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Artikel - Existenzgründung

Existenzgründung - Motor für Wachstum und Wettbewerb

Einleitung

Existenzgründungen sind die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum. Neue Ideen, Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle modernisieren nicht nur die Wirtschaftsstruktur, sondern schaffen auch neue Arbeitsplätze.

In Deutschland sind 2019 605.000 Gründerinnen und Gründer in die unternehmerische Selbstständigkeit gestartet. Start-ups und Unternehmensgründungen in der gewerblichen Wirtschaft, im Handel, im Handwerk bis hin zu Existenzgründungen in den Freien Berufen haben für die Volkswirtschaft eine große Bedeutung: Sie schaffen nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern fördern auch die Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit und halten die Soziale Marktwirtschaft fit.

Da auch Existenzgründerinnen und Existenzgründer von den Folgen der aktuellen Corona-Pandemie betroffen sind, hat die Bundesregierung eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, um Unternehmen zu unterstützen - schnell und unbürokratisch. Start-ups haben grundsätzlich Zugang zu allen Unterstützungsmaßnahmen des Corona-Hilfspakets. Jedoch passen klassische Kreditinstrumente häufig nicht auf die Bedürfnisse von Start-ups, jungen Technologieunternehmen und kleinen mittelständischen Unternehmen. In vielen Fällen erfüllen sie die von Hausbanken gestellten Anforderungen an Kreditnehmenden aufgrund ihres jungen Alters und meist sehr innovativen Geschäftsmodells nicht. Deshalb bieten wir ein maßgeschneidertes Unterstützungspaket an. Wir nehmen dafür zusätzlich rund 2 Milliarden Euro in die Hand und erweitern die Wagniskapitalfinanzierung, damit auch weiterhin Finanzierungsrunden für zukunftsträchtige innovative Start-ups aus Deutschland stattfinden können.

Innovationen und Arbeitsplätze schaffen

Gründerinnen und Gründer verwirklichen innovative Ideen und fördern damit Fortschritt, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Rund 15 Prozent der Existenzgründerinnen und Existenzgründer gingen 2019 mit einer Neuheit auf den regionalen, deutschen oder weltweiten Markt. Mehr als jede vierte Gründung ist „digital“, das heißt, die Digitalisierung oder der Einsatz von digitalen Technologien ist entscheidend für die Realisierung des Geschäftskonzepts.

Die Gründung einer selbstständigen Existenz hat positive Beschäftigungseffekte. Neugründungen entlasten den Arbeitsmarkt und schaffen Arbeitsplätze. Im Jahr 2019 entstanden durch Neugründungen 454.000 neue Vollzeitbeschäftigungsverhältnisse.

Wettbewerb und Strukturwandel fördern

Durch neue Unternehmensgründungen wächst die Zahl der Akteure im Wettbewerbsgeschehen. Junge Unternehmen fordern nicht nur bestehende Unternehmen mit neuen Produkten, Dienstleistungen, Prozessen und Geschäftsmodellen heraus, sondern treiben auch den Wettbewerb an. In der digitalen Welt werden zunehmend die innovativen Start-ups Motor des Wandels.

Freiheit, Vielfalt und Stabilität in der Gesellschaft stärken

Selbstständige Unternehmen tragen zur Stabilität unserer demokratischen Gesellschaftsordnung bei. Wirtschaftliche Verantwortung wird auf viele Schultern verteilt, „Machtkonzentration" verhindert und unternehmerische Freiheit gefördert. Die Gründungsszene ist heterogen und vielfältig.

Frauenanteil unter den Existenzgründern zielgerichtet fördern

Nur etwa jede dritte Existenzgründung erfolgt durch eine Frau; dagegen liegt der Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen zwischen 15 und 64 Jahren laut Mikrozensus bei 46,9 Prozent. Positive Entwicklungen sind bei den Nebenerwerbsgründungen zu beobachten: 2019 lag der Frauenanteil bei 41 Prozent. Insgesamt und vor allem bei innovativen Gründungen muss das Gründungspotenzial von Frauen durch zielgerichtete Maßnahmen ausgeschöpft werden.

