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Artikel - Rohstoffe und Ressourcen

Rohstoffe – unverzichtbar für den Zukunftsstandort Deutschland

Einleitung

Rohstoffe sind die Basis für die industrielle Wertschöpfung. Eine verantwortungsvolle Rohstoffpolitik stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie und damit die Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland.

Deutschland zählt weltweit zu den größten Rohstoffkonsumenten. Versorgungssicherheit, der Schutz der natürlichen Ressourcen, eine sparsame und effiziente Nutzung von Rohstoffen und deren Wiederverwertung sind daher von hoher Bedeutung für die deutsche Wirtschaft. Sie sind zugleich Parameter für die Rohstoffpolitik der Bundesregierung, mit der ein wichtiger Beitrag für Wachstum und Beschäftigung in Deutschland geleistet wird.

Heimische Rohstoffe - unverzichtbar für Deutschland

Deutschland verfügt nach wie vor über große Rohstoffvorkommen, die aus geologischen Gründen standortgebunden und nicht gleichmäßig über das Land verteilt sind.

Deutschland gewinnt seine Baurohstoffe (vor allem Sand und Kies, gebrochene Natursteine, Kalk- und Mergelsteine) sowie verschiedene Industrieminerale (insbesondere Steinsalz, Kalisalze, Quarzsand/-kies und Flussspat) aus heimischen Lagerstätten. Auch im Weltmaßstab ist Deutschland weiterhin ein wichtiges Bergbauland. Im Jahr 2016 war das Land bei Braunkohle weiterhin der weltgrößte, bei Rohkaolin der drittgrößte, bei Steinsalz der viertgrößte und bei Kalisalz der fünftgrößte Produzent. Über die Zukunft der Braunkohleverstromung diskutiert zur Zeit die von der Bunderegierung eingesetzte Expertenkommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung.“

Bei zahlreichen Rohstoffen, vor allem Energierohstoffen, Metallen und zahlreichen Industriemineralen ist Deutschland aber stark von Importen abhängig. Im Jahre 1992 wurde das letzte deutsche Metallerzbergwerk geschlossen. Seither müssen alle benötigten Metalle entweder importiert oder aus Schrotten zurückgewonnen werden.

Rund 80 Prozent der in Deutschland anfallenden Abfälle und Schrotte werden heute recycelt oder in anderer Form stofflich oder thermisch verwertet. Selbst geringe Mengen von wertvollen Metallen in Schlämmen und Schrotten werden zurückgewonnen. Diese aus Recycling gewonnenen Sekundärrohstoffe tragen zur heimischen Rohstoffversorgung bei und verringern die Importabhängigkeit.

Dennoch wird ihr Potenzial bei Weitem noch nicht ausgeschöpft. Hier können neue innovative Technologien und Verfahren die Rohstoffeffizienz erhöhen und damit auch die heimischen Lagerstätten schonen. Mehr erfahren.

Die Rohstoffstrategie der Bundesregierung

Den Bedarf an Rohstoffen sicherzustellen, ist grundsätzlich Aufgabe der Wirtschaft. Mit ihrer Rohstoffstrategie schafft die Bundesregierung die Rahmenbedingungen für eine nachhaltige, international wettbewerbsfähige Rohstoffversorgung. Um den Zugang zu Rohstoffen zu verbessern, stellt sie ein Bündel von Maßnahmen zur Verfügung, die sich an vier Kernzielen orientieren:

  1. die deutsche Wirtschaft bei der Diversifizierung der Rohstoffbezugsquellen unterstützen
  2. die nachhaltige Ressourcenwirtschaft durch verstärktes Recycling und erhöhte Ressourceneffizienz stärken
  3. die Zusammenarbeit mit den Rohstoffpartnerländern verbessern
  4. die Entwicklung innovativer Technologien unterstützen und die Forschung im Material- und Rohstoffbereich ausbauen.

Unterstützung und Beratung erhalten insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen von der Deutschen Rohstoffagentur (DERA) – einer Einrichtung in der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR). Mit dem DERA-Rohstoffmonitoring werden zum Beispiel Informationen über Angebots- und Nachfragetrends für primäre mineralische Rohstoffe bereitgestellt, um potenzielle Preis- und Lieferrisiken sowie Fehlentwicklungen auf den Rohstoffmärkten frühzeitig zu erkennen.

