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Artikel - Innovationspolitik

Innovationspolitik

Einleitung

Innovationen und neue Technologien verändern die Welt und das Leben eines jeden Einzelnen. Vieles, was gestern noch Zukunftsvision war, gehört heute zum Alltag und kann morgen schon überholt sein. Deshalb ist es unerlässlich, in Forschung, Innovationen und die Ausbildung von Fachkräften zu investieren, um Unternehmen wettbewerbsfähig zu machen und ein langfristiges wirtschaftliches Wachstum, Wohlstand und neue Arbeitsplätze zu schaffen.

Infografik zur Technologieoffenen Förderung

Das BMWi will die Innovationskraft in Deutschland durch innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und marktorientierte Förderprogramme unterstützen. Ziel ist es, den Mittelstand bei Innovationen und Digitalisierung weiter nach vorne zu bringen, Begeisterung für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu wecken und den qualifizierten Nachwuchs von morgen zu sichern.

Deutschland soll zu einer der führenden Innovationsnationen weltweit aufsteigen und bei entscheidenden Zukunftstechnologien auch morgen zur Weltspitze zählen. Um dieses Ziel zu erreichen, fördert das Bundeswirtschaftsministerium im Rahmen verschiedener Programme die Innovationstätigkeit von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Über diese Programme wird regelmäßig ein Bericht abgelegt, der dazu dient, die Wirksamkeit der Programme abzubilden. Die Innovationspolitik stützt sich auf den Grundsatz „Von der Idee zum Markterfolg“. Den aktuellen Bericht finden Sie hier (PDF, 177 KB).

Vier Zahlen zum Innovationsgeschehen in Deutschland

72,1
Symbolicon für Münzen

Milliarden Euro
investieren deutsche Unternehmen in interne Forschung und Entwicklung

172,6
Symbolicon für Geldscheine

Milliarden Euro
geben deutsche Unternehmen für neue Produkte, Dienstleistungen und Prozesse aus

3,13
Symbolicon für Tortendiagramm

Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts
fließt in Forschung und Entwicklung

181,4
Symbolicon für Unternehmen in Deutschland

Tausend Unternehmen in Deutschland
bringen kontinuierlich Innovationen auf den Markt

Technologieland Deutschland

Hightech made in Germany

Deutschland ist traditionell ein Land der Technik und Innovation. Hierzulande betreiben rund 33.000 Unternehmen kontinuierlich Forschung und Entwicklung, 100.000 Unternehmen bringen regelmäßig neue Produkte und Dienstleistungen auf den Weltmarkt.

Diese Unternehmen bilden die Basis für ein gutes Innovationsklima. Laut dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft investierten deutsche Unternehmen im Jahr 2015 einen Betrag von rund 62 Milliarden Euro in ihre Forschung und in die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen. Die Innovationsausgaben bis zur Markteinführung belaufen sich auf rund 157 Milliarden Euro.

Deutsche Unternehmen stellen weltweit stark nachgefragte Technologieprodukte her. Im Jahre 2014 exportierten sie forschungsintensive Waren im Wert von 675 Milliarden Euro, damit liegt Deutschland an zweiter Stelle weltweit - hinter China und noch vor den USA.

Am Standort Deutschland sind überdurchschnittlich viele sogenannte "Hidden Champions" tätig. Das sind meist kleinere und mittlere Unternehmen, die mit ihren Produkten und Dienstleistungen Weltmarktführer sind. Ihre Erfolge beruhen auf einer langfristigen Firmenstrategie, einer hohen Eigenkapitalausstattung und einer hochqualifizierten Belegschaft.

Exzellente Forschungsinfrastruktur

Die Unternehmen können auf das Know-how zahlreicher international anerkannter Forschungseinrichtungen wie die Max-Planck-Gesellschaft, die Fraunhofer-Gesellschaft, die Helmholtz-Gemeinschaft deutscher Forschungszentren, die Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz oder die Ressortforschungseinrichtungen sowie auf Hoch- und Fachhochschulen zurückgreifen.