Gründungsoffensive

Zur Stärkung der Gründungskultur in Deutschland startete Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im November 2018 gemeinsam mit der Wirtschaft die Gründungsoffensive „GO!“, mit dem Ziel, zusätzliche Impulse zu geben, zum Gründen zu ermutigen und Gründungen noch stärker in der Gesellschaft zu verankern. Unternehmerisches Denken und entsprechende Kompetenzen sollen demnach möglichst früh in Schulen und Hochschulen vermittelt werden. Außerdem sollen die digitalen Beratungsangebote für Gründungen ausgebaut, die Unternehmensnachfolgen erleichtert und mehr Frauen für das Unternehmertum gewonnen werden. Für Gründerinnen und Gründer sollen weiterhin passgenaue Finanzierungsinstrumente und für Start-ups ausreichend Wagniskapital bereit stehen. Welche Maßnahmen die „10 Punkte für mehr Gründungen“ im Einzelnen vorsehen, erfahren Sie hier (PDF, 155 KB).

 

Gründungsoffensive "Dir etwas Eigenes aufbauen?"
Gründungsoffensive "Dein eigender Chef werden?"
Gründungsoffensive "Ein eigenes Unternehmen starten?"
Gründungsoffensive "Deine Geschäftsidee umsetzen?"

Videos zur Gründungsoffensive

Vier Zahlen zur Existenzgründung

36
Symbolicon für Menschen

Prozent der Gründerinnen und Gründer
in Deutschland sind zwischen 25 und 34 Jahre alt

70
Symbolicon für Besprechung

Prozent aller Gründungen
erfolgen im Dienstleistungsbereich

9
Symbolicon für Glühbirne

Prozent der Unternehmensgründer
bringen Innovationen auf den Markt

40
Symbolicon für Frau

Prozent aller Existenzgründer
erfolgen durch Frauen (Voll-/Nebenerwerb)

Mut zur Selbstständigkeit

Unternehmergeist in Deutschland stärken

Mit vielfältigen Maßnahmen stärkt das Bundeswirtschaftsministerium den Gründergeist in Deutschland und unterstützt angehende Unternehmerinnen und Unternehmer auf dem Weg in die Selbstständigkeit.

Damit das Wirtschaftswachstum stark und dynamisch bleibt, sind mehr Gründerinnen und Gründer gefragt, die neue Märkte erschließen und zukunftsfähige Arbeitsplätze schaffen. Daher möchte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Unternehmergeist und das Gründungsgeschehen in Deutschland stärken und den Schritt in die Selbständigkeit attraktiver gestalten. Deshalb unterstützt das BMWi Jungunternehmerinnen und -unternehmer mit einer ganzen Reihe von Förderinitiativen und Finanzierungsmöglichkeiten.

