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Artikel - Wirtschaftliche Entwicklung

Konjunktur und Wachstum

Einleitung

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November 2020

Die konjunkturelle Erholung hat sich bis zuletzt fortgesetzt. Das intensive Pandemiegeschehen gefährdet den Aufholprozess der deutschen Wirtschaft. Die erneute drastische Reduzierung der sozialen Kontakte belastet im November die Konjunktur. Der Erholungsprozess dürfte sich aber fortsetzen, soweit die Eindämmung der Infektion erneut gelingt. Die Industrieproduktion hat ihren Aufholprozess im September fortgesetzt. Einen hohen Anteil daran trägt die deutliche Erholung im gewichtigen Bereich Kfz und Kfz-Teile. Die Auftragseingänge und das Geschäftsklima sprechen für eine Beibehaltung des Aufwärtstrends. Die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz zeigen nach der kräftigen Erholung im Mai eine Seitwärtsbewegung deutlich über dem Niveau vor der Krise. Die Zahl der monatlichen Pkw-Neuzulassungen privater Halter liegt nach wie vor über der Marke von 100.000 und damit ebenfalls über Vorkrisenniveau. Auf den Arbeitsmarkt zeigten sich vor dem neuen Teil-Lockdown leichte Verbesserungen. Im Oktober nahm die Arbeitslosigkeit erneut ab und auch die Kurzarbeit ging weiter zurück. Die Erwerbstätigkeit stieg im September erneut.

Allgemeine Lage: Wirtschaftliche Erholung gefährdet

Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich aus der Krise. Im dritten Quartal erhöhte sie ihre Wirtschaftsleistung um 8,2 % und damit auf nahezu 96 Prozent des Vorkrisenniveaus aus dem letzten Quartal 2019.[1] Vor allem die privaten Konsumausgaben, die Investitionen in Ausrüstungen und der Außenhandel lieferten starke Impulse. Der Aufholprozess hat sich bis zuletzt im Oktober fortgesetzt, angesichts des nationalen und globalen Pandemiegeschehens aber ab August verlangsamt. Die sich ab Spätsommer wieder stark ausbreitende Infektion machte für November zusätzliche Maßnahmen zur Reduzierung der sozialen Kontakte erforderlich. Die Konjunktur erfährt im November trotz der abgewogenen Maßnahmen durch die Einschränkungen vor allem der Konsummöglichkeiten einen Dämpfer. Solange die zusätzlichen Maßnahmen begrenzt bleiben können, spricht aber wenig dafür, dass der Aufholprozess im vierten Quartal insgesamt abbricht. Die Konjunkturindikatoren in Gänze haben sich jedenfalls, wenn auch mit einzelnen Abstrichen, bis zuletzt weiter aufgehellt.

Lesen Sie hier mehr zur wirtschaftlichen Lage im November.

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Weitere Pressemitteilungen zur wirtschaftlichen Lage

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Konjunkturschlaglicht Oktober 2020

Der nach dem Corona-Schock anfänglich sehr steile Erholungspfad flacht im zweiten Halbjahr ab.

Gesamtwirtschaft

ifo Konjunkturtest insgesamt (Salden, saisonbereinigt) Bild vergrößern

ifo Konjunkturtest insgesamt (Salden, saisonbereinigt)

© ifo Institut

Unterstützt durch die umfangreichen konjunkturstützenden Maßnahmen der Bundesregierung schreitet die Erholung trotz global schwacher Konjunktur und schwelender Corona-Pandemie weiter voran.

Lesen Sie hier mehr zum Konjunkturschlaglicht im Oktober.

Aktuelle Projektion

Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur

Durch die Corona-Pandemie sind die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft in eine Rezession geraten. Die Herbstprojektion 2020, die Ende Oktober durch das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht wurde, zeigt jedoch: Die Rezession ist nicht so stark ausgefallen wie befürchtet und der Aufschwung ging schneller als erwartet.

Die Bundesregierung prognostiziert unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie dreimal im Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Als Teil des Jahreswirtschaftsberichts veröffentlicht die Bundesregierung im Januar die Jahresprojektion. Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens im Arbeitskreis "Steuerschätzungen". Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrer Haushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten. Auch die Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes werden auf Grundlage der Projektionen erstellt.

Die Bundesregierung projiziert die Wirtschaftsentwicklung in der kurzen und mittleren Frist sowie das Produktionspotenzial. Diese Schätzungen sind Grundlage für die Berechnung der Obergrenze der jährlichen Nettokreditaufnahme nach der Schuldenregel gemäß den Artikeln 109 und 115 des Grundgesetzes. Frühere Projektionen finden Sie im Archiv.

Die aktuelle Schätzung aus der Herbstprojektion 2020 können Sie hier einsehen.