Dank der starken Marktstellung deutscher Unternehmen belegt Deutschland in den aktuellen Innovationsrankings stets eine führende Position, meist hinter der Schweiz und den skandinavischen Ländern, aber vor allen anderen wichtigen Wirtschaftsnationen. Asiatische Länder, insbesondere China und Südkorea, holen jedoch stark auf. Deshalb muss sich die deutsche Wirtschaft auch im Technologiesektor auf eine weltweit steigende Konkurrenz einstellen.

Politik für mehr Innovationskraft

Die Forschungs- und innovationspolitischen Maßnahmen des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) sind eingebettet in die "Hightech-Strategie - Innovationen für Deutschland", die alle Forschungs-, Technologie- und Innovationsmaßnahmen der Bundesregierung umfasst. Die Maßnahmen des BMWi zielen vor allem auf die Stärkung der Innovationskraft mittelständischer Unternehmen und Gründer.

Zum einen bietet das BMWi eine ganze Reihe von Fördermöglichkeiten für den innovativen Mittelstand. Mit der Initiative "Von der Idee zum Markterfolg" wurden die Programme neu strukturiert, gebündelt und übersichtlicher gestaltet. Die Maßnahmen adressieren die gesamte Innovationskette – von der kreativen Idee bis zur Umsetzung in neue Produkte und Dienstleistungen. Wichtig ist dabei vor allem der Technologietransfer von der Forschung in die Wirtschaft. Darüber hinaus fördert das BMWi spezifische Forschungs- und Technologievorhaben aller Unternehmen, meist in Kooperation mit Forschungseinrichtungen in verschiedenen Technologiebereichen wie zum Beispiel: Energie-, Informations- und Kommunikationstechnologien, maritime Wirtschaft, Mobilität sowie Luft- und Raumfahrt.

Daneben treibt das BMWi die weitere Verbesserung der Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation voran. Hierzu gehören insbesondere

Transferinitiative: Mehr Ideen - mehr Erfolge

Im März 2019 gab Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier den Startschuss für die Transferinitiative des BMWi. Sie soll die Umsetzung von Ideen in marktfähige Produkte unterstützen. Dafür wird das BMWi mit Innovationsakteuren prüfen, welche Maßnahmen der Umsetzung von Ideen in den Markt bereits funktionieren und wo Verbesserungen nötig sind. Ziel ist die Optimierung des Innovationsökosystems in Deutschland und damit eine Steigerung der Innovatorenquote und der Innovationstätigkeit. Zu den Hauptelementen der Transferinitiative zählen eine Dialogreihe und eine Roadshow. So werden in verschiedenen Regionen Deutschlands Dialogveranstaltungen stattfinden deren Ziel es ist, Hemmnisse in den unterschiedlichen Bereichen des Technologie- und Wissenstransfers zu identifizieren und zu beseitigen. Die Roadshow wird das Förderportfolio des BMWi und die Ergebnisse der Dialogveranstaltungen verbreiten und verschiedenen Teilhabern am Transferprozess vermitteln.

Innovationsförderung und Beratung

Forschung und Innovation in KMU fördern

Innovationen sichern die Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes. Um diese zu steigern und Entwicklungspotentiale zu wecken, unterstützt das BMWi gezielt kleine und mittlere Unternehmen (KMU), indem es Forschung und Entwicklung sowie Innovationsberatung fördert und Kooperationen mit der Wissenschaft erleichtert.

Dass BMWi gewährt den KMU Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen, damit sie Forschungs- und Innovationsprojekte leichter finanzieren können. Dabei wird die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen besonders gefördert, damit neue Erkenntnisse der Wissenschaft schnell in marktfähige Produkte umgewandelt werden können.

Marktnahe Forschungs- und Innovationsprojekte

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) gewährt Zuschüsse für marktorientierte technologische Forschungs- und Entwicklungsprojekte der mittelständischen Wirtschaft in Deutschland.

Das ERP-Innovationsprogramm gewährt zinsgünstige Darlehen für KMU und Angehörige der Freien Berufe. Auch hier ist das Ziel, Innovationen voranzutreiben und neue marktorientierte Ideen schnell in die Tat umzusetzen.

