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Artikel - Wirtschaftliche Entwicklung

Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur

Einleitung

Die deutsche Wirtschaft befindet sich in einem stetigen und breit angelegten Aufschwung mit einem soliden binnenwirtschaftlichen Fundament. Die Kapazitäten sind gut ausgelastet, die Beschäftigung ist auf Rekordniveau und die Verbraucherpreise sind stabil. Für das laufende Jahr rechnet die Bundesregierung mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 2,3 Prozent (preisbereinigt). Für das Jahr 2019 wird ein Anstieg um 2,1 Prozent erwartet.

Die Bundesregierung prognostiziert unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie dreimal im Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Als Teil des Jahreswirtschaftsberichts veröffentlicht die Bundesregierung im Januar die Jahresprojektion. Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens im Arbeitskreis "Steuerschätzungen". Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrer Haushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten. Auch die Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes werden auf Grundlage der Projektionen erstellt.

Die Bundesregierung projiziert die Wirtschaftsentwicklung in der kurzen und mittleren Frist sowie das Produktionspotenzial. Diese Schätzungen sind Grundlage für die Berechnung der Obergrenze der jährlichen Nettokreditaufnahme nach der Schuldenregel gemäß den Artikeln 109 und 115 des Grundgesetzes. Frühere Projektionen finden Sie im Archiv.

Die aktuelle Schätzung aus der Frühjahrsprojektion 2018 können Sie hier (PDF, 80KB) einsehen.

Vorstellung der Frühjahrsprojektion 2018
© Bundespressekonferenz

Eckwerte der Frühjahrsprojektion 2018

Veränderung des Bruttoinlandsproduktes (preisbereinigt) [1]201720182019
Veränderung gegenüber Vorjahr in
Bruttoinlandsprodukt2,22,32,1
Konsumausgaben privater Haushalte [2]1,91,71,8
Konsumausgaben des Staates1,52,61,8
Bruttoanlageinvestitionen3,33,73,6
- darunter Ausrüstungen 4,05,54,8
- Bauten2,72,62,7
Inlandsnachfrage2,22,32,2
Exporte 4,75,04,4
Importe5,15,85,1
Preisentwicklung:
Konsumausgaben privater Haushalte [2]1,71,82,0
Bruttoinlandsprodukt1,51,92,0
Erwerbstätige (Inland)1,51,30,9
nachrichtlich:
Verbraucherpreisindex1,81,82,0
absolute Werte in Mio. Personen
Erwerbstätige (Inland)44,344,945,3
Arbeitslose (BA)2,532,332,24

[1] Bis 2017 vorläufige Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes; Stand: Februar 2018;
[2] Einschließlich der Organisationen ohne Erwerbszweck.

Kennzahlen zur Lage der deutschen Wirtschaft

2,2
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
2017 gegenüber Vorjahr

4,7
Symbolicon für Lastenwagen

Prozent Anstieg der Exporte
2017 gegenüber Vorjahr

2,0
Symbolicon für Geld

Prozent Anstieg der privaten Konsumausgaben
2017 gegenüber Vorjahr

1,5
Symbolicon für Arbeiter

Prozent mehr Erwerbstätige
2017 gegenüber Vorjahr

Aktuelle Lage

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Juli 2018

Die deutsche Wirtschaft nimmt im Mai Fahrt auf. Der Aufschwung setzt sich leicht beschleunigt fort. Die außenwirtschaftlichen Risiken und die Verunsicherung der Wirtschaft bleiben jedoch hoch. Das Produzierende Gewerbe hat seine Erzeugung im Mai kräftig ausgeweitet. Bei den industriellen Auftragseingängen gibt es Entspannung, aber noch keine Entwarnung. Das Baugewerbe befindet sich in der Hochkonjunktur. Die Einkommen steigen und die Konsumnachfrage der privaten Haushalte bleibt rege. Auch der Handel zeigt sich weiter zuversichtlich. Die hohe Nachfrage nach Arbeitskräften in weiten Teilen der Wirtschaft lässt die Erwerbstätigkeit weiter zunehmen. Die Beschäftigung in strukturschwachen Gebieten und die Langzeitarbeitslosigkeit bleiben gleichzeitig Herausforderungen.

Die deutsche Konjunktur hat sich im Mai beschleunigt. Bis dahin hat die Wirtschaftsleistung im laufenden Jahr nur vergleichsweise verhalten zugenommen. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im ersten Quartal vor dem Hintergrund einer geringen Dynamik von wichtigen deutschen Absatzmärkten und aufgrund vorübergehender nationaler Sondereffekte lediglich um 0,3 Prozent. Auch im April konnte die Industrieproduktion noch nicht Tritt fassen. Erst im Mai kam es zur erwarteten Belebung. Vielleicht brauchte die Wirtschaft diese Zeit, um die neue außen- und handelspolitische Tonlage einzuschätzen und ihre erste, abwartende Reaktion zu überwinden. Trotz dieser Störungen ist die deutsche Wirtschaft unverändert in guter Verfassung. Die Baukonjunktur ist ausgezeichnet und in den DienstIeistungsbereichen werden weiterhin Arbeitskräfte gesucht und eingestellt. Insgesamt deuten die aktuellen Konjunkturindikatoren darauf hin, dass die deutsche Wirtschaftsleistung nunmehr wieder etwas stärker zunimmt als im Vorquartal. Abgesehen von dem Damoklesschwert der internationalen Handelspolitik sind die Perspektiven daher durchaus positiv. Diese Gemengelage spiegelt auch das weiterhin positive ifo Geschäftsklima für die Gesamtwirtschaft wider: Hier stehen geerdete Erwartungen weiterhin hervorragend guten Lagebeurteilungen gegenüber.

Lesen Sie hier mehr zur wirtschaftlichen Lage im Juli.

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Weitere Pressemitteilungen zur wirtschaftlichen Lage

Übersicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Aktuelle Themen und Analysen

Der monatliche Bericht "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" informiert über die aktuellen Themen der deutschen Wirtschaftspolitik. Mit Analysen und Grafiken bietet er einen kompakten Überblick über die gesamtwirtschaftliche Situation.

In der Juli-Ausgabe der Schlaglichter der Wirtschaftspolitik wird über den Festakt zum 70-jährigen Jubiläum der Sozialen Marktwirtschaft berichtet, der im letzten Monat im Bundeswirtschaftsministerium begangen wurde. Bundesminister Altmaier im Vorwort der aktuellen Ausgabe dazu: "Obwohl sich unsere Gesellschaft in vielerlei Hinsicht verändert hat, bleiben die Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft heute noch genauso tragfähig wie damals."

Ein weiterer Beitrag stellt den im Juni erschienenen Wirtschaftsbericht der OECD vor. Dieser analysiert die Lage der deutschen Wirtschaft und enthält daraus abgeleitete wirtschaftspolitische Empfehlungen. Ein weiteres Thema der vorliegenden Ausgabe ist die "Platform-to-Business"-Verordnung der Europäischen Kommission, die die Transparenz zwischen Plattformanbietern und ihren Geschäftskunden erhöhen soll. Und natürlich wie immer: alles zur Konjunktur in Deutschland.

Pressemitteilungen

  • 25.04.2018 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Pressemitteilung: Frühjahrsprojektion der Bundesregierung: Altmaier: Der Aufschwung geht weiter!

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    Öffnet Einzelsicht

Weiterführende Informationen

Graph zum Thema Wirtschaftliche Entwicklung; Quelle: istockphoto.com/jxfzsy