Darüber hinaus hat die Bundesregierung 2011 das Helmholtz-Institut Freiberg für Ressourcentechnologie gegründet. Es entwickelt innovative Technologien, um mineralische und metallhaltige Rohstoffe effizienter bereitzustellen und zu nutzen sowie umweltfreundlich zu recyceln.

Vier Zahlen zu Rohstoffen und Ressourcen

178
Symbolicon für Bergbau

Millionen Tonnen
Braunkohle, Steinkohle und Erdöl sowie etwa 9 Milliarden Kubikmeter Erdgas wurden 2016 in Deutschland produziert

593
Symbolicon für Kran

Millionen Tonnen
mineralische Rohstoffe wurden 2016 in Deutschland gewonnen

11,7
Symbolicon für Geld

Milliarden Euro
betrug der Wert der 2016 in Deutschland produzierten Rohstoffe.

136,8
Symbolicon für Schiff

Milliarden Euro
betrug der Wert der deutschen Rohstoffeinfuhren 2016

Rohstoffe für Zukunftstechnologien

Keine Zukunftstechnologie ohne mineralische Rohstoffe

Mit dem technologischen Wandel ändert sich auch der Ressourcenbedarf und damit die Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen: Wo Elektromobilität, Leichtbau oder Erneuerbare Energien zum Einsatz kommen, wächst der Bedarf an Basis- und sogenannten Hochtechnologiemetallen.

Aus geologischer Sicht sind genügend mineralische Rohstoffe vorhanden. Da Technologieentwicklungen und die damit verbundenen spezifischen Rohstoffbedarfe meist nicht vorhersehbar sind, können sie dennoch zu Preisspitzen sowie Lieferengpässen bei der Rohstoffversorgung führen. Außerdem wird der Zugang zu den Metallrohstoffen auf den globalen Rohstoffmärkten tendenziell schwieriger. So gehen immer größere Anteile des Rohstoffangebots bei vielen Rohstoffen auf immer weniger Unternehmen und Länder zurück. Das führt zu einer wachsenden Marktkonzentration.

Rohstoffbedarf für die Elektromobilität

Um einen PKW herzustellen, braucht man zahlreiche mineralische Rohstoffe beziehungsweise deren Raffinadeprodukte. Dazu zählen unter anderem Stahl, Zink und Aluminium für die Karosserie sowie Quarz für die Scheiben. Teile der benötigten mineralischen Rohstoffe stammen aus heimischen Lagerstätten und aus dem Recycling; zahlreiche Metallrohstoffe muss die Automobilindustrie allerdings importieren. Im Zuge des Wandels hin zur Elektromobilität werden in modernen Elektrofahrzeugen meist Lithium-Ionen-Batterien verwendet. Für die Batterien werden vor allem Lithium, Nickel, Kobalt und Grafit benötigt, für die Elektromotoren und Generatoren unter anderem die Seltenen Erden Neodym und Dysprosium. Mit der steigenden Elektrifizierung der Fahrzeuge steigt zudem auch der Bedarf an Kupfer.

Der prognostizierte Markthochlauf der Elektromobilität wird sich auch erheblich auf die Nachfrage nach mineralischen Rohstoffen auswirken. Keiner der für die Batterien benötigten Rohstoffe ist aus geologischer Sicht knapp. Ob es für den prognostizierten schnellen Anstieg der Nachfrage ausreichend Rohstoffe gibt, hängt aber vor allem davon ab, ob die Rohstoffindustrie fähig und bereit ist, auf diese Entwicklung zu reagieren. Gerade ein sprunghafter Anstieg der Nachfrage kann zu kurzfristigen Preis- und Lieferrisiken führen, die allerdings mittel- bis langfristig wieder durch ein erhöhtes Rohstoffangebot ausgeglichen werden.

Rohstoffbedarf für den Leichtbau

Insbesondere in der Luft- und Raumfahrt, im Automobil- und Maschinenbau, im Bauwesen aber auch in der Medizintechnik werden Leichtbaulösungen entwickelt und eingesetzt. Für den Leichtbau sind mineralische Rohstoffe wie Aluminium, Magnesium und Titan von großer Bedeutung. Kommen sie beispielsweise im Automobilbau zum Einsatz, verringert sich das Fahrzeuggewicht und dadurch die Emissionen im laufenden Betrieb. Auch im Bereich Elektromobilität können Leichtbaukonzepte das höhere Gewicht der Traktionsbatterie kompensieren und damit die Reichweite der Fahrzeuge erhöhen.

