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Artikel - Mittelstandsfinanzierung

Gründungen, Wachstum und Innovationen finanzieren

Einleitung

Ohne Geld bleibt eine Idee oft nur eine Idee. Für innovative Geschäftsideen brauchen Unternehmen eine solide Finanzierung. Neben dem umfassenden Finanzierungsangebot von Kreditinstituten und privaten Kapitalgebern können Startups und mittelständische Unternehmen für ihre Vorhaben auf vielfältige Förderprogramme des Bundes zurückgreifen.

Damit der deutsche Mittelstand auch in Zukunft die Triebfeder einer dynamischen Wirtschaftsentwicklung in Deutschland bleibt, brauchen wir neben den etablierten auch mehr junge Unternehmen, die durch Innovationen und Investitionen neue Märkte erschließen und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Der Zugang zu geeigneter Finanzierung ist hierfür eine maßgebliche Voraussetzung.

Mit einem vielfältigen Finanzierungsförderangebot unterstützt die Bundesregierung daher kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie Freiberufler, Gründungsinteressierte und innovative Start-ups, damit sie neue Projekte, Produkte sowie Prozesse und Dienstleistungen realisieren können. Insbesondere wurden eine Reihe von Förderinstrumenten zur Gründungs- und Wachstumsfinanzierung (PDF, 354 KB) aufgesetzt.

Diese Programme stellen zinsgünstige Kredite, Beteiligungskapital oder Zuschüsse für Gründungsvorhaben oder Wachstumsinvestitionen bereit. Damit sollen Unternehmensgründerinnen und -gründer in allen Phasen unterstützt werden – von Ausgründungen an Hochschulen und Forschungseinrichtungen bis hin zur Unterstützung von Expansion und Wachstum junger Unternehmen im Markt.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor speziell für Startups und junge Technologieunternehmen ist ein guter Zugang zu Wagniskapital. Insbesondere in der kapitalintensiven Wachstumsphase ist es für Start-ups hierzulande aber häufig nicht leicht, eine Finanzierung zu erhalten. Deutschland muss als Investitionsstandort auch für Wagniskapitalinvestitionen international wettbewerbsfähiger werden. Daher stellt die Bundesregierung mit einer Vielzahl an passgenauen Instrumenten Wagniskapital aus öffentlichen Mitteln zur Verfügung und mobilisiert damit gleichzeitig private Investitionen für den deutschen Wagniskapitalmarkt.

Förderberatung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Die Finanzierungsexperten des BMWi informieren über Fördermöglichkeiten für Existenzgründerinnen und Existenzgründer, für Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und für Angehörige der freien Berufe. Sie

  • geben Hinweise und Tipps, welche Förderprogramme für Ihr Vorhaben zur Verfügung stehen,
  • beraten und unterstützen zu Fragen der Vorbereitung auf das Bankgespräch,
  • helfen bei Finanzierungsproblemen und
  • vermitteln Hintergrundwissen zu Fragen der Finanzierungsmöglichkeiten (wie beispielsweise zu Eigen- und Fremdkapitalbeschaffung, Bonitätsaspekten und Sicherheitenstellung, Liquiditätsunterstützung, Haftungsfreistellungen).

So erreichen Sie die Experten der BMWi-Förderberatung:

montags - donnerstags von 09:00 bis 16:00 Uhr und
freitags von 09:00 bis 12:00 Uhr
telefonisch unter 030 - 18 615 8000
oder per eMail: foerderberatung@bmwi.bund.de.

Online können Sie sich über das vielfältige Förderangebot auf der Förderdatenbank des BMWi (www.foerderdatenbank.de) informieren.

Zahlen und Fakten zur Gründungs- und Mittelstandsfinanzierung

Über eine Milliarde Euro
Symbolicon für Eurostapel


wurden seit Mai 2013 durch das INVEST-Programm mobilisiert

60
Symbolicon für Besprechung

Prozent mehr Gründungsvorhaben
wurden seit Einführung der neuen Förderrichtlinien im Jahr 2014 beim EXIST-Programm bewilligt

>400
Symbolicon für Bürogebäude

Unternehmen
wurden bereits mit dem High-Tech Gründerfonds finanziert

>2.000
Symbolicon für Tortendiagramm

Beteiligungen des Mikromezzaninfonds
haben kleinen sowie neugegründeten Unternehmen neue Finanzierungsoptionen eröffnet

Gründungen und Start-ups

Von der Idee zum erfolgreichen Unternehmen

Damit aus guten, zukunftsträchtigen Geschäftsideen erfolgreiche Unternehmen werden, brauchen Gründerinnen und Gründer ausreichende Finanzierungsmöglichkeiten. Die Bundesregierung bietet ein breites Förderangebot.

