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Artikel - Wirtschaftliche Entwicklung

Konjunktur und Wachstum

Einleitung

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2021

Im Jahresschlussquartal 2020 kam es im Zuge des neuen Lockdowns zu einer Stagnation in der deutschen Volkswirtschaft.[1] Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich nur geringfügig um 0,1 %. Im Gesamtjahr 2020 ist die Wirtschaftsleistung pandemiebedingt um 5,0 % zurückgegangen. Die Industrie konnte ihre Produktion im Dezember trotz der verschärften Lockdown-Maßnahmen weiter steigern, nur im Baugewerbe kam es zu einem Rückgang. Die Auftragseingänge des Verarbeitenden Gewerbes liegen deutlich über dem Vorkrisenniveau. Dies deutet darauf hin, dass die Industrie – anders als im Frühjahr – von den Maßnahmen auch weiterhin weniger stark betroffen ist. Der Einzelhandel war im Dezember empfindlich vom verschärften Lockdown betroffen, das Weihnachtsgeschäft wurde stark beeinträchtigt. Die Umsätze ohne Kfz gingen deutlich zurück, allerdings verlief die Entwicklung im Einzelnen recht unterschiedlich. Der stationäre Handel litt unter den Maßnahmen der Pandemiebekämpfung, während der Internet- und Versandhandel weiter merklich zulegen konnte. Bis zuletzt präsentiert sich der Arbeitsmarkt trotz Lockdown stabil. Die Erwerbstätigkeit nahm im Dezember um saisonale Effekte bereinigt leicht zu und die Arbeitslosigkeit sank im Januar erneut beachtlich. Die Anzeigen für Kurzarbeit im Januar und Dezember deuten indes darauf hin, dass die Zahl der Menschen in Kurzarbeit noch etwas zunehmen könnte.

Nur geringes Wachstum aufgrund des Lockdowns im Schlussquartal 2020

Das Bruttoinlandsprodukt ist im vierten Quartal 2020 gegenüber dem Vorquartal praktisch nicht mehr gewachsen (preis-, kalender- und saisonbereinigt +0,1 %), nachdem im dritten Quartal noch ein kräftigtes Plus von 8,5 % verzeichnet worden war. Der deutliche Erholungsprozess, der nach dem Ende des ersten Lockdowns vom Frühjahr letzten Jahres wiedereingesetzt hatte, ist im Zuge des zweiten Lockdowns erst einmal weitgehend zum Stillstand gekommen. Auch im ersten Quartal des laufenden Jahres belastet die Verlängerung und die Verschärfung der Maßnahmen die deutsche Wirtschaft. Ihre weitere Entwicklung hängt nun maßgeblich davon ab, wie schnell das im Winter angestiegene Infektionsgeschehen wieder eingedämmt werden kann. Klar ist dabei: Ohne wirkliche Eindämmung der Corona-Pandemie kann es keine nachhaltige wirtschaftliche Erholung geben. Dies gilt umso mehr, seit sich Mutationen des Coronavirus verbreiten, die ansteckender sind und das Infektionsrisiko erhöhen.

Lesen Sie hier mehr zur wirtschaftlichen Lage im Februar 2021.

Aktuelle Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Weitere Pressemitteilungen zur wirtschaftlichen Lage

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Konjunkturschlaglicht Februar 2021

Verschärfung und Verlängerung des Lockdowns dämpft Wirtschaftsentwicklung

Gesamtwirtschaft

Bruttoinlanfsprodukt und ifo Geschäftsklima (zentrierte gleitende Drei-Monats-Durchschnitte bzw. Quartale, saisonbereinigt, Veränderungen gegenüber Vorperiode in Prozent bzw. Salden bei ifo) Bild vergrößern

Bruttoinlanfsprodukt und ifo Geschäftsklima (zentrierte gleitende Drei-Monats-Durchschnitte bzw. Quartale, saisonbereinigt, Veränderungen gegenüber Vorperiode in Prozent bzw. Salden bei ifo)

© Statistisches Bundesamt (StBA), Bundesbank (BBk), ifo Institut

Im Jahresschlussquartal 2020 kommt es im Zuge des Lockdowns zu einem geringen Wachstum der deutschen Volkswirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt erhöht sich nur geringfügig um 0,1 %. Im Gesamtjahr 2020 ging die Wirtschaftsleistung um 5,0 % zurück.

Lesen Sie hier mehr zum Konjunkturschlaglicht im Februar.

Dashboard Deutschland

Neue Online-Plattform bündelt Daten zur Corona-Krise

Zuverlässige Informationen sind in einer Krisensituation wie der Corona-Pandemie wichtiger denn je. Sie ermöglichen eine objektive Bewertung und schaffen damit die Basis zur Krisenbewältigung. Mit dem „Dashboard Deutschland“ stellen das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI), das Bundesministerium der Finanzen (BMF) und das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt (Destatis) seit dem 15. Dezember 2020 hochaktuelle Informationen zur Bewertung der aktuellen wirtschaftlichen Lage auf einer öffentlich zugänglichen Online-Plattform bereit.

