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Artikel - Tourismuspolitik

Tourismus

Einleitung

Der Tourismus ist weltweit ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, der zu Wachstum und Beschäftigung beiträgt. So haben 2019 insgesamt 1,5 Milliarden Menschen eine touristische Reise ins Ausland getätigt. Von der Corona-Pandemie ist insbesondere die Tourismuswirtschaft stark betroffen - weltweit und in Deutschland.

Corona-Pandemie

Auswirkungen auf die Tourismuswirtschaft


Das Gastgewerbe und der Tourismus sind durch die Beschränkungen in Folge der Corona-Pandemie in besonderer Weise betroffen. Die Bundesregierung und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie haben daher weitreichende Maßnahmen zur Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie beschlossen.

Die Bundesregierung hat zudem eine befristete Steuersenkung für Speisen in Restaurants und Gaststätten auf den Weg gebracht, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie abzumildern. Nach dem Corona-Steuerhilfegesetz gilt die Absenkung der Mehrwertsteuer von 19 auf 7 Prozent für ein Jahr bis Ende Juni 2021. Getränke sind von der Steuersenkung ausgenommen. In der Zeit vom 1. Juli 2020 bis 31. Dezember 2020 beträgt der Mehrwertsteuersatz für Speisen in der Gastronomie 5 Prozent.

Das Gesetz zur freiwilligen Reisegutscheinlösung ist am 31. Juli 2020 in Kraft getreten.

Die Corona-Überbrückungshilfe unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Sie kommt in besonderem Maße auch den Unternehmen der Reisewirtschaft zugute. Im Rahmen der Überbrückungshilfe I, entfallen für den Förderzeitraum Juni bis August 2020, fast 30 Prozent der bisher beantragten Mittel auf das Gastgewerbe; rund 10 Prozent wurden von Unternehmen der Reisewirtschaft beantragt. Um die von der Corona-Pandemie besonders stark betroffenen Unternehmen auch weiterhin zu unterstützen, wurde die Überbrückungshilfe bis zum Ende des Jahres 2020 verlängert (Überbrückungshilfe II). Für den Förderzeitraum September bis Dezember 2020 können seit 21. Oktober 2020 Anträge gestellt werden. Auch bei der Überbrückungshilfe II wurde die branchenspezifische Fixkostenerstattung von Provisionen für die Reisebranche beibehalten.

Am 20. Mai 2020 haben die für Tourismus zuständigen Ministerinnen und Minister der EU zudem über Perspektiven für Urlaubsreisen innerhalb Europas unter Beachtung des fortbestehenden Infektionsrisikos diskutiert. Den Orientierungsrahmen für die Mitgliedsstaaten bieten die am 13. Mai 2020 von der Europäischen Kommission in ihrem Tourismus- und Verkehrspaket vorgelegten Leitlinien für die Wiederherstellung der Freizügigkeit und die Aufhebung der Kontrollen an den Binnengrenzen, zur schrittweisen Wiederherstellung der Verkehrsdienste und der Konnektivität sowie zur schrittweisen Wiederaufnahme der touristischen Dienstleistungen und der Gesundheitsprotokolle im Gastgewerbe. Enthalten ist zudem eine Empfehlung zu attraktiven Gutscheinen auf freiwilliger Basis bei annullierten Pauschalreisen und Beförderungsdienstleistungen.

Die Leitlinien stellen eine wichtige Diskussionsgrundlage für die europäischen Partner dar, um Kriterien und Zeitpläne für die nächsten Schritte zu vereinbaren. In ihrer Gesamtstrategie bekennt sich die EU-Kommission zur Unterstützung des europäischen Tourismussektors bei der Überwindung der wirtschaftlichen Folgen durch die Pandemie durch eine Reihe von Maßnahmen, insbesondere im Rahmen der Europäischen Strukturfonds.

Sicher reisen

Aktuelle Informationen zu Reisebeschränkungen

Am 15. Juni 2020 wurden die die Reisewarnungen für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, für Schengen-assoziierte Staaten und für das Vereinigte Königreich aufgehoben und durch individuelle Reisehinweise ersetzt. Überschreitet ein Land oder eine Region die Neuinfiziertenzahl im Verhältnis zur Bevölkerung von 50 Fällen pro 100.000 Einwohner, können Reisewarnungen wieder ausgesprochen werden. Ab den 1. Oktober 2020 gelten weltweit differenzierte Reise- und Sicherheitshinweise.