Zukunftsfonds

Der Bund stellt zehn Milliarden Euro für einen Beteiligungsfonds für Zukunftstechnologien („Zukunftsfonds“) bei der KfW zur Förderung des Wagniskapitalmarkts in Deutschland bereit. Der Zukunftsfonds ist eine Kombination aus quantitativem Ausbau und qualitativer Erweiterung bestehender Finanzierungsangebote und umfasst auch die Entwicklung neuer Instrumente. Damit sollen zum einen alle Entwicklungsphasen von Start-ups mit einem Schwerpunkt auf den Ausbau der Wachstumsfinanzierung angesprochen werden und zum anderen bislang unzureichend einbezogene Marktsegmente stärker berücksichtigt werden. Der Zukunftsfonds besteht aus mehreren Modulen, die ineinandergreifen und sich im Sinne eines Baukastens ergänzen sollen. Mehr erfahren.

Kreditbasierte Förderangebote aus dem ERP-Sondervermögen

Die Programme ERP-Gründerkredit und dem ERP-Kapital für Gründung bieten ein maßgeschneidertes Instrumentarium an Fremdkapital, das Start-ups und jungen Unternehmen Finanzierungshilfen für Gründung, erstes Wachstum und die Unternehmensnachfolge leistet.

Mit dem ERP-Gründerkredit fördert das BMWi aus dem ERP-Sondervermögen gewerbliche und freiberufliche Existenzgründungen, Start-ups und junge Unternehmen bis drei beziehungsweise fünf Jahre nach deren Geschäftsaufnahme mit zinsgünstigen Darlehen. Der ERP-Gründerkredit besteht aus zwei Programmteilen. Mit dem "ERP-Gründerkredit - StartGeld" werden kleinvolumige Existenzgründungen mit einem Fremdfinanzierungsbedarf von maximal 125.000 Euro gefördert. Der "ERP-Gründerkredit - Universell" richtet sich mit einem Kredithöchstbetrag von 25 Millionen Euro an größere Gründungsvorhaben. Mehr erfahren.

Mit dem Förderprogramm "ERP-Kapital für Gründung" bietet das BMWi aus dem ERP-Sondervermögen Existenzgründungen, Start-ups und jungen Unternehmen bis drei Jahre nach deren Geschäftsaufnahme eigenkapitalähnliche Mittel in Form langfristiger Nachrangdarlehen an. Mehr erfahren.

KfW Capital

Seit Oktober 2018 investiert KfW Capital in deutsche und europäische Venture Capital- und Venture Debt-Fonds. Das Ziel: Junge innovative, schnell wachsende Technologieunternehmen in Deutschland in der Start-up- und Wachstumsphase erhalten so besseren Zugang zu Wagniskapital durch finanzstarke Fonds. Mit Unterstützung des ERP-Sondervermögens wurde das bisherige Investitionsvolumen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bis zum Jahr 2020 auf durchschnittlich 200 Millionen Euro pro Jahr gesteigert. Mit dem Start des Zukunftsfonds soll das Investitionsvolumen in der Zukunft auf bis zu 400 Millionen Euro pro Jahr ausgebaut werden. KfW Capital ist eine Beteiligungstochter der KfW Bankengruppe und gemeinsame Initiative vom BMWi, dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) und der KfW. Mehr erfahren auf www.kfw-capital.de.

Bürgschaften für Kredite und Garantien für Beteiligungen

Kleine und mittlere Unternehmen sind in der Regel auf die Finanzierung über Bankkredite angewiesen. Die Banken verlangen im Gegenzug bankübliche Sicherheiten, über die mittelständische Unternehmen oftmals nicht ausreichend verfügen. Hier stellen Bürgschaften des Bundes, der Länder und der von Bund und Ländern unterstützten Bürgschaftsbanken eine wirksame Hilfe dar, um bei einem ansonsten tragfähigen Vorhaben einem Mangel an Sicherheiten abzuhelfen. Durch Garantien der Bürgschaftsbanken können Beteiligungen der mittelständischen Beteiligungsgesellschaften abgesichert werden (MBG'en).