Vorwettbewerbliche Forschung

Um im internationalen Innovationswettlauf bestehen zu können, brauchen KMU Forschungseinrichtungen, deren Forschungs- und Entwicklungsarbeit sich an ihren Bedürfnissen orientiert und deren Ergebnisse schnell und effizient transferiert werden. Daher fördert das BMWi mit dem Programm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) vorwettbewerbliche Forschungsvorhaben. Ihre Ergebnisse kommen allen Unternehmen zu Gute. Anwendungsorientierte Forschungsvorhaben gemeinnütziger Forschungseinrichtungen in strukturell benachteiligten Regionen Deutschlands werden mit dem Programm INNO-KOM gefördert. Mehr erfahren.

Innovationsberatung für Unternehmen

Der Förderbereich Innovationsberatung hat das Ziel, die Innovationskompetenz von KMU zu erhöhen. Er umfasst die Beratung für ein effizientes Innovationsmanagement und die Beratung über Fördermöglichkeiten von Bund, Ländern und der Europäischen Kommission.

  • BMWi-Innovationsgutscheine (go-Inno)
    Mit den BMWi-Innovationsgutscheinen werden externe Beratungsleistungen in KMU der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks gefördert. Weitere Informationen finden Sie unter www.innovation-beratung-foerderung.de, dem Online-Portal zum BMWi-Förderprogramm "go-Inno".
  • Deutsche Materialeffizienzagentur (demea)
    Demea-zertifizierte Beratungsunternehmen helfen KMU dabei, ineffiziente Produktionsprozesse zu erkennen und Maßnahmen zur besseren Materialausnutzung zu konzipieren. Ziel ist, durch den intelligenten Umgang mit Materialien Kosten zu senken und Arbeitsabläufe zu optimieren. Mehr Informationen dazu finden Sie hier.
  • Nationale Kontaktstelle KMU
    Die nationale Kontaktstelle für kleinere und mittlere Unternehmen (NKS KMU) informiert und berät über die Fördermöglichkeiten der Europäischen Kommission, insbesondere zu den KMU-spezifischen Förderinstrumenten sowie zum Zugang zur Risikofinanzierung im Rahmen des europäischen Programms für Forschung und Innovation "Horizon 2020". Aktuelle Informationen erhalten Sie über den Newsletter der NKS KMU oder unter www.nks-kmu.de.
  • Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes
    Diese Beratungsstelle informiert über alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung von Bund, Ländern und der Europäischen Kommission sowie wichtige Ansprechpartner und aktuelle Förderschwerpunkte. Außerdem bietet die Förderberatung einen kostenlosen Lotsendienst für KMU.

Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen

Ende August 2018 hat die Bundesregierung die Gründung einer Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen beschlossen. Die neue Agentur soll gezielt dazu beitragen, dass aus bahnbrechenden Innovationen deutscher Unternehmen und Forschungseinrichtungen die deutschen Spitzenprodukte und Arbeitsplätze von morgen werden. Die neue Agentur wird ihren Standort in Leipzig haben und bis zu 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Sie arbeitet themen-, disziplin- und technologieoffen, agil und flexibel und im Vergleich zu klassischen Förderprogrammen eher risikoaffin und mit einem weit höheren Autonomiegrad. Dabei setzt die Agentur auf Innovationswettbewerbe und die Förderung von Spitzenprojekten mit mehrjähriger Laufzeit, die Ideen mit Sprunginnovationspotential in die Anwendung überführen. Erste Innovationswettbewerbe sollen bereits 2019 starten.

Förderung von Netzwerken und Clustern

Viele Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten in regionalen oder thematischen Clustern und Netzwerken zusammen, um optimale Wertschöpfungsketten zu bilden und ihre Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu steigern.