Die Lage kann sich jedoch schnell verändern. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) empfiehlt:

  • aktuelle Informationen auf der Website des Auswärtigen Amts beachten. Dort finden sich Hinweise zur Sicherheitslage in einzelnen Ländern und insbesondere zu Reisen nach China.
  • die Nachrichten zu verfolgen;
  • auf einen ausreichenden Reisekrankenversicherungsschutz zu achten;
  • deutschen Staatsangehörigen, sich unabhängig vom Land und der Dauer des Auslandsaufenthalts in die Krisenvorsorgeliste „Elefand“ des Auswärtigen Amts einzutragen.

Für Reisende mit Flügen aus Infektions- und Gefährdungsgebieten wurde ein Informations- und Warnsystem eingerichtet. Weitere Informationen.

Das Robert-Koch-Institut informiert zu Verhaltensregeln für Kontaktpersonen und Reisende, die fürchten, am Coronavirus erkrankt zu sein.

Auch das Bundesgesundheitsministerium veröffentlicht weitere Informationen für Reisende.

Das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes veröffentlicht relevante Nachrichten und Studien für die Tourismuswirtschaft im Corona-Navigator. Reisende innerhalb Deutschlands können sich zudem im Tourismus-Wegweiser über den aktuellen Stand der Corona-Regelungen in allen Bundesländern informieren. Das Kompetenzzentrum Tourismus aktualisiert Änderungen der jeweiligen Beschränkungen in den Urlaubsgebieten regelmäßig.

Bedeutsam für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland

Von den weltweit circa 1,5 Milliarden internationalen Touristinnen und Touristen im Jahr 2019 (3,7 Prozent mehr als im Vorjahr) reisten etwas über die Hälfte, rund 743 Millionen Menschen, nach Europa.

Auch und gerade in Deutschland gehört die Tourismusbranche zu den ökonomischen Schwergewichten und größten Arbeitgebern. Laut einer vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) 2017 veröffentlichten Studie haben in- und ausländische Touristinnen und Touristen 2015 mehr als 287 Milliarden Euro für Güter und Dienstleistungen in Deutschland ausgegeben. Im Vergleich zu 2012 ist die Bruttowertschöpfung dabei um etwa 8,5 Prozent auf über 105 Milliarden Euro gewachsen. Mit positiven Auswirkungen für den deutschen Arbeitsmarkt: Im Jahr 2015 bot die Branche fast 3 Millionen Menschen einen Arbeitsplatz. Die positiven Impulse des Tourismus strahlen auch in andere Wirtschaftsbereiche wie Handel, Handwerk oder Landwirtschaft aus. Berücksichtigt man Vorleistungen wie Dienstleistungen am Flughafen, Lieferungen von Bäckerinnen und Bäckern an Gaststätten oder Renovierungsarbeiten durch Handwerkerinnen und Handwerkern im Hotel, kommen weitere 76 Milliarden Euro Bruttowertschöpfung und 1,25 Millionen Beschäftigte hinzu, die indirekt aus dem Tourismus resultieren. Wenn der Tourismus weiter wächst, muss auch die Branche mitwachsen und insbesondere dafür sorgen, dass auch künftig ausreichend Fachkräfte im Tourismusgewerbe beschäftigt werden.

Deutschlandtourismus liegt im Trend

Der Deutschlandtourismus unterliegt ebenfalls einem anhaltend positiven Trend, der sich in 2019 fortsetzte. Das Jahr übertraf mit 495,6 Millionen Übernachtungen das Vorjahr um rund vier Prozent und war bereits das zehnte Rekordjahr in Folge. Die Übernachtungen ausländischer Gäste legten um 2,5 Prozent auf 89,9 Millionen zu. Unter den eigenen Bürgerinnen und Bürgern ist Urlaub in Deutschland ebenfalls sehr beliebt: Umfragen zufolge ist Deutschland mit einem Marktanteil von rund 30 Prozent der Reisen das mit Abstand beliebteste Reiseziel der Deutschen.

Weitere Informationen zur Entwicklung des Tourismus in und nach Deutschland und zu Aktivitäten und Maßnahmen der Bundesregierung mit tourismuspolitischer Relevanz in der 18. Legislaturperiode finden Sie im Tourismuspolitischen Bericht der Bundesregierung, der am 17. Mai 2017 vom Bundeskabinett beschlossen wurde.