Mehr erfahren.

Existenzgründungen aus der Wissenschaft (EXIST)

Eine der wichtigsten Quellen für neue Technologien, innovative Produkte und Dienstleistungen sind Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das EXIST-Programm bietet daher vielfältige Hilfen für Gründerinnen und Gründer in enger Kooperation mit Hochschulen.

Die Bundesregierung fördert seit 1998 mit dem Programm "EXIST", das durch den Europäischen Sozialfonds (ESF) kofinanziert wird, Maßnahmen zur Verankerung einer Kultur der unternehmerischen Selbständigkeit und zur Stärkung des Unternehmergeistes an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Ziel ist es, Studierende, Absolventen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler für Gründungen zu sensibilisieren, zu motivieren und zu qualifizieren sowie eine erste Finanzierung für die Seed- oder Gründungsphase bereitzustellen.

Die Zuschussförderung aus dem EXIST-Programm ist Bestandteil der "Hightech-Strategie" des BMWi und besteht aus den drei Programmsäulen "EXIST-Gründungskultur", "EXIST-Forschungstransfer" und "EXIST-Gründerstipendium". Mehr erfahren auf www.exist.de.

INVEST – Zuschuss für Wagniskapital

Mit „INVEST - Zuschuss für Wagniskapital" werden junge innovative Unternehmen bei ihrer Suche nach einem Kapitalgeber unterstützt. Business Angels erhalten 20 Prozent ihrer Investition steuerfrei erstattet, wenn sie sich mit mindestens 10.000 Euro an Start-ups beteiligen. Dadurch verringert sich ihr Risiko, wenn sie in mutige Ideen investieren. Für innovative Unternehmen verbessert INVEST die Chancen, einen privaten Investor zu finden. So profitieren alle von der staatlichen Förderung. Passgenau auf die Zielgruppe zugeschnitten kann INVEST damit den Besonderheiten des privaten Wagniskapitalmarkts in Deutschland noch besser gerecht werden. Mehr erfahren.

High-Tech Gründerfonds

Mit dem High-Tech Gründerfonds unterstützt das BMWi kapitalintensive Technologiegründungen. Innovative und technologieorientierte Gründungen sind in der Regel sehr komplex und kapitalintensiv. Außerdem gehen sie mit besonders hohen Markt-, Management- und technischen Risiken einher. Junge Technologieunternehmen und Start-ups haben daher häufig Finanzierungsschwierigkeiten. Mit dem High-Tech Gründerfonds wurde ein Instrument geschaffen, das Risikokapital in neu gegründete deutsche Technologieunternehmen investiert und somit einen Beitrag zur Schließung der in diesem Frühphasensegment bestehenden Finanzierungslücke leistet. Mehr erfahren.

DeepTech Future Fonds

Der DeepTech Future Fonds (DTFF) ist ein neuer Investitionsfonds im Bereich Hoch-Technologie (Deep-Tech), der mit Mitteln des Zukunftsfonds und des ERP-Sondervermögens finanziert wird. Seine Aufgabe: Deep-Tech-Unternehmen mit validiertem Geschäftsmodell nachhaltiges Wachstum bei gleichzeitigem Erhalt der Eigenständigkeit zu ermöglichen. Der Fonds soll den Innovationsstandort Deutschland durch diese Langfrist-Perspektive weiter stärken und für Hochtechnologie-Unternehmen nachhaltig attraktiver machen. Dem DTFF steht über die kommenden zehn Jahre perspektivisch ein Gesamtinvestitionsvolumen von bis zu 1 Mrd. Euro zur Verfügung. Mehr erfahren.

Daneben stehen für die Innovations-, Wachstums und Wagniskapitalfinanzierung weitere Instrumente in Kooperation mit dem Europäischen Investitionsfonds, coparion, und die ERP-VC-Fondsinvestments zur Verfügung. Diese Instrumente werden unter dem Kapitel „Innovationen finanzieren“ dargestellt.

