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Artikel - Wirtschaftliche Entwicklung

Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur

Einleitung

Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter und damit das zehnte Jahr in Folge auf Wachstumskurs. So erwartet die Bundesregierung für das Jahr 2019 ein Wachstum des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts um 1,0 Prozent. Gleichzeitig entwickelt sich der Arbeitsmarkt weiterhin positiv. In der Folge nehmen auch die privaten Einkommen weiter spürbar zu: Die Nettolöhne und -gehälter pro Arbeitnehmer steigen im Jahr 2019 voraussichtlich um 4,8 Prozent.

Die Bundesregierung prognostiziert unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie dreimal im Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Als Teil des Jahreswirtschaftsberichts veröffentlicht die Bundesregierung im Januar die Jahresprojektion. Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens im Arbeitskreis "Steuerschätzungen". Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrer Haushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten. Auch die Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes werden auf Grundlage der Projektionen erstellt.

Die Bundesregierung projiziert die Wirtschaftsentwicklung in der kurzen und mittleren Frist sowie das Produktionspotenzial. Diese Schätzungen sind Grundlage für die Berechnung der Obergrenze der jährlichen Nettokreditaufnahme nach der Schuldenregel gemäß den Artikeln 109 und 115 des Grundgesetzes. Frühere Projektionen finden Sie im Archiv.

Die aktuelle Schätzung aus dem Jahreswirtschaftsbericht 2019 können Sie hier einsehen.

Jahreswirtschaftsbericht 2018

Ausgewählte Eckwerte der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland [1]

2017 2018Jahres-
projektion
2019
Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent, soweit nicht anders angegeben
ENTSTEHUNG des Bruttoinlandsproduktes (BIP)
BIP (preisbereinigt)
Erwerbstätige (im Inland)
Arbeitslosenquote in Prozent (Abgrenzung der Bundesagentur für Arbeit) [2]

2,2
1,4
5,7

1,5
1,3
5,2

1,0
0,9
4,9
VERWENDUNG des BIP preisbereinigt (real)
Private Haushalte und private Organisationen ohne Erwerbszweck
Ausrüstungen
Bauten

1,8
3,7
2,9

1,0
4,5
3,0

1,3
2,3
2,9
Inlandsnachfrage2,01,81,4
Exporte
Importe
Außenbeitrag (Impuls) [3]
4,6
4,8
0,3
2,4
3,4
-0,2
2,7
4,0
-0,3
Bruttolöhne und -gehälter je Arbeitnehmer2,53,23,1

[1] Bis 2018 vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes; Stand: Januar 2019.
[2] Bezogen auf alle Erwerbspersonen.
[3] Absolute Veränderung der Vorräte beziehungsweise des Außenbeitrags in Prozent des BIP des Vorjahres (= Beitrag zur Zuwachsrate des BIP).

Kennzahlen zur Lage der deutschen Wirtschaft

1,0
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
2019 gegenüber Vorjahr

2,7
Symbolicon für Lastenwagen

Prozent Anstieg der Exporte
2019 gegenüber Vorjahr

1,3
Symbolicon für Geld

Prozent Anstieg der privaten Konsumausgaben
2019 gegenüber Vorjahr

0,9
Symbolicon für Arbeiter

Prozent mehr Erwerbstätige
2019 gegenüber Vorjahr

Aktuelle Lage

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im März 2019

Die deutsche Wirtschaft ist verhalten in das Jahr 2019 gestartet. Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland ist aufgrund höherer Risiken und Unwägbarkeiten im außenwirtschaftlichen Umfeld in unruhigeres Fahrwasser geraten.
Die vorausschauenden Konjunkturinkatoren bleiben zurückhaltend. Solide binnenwirtschaftliche Auftriebskräfte und fiskalische Impulse sorgen aber zu Jahresbeginn für Schub. Das Baugewerbe produziert nach wie vor mit überdurchschnittlicher Auslastung. Die Industrie hat ihre Produktion zu Jahresbeginn gedrosselt, auch die Auftragseingänge, nicht zuletzt aus dem Ausland, entwickelten sich schwach. Die Einkommen steigen, unterstützt durch die Fiskalpolitik, kräftig und sorgen für eine rege Konsumnachfrage der privaten Haushalte. Die Erwerbstätigkeit nimmt weiter zu, die Dynamik beim Rückgang der Arbeitslosigkeit dürfte nachlassen.

Die deutsche Wirtschaft ist verhalten in das Jahr 2019 gestartet.[1] Dies gilt insbesondere für die Industrie, deren Produktion sich im Januar deutlich verringerte. Auch die Auftragseingänge und Stimmungsindikatoren für die Industrie sind rückläufig. Insofern dürfte sich die Schwächephase in der Industrie angesichts einer schleppenden Auslandsnachfrage fortsetzen. In den übrigen Wirtschaftsbereichen, insbesondere in den meisten Dienstleistungsbereichen, dürfte sich das Wachstum hingegen fortsetzen. Dies wurde durch die bis zuletzt deutliche Zunahme der Beschäftigung insbesondere in den Dienstleistungszweigen unterstrichen. Die deutsche Wirtschaft wird sich weiter in dem Spannungsfeld zwischen einer schwachen Industriekonjunktur und prosperierenden Dienstleistern bewegen. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte daher im ersten Quartal allenfalls moderat zunehmen. Im zweiten Halbjahr 2018 hatte sich die deutsche Wirtschaft mehr oder weniger seitwärts bewegt. Die inländische Nachfrage hatte nur verhalten expandiert. Das Wachstum wurde zusätzlich durch die negativen Vorratsinvestitionen belastet. Die Exporte hatten sich im vierten Quartal etwas erholt, aufgrund der ebenfalls deutlich steigenden Importe ergaben sich von der Außenwirtschaft aber keine Wachstumsimpulse.

Lesen Sie hier mehr zur wirtschaftlichen Lage im März.

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Weitere Pressemitteilungen zur wirtschaftlichen Lage

Übersicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Aktuelle Themen und Analysen

Der monatliche Bericht "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" informiert über die aktuellen Themen der deutschen Wirtschaftspolitik. Mit Analysen und Grafiken bietet er einen kompakten Überblick über die gesamtwirtschaftliche Situation.

In der März-Ausgabe der Schlaglichter der Wirtschaftspolitik stellen wir die Ergebnisse der Kommission "Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung" (der sogenannten Kohlekommission) vor und berichten über das jüngst in Kraft getretene Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Japan. Außerdem informieren wir über den aktuellen Konsultationsprozess auf dem Weg zur künftigen Blockchain-Strategie der Bundesregierung sowie über die Regulierung des europäischen Datenraums durch die "Free-Flow-of-Data"-Verordnung. Zudem finden Sie wie immer alle Details über die aktuelle wirtschaftliche Lage.

Pressemitteilungen

  • 30.01.2019 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Altmaier: Konjunkturentwicklung erfordert jetzt Fokus auf Wachstumsimpulse und Zukunftstechnologien

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  • 07.11.2018 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Altmaier zum Jahresgutachten des Sachverständigenrats: Teile viele Ansätze – Andere Auffassung bei Rolle der Industriepolitik

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  • 11.10.2018 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Altmaier: Aufschwung geht bereits ins zehnte Jahr – längste Aufschwungphase seit 1966

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  • 27.09.2018 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

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  • 25.04.2018 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Frühjahrsprojektion der Bundesregierung: Altmaier: Der Aufschwung geht weiter!

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Weiterführende Informationen

Graph zum Thema Wirtschaftliche Entwicklung; Quelle: istockphoto.com/jxfzsy