Rohstoffbedarf für die Windkraft

Im Zuge der Energiewende wird die deutsche Energieversorgung grundlegend verändert. Die dafür entwickelten Technologien haben einen völlig neuen Bedarf an mineralischen Rohstoffen.

So werden für die großen wartungsarmen Windkraftanlagen im Offshore-Bereich zum Beispiel die Seltenen Erden Neodym, Praesodym und Dysprosium als Bestandteile der Permanentmagneten in den Generatoren gebraucht. Auch die Basismetalle Aluminium, Kupfer und Zink sowie Stahl kommen beim Bau von Windkraftanlagen zum Einsatz.

Neben importierten Metallen werden auch heimische Rohstoffe in modernen Windkraftanlagen verbaut. Für die Fundamente werden vor allem Karbonatgesteine sowie Sand und Kies für die Herstellung von Beton verwendet. Heimischer Quarzsand sowie Kaolin und Karbonatgesteine werden zur Herstellung von Glasfasern für die Rotorblätter benötigt.

Rohstoffe und Ressourcen in Zahlen

Rohstofftransparenz

Rohstofftransparenz und Sorgfaltspflichten in der Lieferkette fördern

Die Bundesregierung setzt sich für einen verantwortungsvollen Bezug von Rohstoffen und für die Sicherung von Transparenz in der Rohstofflieferkette ein. Sie erwartet, dass die Unternehmen auch beim Bezug von Rohstoffen ihren Sorgfaltspflichten nachkommen.

Diese Erwartung ist im Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) verankert. Demnach sollen bis 2020 mindestens 50 Prozent aller in Deutschland ansässigen Unternehmen mit über 500 Beschäftigten die im NAP beschriebenen Elemente menschenrechtlicher Sorgfalt in ihre Unternehmensprozesse integriert haben.

Besondere Sorgfalt bei Konfliktmineralien

Darüber hinaus hat sich die Bundesregierung engagiert und konstruktiv an der Erarbeitung der EU-Verordnung (2017/821) zu sogenannten Konfliktmineralen beteiligt. Die Verordnung soll dazu beizutragen, dass Erlöse aus dem Verkauf von Zinn, Tantal, Wolfram, deren Erzen und Gold nicht in die Finanzierung von bewaffneten Konflikten fließen. Bei der Einfuhr aus Konflikt- und Hochrisikogebieten in die Europäische Union (EU) müssen Unternehmen deshalb ab dem 1. Januar 2021 umfassende Sorgfaltspflichten einhalten.

Nationale Behörden prüfen, ob die Unternehmen ihre Sorgfaltspflichten einhalten. In Deutschland übernimmt die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) diese Aufgabe. In einem nationalen Durchführungsgesetz soll unter anderem geregelt werden, welche Befugnisse die zuständige Behörde hat und welche Sanktionen bei Verstößen gegen die Verordnung greifen.

Die EU-Verordnung basiert auf den OECD-Leitsätzen für die Erfüllung der Sorgfaltspflicht zur Förderung verantwortungsvoller Lieferketten für Minerale aus Konflikt- und Hochrisikogebieten (PDF, 784KB). Adressat der Sorgfaltspflichten sind sämtliche Unternehmen, die in die Rohstoffgewinnung in solchen Gebieten involviert sind. Spezielle Ergänzungen für Zinn, Tantal, Wolfram und Gold geben Unternehmen detaillierte Empfehlungen, die auf deren jeweilige Position in der Lieferkette zugeschnitten sind.

EITI: Initiative für Transparenz in der Rohstoffwirtschaft

Deutschland ist seit dem 23. Februar 2016 Kandidatenland der globalen „Initiative für Transparenz im rohstoffgewinnenden Sektor" (Extractive Industries Transparency Initiative - EITI) und legt Zahlungen der rohstoffgewinnenden Unternehmen und die entsprechenden Einnahmen des Staates offen. Oliver Wittke, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie (BMWi), ist EITI-Sonderbeauftragter der Bundesregierung für die Umsetzung in Deutschland.

Weltweit wird EITI von einer wachsenden Zahl von Regierungen getragen sowie von zahlreichen Unternehmen und Nichtregierungsorganisationen.

Mit der Umsetzung von EITI in Deutschland setzt die Bundesregierung ein Signal, um Entwicklungs- und Schwellenländer im gemeinsamen Kampf gegen Korruption im Rohstoffsektor zu stärken. Am 23. August 2017 hat Deutschland den ersten EITI-Bericht eingereicht – ein wichtiger Schritt in Richtung EITI-Vollmitgliedschaft, über die der internationale Vorstand der EITI voraussichtlich im Frühjahr 2019 entscheiden wird. Mehr erfahren.