Das im Auftrag der drei Ministerien entwickelte „Dashboard Deutschland“ bietet zum Start mehr als 100 aussagekräftige Indikatoren aus unterschiedlichen Datenquellen zu den Themenbereichen Gesundheit, Wirtschaft, Mobilität und Finanzen. Die visualisierten Ergebnisse werden von Texten begleitet, die ihre Interpretation erleichtern. Zum Start des Angebots bietet das „Dashboard Deutschland“ bereits grundlegende Analysemöglichkeiten. Bis Mitte 2021 werden sowohl das inhaltliche Angebot als auch die technische Funktionalität weiter ausgebaut. Das „Dashboard Deutschland“ ist kostenfrei und ohne Registrierung nutzbar.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.dashboard-deutschland.de

Aktuelle Projektion

Wirtschaftliche Entwicklung und Konjunktur

Durch die Corona-Pandemie sind die Weltwirtschaft und mit ihr die deutsche Volkswirtschaft in eine Rezession geraten. Die Jahresprojektion 2021, die im Januar durch das Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht wurde, zeigt jedoch: Die Rezession ist nicht so stark ausgefallen wie befürchtet und der Aufschwung ging schneller als erwartet. Für das Jahr 2021 erwartet die Bundesregierung eine Zunahme des preisbereinigten Bruttoinlandsprodukts in Höhe von 3,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Wirtschaftsleistung von vor der Pandemie dürfte erst Mitte 2022 wieder erreicht werden. Ziel ist es, die Corona-Krise zu überwinden, wirtschaftliche Erholung zu unterstützen und Strukturen zu stärken.

Die Bundesregierung prognostiziert unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie dreimal im Jahr die gesamtwirtschaftliche Entwicklung Deutschlands. Als Teil des Jahreswirtschaftsberichts veröffentlicht die Bundesregierung im Januar die Jahresprojektion. Die Frühjahrs- und Herbstprojektionen bilden die Grundlage für die Schätzungen des Steueraufkommens im Arbeitskreis "Steuerschätzungen". Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen orientieren sich bei der Aufstellung ihrer Haushalte an den projizierten gesamtwirtschaftlichen Eckwerten. Auch die Meldungen an die Europäische Union im Rahmen des Stabilitäts- und Wachstumspaktes werden auf Grundlage der Projektionen erstellt.

Die Bundesregierung projiziert die Wirtschaftsentwicklung in der kurzen und mittleren Frist sowie das Produktionspotenzial. Diese Schätzungen sind Grundlage für die Berechnung der Obergrenze der jährlichen Nettokreditaufnahme nach der Schuldenregel gemäß den Artikeln 109 und 115 des Grundgesetzes. Frühere Projektionen finden Sie im Archiv.

Die aktuelle Schätzung aus der Jahresprojektion 2021 können Sie hier einsehen.

Kennzahlen zur Jahresprojektion der Bundesregierung

+3,0
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
in 2021 erwartet

+5,3
Symbolicon für Münzen und Geldschein

Prozent Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts (BIP)
in 2021 erwartet

+3,6
Symbolicon für Geld

Prozent beim privaten Konsum
in 2021

5,8
Symbolicon für Arbeiter

Prozent Arbeitslosenquote - leichter Rückgang erwartet
in 2021

Videos

Eckwerte und Produktionspotenzial

Eckwertetabelle und Produktionspotenzial

Veränderung des Bruttoinlandsproduktes (preisbereinigt) [1]2019202020212022
Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent
Bruttoinlandsprodukt [1]0,6-5,03,02,6
Konsumausgaben privater Haushalte [2]1,6-6,03,62,9
Konsumausgaben des Staates2,63,41,10,5
Bruttoanlageinvestitionen2,5-3,53,63,5
- darunter Ausrüstungen 0,5-12,56,56,0
- Bauten3,81,51,92,4
- Sonstige Anlagen2,7-1,14,12,8
Vorratsveränderung und Nettozugang an Wertsachen (Impuls)-0,7-0,70,00,0
Inlandsnachfrage1,2-4,13,12,5
Exporte 1,0-9,96,45,7
Importe2,6-8,67,26,0
Außenbeitrag (Impuls) [3]-0,6-1,10,10,2
Preisentwicklung:
Konsumausgaben privater Haushalte [2]1,30,61,61,6
Erwerbstätige (Inland)45,344,844,845,1
Arbeitslose (BA)2,32,72,62,5

[1] Im Jahr 2020 beträgt das kalenderbereinigte Wachstum - 5,9 Prozent und die Jahresverlaufsrate beträgt - 4,6 Prozent;
[2] Einschließlich der Organisationen ohne Erwerbszweck;
[3] Absolute Veränderung des Außenbeitrags in Prozent des BIP des Vorjahres (=Beitrag zur Zuwachsrate des BIP).