  • Das Internetportal Clusterplattform Deutschland der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie für Bildung und Forschung bietet einen umfassenden Überblick über die clusterpolitischen Maßnahmen des Bundes und der Länder sowie europäischer Initiativen. Es stellt kompakt und anschaulich die regionalen und nationalen Clusterinitiativen dar und bietet gleichzeitig ein Dialogforum für Clusterakteure und -forscher.
  • Das Programm "go-cluster" bietet verschiedene Serviceleistungen zur Unterstützung des Clustermanagements, fördert innovative Dienstleistungen und erhöht die Sichtbarkeit von Innovationsclustern.

Die Mustervereinbarungen für Forschungs-und Entwicklungskooperationen finden Sie hier.

Transferinitiative

Technologie- und Wissensaustausch beeinflussen maßgeblich die Marktfähigkeit von innovativen Produkten und Dienstleistungen. Dennoch gelingt der Wissenstransfer nicht häufig genug – gerade der deutsche Mittelstand hat dadurch Innovationsbedarf. Deswegen gab das BMWi am 11. März 2019 den Startschuss für die Transferinitiative, die dabei unterstützen soll, Forschungsergebnisse schneller in konkrete Produkte und Verfahren umzusetzen. Die im Koalitionsvertrag verankerte Initiative hat das Ziel, die themenoffene Mittelstandsförderung „Idee bis zum Markt“ weiter ausbauen und zu verbessern. Darüber hinaus unterstützt die Initiative nichttechnische Innovationen, wie digitale Geschäftsmodelle, durch ein zugeschnittenes Innovationsprogramm.

Publikationen

Lagerhalle zum Thema Mittelstandsfinanzierung; Quelle: Getty Images/Erik Isakson

© Getty Images/Erik Isakson

Gründungen, Wachstum und Innovationen finanzieren

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Schlüsseltechnologien

Spitzentechnologien für Deutschland

Qualitativ hochwertige Forschung zu den Schlüsseltechnologien am Standort Deutschland ist unverzichtbar, damit die deutsche Wirtschaft auch zukünftig ihre Spitzenposition im internationalen Wettbewerb halten kann.

Die Bundesregierung unterstützt daher in zahlreichen Technologiefeldern Forschungs- und Entwicklungsprojekte, die meist als Kooperationsvorhaben zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen durchgeführt werden. Von Biotechnologie bis Raumfahrt: Klicken Sie sich durch die Bildergalerie, um mehr zu den einzelnen Schlüsseltechnologien zu erfahren.

Schlüsseltechnologien

Innovationen für morgen

Begeisterung für Technologien wecken und Nachwuchs fördern

Ohne wissenschaftliche Durchbrüche und Innovationen lassen sich die großen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit nicht meistern. Daher ist es gemeinsame Aufgabe von Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Bildungsträgern, das Wissen über neue Technologien weiter zu tragen, die Vorteile für das tägliche Leben herauszustellen und Interesse für technische Berufe zu wecken.

Fachkräfte – Akademiker und beruflich Qualifizierte - sichern Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Beschäftigung - und damit Wohlstand und Lebensqualität. Gerade im für Deutschland so wichtigen Ingenieurbereich und bei technischen Fachkräften können schon jetzt viele Stellen nicht besetzt werden. Die Lücke könnte in den nächsten Jahren infolge der demografischen Entwicklung noch größer werden.

Die Ziele des BMWi:

  • Begeisterung für die natur- und ingenieurwissenschaftlichen Berufe wecken: Dazu müssen technische und naturwissenschaftliche Lehrinhalte vor allem in Schulen aber auch Hochschulen eine größere Rolle spielen. Diese Berufsfelder bieten, auch vor dem Hintergrund zunehmenden Fachkräftemangels, hervorragende Arbeits- und Karriereperspektiven.
  • Bei Kindern und Jugendlichen Freude und Interesse im Umgang mit Technik wecken, damit mehr junge Menschen - vor allem auch Frauen - einen natur- oder ingenieurwissenschaftlichen Beruf wählen.
  • Schülerinnen und Schüler frühzeitig und altersgerecht mit natur- und ingenieurwissenschaftlichen Inhalten vertraut machen: In den Technologielaboratorien einiger Forschungseinrichtungen im Verantwortungsbereich des Bundeswirtschaftsministeriums (beispielsweise in den "School-Labs" des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt) können Jugendliche spielerisch mit Technik experimentieren.
  • Ein positives Gründungsklima an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen fördern, damit mehr Studierende den Schritt in die Selbständigkeit wagen und als innovative Unternehmerinnen und Unternehmer tätig werden..
Elektriker bei der Arbeit zum Thema Fachkräfte; Quelle: Getty Images/altrendo images