Tourismus ist mittelständisch geprägt

Die deutsche Tourismuswirtschaft ist vor allem mittelständisch geprägt: In Deutschland sind nach Branchenangaben über 2.300 Reiseveranstalter, fast 4.000 Busunternehmen und rund 11.000 Reisebüros tätig. Darüber hinaus gibt es mehr als 222.000 Unternehmen im Gastgewerbe, darunter fast 4.000 Beherbergungsunternehmen und mehr als 165.000 gastronomische Unternehmen.

Vier Zahlen zum Tourismus

743
Symbolicon für Flugzeug

Millionen Menschen
reisten 2019 nach Europa

2,4
Symbolicon für Menschen

Millionen Menschen
sind in Deutschland in der Tourismuswirtschaft beschäftigt (2019)

495,6
Symbolicon für Hotel

Millionen Übernachtungen
in Hotels und Herbergen gab es in Deutschland 2019

18,1
Symbolicon für Bett

Prozent der Übernachtungen
in Deutschland entfallen auf Touristen aus dem Ausland – der Rest auf Inländer (2019)

Ziele und Akteure

Gute Rahmenbedingungen für Tourismus schaffen

Aufgabe und Ziel der Tourismuspolitik auf Bundesebene ist es, die Rahmenbedingungen für eine positive Entwicklung des Tourismus in Deutschland zu gestalten. Innerhalb der Bundesregierung ist das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) für die Tourismuspolitik federführend zuständig.

Der Tourismus ist wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, insbesondere mit Blick auf Arbeits- und Ausbildungsplätze, aber auch für die Attraktivität des ländlichen Raums. Da Tourismus neben dem Gastgewerbe auch zahlreiche andere Wirtschaftsbereiche wie zum Beispiel den Einzelhandel sowie die gesamte Kette örtlicher Versorgungsstrukturen beleben kann, und angesichts der vergleichsweise kleinteiligen Struktur der Branche, wird der Tourismus staatlich gefördert. Für die Entwicklung des Tourismus vor Ort sind die Länder verantwortlich.

Tourismus ist ein Querschnittsthema, das viele verschiedene Bereiche betrifft. Dazu gehören die Umsetzung der EU-Pauschalreiserichtlinie, die gewerbesteuerliche Behandlung des Reisevorleistungseinkaufs oder Visa-Fragen. Weitere wichtige Themen sind hier Mindestlohn sowie die Arbeits- und Ausbildungsbedingungen oder die Digitalisierung einschließlich der Sharing Economy. Zu allen Themen steht das Bundeswirtschaftsministerium im offenen und kontinuierlichen Dialog mit den jeweiligen Verbänden, die die verschiedenen Facetten der deutschen Tourismuswirtschaft repräsentieren.

Beauftragter für Tourismus

Wegen zahlreicher Aspekte von bundesweiter Bedeutung wurde Ende 2005 das Amt der/des Beauftragten der Bundesregierung für Tourismus geschaffen. Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung und Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß, ist Mittler zwischen der Politik und den zahlreichen Akteuren im Tourismusbereich. Er ist Ansprechpartner für die Tourismuswirtschaft und ihre Verbände und vertritt die tourismuspolitischen Anliegen der Bundesregierung im parlamentarischen Raum, zum Beispiel im Ausschuss für Tourismus des Deutschen Bundestages.

Nationale Tourismusstrategie

Das Bundeskabinett hat im April 2019 Eckpunkte für eine nationale Tourismusstrategie beschlossen. Ziel dieser Strategie ist es, den Erfolg des Tourismusstandorts Deutschland nachhaltig zu sichern. Der Wirtschaftsfaktor Tourismus soll gestärkt und der gesamte Sektor in seiner ganzen Vielfalt bestmöglich auf die Zukunft vorbereitet werden.

Die nationale Tourismusstrategie orientiert sich an drei übergeordneten politischen Zielen: Erstens soll die inländische Wertschöpfung erhöht und damit wirtschaftliches Wachstum vorangetrieben werden. Zweitens soll die Lebensqualität der in Deutschland lebenden Menschen nachhaltig gesteigert werden. Drittens soll Tourismus zu internationaler Stabilität beitragen.

Um diese Ziele zu erreichen, stützt sich die nationale Tourismusstrategie auf ein zweistufiges Konzept. In der ersten Stufe hat die Bundesregierung - unter Beteiligung zahlreicher Partner in Wirtschaft, Politik und Verwaltung - Eckpunkte erarbeitet, diskutiert, konkretisiert und im Kabinett beschlossen. Darin hat die Bundesregierung strategische Ziele der Tourismuspolitik formuliert, an denen sich künftige Initiativen aller Verantwortlichen im Tourismus orientieren sollen. Zu den definierten Handlungsfeldern hat die Bundesregierung einen intensiven Dialogprozess mit der Branche und weiteren Stakeholdern geführt. Aus den Erkenntnissen soll ein Aktionsplan mit konkreten Maßnahmen entwickelt und Handlungsempfehlungen für die Akteure im Tourismus erarbeitet werden.