Publikationen

Ressourceneffizienz

Weniger ist mehr: Rohstoffe sparsam einsetzen

Ressourceneffizienz ist ein entscheidender Faktor für unsere Zukunft: Wettbewerbsfähigkeit, Arbeitsplätze, Verbraucher- und Umweltschutz profitieren wesentlich davon. Der Schlüssel liegt in der Verbindung von Material- und Energieeffizienz, denn so lassen sich Synergien schaffen.

Ressourceneffizienz trägt entscheidend zur nachhaltigen Stärkung und Modernisierung des Industriestandortes Deutschland bei. Deshalb hat die Bundesregierung bereits 2012 das deutsche Ressourceneffizienzprogramm ProgRess verabschiedet und 2016 fortgeschrieben (ProgRess II).

ProgRess setzt vorrangig auf Kooperation mit der Wirtschaft, Freiwilligkeit und Innovationen. Innovationen sind der entscheidende Treiber für Ressourceneffizienz. Das zentrale Ziel von ProgRess ist die Entkopplung von wirtschaftlichem Wachstum und Rohstoffeinsatz: Deutschland hat die Rohstoffproduktivität von 1994 bis 2014 um rund 50 Prozent gesteigert und den Rohstoffverbrauch um 14 Prozent gesenkt. Das ist umso wichtiger, da Materialkosten mit 44 Prozent der mit Abstand größte Kostenblock im verarbeitenden Gewerbe sind.

Um herausragende Beispiele für rohstoff- und materialeffizientes Wirtschaften in die Breite zu tragen, verleiht das BMWi zusammen mit der DERA jedes Jahr den Deutschen Rohstoffeffizienz-Preis. Ab dem 3. September 2018 können sich Unternehmen und Forschungseinrichtungen für die Wettbewerbsrunde 2018 bewerben. Die Bundesregierung treibt das Thema Ressourceneffizienz auch auf internationaler Ebene voran, insbesondere auf Ebene der G7 und G20. Denn nur mit internationaler Kooperation lässt sich der Ablauf der immer größeren Warenströme innerhalb internationaler Lieferketten normieren und logistisch effizienter gestalten.

Nahaufnahme von Wabenstruktur aus Metall zum Thema Leichtbau

© iStock.com/marcoventuriniautieri

Leichtbau

Zum Artikel

Rohstoffzusammenarbeit

Internationale Rohstoffzusammenarbeit

Um die Rohstoffversorgung der deutschen Wirtschaft im internationalen Wettbewerb zu unterstützen, hat die Bundesregierung verschiedene Maßnahmen ergriffen – von bilateralen Rohstoffpartnerschaften bis hin zu Rohstoffkompetenzzentren und staatlichen Absicherungen von Auslandsgeschäften.

Internationale Rohstofforganisationen

Als Mitglied in zahlreichen internationalen Rohstofforganisationen - unmittelbar oder über die Europäische Union - profitiert Deutschland von mehr Markttransparenz und vom Austausch mit Produzenten und Verbrauchern des jeweiligen Rohstoffs auf Regierungs- und Privatsektorebene. Als Gründungsmitglied des Gemeinsamen Fonds für Rohstoffe engagiert sich Deutschland beispielsweise für den Aufbau von Wertschöpfungsketten in Entwicklungsländern und die Förderung einer nachhaltigen Rohstoffbewirtschaftung.

Rohstoffpartnerschaften

Da der Zugang zu Rohstoffen nicht allein von technologischen Möglichkeiten, sondern auch von wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen abhängt, gehören bilaterale Rohstoffpartnerschaften zur Rohstoffstrategie der Bundesregierung. Regierungsabkommen über eine Rohstoffpartnerschaft wurden bisher mit der Mongolei (PDF, 26KB), mit Kasachstan (PDF, 26KB) und mit Peru (PDF, 56KB) geschlossen. Weitere bilaterale Partnerschaften beruhen auf Gemeinsamen Erklärungen (Chile, Australien) oder Briefwechseln (Kanada). Unter diesem Dach schließt die Wirtschaft in eigener Verantwortung privatrechtliche Verträge, die dann mit außenwirtschaftlichen und außenpolitischen Instrumentarien abgesichert und flankiert werden können. Regelmäßige Sitzungen von bilateralen Regierungsarbeitsgruppen, bilateralen Wirtschaftsausschüssen oder Rohstoffforen begleiten die Umsetzung der Rohstoffpartnerschaften.