© Getty Images/altrendo images

Fachkräfte für Deutschland

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Patente und Normung

Geistiges Eigentum schützen und Innovationen durch Normen unterstützen

Knapp 32.000 Patentanmeldungen kamen 2015 aus Deutschland - so viele wie aus keinem anderen europäischen Land. Das BMWi will den Innovationsgeist fördern und setzt sich für den Schutz des geistigen Eigentums ein. Die Normung kann die Verbreitung von innovativen Produkten und Verfahren beschleunigen.

Normen und Standards

Normen definieren in annähernd allen Lebensbereichen den Stand der Technik und die Anforderungen an Produkte und Dienstleistungen. Sie ermöglichen Systemfähigkeit, sichern Qualität, schaffen Transparenz und schützen Verbraucherinnen und Verbraucher. Normen können zudem die Durchsetzung von Innovationen beschleunigen.

Die Bundesregierung formuliert ihre normungspolitischen Ziele im normungspolitischen Konzept (PDF: 102,9 KB). Normung ist vor allem eine internationale Aufgabe, die dem Abbau technischer Handelshemmnisse, der schnelleren Verbreitung von Innovationen sowie der Konkretisierung der technischen Gesetzgebung dient. Mehr erfahren.

Patente

Geistiges Eigentum muss wirksam geschützt werden - national und international. Dies ist für die technologieorientierte deutsche Wirtschaft ein zentrales und existenzielles Thema, damit sich Innovationen im Markt etablieren und behaupten können. Ohne wirksamen Schutz geistigen Eigentums kann eine globalisierte Weltwirtschaft nicht funktionieren. Die positiven Ansätze zur Verbesserung des Schutzes und der Durchsetzung von Rechten des geistigen Eigentums auf internationaler Ebene müssen daher fortgeführt und weiter entwickelt werden. Mehr erfahren.

HIGHtechLIGHTS

Qualitätsinfrastruktur

Forschen, messen, standardisieren, akkreditieren und überwachen

Deutschland hat innovationsfreundliche Rahmenbedingungen und verbessert ständig die technischen und rechtlichen Voraussetzungen für die Innovationsaktivitäten in der Wirtschaft. Nachweisbar sichere Produkte, eine effiziente Marktüberüberwachung und ein einheitliches Messwesen garantierten fairen Handel und sind wichtig für einen wettbewerbsfähigen Technologiestandort Deutschland.

Die Ressortforschungseinrichtungen des BMWi

Die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) sorgt als nationales Metrologieinstitut (NMI) für richtiges und präzises Messen: Sie ist verantwortlich für die Darstellung und die Weitergabe der physikalischen Einheiten, sie ist metrologisches Forschungsinstitut und Dienstleister für Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Metrologie ist essenziell für unsere moderne Welt. Kein wissenschaftliches Experiment, kein industrieller Prozess und kein Waren- und Güterverkehr kommt ohne Quantifizierung aus. Der Auftrag lautet, für eine zuverlässige und fortschrittliche messtechnische Infrastruktur, die sowohl den Ansprüchen der Wissenschaft, der Hightech-Industrie und die digitale Transformation des Messwesens auf der einen Seite als auch den alltagsnahen Randbedingungen des gesetzlichen Messwesens auf der anderen Seite zu sorgen.

Die Bundesanstalt für Materialforschung und –prüfung (BAM) prüft, forscht und berät zum Schutz von Mensch, Umwelt und Sachgütern.

Die BAM kommuniziert sicherheitstechnische Problemlösungen, achtet auf die erforderlichen digitalen Komponenten in der Sicherheitstechnik und implementiert sie in die Regelsetzung. Sie entwickelt und validiert Analyseverfahren, Prüfverfahren und Bewertungsmethoden sowie Modelle und erforderliche Standards. Darüber hinaus erforscht, überprüft und bewertet die BAM Substanzen, Werkstoffe, Bauteile, Komponenten und Anlagen sowie natürliche und technische Systeme auf sicheren Umgang und Betrieb.