Die Eckpunkte der nationalen Tourismusstrategie finden Sie hier (PDF, 64 KB).

Tourismusbeirat

Der Beirat für Fragen des Tourismus berät den Bundeswirtschaftsminister und den Beauftragten der Bundesregierung für Tourismus. Er setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern von Unternehmen und Verbänden der Tourismuswirtschaft, von Verkehrsträgern, von Destinationen sowie der Wissenschaft. Mit seiner geballten und vielfältigen Fachkompetenz unterstützt er die Meinungsbildung des Ministeriums. Ziel ist es, Tourismus in Deutschland zu stärken und die Rahmenbedingungen dafür zu verbessern.

Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes

Um die Tourismusförderung des Bundes und den Wissenstransfer zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Politik institutionell weiter zu stärken, hat das Bundeswirtschaftsministerium eigens ein Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes eingerichtet. Das Kompetenzzentrum unterstützt vor allem die operative Umsetzung der tourismuspolitischen Ziele der Bundesregierung, indem es wirtschaftliche, technische und gesellschaftliche Entwicklungen im Hinblick auf den Tourismus und die Branche beobachtet und analysiert. Wichtiger Bestandteil ist das Sondermodul „Tourismus 2030“, bei dem gemeinsam mit relevanten Akteuren der Tourismuswirtschaft und unter wissenschaftlicher Begleitung langfristige Szenarien und Perspektiven für den Tourismus in Deutschland erarbeitet werden. Dem Kompetenzzentrum steht ein Beirat als Sparringspartner und Aufsichtsgremium zur Seite, dem unter anderem Vertreterinnen und Vertreter der Verbände mit bundesweiter Bedeutung im Tourismus angehören.

Mehr unter www.kompetenzzentrum-tourismus.de.

Förderprogramm LIFT

Um kleine und mittlere Unternehmen der Tourismusbranche fit für die Zukunft zu machen, fördert das BMWi ab 2019 mit dem Programm „Leistungssteigerung & Innovationsförderung im Tourismus“ (LIFT) innovative Projektideen mit Modellcharakter. Mit 1,5 Millionen Euro sollen bewusst themen- und zielgruppenoffen Impulse aus der Branche für die Branche entwickelt werden. Das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes trifft eine Vorauswahl besonders förderwürdiger Projekte und unterstützt beratend die Umsetzung. Weitere Informationen finden Sie beim Kompetenzzentrum Tourismus.

Vermarktung des Reiselands Deutschland

Wichtig für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Tourismus in Deutschland ist auch die Vermarktung Deutschlands als Reiseland im Ausland. Dies ist Kerngeschäft der Deutschen Zentrale für Tourismus e. V. (DZT) mit Hauptsitz in Frankfurt am Main. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert die DZT mit derzeit rund 34 Millionen Euro im Jahr. Unterstützt wird die DZT außerdem von ihren aktuell 69 Mitgliedern und 17 Förderern, zu denen touristische Unternehmen und Marketingorganisationen sowie wichtige Verbände der Branche gehören.

Ziel ist, dass noch mehr ausländische Gäste nach Deutschland reisen und der volkswirtschaftliche Beitrag des Tourismus zu Einkommen und Beschäftigung in Deutschland weiter wächst. Dafür unterhält die DZT Ländervertretungen auf der ganzen Welt, die vor allem mit lokalen Reiseunternehmen und Medien arbeiten, um Deutschland als Reiseland zu vermarkten. Durch fundierte Marktanalysen und Studien erkennt die DZT frühzeitig aktuelle Trends und kann ihre Marketingstrategien zielgenau auf die Bedürfnisse der ausländischen Urlauberinnen und Urlauber, aber auch Geschäftsreisende, ausrichten. Die DZT kooperiert eng mit vielen Unternehmen der deutschen Tourismuswirtschaft, um das Reiseland Deutschland in der Welt optimal zu positionieren.

Die DZT präsentiert das Reiseland Deutschland in der internationalen Fachwelt durch vielfältige Veranstaltungen, Kampagnen und sonstige Angebote. Dazu gehören internationale Touristikmessen, Workshops und Medienveranstaltungen, die eine wichtige Werbeplattform sind. Interessierte Reisende und Organisationen können sich auf der Website der DZT, durch spezielle Apps und in sozialen Netzwerken in mehreren Sprachen über Reiseziele, Programme und touristische Events in Deutschland informieren.