Kompetenzzentren für Bergbau und Rohstoffe

An den Auslandshandelskammern (AHK) in ausgewählten rohstoffreichen Ländern wurden vom BMWi geförderte Kompetenzzentren eingerichtet. Sie ermitteln, analysieren und informieren über Chancen, Risiken, Potenziale und Hemmnisse für deutsche Unternehmen in den betreffenden Märkten und vermitteln Kontakte. Damit unterstützen sie die von der Bundesregierung geforderte nachhaltige Rohstoffpolitik, aber auch die Vermarktung deutscher Bergbautechnologien im Ausland. Bislang gibt es solche Kompetenzzentren in Australien, Brasilien, Chile, Kanada, Peru und Südafrika (zuständig für das südliche Afrika, speziell Südafrika, Sambia, Simbabwe und die Demokratische Republik Kongo).

Die Kompetenzzentren haben sich mit der Deutschen Rohstoffagentur (DERA), der Germany Trade & Invest (GTAI) und dem Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) zum Netzwerk Rohstoffe (German Mining Network) zusammengeschlossen und bündeln so alle rohstoffrelevanten Informationen über die Schwerpunktgebiete der Kompetenzzentren hinaus.

Garantien für Ungebundene Finanzkredite an ausländische Rohstoffprojekte

Die Garantien für Ungebundene Finanzkredite (UFK-Garantien) sind ebenfalls Bestandteil der Rohstoffstrategie der Bundesregierung. UFK-Garantien sichern Kreditgeber für Rohstoffvorhaben im Ausland gegen wirtschaftliche und politische Kreditausfallrisiken ab. Damit flankiert die Bundesregierung den Abschluss langfristiger Lieferverträge zur Sicherung der Rohstoffversorgung deutscher Unternehmen. Die Euler Hermes Aktiengesellschaft bearbeitet als vom Bund beauftragter Mandatar die UFK-Garantien der Bundesrepublik Deutschland. Weitere Informationen finden Sie im Portal der AuslandsGeschäftsAbsicherung des Bundes (AGA-Portal).

Rechtliche Grundlagen

Rechtliche Rahmenbedingungen der Rohstoffversorgung

Die Rohstoffgewinnung in Deutschland wird vor allem durch das Bundesberggesetz (BBergG) geregelt. Die Federführung für das Bergrecht liegt beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie.

Die Ausführung des BBergG übernehmen die Bergbehörden der Bundesländer. Sie sind je nach Bodenschatz für die Genehmigung und Aufsicht der bergbaulichen Tätigkeit zuständig. Das BBergG legt die wesentlichen rechtlichen Voraussetzungen für die Genehmigung bergbaulicher Betriebe fest, die ihrerseits die Vorsorge vor Gefahren, die Rechte Dritter und Belange des Umweltschutzes aufnehmen.

Neben dem Aufsuchen, Gewinnen und Aufbereiten mineralischer Rohstoffe regelt das BBergG auch die Rekultivierung der ausgebeuteten Tagebaue und die Errichtung und den Betrieb von Untergrundspeichern. Auch die Aufsuchung und Gewinnung von Erdöl und Erdgas in den deutschen Offshore-Gewässern unterliegt den Regeln des BBergG. Weitere für die Gewinnung heimischer Rohstoffe relevante gesetzliche Rahmenbedingungen, wie etwa zur Raumplanung, liegen in der Zuständigkeit der Länder und ihrer regionalen Behörden.

Pressemitteilungen

  • 28.06.2018 - Pressemitteilung - Rohstoffe und Ressourcen

    Transparenz im Rohstoffsektor: Bundeswirtschaftsministerium erstmals Gastgeber des 40. Internationalen EITI-Board Meetings

    Bilderstrecke

    Öffnet Einzelsicht
  • 29.05.2018 - Meldung - Rohstoffe und Ressourcen

    Rohstoffpartnerschaft: Parlamentarischer Staatssekretär Wittke in der Mongolei

    Öffnet Einzelsicht
  • 12.12.2017 - Gemeinsame Pressemitteilung - Rohstoffe und Ressourcen

    BGR wird nationale Kontrollbehörde für „Konfliktrohstoffe“

    Öffnet Einzelsicht
Bergmann hält ein Stück Mineral in der Hand, symbolisiert das Thema Rohstoffe und Ressourcen