Kennzahlen zur Frühjahrsprojektion der Bundesregierung

-5,5
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
2020 gegenüber Vorjahr

-10,3
Symbolicon für Lastenwagen

Prozent Rückgang der Exporte
2020 gegenüber Vorjahr

-6,9
Symbolicon für Geld

Prozent Rückgang der privaten Konsumausgaben
2020 gegenüber Vorjahr

380
Symbolicon für Arbeiter

Tausend weniger Erwerbstätige
2020 gegenüber Vorjahr

Videos

Eckwerte und Produktionspotenzial

Eckwertetabelle und Produktionspotenzial

Vewendung des Bruttoinlandsproduktes (preisbereinigt) [1]2019202020212022
Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent
Bruttoinlandsprodukt [1]0,6-5,54,42,5
Konsumausgaben privater Haushalte [2]1,6-6,94,53,4
Konsumausgaben des Staates2,64,70,8-0,4
Bruttoanlageinvestitionen2,5-3,84,83,0
- darunter Ausrüstungen 0,5-15,811,94,3
- Bauten3,83,11,82,3
- Sonstige Anlagen2,7-1,53,12,9
Vorratsveränderung und Nettozugang an Wertsachen (Impuls)-0,7-0,10,00,0
Inlandsnachfrage1,2-3,83,72,4
Exporte 1,0-10,37,15,4
Importe2,6-7,16,05,4
Außenbeitrag (Impuls) [3]-0,6-1,90,80,3
Preisentwicklung:
Konsumausgaben privater Haushalte [2]1,30,51,31,4
Erwerbstätige (Inland)45,344,945,045,3
Arbeitslose (BA)2,32,72,62,4

[1] Im Jahr 2020 beträgt das kalenderbereinigte Wachstum - 5,9 Prozent und die Jahresverlaufsrate beträgt - 4,6 Prozent;
[2] Einschließlich der Organisationen ohne Erwerbszweck;
[3] Absolute Veränderung des Außenbeitrags in Prozent des BIP des Vorjahres (=Beitrag zur Zuwachsrate des BIP).

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Weitere Projektionen finden Sie hier

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Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Aktuelle Themen und Analysen

Der monatliche Bericht "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" informiert über die aktuellen Themen der deutschen Wirtschaftspolitik. Mit Analysen und Grafiken bietet er einen kompakten Überblick über die gesamtwirtschaftliche Situation.

Die Höhe und Entwicklung von Strompreisen spielen eine wichtige Rolle für den Wirtschaftsstandort Deutschland. Auch aus Sicht der Energie- und Klimapolitik sind Strompreise im Blick zu halten, um strombasierte Technologien konkurrenzfähig zu machen. Daher beleuchten wir in der neuen Ausgabe, wie sich Strompreise bilden und vor welcher Gestaltungsaufgabe die Politik in den nächsten Jahren steht.

Tsunami oder Flaute? Die Corona-Krise stellt viele Unternehmen vor enorme Herausforderungen. Die Zahl der Firmeninsolvenzen wird steigen. Wie wir in diesem Heft zeigen, spricht jedoch einiges dafür, dass der Anstieg moderat verlaufen dürfte und eine massive Insolvenzwelle ausbleibt.

Für 2021 bis 2027 stehen europäischen Regionen fast 400 Mrd. Euro im Rahmen der EU-Kohäsionspolitik zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und Bewältigung strukturpolitischer Herausforderungen zur Verfügung. Um den rechtzeitigen Start der neuen Mittel zu garantieren, setzt sich Deutschland als EU-Ratspräsidentschaft für einen baldigen Abschluss der Verhandlungen ein.

Was tun mit alten Zechengebäuden, Fördertürmen oder Tagebaulöchern? Das BMWi fördert zahlreiche Forschungsprojekte, um die bisherige Energieinfrastruktur fit für die Versorgung von morgen zu machen. Im aktuellen Heft stellen wir einige spannende Projektbeispiele im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms vor.

Außerdem finden Sie weitere Beiträge zum aktuellen Jahresgutachten des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, zur Initiative Leichtbau, zur IT-Sicherheit im Mittelstand sowie unser Konjunkturschlaglicht und alle Details zur wirtschaftlichen Lage in Deutschland und der Welt.

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Weitere Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

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Analysen

Analysen der Wirtschaftsentwicklung

Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose

Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben am 8. April 2020 ihr Frühjahrsgutachten vorgestellt. Sie erwarten für dieses Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt um 4,2 Prozent. Die Konjunktur wird sich nach aktuellen Ausgangsbeschränkungen schrittweise erholen. Die Forscher rechnen schon für das kommende Jahr wieder mit einem kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 5,8 Prozent.

Lesen Sie mehr dazu hier.

Konjunkturstatistik

Konjunkturstatistik

 

Konjunktur

KONJUNKTUR
Grafiken & Tabellen

Schlaglichter - Konjunktur Dezember 2020

Pressemitteilungen

  • 13.11.2020 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im November 2020

    Öffnet Einzelsicht
  • 12.11.2020 - Gemeinsame Pressemitteilung - Wirtschaftspolitik

    Novemberhilfe – Verfahren der Abschlagszahlung steht

    Öffnet Einzelsicht
  • 11.11.2020 - Pressemitteilung - Wirtschaftspolitik

    Bundeswirtschaftsminister Altmaier begrüßt Jahresgutachten des Sachverständigenrates

    Öffnet Einzelsicht
  • 06.11.2020 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe im Berichtsmonat September 2020

    Öffnet Einzelsicht
Graph zum Thema Wirtschaftliche Entwicklung; Quelle: istockphoto.com/jxfzsy