2018 stellte die DZT das kulinarische Deutschland in den Fokus ihrer Marketingaktivitäten. 2019 drehte sich vieles um das Jubiläum „100 Jahre Bauhaus“. Auch das gewachsene touristische Angebot in ganz Deutschland 30 Jahre nach dem Mauerfall war ein zentrales Thema. 2020 widmen sich die Kampagnen der DZT dem 250. Geburtstag Beethovens, dem Naturland Deutschland und 30 Jahren Deutsche Einheit.

Infografiken

 Ettal vom Berg Laber aus gesehen zum Thema Tourismusstrategie

© iStock.com/Milan

Dialogprozess Nationale Tourismusstrategie

Zum Artikel

Schwerpunkte der Tourismuspolitik

Touristische Vielfalt, soziale Verantwortung

Das Reiseland Deutschland bietet für jeden etwas: kulturellen Reichtum, Erholung in ländlicher Natur, vielfältige Angebote für alle. Deshalb ist Tourismus ein Schlüsselsektor für qualitatives Wachstum: Er ermöglicht Beschäftigung und Einkommen für Menschen unterschiedlichster Herkunft und Qualifikation in allen Teilen Deutschlands.

Die Bundesregierung verfolgt eine Politik des qualitativen Wachstums. Das bedeutet u.a. auch, dass möglichst alle Menschen und Regionen an Wertschöpfung und Wohlstand teilhaben sollen. In der Tourismuspolitik verfolgt sie daher neben Wachstumszielen auch struktur- und sozialpolitische Ziele. Ein Schwerpunkt in der 18. Legislaturperiode war die Stärkung des ländlichen Raums durch bessere Verzahnung von Kultur und Reiseangeboten zur Steigerung der touristischen Attraktivität oft strukturschwacher, aber kulturreicher ländlicher Räume. Außerdem engagiert sich die Bundesregierung für das Thema Barrierefreiheit im Tourismus und unterstützt den Aufbau eines bundeseinheitlichen Zertifizierungssystems für barrierefreies Reisen.

In Deutschland haben sich die Übernachtungszahlen in der 18. und zu Beginn der 19. Legislaturperiode durchgängig positiv entwickelt. Gleichzeitig steht der Tourismus vor vielfältigen Chancen und Herausforderungen – hierzu zählen die Themen Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung ebenso wie das Finden und Binden von Fachkräften. Diese und weitere Schwerpunktthemen begleitet das BMWi in seiner Tourismuspolitik.

Klicken Sie sich durch die verschiedenen Schwerpunkte der Tourismuspolitik des BMWi:

Schwerpunkte der Tourismuspolitik

Internationale Zusammenarbeit

Austausch über Grenzen hinweg

Das Bundeswirtschaftsministerium vertritt Deutschland in europäischen und internationalen Fragen des Tourismus, wie zum Beispiel in der Europäischen Union, der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen, der OECD und in bilateralen Kontakten zu anderen Staaten.

Dabei werden Best Practices zur Tourismuspolitik ausgetauscht sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit, Nachhaltigkeit und sozialen Verantwortung entwickelt. Ein Beispiel ist der für 2019 und 2020 ausgelobte Wettbewerb „European Capitals of Smart Tourism“.

Der Lissabon-Vertrag von 2009 (Art. 195) berechtigt die Europäische Union (EU), die Tourismuspolitik der EU-Mitgliedstaaten zu ergänzen. Derzeit konzentriert sich die EU-Kommission auf folgende tourismuspolitische Schwerpunkte:

  • Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit (unter anderem rechtliche Rahmenbedingungen, Bürokratieabbau) und erleichterter Zugang zu Kapital (zum Beispiel Kredite/ Bürgschaften, aber auch Anziehung ausländischer Investitionen);
  • Verbesserung der Qualität, der Nachhaltigkeit, der Barrierefreiheit und der Digitalisierung des Tourismus;
  • Verbesserung der Entwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten (Aus- und Fortbildung/ Fachkräftesicherung) sowie Mobilität der Beschäftigten;
  • Förderung Europas als Tourismusdestination. Mehr zur europäischen Tourismuspolitik erfahren Sie hier.

Mehr zur europäischen Tourismuspolitik erfahren Sie hier.