Die Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (BGR) berät die Bundesregierung und die Wirtschaft in allen rohstoffwirtschaftlichen und geowissenschaftlichen Fragen. Mit dem Rohstoffmonitoring ihrer Deutschen Rohstoffagentur (DERA) stellt sie eine Informationsgrundlage für Wirtschaft und Politik zur Verfügung, zum Beispiel zu Rohstoffen für Zukunftstechnologien im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien oder der Elektromobilität.

Messwesen und Messverfahren

Ein hoch entwickeltes und zuverlässiges, gesetzlich geregeltes Messwesen ist die Grundlage für neue Technologien, für einen fairen Handel sowie für die Sicherung der Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger. Der gesetzliche Rahmen muss dabei Innovationen berücksichtigen, die digitale Anpassung berücksichtigen und mit technischen Entwicklungen Schritt halten, (beispielsweise "intelligente" Messgeräte), gleichzeitig aber flexible Regelungen schaffen, um Verfahren wirtschaftlicher zu gestalten.

Normung und Standardisierung

Das Deutsche Institut für Normung e.V. (DIN) ist für Normung und Standardisierung in Deutschland zuständig. Als Partner von Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft trägt DIN wesentlich dazu bei, die Marktfähigkeit von innovativen Lösungen durch Standardisierung zu unterstützen– sei es in Themenfeldern rund um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft oder im Rahmen von Forschungsprojekten.

Normung und Standardisierung legen die Anforderungen an Produkte, Dienstleistungen oder Verfahren fest. Sie erleichtern den freien Warenverkehr, dienen der Sicherheit von Menschen und Sachen und tragen zur Qualitätssicherung in Wirtschaft, Technik, Wissenschaft und Verwaltung bei. Normung und Standardisierung bilden eine Säule der Qualitätsinfrastruktur in Deutschland.

Akkreditierung und Konformitätsbewertung

Die Akkreditierung bildet die Grundlage, um die Vergleichbarkeit von Konformitätsbewertungen zu sichern und um Vertrauen in Wirtschaft und Verwaltung in diese Bewertungen zu schaffen. In der Bundesrepublik Deutschland übernimmt die hoheitlichen Aufgaben einer Akkreditierung die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS). Mit einer Akkreditierung wird die Kompetenz von Konformitätsbewertungsstellen überprüft und beurteilt. Eine erfolgreiche Akkreditierung ist die Bestätigung von unabhängiger dritter Seite, dass eine Konformitätsbewertungsstelle die (fachliche) Kompetenz zur Durchführung bestimmter Konformitätsbewertungstätigkeiten besitzt. Für den Verbraucher ist dies der Nachweis der Qualität eines Produkts oder einer Dienstleistung.

Die Akkreditierung und die Konformitätsbewertung sind somit wichtige Teile der Qualitätsinfrastruktur.

Globalprojekt Qualitätsinfrastruktur

Um international harmonisierte Qualitätsinfrastruktur-Systeme zu fördern, hat das BMWi das Globalprojekt Qualitätsinfrastruktur (GPQI) ins Leben gerufen. Mit Unterstützung von der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) soll es fachpolitische Dialoge zu Themenfeldern der Qualitätsinfrastruktur mit ausgewählten Handelspartnern Deutschlands durchführen. Im Fokus stehen dabei unter anderem Normen und Standards, unterschiedliche Prüf- und Zertifizierungsanforderungen sowie staatliche Produktsicherheitskontrollen. Die Maßnahmen dienen dem Ausbau einer abgestimmten Qualitätsinfrastruktur als Grundlage für fairen, effizienten und sicheren Handel.