Mikromezzaninfonds-Deutschland

Der Mikromezzaninfonds-Deutschland zielt auf die Stärkung der wirtschaftlichen Eigenkapitalbasis ab und eröffnet kleinen und neu gegründeten Unternehmen auf diese Weise neue Finanzierungswege.

Zu geringes Eigenkapital ist für sehr kleine Unternehmen und Unternehmensgründerinnen und Unternehmensgründer oft ein Hindernis beim Zugang zu Kreditfinanzierungen. Um solchen Unternehmen bessere Finanzierungschancen zu eröffnen und ihre Risikotragfähigkeit zu erhöhen, hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie 2013 den Mikromezzaninfonds-Deutschland aufgelegt, der Ende 2015 ein Gesamtvolumen von 75 Millionen Euro erreichte (MMF I). Für die aktuelle Förderperiode stehen weitere 153 Millionen Euro bereit (MMF II). Das durch den ESF (Europäischer Sozialfonds) kofinanzierte Instrument stellt Unternehmen Beteiligungskapital (stille Beteiligungen) in Höhe von bis zu 50.000 Euro bei einer Laufzeit von 10 Jahren zur Verfügung, für besondere Zielgruppen sogar bis zu 150.000 Euro. Die stillen Beteiligungen werden über die mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBG’en) ausgegeben.

Die Europäische Union fördert in Deutschland zusammen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie Programme und Projekte als Teil der Reaktion der Union auf die COVID-19-Pandemie, finanziert aus der Aufbauhilfe für den Zusammenhalt und die Gebiete Europas (REACT-EU) im Rahmen von NextGenerationEU. Die Unternehmen des MMF II werden dadurch mit zusätzlichen Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.

Dank der Unterstützung der Europäischen Union werden die Unternehmen, die über den MMF II Beteiligungskapital erhalten, bis Ende 2023 mit Zinszuschüssen gefördert. Bis zum 31.12.2023 müssen Unternehmen und Existenzgründerinnen und -gründer, die über den MMF II eine neue Beteiligung erhalten, somit anstelle einer ergebnisunabhängigen Vergütung von i.d.R. 8 % p.a. bezogen auf den Nominalbetrag der Einlage nur 4 % p.a. entrichten.

Mehr erfahren.

Mikrokreditfonds Deutschland

Mit dem Mikrokreditfonds Deutschland steht ein etabliertes Instrument zur Vergabe von Mikrokrediten zur Verfügung, um den Finanzierungsbedarf von Kleinunternehmen zu begegnen, die sonst keinen Zugang zu Kreditfinanzierung haben. Zielgruppen sind kleine und junge Unternehmen, Gründerinnen und Gründer, junge Unternehmen, die ausbilden, sowie Unternehmen, die von Frauen oder von Menschen mit Migrationshintergrund geführt werden. Das gesamte Kreditvolumen darf 25.000 Euro nicht übersteigen. Mehr erfahren.

So fördert das BMWi Gründerinnen und Gründer


Weitere Informationen:

https://www.eif.org/index.htm

https://www.eif.org/what_we_do/resources/erp/index.htm?lang=-en

https://deeptech-future-fonds.de

Externes Angebot:

https://vdb.ermoeglicher.de

Motiv zur Gründungsoffensive

© BMWi

Gründungsoffensive „GO!“

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Publikationen

Unternehmensfinanzierung

Maßgeschneiderte Förderung für den Mittelstand

Um auch in Zukunft den Erfolg mittelständischer Unternehmen sicherzustellen, bedarf es einer soliden Finanzierung. Passgenau ausgerichtete Programme unterstützen KMU bei ihren Vorhaben.

KfW-Unternehmerkredit: Förderung für Investitionen und Betriebsmittel

Mit dem KfW-Unternehmerkredit fördert die KfW Bankengruppe im Auftrag des BMWi mittel- und langfristige Finanzierungen von Vorhaben im In- und Ausland. Das Förderprogramm richtet sich an etablierte kleine und mittelständische Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft sowie Freiberufler, die seit mindestens fünf Jahren am Markt aktiv sind. Mehr erfahren.