  • EXIST-Förderung für Gründerteams aus den Hochschulen
    Ziel des Förderprogramms ist es, das Gründungsklima an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen zu verbessern. Darüber hinaus sollen die Anzahl und der Erfolg technologieorientierter und wissensbasierter Unternehmensgründungen erhöht werden.
  • INVEST-Zuschuss für Wagniskapital
    Mit dem Förderprogramm „INVEST-Zuschuss für Wagniskapital“ werden private Investoren motiviert, Wagniskapital für Start-ups zur Verfügung zu stellen. Business Angels, die privates Kapital in junge innovative, junge Unternehmen investieren, profitieren von einem Erwerbszuschuss in Höhe von 20 Prozent der Investitionssumme und einem Exit-Zuschuss, der die Steuern auf Veräußerungsgewinne kompensiert.
  • Bürokratieabbau
    Mit diversen Maßnahmen, unter anderem digitalen, interaktiven Portalen, reduziert die Bundesregierung den bürokratischen Aufwand für Unternehmen. Darüber hinaus werden mit dem Bürokratieentlastungsgesetz III weitere Entlastungen für die Wirtschaft, insbesondere auch für Existenzgründerinnen und Existenzgründer sowie Mittelständler umgesetzt werden.
  • Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft
    Die Bundesregierung unterstützt die von kleinen und jungen Betrieben geprägte Kultur- und Kreativwirtschaft unter anderem bei der Initiierung von Kooperationen untereinander, mit der Industrie und dem Mittelstand sowie mit anderen Branchen. Ein zentrales Instrument dabei ist der Gründerwettbewerb Kultur- und Kreativpiloten.
  • Initiative "FRAUEN unternehmen"
    Bundesweit ermutigen 200 Vorbild-Unternehmerinnen Frauen und Mädchen dazu, ihre Geschäftsideen umzusetzen und machen Mut zur beruflichen Selbstständigkeit.
  • Initiative "Unternehmergeist in die Schulen"
    Das BMWi koordiniert den Initiativkreis „Unternehmergeist in die Schulen“ mit dem Ziel, bundes- und landesweite Aktivitäten, Initiativen und Projekte zu bündeln, zur Stärkung von Unternehmergeist und ökonomischem Wissen an Schulen und zu einer Erhöhung der Gründungsdynamik in Deutschland beizutragen. Die Initiativen und Projekte sollen Jugendliche befähigen, selbstbewusst, selbstbestimmt und kompetent an der Gestaltung der digitalen Gesellschaft und Arbeitswelt teilzuhaben. Entrepreneurship Education als Teil einer zeitgemäßen Allgemeinbildung umfasst die notwendigen Bildungsprozesse, mit denen die für die Arbeitswelt 4.0 erforderlichen Fähigkeiten und Kompetenzen hervorragend vermittelt und trainiert werden können.
  • JUNIOR-Bundeswettbewerb
    JUNIOR ist einer der Eckpfeiler des Initiativkreises „Unternehmergeist in die Schulen“. Im bundesweiten Wettbewerb ermittelt das BMWi die beste Schülerfirma und gibt Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, eine Geschäftsidee zu entwickeln und diese für die Dauer eines Schuljahres in Form eines Schülerunternehmens an ihrer Schule zu erproben.
  • Gründerwettbewerb – Digitale Innovationen
    Der Wettbewerb zeichnet Start-ups mit innovativen Geschäftsideen, die auf Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik beruhen, mit Preisgeldern bis zu 32.000 Euro aus und bietet umfangreiche Unterstützungsangebote an.
  • Digitales Start-up des Jahres
    Der Preis zeichnet erfolgsversprechende, bereits am Markt etablierte junge Digitalunternehmen aus den BMWi -Gründungsinitiativen aus. Die Auszeichnung würdigt Start-ups, die ihre Gründungsideen in kurzer Zeit besonders erfolgreich umgesetzt haben und erfolgversprechende Konzepte für weiteres Wachstum verfolgen.
  • Der Deutsche Gründerpreis
    Der Deutsche Gründerpreis ist die bedeutendste Auszeichnung für erfolgreiche Gründerinnen und Gründer sowie herausragende Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland. Er wird jährlich für vorbildliche Leistungen bei der Entwicklung von innovativen und tragfähigen Geschäftsideen und beim Aufbau neuer Unternehmen in den Kategorien Schüler, Start-up, Aufsteiger und Lebenswerk verliehen.
  • Die Gründerwoche
    Austausch ist alles: Netzwerke, Wettbewerbe, Messen, Foren und andere Veranstaltungsformate geben Gründerinnen und Gründern einen Rahmen, um mit Experten, potenziellen Kunden und Geschäftspartnern in Kontakt zu kommen, Erfahrungen auszutauschen und ihre Potenziale und Chancen zu testen. Die Gründerwoche Deutschland bringt bundesweit viele Partner zusammen, die gemeinsam rund um das Thema Gründen informieren, beraten und inspirieren. Über 1.600 Partner bieten attraktive Veranstaltungen, Seminare und Events unter www.gruenderwoche.de.

Publikationen

Motiv zur Gründungsoffensive

© BMWi

Gründungsoffensive „GO!“

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Gründungsberatung

Selbständigkeit erfolgreich planen

Verlässliche Informationen und sorgfältige Planungen sind das Fundament für einen erfolgreichen Start als Unternehmerin und Unternehmer. Deshalb unterstützt die Bundesregierung Gründerinnen und Gründer bei den vielen kleinen Schritten auf dem Weg in die Selbständigkeit.

Für einen erfolgreichen Start in die Selbständigkeit müssen viele Fragen geklärt und Entscheidungen vorbereitet werden: Wie erstelle ich einen Businessplan? Wie setze ich meine Geschäftsidee um? Und woher bekomme ich mein Startkapital?

Mit dem Gründerportal www.existenzgruender.de bietet das BMWi umfangreiche Informationen, E-Trainings, Checklisten und Übersichten sowie Kontakte zu weiteren Ansprechpartnern zum Start in die Selbständigkeit an.

Denn für Gründerinnen und Gründer besteht ein breites Netzwerk von Starthelfern, Initiativen und Beratungsmöglichkeiten wie zum Beispiel:

  • Industrie- und Handelskammern (IHKs) und Handwerkskammern (HWKs),
  • kommunale oder regionale Ämter oder Gesellschaften für Wirtschaftsförderung,
  • Innovations-, Technologie- und Gründerzentren,
  • Agenturen für Arbeit,
  • Gründerlehrstühle/Gründungsnetzwerke,
  • Gründermessen,
  • landesweite, regionale oder lokale Gründerinitiativen und
  • Businessplan-Wettbewerbe.

