die „Effizienzgebäude NH-Klasse“, wenn diesem von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle ein „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ zuerkannt wurde.

Die Gewährleistungsmarke „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ ist ein staatliches Gütesiegel für Gebäude, mit dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat als Siegelgeber und akkreditierten Zertifizierungsstellen als Vergabestellen.

Zertifizierungsstellen sind als Prüf- und Vergabestellen des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude“ zuständig für die technisch-operative Abwicklung der Prüfung der Voraussetzungen für die Vergabe des Qualitätssiegels und dessen Zuerkennung. Sie werden von den Antragstellerinnen und Antragstellern (bspw. Bauherrinnen und Bauherren) beauftragt. Grundsätzlich werden nur Zertifizierungsstellen im Bereich der Vergabe des Qualitätssiegels tätig werden dürfen, die eine Akkreditierung im Sinne der VO (EG) 765/2008 gemäß ISO/IEC 17065 nachweisen und aufrechterhalten.

Derzeit erarbeiten das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) und die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) die Richtlinien und Prozesse des Akkreditierungs- und Vergabeverfahrens des Qualitätssiegels. Erst nach deren Bekanntgabe im II. Quartal 2021 können Zertifizierungsstellen bei der DAkkS einen Antrag auf Akkreditierung stellen. Die Geschäftsstelle Nachhaltiges Bauen im BBSR wird eine öffentlich zugängliche Liste der akkreditierten Zertifizierungsstellen führen. Vor dem Abschluss der noch laufenden Arbeiten am Akkreditierungs- und Vergabeverfahren des Qualitätssiegels können weder Akkreditierungen vorgenommen worden sein noch können Anträge auf Zertifizierung gestellt werden. Ebenso wenig können derzeit Zertifizierungsstellen für das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ genannt werden. Weitere Informationen werden im II. Quartal 2021 veröffentlicht.

Voraussetzung für die Vergabe des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude“ ist die Erfüllung von allgemeinen und besonderen Anforderungen an die ökologische, soziokulturelle und ökonomische Qualität von Gebäuden sowie an die Qualität der Planungs- und Bauprozesse. Das Qualitätssiegel wird bei Erfüllung aller Voraussetzungen nach der Fertigstellung des jeweiligen Gebäudes übergeben. Grundlage der Nachweisführung zur Vergabe des Qualitätssiegels wird eine Nachhaltigkeitsbewertung mit einem vom Siegelgeber registrierten Nachhaltigkeitsbewertungssystem sein. Die Anforderungen des Qualitätssiegels werden derzeit noch erarbeitet. Eine Dokumentation aller Anforderungen des Qualitätssiegels an Gebäude sowie an die Qualität der Planungs- und Bauprozesse soll im II. Quartal 2021 auf dem Internetportal www.nachhaltigesbauen.de veröffentlicht werden

Nachhaltigkeitsbewertungssysteme müssen die Voraussetzungen für die Registrierung von Bewertungssystemen als Grundlage für die Nachweisführung zur Vergabe des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude“ erfüllen. Anbieter von Nachhaltigkeitsbewertungssystemen werden bei der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) einen Antrag auf Registrierung der von ihnen entwickelten Bewertungssysteme stellen können. Nur bei Erfüllung aller Anforderungen und Voraussetzungen kann ein Bewertungssystem registriert werden. Die Geschäftsstelle Nachhaltiges Bauen im BBSR wird eine öffentlich zugängliche Liste registrierter Bewertungssysteme führen.

Die Voraussetzungen des Qualitätssiegels werden derzeit noch erarbeitet. Eine Dokumentation aller Voraussetzungen des Qualitätssiegels an Bewertungssysteme soll im II. Quartal 2021 auf dem Internetportal www.nachhaltigesbauen.de veröffentlicht werden. Vor dem Abschluss der noch laufenden Arbeiten an den Voraussetzungen des Qualitätssiegels können weder Registrierungen von Bewertungssystemen vorgenommen worden sein noch können Anträge auf Registrierung gestellt werden. Ebenso wenig können derzeit Nachhaltigkeitsbewertungssysteme genannt werden, die als Grundlage für das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ verwendet werden dürfen.