ERP-Regionalförderprogramm: Unterstützung für Investitionen in strukturschwachen Regionen

Mit dem ERP-Regionalprogramm werden über die KfW-Bankengruppe im Auftrag des BMWi Vorhaben in strukturschwachen Regionen besonders unterstützt. Als solche zählen die deutschen Regionalfördergebiete, die in der Fördergebietskarte der EU-Kommission als besonders förderungswürdige Gebiete (C-Gebiete) identifiziert sind. Darunter fallen die ostdeutschen Bundesländer einschließlich Berlin sowie einige ausgewiesene westdeutsche Fördergebiete. Mehr erfahren.

ERP-Beteiligungsprogramm

Das ERP-Beteiligungsprogramm wird von der KfW Bankengruppe im Auftrag des ERP-Sondervermögens durchgeführt und fördert kleine und mittlere Unternehmen sowie Kapitalbeteiligungsgesellschaften. Das Programm richtet sich an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft in Deutschland mit bis zu 50 Millionen Euro (in Ausnahmefällen bis zu 75 Millionen Euro) Gruppenumsatz im Jahr. Über einen Beteiligungsgeber erhalten diese kapitalsuchenden Unternehmen neues Beteiligungskapital. Der Höchstbetrag einer Beteiligung liegt in der Regel bei 1,25 Millionen Euro (in Ausnahmefällen und während der Covid 19-Pandemie bis zum 31.12.2021 bei bis zu 2,5 Millionen Euro) und kann vollständig refinanziert werden. Mehr erfahren.

Beteiligungen (MBG'en): Engagement für den Mittelstand

Die Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften (MBGen), die vom Bund und den Ländern durch staatliche Rückgarantien unterstützt werden, engagieren sich im und für den Mittelstand. Durch MBG-Beteiligungskapital wird die wirtschaftliche Eigenkapitalbasis kleiner und mittelgroßer Unternehmen gestärkt. Als neutrale Kapitalgeber beteiligen sich die MBGen branchenübergreifend und langfristig. Dabei ist MBG-Beteiligungskapital ein flexibles, mittelstandsfreundliches Instrument, das für nahezu alle Finanzierungsanlässe geeignet ist. Wettbewerbsfähige Unternehmen erhalten hierdurch Finanzierungsspielräume, die solides Wachstum ermöglichen. In der Regel engagieren sich die MBGen in Form einer stillen Beteiligung. In geeigneten Fällen werden offene Beteiligungen, allerdings immer als Minderheitsbeteiligung, angeboten. Mehr erfahren. Die Beteiligungen der MBG’en an mittelständischen Unternehmen werden durch die Rückgarantien des Bundes und der Länder gefördert. Weitere Informationen auch zum Förderprogramm Rückgarantien des Bundes und der Länder.

Bürgschaften

Etablierten mittelständischen Unternehmen stehen Bürgschaften des Bundes, der Länder und der von Bund und Ländern unterstützten Bürgschaftsbanken in gleicher Weise wie Gründern zur Verfügung. Es wird auf die Ausführungen unter dem Kapitel „Gründungen und Start-ups“ verwiesen. Mehr erfahren.

In Energieeffizienz und Nachhaltigkeit investieren

Ob finanzielle Mittel zur Entwicklung von energieeffizienten Produkten, Investitionen in Gewerbegebäude oder ein effizientes Energiemanagement im Unternehmen: Das BMWi fördert Unternehmen bei ihren Investitionen in Energieeffizienz. Auf machts-effizient.de erhalten Unternehmen einen Überblick über Fördermöglichkeiten und Beratungsangebote. Mehr erfahren.

Weitere Förderprogramme, die auch von bestehenden mittelständischen Unternehmen in Anspruch genommen werden können:

Formeln an einer Tafel zum Thema Innovationspolitik; Quelle: stock.adobe.com – pict rider

© stock.adobe.com – pict rider

Innovationspolitik

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Innovationen finanzieren

Mehr Geld für innovative Gründungen und Unternehmen

Um anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte betreiben zu können und Ideen schnell in die Tat umzusetzen, benötigen junge, innovative Unternehmen und Start-ups besondere Unterstützung. Hierfür haben das BMWi und das vom BMWi verwaltete ERP-Sondervermögen verschiedene Instrumente und Programme aufgesetzt.

