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Dossier - Wirtschaftliche Entwicklung

Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur

Einleitung

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten sind gut ausgelastet, die Beschäftigung ist auf Rekordniveau und die Verbraucherpreise sind stabil. Im Jahr 2017 ist sie so kräftig gewachsen wie seit 2011 nicht mehr: um 2,2 Prozent nahm das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt zu. Für das Jahr 2018 wird ein Zuwachs von 1,9 Prozent erwartet.

Die Bundesregierung prognostiziert unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie dreimal im Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung für Deutschland. Die Jahresprojektion im Januar ist Teil des Jahreswirtschaftsberichts der Bundesregierung. Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens im Arbeitskreis "Steuerschätzungen". Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrer Haushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten. Auch die Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes werden auf Grundlage der Projektionen erstellt.

Vorstellung der Herbstprojektion 2017
© BPK

Die Bundesregierung projiziert die Wirtschaftsentwicklung in der kurzen und mittleren Frist sowie das Produktionspotenzial. Diese Schätzungen sind Grundlage für die Berechnung der Obergrenze der jährlichen Nettokreditaufnahme nach der Schuldenregel gemäß Artikeln 109 und 115 des Grundgesetzes. Frühere Projektionen finden sich im Archiv.

Eckwerte der Herbstprojektion 2017

Verwendung des Bruttoinlandsprodukts (preisbereinigt) [1]201620172018
Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent
Bruttoinlandsprodukt1,92,01,9
Konsumausgaben privater Haushalte [2]2,1 1,81,6
Konsumausgaben des Staates3,71,61,7
Bruttoanlageinvestitionen3,13,53,6
darunter: Ausrüstungen2,22,03,7
Bauten 2,74,33,4
Inlandsnachfrage 2,42,22,1
Exporte 2,63,54,0
Importe 3,94,44,7
Preisentwicklung:
Konsumausgaben privater Haushalte [2]0,61,71,5
Bruttoinlandsprodukt1,31,51,7
Erwerbstätige (Inland)1,31,51,1
nachrichtlich:
Verbraucherpreisindex
0,51,81,6
absolute Werte in Millionen Personen
Erwerbstätige (Inland)43,644,344,8
Arbeitslose (BA)2,692,542,47

[1] Bis 2016 vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes; Stand: August 2017;
[2] Einschließlich der Organisationen ohne Erwerbszweck.

Kennzahlen zur Lage der deutschen Wirtschaft

2,2
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
2017 gegenüber Vorjahr

3,5
Symbolicon für Lastenwagen

Prozent Anstieg der Exporte
2017 gegenüber Vorjahr

2,0
Symbolicon für Geld

Prozent Anstieg der privaten Konsumausgaben
2017 gegenüber Vorjahr

1,5
Symbolicon für Arbeiter

Prozent mehr Erwerbstätige
2017 gegenüber Vorjahr

Aktuelle Lage

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Januar 2018

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem kräftigen Aufschwung. Im Jahr 2017 nahm das Bruttoinlandsprodukt stärker zu als in den vorangegangen Jahren. Auftragseingänge und Stimmungsindikatoren senden positive Signale für die Industrie. Nach einem schwächeren Ergebnis im Oktober zieht die Industrieproduktion im November wieder deutlich an. Die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt rege. Die Anschaffungsneigung der Konsumenten und die Stimmung im Handel sind positiv. Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft sorgt für eine Beschäftigung auf Rekordniveau und regional für Vollbeschäftigung. Arbeitslosigkeit und Unterbeschäftigung sind weiterhin rückläufig.

Das Bruttoinlandsprodukt ist im Jahr 2017 preisbereinigt um 2,2 % gewachsen [1], obwohl weniger Arbeitstage zur Verfügung standen als im Vorjahr. Es war das höchste Wirtschaftswachstum seit dem Jahr 2011. In den vorangegangenen Jahren war der Konsum die treibende Kraft der Konjunktur gewesen. Im Jahr 2017 kam es durch das verbesserte weltwirtschaftliche Umfeld zusätzlich zu verstärkten außenwirtschaftlichen Impulsen. Vom Außenhandel gingen dennoch rein rechnerisch nur geringe Wachstumsimpulse aus, da die höhere Binnennachfrage auch zu einem höheren Anstieg der Importe führte. Die kräftigen Exporte stimulierten jedoch auch die Investitionen in Ausrüstungen. Die Investitionen in Bauten blieben angesichts der hohen Nachfrage und dem günstigen Finanzierungsumfeld ebenfalls rege. Alles in allem kam es somit im vergangenen Jahr zu einem Aufschwung auf breiter binnen- und außenwirtschaftlich fundierter Basis. Allerdings ist in Segmenten des Arbeitsmarktes auch die Knappheit an Fachkräften spürbarer geworden.

Lesen Sie hier mehr zur wirtschaftlichen Lage im Januar.

Aktuelle Pressemitteilungen

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Übersicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Aktuelle Themen und Analysen

Der monatliche Bericht "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" informiert über die aktuellen Themen der deutschen Wirtschaftspolitik. Mit Analysen und Grafiken bietet er einen kompakten Überblick über die gesamtwirtschaftliche Situation.

Auch wenn sich die Regierungsbildung hinzieht, geht die Arbeit im Bundeswirtschaftsministerium weiter: "Es ist wichtig, dass Deutschland handlungsfähig bleibt", schreibt Ministerin Zypries in den aktuellen Schlaglichtern der Wirtschaftspolitik. Die Januar-Ausgabe der Schlaglichter setzt sich unter anderem mit der Weiterentwicklung des Emissionshandels auseinander. Hier gilt es, Marktprozesse zu stärken und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie im Auge zu behalten. Ein weiterer Beitrag informiert über aktuelle Entwicklungen beim Thema "Instant Payment". Der Artikel diskutiert Vor- und Nachteile der neuen Technologie. Weitere spannende Themen sind die Sharing Economy, die Digital Hub Initiative und die zukünftige CO2-Regulierung von Kraftfahrzeugen. Natürlich finden Sie wie immer alles über die konjunkturelle Lage in Deutschland.

Pressemitteilungen

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Weiterführende Informationen

Graph zum Thema Wirtschaftliche Entwicklung; Quelle: istockphoto.com/jxfzsy