OECD: Internationaler Austausch

Das BMWi vertritt Deutschland im Tourismusausschuss der OECD. Hier werden Informationen und Positionen zu aktuellen Tourismusfragen sowie Best-Practice-Beispiele der Tourismuspolitik der OECD-Mitgliedstaaten ausgetauscht. Alle tourismusrelevanten Themen und Untersuchungen anderer Bereiche der OECD werden dabei in die Diskussion einbezogen, so zum Beispiel Klimawandel, Green Growth, Nachhaltigkeit, Kunst und Kultur, Liberalisierung, Digitalisierung/ Sharing Economy, Sicherheit im Reiseverkehr und Infrastruktur. Davon profitiert auch die Tourismuspolitik der Bundesregierung. Mehr erfahren.

Die Welttourismusorganisation UNWTO

Die Welttourismusorganisation - United Nations World Tourism Organisation - UNWTO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Madrid. Grundsätzliche Aufgabe der UNWTO ist die „Förderung und Entwicklung des Tourismus als Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung, zu internationalem Verständnis, Frieden, Wohlstand und Respekt für Freiheit und Menschenrechte für alle ohne Unterschiede nach Rasse, Geschlecht, Sprachen und Religion.“ Die UNWTO unterstützt dabei im Besonderen die Interessen der Entwicklungsländer an einer nachhaltigen und ganzheitlichen Entwicklung des Tourismus. Mehr erfahren.

G20: Treffen der Tourismusminister

Im Jahr 2009 war die „T20-Initiative“ von verschiedenen zur UNWTO gehörenden G20-Staaten ins Leben gerufen und zunächst außerhalb der förmlichen G20-Agenda organisiert worden. 2019 fand das Treffen der Tourismusminister in Japan zum ersten Mal im Rahmen des offiziellen G20-Formats statt. Die Durchführung erfolgt traditionell in Kooperation mit der UNWTO.

Ziel ist es, das Potenzial des Tourismus für die wirtschaftliche Entwicklung in den G20-Staaten herauszustellen und sich für eine tourismusfreundliche Wirtschaftspolitik einzusetzen.

Beim T20-Treffen in Argentinien 2018 stand das Thema „Die führende Rolle des Tourismus für eine nachhaltige Entwicklung: Ein Motor für die Beschäftigung“ im Mittelpunkt. In einem Gemeinsamen Statement forderten die Minister die G20-Staaten auf, die Voraussetzung für mehr Beschäftigung und bessere Arbeitsbedingungen im Tourismus zu schaffen.

Beim G20-Treffen der Tourismusminister in Japan 2019 standen die Themen „Förderung von Nachhaltigkeit, Inklusion der lokalen Bevölkerung sowie die Digitalisierung des Tourismussektors“ im Vordergrund.

Unter der saudi-arabischen G20-Präsidentschaft 2020 wird neben den Auswirkungen der COVID-19 Pandemie auf die Tourismusbranche auch auf die Fortsetzung der touristischen Themen der letzten beiden G20-Treffen gesetzt.

Pressemitteilungen

  • 28.09.2020 - Pressemitteilung - Tourismuswirtschaft

    Tourismusministerinnen und -minister erörtern, wie sich der Tourismus in Europa nach der COVID-19 Pandemie robuster aufstellen kann

    Video Audio

    Öffnet Einzelsicht
  • 17.07.2020 - Gemeinsame Pressemitteilung - Tourismuspolitik

    Tourismus-Wegweiser sorgt für mehr Transparenz und Sicherheit auf Reisen

    Öffnet Einzelsicht
  • 20.05.2020 - Pressemitteilung - Tourismuswirtschaft

    Tourismusminister erörtern Modalitäten für Sommerurlaub in Europa

    Öffnet Einzelsicht
  • 13.03.2020 - Gemeinsame Pressemitteilung - Tourismuswirtschaft

    Corona-Navigator gibt Orientierung für die Tourismuswirtschaft

    Öffnet Einzelsicht
  • 09.12.2019 - Gemeinsame Pressemitteilung - Tourismuspolitik

    Neue Fördermaßnahme LIFT schiebt Innovationen im Tourismus an

    Öffnet Einzelsicht

Publikationen

Weiterführende Informationen

  • Artikel - Tourismuswirtschaft

    Artikel: Geschäftstätigkeit in der Reisebranche

    Öffnet Einzelsicht
  • Artikel - Tourismuspolitik

    Artikel: Spezielle Regelungen beim Incoming Tourismus aus der Volksrepublik China

    Öffnet Einzelsicht
Urlauber und Strandkörbe am Strand zum Thema Tourismus