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) ist ein bundesweites, technologie- und branchenoffenes Förderprogramm. Mit dem ZIM fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie marktorientierte technologische Forschungs- und Entwicklungsprojekte der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland. Das Programm soll die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen nachhaltig unterstützen. Es soll zum volkswirtschaftlichen Wachstum beitragen, insbesondere durch die Erschließung von Wertschöpfungspotenzialen und die Hebung des Niveaus anwendungsnahen Wissens.

Mittelständische Unternehmen und mit ihnen kooperierende Forschungseinrichtungen können im Rahmen des ZIM Zuschüsse für anspruchsvolle Forschungs- und Entwicklungsprojekte erhalten, die zu neuen Produkten, Verfahren oder technischen Dienstleistungen führen. Die Förderung ist in allen Technologiefeldern möglich. Auch die Themenwahl steht den Unternehmen frei. Wichtig für die Zusage einer Förderung durch das ZIM sind der Innovationsgehalt der Projekte sowie gute Vermarktungschancen der Projektergebnisse.

Die Unternehmen können Forschung und Entwicklung als Einzelprojekte durchführen oder als Kooperationsprojekte mit Forschungseinrichtungen oder anderen Unternehmen. Im Vorfeld der Projekte können Durchführbarkeitsstudien gefördert werden. Darüber hinaus werden das Management und die Organisation von Innovationsnetzwerken gefördert.

Sowohl bei Kooperationsprojekten als auch bei Innovationsnetzwerken unterstützt das ZIM auch internationale Partnerschaften.

Mehr erfahren.

ERP/EIF-Dachfonds und European Angels Fonds

Der gemeinsam vom Europäischen Investitionsfonds (EIF) und dem ERP-Sondervermögen finanzierte Dachfonds beteiligt sich mit einem Volumen von 2,7 Milliarden Euro an Wagniskapital-Fonds, die maßgeblich in Deutschland investieren. Ein Teil der Mittel aus dem ERP/EIF-Dachfonds in Höhe von 270 Millionen Euro wird für den European Angels Fonds (EAF) eingesetzt. Dieser kofinanziert die Investitionen ausgewählter und erfahrener Business Angels sowie anderer nicht-institutioneller Investoren, die sich an innovativen Unternehmen beteiligen. Mehr erfahren.

ERP/EIF-Mezzanin-Dachfonds für Deutschland

Um den Markt für Mezzanin-Kapital in Deutschland zu stärken, haben der Europäische Investitionsfonds, das BMWi/ERP-Sondervermögen, die LfA Förderbank Bayern und die NRW.BANK einen gemeinsamen Finanzierungsfonds aufgelegt: den Mezzanin-Dachfonds für Deutschland (MDD), der inzwischen um einen zweiten Fonds ergänzt wurde. Das Gesamtvolumen des MDD-Mandats beträgt damit insgesamt 600 Millionen Euro (Mittel von ERP-Sondervermögen, EIF, LfA, NRW.BANK) und beteiligt sich an privaten professionellen Mezzanin-Fonds, die wesentlich in den deutschen Mittelstand investieren. Mehr erfahren.

ERP/EIF-Wachstumsfazilität

Mit der Auflage der ERP/EIF-Wachstumsfazilität ergänzen ERP-Sondervermögen und Europäischer Investitionsfonds (EIF) ihre Kooperation im Bereich der Beteiligungs- und Mezzaninfinanzierung und eröffnen schnell wachsenden Unternehmen in effizienter Weise einen Zugang zu dringend benötigtem Wachstumskapital. ERP-Sondervermögen und EIF schließen sich hierzu mit erfolgreichen Wagniskapitalfondsinvestoren im Rahmen des ERP/EIF-Portfolio zusammen und errichten Ko-Investitionsfonds, die sich an innovativen Wachstumsunternehmen beteiligen. Diese Portfoliounternehmen müssen ihren Sitz oder den Schwerpunkt ihrer Geschäftstätigkeit in Deutschland haben. Es gibt keine Branchenbegrenzung. Das Investment erfolgt grundsätzlich zu den gleichen Bedingungen wie das Investment privatwirtschaftlicher Mitinvestoren (pari passu). Hiermit verbunden ist ein erheblicher Hebeleffekt des Instruments. Mehr erfahren.