Qualitätsinfrastruktur im digitalen Zeitalter

Die Qualitätsinfrastruktur bildet eine wichtige Grundlage für technische Innovation und Entwicklung. Die Digitalisierung der Wirtschaft, der Onlinehandel, Industrie 4.0, Elektromobilität und Künstliche Intelligenz sind nur einige der Zukunftsthemen, die von der Qualitätsinfrastruktur adäquat adressiert werden müssen. .Nur mit einer leistungsfähigen Qualitätsinfrastruktur kann das für einen erfolgreichen Technologietransfer erforderliche Vertrauen geschaffen werden. Deshalb entwickeln wichtige Akteure, wie BAM, DAkkS, DIN, DKE und PTB in einem Arbeitskreis QI-Digital die Qualitätsinfrastruktur weiter. Die Arbeiten sind Teil der Umsetzungsstrategie der Bundesregierung zur Gestaltung des digitalen Wandels.

Innovative Beschaffung

Anreize für eine innovative öffentliche Beschaffung setzen

Die öffentliche Nachfrage nach neuen Produkten und Dienstleistungen kann die Innovationstätigkeit der Wirtschaft stimulieren. Bund, Länder und Kommunen sowie die öffentlichen Unternehmen kaufen jedes Jahr Leistungen in Höhe von über 350 Milliarden Euro ein, wobei der Anteil innovativer Produkte, Dienstleistungen und Systeme noch gesteigert werden kann. Insbesondere innovativen KMU mit innovativen Produkten und Dienstleistungen kann so der Weg in den Markt geebnet werden.

Kompetenzzentrum Innovative Beschaffung

Das vom BMWi geförderte "Kompetenzzentrum Innovative Beschaffung (KOINNO)" berät öffentliche Beschaffer, wie sie ihre Einkaufsprozesse optimieren und verstärkt innovativ beschaffen können. Darüber hinaus bietet KOINNO ein breites Portfolio an Online-Weiterbildungsmöglichkeiten. Wenn das dort erworbene Knowhow entsprechend umgesetzt wird, können sich Beschaffungsstellen mit der KOINNO-Zertifizierung auszeichnen und so ihre Innovationsfähigkeit bescheinigen lassen. Weitere Informationen sowie eine detaillierte Übersicht über alle Angebote, die KOINNO zu bieten hat, finden Sie auf der Webseite des Kompetenzzentrums: www.koinno-bmwi.de.

Außerdem werden Beschaffungsstellen bei der Vergabe von Forschungs- und Entwicklungsaufträgen für Produkte und Verfahren unterstützt, deren Ergebnisse dann Eingang in den Beschaffungsprozess finden. Hier stellt die Europäischen Kommission Fördermittel zur Verfügung, die auch deutschen Bewerbern offen stehen.

Das Kompetenzzentrum vergibt jährlich Preise für die Beschaffung von innovativen Produkten und für innovative Beschaffungsverfahren, Hier können sich alle Beschaffungsstellen in Deutschland bewerben. Die besten Bewerbungen werden alljährlich am „Tag der öffentlichen Auftraggeber“ im BMWi prämiert.

Pressemitteilungen

  • 18.09.2019 - Gemeinsame Pressemitteilung - Innovationsförderung

    Leipzig wird Sitz der Agentur für Sprunginnovationen

    Öffnet Einzelsicht
  • 18.09.2019 - Gemeinsame Pressemitteilung - Digitalisierung

    Bundesregierung verabschiedet Blockchain-Strategie

    Öffnet Einzelsicht
  • 17.07.2019 - Gemeinsame Pressemitteilung - Innovationspolitik

    Rafael Laguna de la Vera soll Gründungsdirektor der Agentur für Sprunginnovationen werden

    Öffnet Einzelsicht
  • 23.07.2019 - Pressemitteilung - Digitalisierung

    Altmaier: „Wir brauchen mehr Testräume für Innovationen“

    Öffnet Einzelsicht
  • 01.07.2019 - Pressemitteilung - Mittelstandsfinanzierung

    Gründungsoffensive: Angebot des ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredits auf Gründer ausgeweitet

    Öffnet Einzelsicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Pipette und Reagenzgläser zum Thema Innovationspolitik; Quelle: Getty Images/Andrew Brookes