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Weitere Projektionen finden Sie hier

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Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Aktuelle Themen und Analysen

Der monatliche Bericht "Schlaglichter der Wirtschaftspolitik" informiert über die aktuellen Themen der deutschen Wirtschaftspolitik. Mit Analysen und Grafiken bietet er einen kompakten Überblick über die gesamtwirtschaftliche Situation.

Deutschland nimmt im Bereich der erneuerbaren Energien bereits heute eine führende Rolle ein. Mit der zu Beginn des Jahres in Kraft getretenen Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetztes werden die Anstrengungen weiter verstärkt. Im Fokusartikel dieser Ausgabe stellen wir die neuen Rahmenbedingungen für den Ausbau vor und beleuchten, wie das EEG 2021 die Weichen für die Treibhausgasneutralität in der Stromversorgung stellt.

Eine erfolgreiche Gesamtstrategie zur Erreichung energie- und klimapolitischer Ziele benötigt eine fundierte wissenschaftliche Grundlage. In einem Forschungsvorhaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie werden daher Langfristszenarien für die Transformation des Energiesystems in Deutschland erstellt und untersucht, wie Deutschland seine Klimaziele erreichen kann.

Als Reaktion auf die Coronakrise hat sich die Bundesregierung mit der „Sozialgarantie 2021“ verpflichtet, die Sozialversicherungsbeiträge bis Ende 2021 bei maximal 40 Prozent zu stabilisieren. Gleichzeitig stellen langfristige Trends die Finanzierung der Sozialversicherung vor große Herausforderungen. Im aktuellen Heft beleuchten wir mögliche Reformansätze, um die Tragfähigkeit der sozialen Sicherungssysteme zu gewährleisten.

Gesamtwirtschaftliches Wachstum kann für Wohlstand, Beschäftigung und soziale Sicherheit sorgen. Eine Steigerung des Bruttoinlandsprodukts ist jedoch nicht alleiniges Ziel der Wirtschaftspolitik. Eine Palette verschiedener Indikatoren der Wohlstandsmessung richtet den Blick auf weitere wichtige Aspekte wie Umwelt, Bildung, Gesundheit oder Generationengerechtigkeit.

„Die transatlantische Allianz ist zurück.“ So äußerte sich US-Präsident Joe Biden auf der diesjährigen Münchner Sicherheitskonferenz. Auch bei den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen scheint ein Neustart möglich. Im aktuellen Heft diskutieren wir, was die neue Administration für die zukünftige Zusammenarbeit bedeuten könnte.

Das Förderprogramm „go-inno“ des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt seit 2011 kleine und mittlere Unternehmen bei der Erprobung und Umsetzung innovativer Ideen. Auch im Zuge der Coronakrise haben viele Unternehmen eine Förderung beantragt. Aufgrund des Erfolges wurde das Programm nun für weitere fünf Jahre verlängert und an neue Erfordernisse angepasst.

Seit über 20 Jahren ist das EU-Energielabel eine wichtige Hilfe beim Kauf elektrischer und elektronischer Produkte. In dieser Ausgabe stellen wir aktuelle Neuerungen vor.

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Weitere Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

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Analysen

Analysen der Wirtschaftsentwicklung

Frühjahrsgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose

Die Wirtschaftsforschungsinstitute der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose haben am 8. April 2020 ihr Frühjahrsgutachten vorgestellt. Sie erwarten für dieses Jahr einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts von preisbereinigt um 4,2 Prozent. Die Konjunktur wird sich nach aktuellen Ausgangsbeschränkungen schrittweise erholen. Die Forscher rechnen schon für das kommende Jahr wieder mit einem kräftigen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 5,8 Prozent.

Lesen Sie mehr dazu hier.

Konjunkturstatistik

Konjunkturstatistik

 

Konjunktur

KONJUNKTUR
Grafiken & Tabellen

Schlaglichter - Konjunktur März 2021

Pressemitteilungen

  • 16.02.2021 - Gemeinsame Pressemitteilung - Wirtschaftspolitik

    Die Neustarthilfe startet – Anträge können ab heute gestellt werden

    Video

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  • 15.02.2021 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Februar 2021

    Öffnet Einzelsicht
  • 08.02.2021 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Entwicklung der Produktion im Produzierenden Gewerbe – Berichtsmonat Dezember 2020

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  • 05.02.2021 - Pressemitteilung - Wirtschaftliche Entwicklung

    Entwicklung der Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Berichtsmonat Dezember 2020

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  • 03.02.2021 - Pressemitteilung - Energiewende

    Energiewende auf Erfolgskurs – 8. Monitoring-Bericht zur Energiewende belegt Fortschritte in der Energie- und Klimapolitik

    Video

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Graph zum Thema Wirtschaftliche Entwicklung; Quelle: istockphoto.com/jxfzsy