coparion

Der Ko-Investmentfonds coparion wurde von ERP-Sondervermögen und der KfW Bankengruppe gegründet und beteiligt sich in gleicher Höhe und zu gleichen wirtschaftlichen Konditionen zusammen mit privaten Leadinvestoren an jungen, innovativen Unternehmen. So ist es möglich, das bereitgestellte Kapital zu verdoppeln. Antragsberechtigt sind kleine und mittelständische Technologieunternehmen der gewerblichen Wirtschaft mit Betriebssitz in Deutschland. Das Unternehmen muss die Kriterien der KMU-Definition der EU erfüllen. Mehr erfahren.

ERP-VC-Fondsinvestments

Im Rahmen der ERP-Venture Capital-Fondsinvestments beteiligt sich die KfW im Auftrag und im Risiko des ERP-Sondervermögens mit einem Budget von 400 Millionen Euro an ausgewählten Wagniskapitalfonds in Deutschland und Europa. Im Fokus steht die Förderung von technologieorientierten Start-ups und jungen, innovativen Unternehmen. Das Instrument soll insbesondere die Angebotslücke bei Anschlussfinanzierungen für junge Technologieunternehmen in der Wachstumsphase zu adressieren. Mehr erfahren.

ERP-Innovationsprogramm

Das ERP-Innovationsprogramm richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen und Angehörige der Freien Berufe. Der Förderschwerpunkt liegt dabei auf Kooperationen zu Forschungseinrichtungen. Ziel ist es, Innovationen voranzutreiben und neue marktorientierte Ideen schnell in die Tat umzusetzen. Das ERP-Innovationsprogramm wird von der KfW Bankengruppe im Auftrag des ERP-Sondervermögens durchgeführt und dient der langfristigen Finanzierung marktnaher Forschung und Entwicklung neuer Produkte, Produktionsverfahren oder Dienstleistungen sowie ihrer wesentlichen Weiterentwicklung. Mehr erfahren.

Daneben stehen auch für die Innovationsfinanzierung die Instrumente EXIST, High-Tech Gründerfonds und INVEST bereit. Siehe dazu Ausführungen im Kapitel „Gründungen und Start-ups“.

Venture Tech Growth Financing

Mit dem Programm „Venture Tech Growth Financing“ fördern der Bund und die KfW Bankengruppe junge technologieorientierte Wachstumsunternehmen. Das Programm ist Teil der Tech Growth Fund-Initiative der Bundesregierung, mit der insbesondere Start-ups in der Wachstumsphase sogenannte Venture Debt-Finanzierungen zur Verfügung gestellt werden sollen. Bei der Finanzierungsform Venture Debt handelt es sich um rückzahlbares und nach individueller Risikoprüfung verzinstes Fremdkapital. Mehr erfahren.

Pressemitteilung

  • 30.06.2021 - Gemeinsame Pressemitteilung - Mittelstandsfinanzierung

    „Nullzinsen“ ab 01.07.2021 für die Finanzierung von Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben

    Öffnet Einzelsicht
  • 25.06.2021 - Pressemitteilung - Mittelstand digitalisieren

    Fast 250 Millionen Euro zusätzlich für den deutschen Mittelstand

    Öffnet Einzelsicht
  • 25.03.2021 - Gemeinsame Pressemitteilung - Mittelstandsfinanzierung

    KfW-Sonderprogramm bis Jahresende verlängert – Kredithöchstbeträge werden angehoben

    Öffnet Einzelsicht
  • 26.11.2020 - Gemeinsame Pressemitteilung - Wirtschaftspolitik

    Bund stärkt die Rekapitalisierung von kleinen und mittelständischen Unternehmen während der Corona-Krise

    Öffnet Einzelsicht
  • 05.06.2019 - Pressemitteilung - Existenzgründung

    Altmaier: Mikromezzaninfonds fördert Existenzgründungen

    Öffnet Einzelsicht
  • 27.03.2019 - Gemeinsame Pressemitteilung - Existenzgründung

    Gründungsoffensive: KfW und Bund starten Venture Debt-Finanzierung für innovative Unternehmen in der Wachstumsphase

    Öffnet Einzelsicht
Lagerhalle zum Thema Mittelstandsfinanzierung