Die seit dem Jahr 2010 entsprechend der „Bekanntmachung über die Nutzung und Anerkennung von Bewertungssystemen für das Nachhaltige Bauen“ ausgesprochenen Anerkennungen von Bewertungssystemen und Prüfstellen sind auf der Grundlage vollständig anderer Anforderungen ausgesprochen worden. Die ausgesprochenen Anerkennungen von Bewertungssystemen und Prüfstellen stehen nicht im Zusammenhang mit dem „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“. Infolgedessen dürfen grundsätzlich nur Nachhaltigkeitsbewertungssysteme im Kontext der NH-Klasse der BEG Anwendung finden, die vom Siegelgeber als Grundlage für die Nachweisführung zur Vergabe des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude“ registriert worden sind.

Grundsätzlich können alle Nachhaltigkeitsbewertungssysteme Grundlage der Vergabe des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude“ sein, welche die Voraussetzungen an Bewertungssysteme des Qualitätssiegels erfüllen und für die der Systemanbieter nach Antragstellung einen Bescheid über die Registrierung des Systems von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) erhalten hat. Die Voraussetzungen des Qualitätssiegels werden derzeit noch erarbeitet. Eine Dokumentation aller Voraussetzungen des Qualitätssiegels an Bewertungssysteme soll im II. Quartal 2021 auf dem Internetportal www.nachhaltigesbauen.de veröffentlicht werden.

Weder das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ noch die Förderrichtlinien der BEG stellen konkrete Anforderungen an die Qualifikation des Nachhaltigkeitsexperten. Anforderungen können von den Systemanbietern gestellt werden.

Nein, da es seitens des Bundes keine konkreten Anforderungen an die Nachhaltigkeitsexperten gibt. Entsprechende Nachhaltigkeitsexperten werden voraussichtlich bei den Anbietern registrierter Bewertungssysteme nachgefragt werden können.

Betrachtungs- und Bewertungsgegenstand des Nachhaltigen Bauens sind Gebäude und bauliche Anlagen. Das „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ wird daher konkrete Anforderungen an Gebäude stellen, aus denen sich Anforderungen an Produkteigenschaften und Produktinformationen ergeben können. Die Anforderungen des Qualitätssiegels werden derzeit noch erarbeitet. Eine Dokumentation aller Anforderungen des Qualitätssiegels an Gebäuden sowie an die Qualität der Planungs- und Bauprozesse soll im II. Quartal 2021 auf dem Internetportal www.nachhaltigesbauen.de veröffentlicht werden.

Ja, es werden in Abhängigkeit vom konkreten Anwendungsfall aus Gebäude- und Nutzungsart sowie Maßnahmenart (z.B. Neubaumaßnahme) spezifische Varianten des Qualitätssiegels vergeben. Die Siegelvarianten werden sukzessive erarbeitet und veröffentlicht. Zunächst wird im II. Quartal 2021 vom Qualitätssiegel der Anwendungsfall Neubau Wohngebäude abgedeckt werden.

Zu Beginn des II. Quartals 2021 wird vom Qualitätssiegel nur der Anwendungsfall Neubau Wohngebäude abgedeckt werden. Noch im Jahr 2021 sollen Siegelvarianten für den Neubau von Büro- und Verwaltungsgebäuden, Unterrichtsgebäuden und Laborgebäuden folgen. Siegelvarianten für den Anwendungsfall Komplettmaßnahmen im Bestand (Komplettmodernisierungen) sollen im Jahr 2022 folgen.

Weitere Informationen zum „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ werden nach Abschluss der laufenden Arbeiten am Akkreditierungs- und Vergabeverfahren des Qualitätssiegels im II. Quartal 2021 auf dem Internetportal www.nachhaltigesbauen.de veröffentlicht.