Neue digitale Gründerplattform

Im Frühjahr 2018 nahmen das Bundeswirtschaftsministerium und die KfW die digitale „Gründerplattform“ in Betrieb. Auf gruenderplattform.de erhalten angehende Gründerinnen und Gründer umfangreiche Hilfestellung – interaktiv, maßgeschneidert und kostenlos.

Das Prinzip: Wer sich selbstständig machen will, soll alle gründungsrelevanten Vorbereitungen auf einer zentralen Plattform abwickeln und sich dabei individuell beraten lassen können – von der Ideenfindung, über die Entwicklung des Geschäftsmodells und des Businessplans bis hin zur passenden Förderung und Finanzierung. Das Ziel: Existenzgründung in Deutschland einfacher machen. Damit das optimal klappt, bietet die Plattform eine Reihe digitaler Tools und bindet deutschlandweit alle zentralen Akteure für die Gründungsberatung und -finanzierung ein. 575 Partner wie Landesförderbanken, Kammern, Bürgschaftsbanken, Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Privatbanken sind mit an Bord. Seit dem Start im April 2018 haben sich bereits über 150.000 Nutzerinnen und Nutzer registriert.

Start-ups im Dialog mit der Politik: Beirat "Junge Digitale Wirtschaft"

Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" berät den Bundesminister für Wirtschaft und Energie aus erster Hand zu aktuellen Fragen der Informations- und Kommunikationswirtschaft, insbesondere zur Entwicklung und zu den Potenzialen der jungen digitalen Wirtschaft und neuer digitaler Technologien in Deutschland sowie zur Schaffung besserer Wachstumsbedingungen von Start-up-Unternehmen. Er ist im Hinblick auf die Dynamik der digitalen Wirtschaft flexibel und offen ausgestaltet und ermöglicht der deutschen Start-up-Szene einen direkten und praxisbezogenen Dialog mit der Politik.

Lagerhalle zum Thema Mittelstandsfinanzierung

© Halfpoint/stock.adobe.com

Gründungen, Wachstum und Innovationen finanzieren

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Gründungsfinanzierung

Starthilfe für Gründerinnen und Gründer

Eine solide Finanzierung ist der Schlüssel für eine erfolgreiche Gründung. Neben Eigenmitteln brauchen viele Existenzgründerinnen und -gründer zusätzlich externe Geldquellen oder Fremdmittel. Wichtig bei der Wahl ist vor allem, dass die Finanzierung zum Vorhaben passt.

Gründungswillige müssen in Immobilien, Ausstattung, Maschinen, Geräte und oft auch Personal investieren. Auch die Kosten für ihre eigene Lebenshaltung müssen im Businessplan kalkuliert werden. Damit aus ihren guten, zukunftsträchtigen Geschäftsideen erfolgreiche Unternehmen entstehen, sollten sich Existenzgründerinnen und Existenzgründer frühzeitig um eine Gründungsfinanzierung kümmern, die zu ihnen und ihrem Vorhaben passt. Das Portal www.existenzgruender.de hilft nicht nur dabei, den Kapitalbedarf bei einer Gründung zu ermitteln, sondern bietet auch weiterführende Informationen zum Thema Sicherheiten, Fremdkapital und Kapitalbeteiligung.

Grundsätzlich stehen als Finanzierungshilfe insbesondere folgende Programme zur Verfügung:

Weitere Informationen und einen Überblick zu allen Förderinstrumenten der Gründungsfinanzierung finden Sie auch im Dossier "Mittelstandsfinanzierung".

Wachstumsfinanzierung

Ist ein junges Unternehmen erst einmal etabliert, stellt sich schnell die Frage nach den nächsten Schritten. Gründerinnen und Gründer sowie Unternehmen stehen bei der Planung und Verwirklichung ihrer Projekte jedoch häufig vor besonderen Herausforderungen: neuartige Vorhaben setzen eine detaillierte Vorbereitung und Beratung voraus, Investitionen und Betriebsmittel müssen finanziert werden, für die Aufnahme von Fremdkapital sind Sicherheiten zu stellen.

Die passende Wachstumsfinanzierung kann dabei helfen, angestrebte Veränderungen zu ermöglichen und eine Grundlage für den nächsten Entwicklungsschritt des Unternehmens zu schaffen. Förderprogramme von Bund und Ländern tragen dazu bei, Hindernisse zu überwinden und Erfolg versprechenden Vorhaben zur Umsetzung zu verhelfen. Insbesondere öffentliche Finanzierungshilfen, aber auch Informations- und Beratungsangebote spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Weitere Informationen und einen Überblick zu allen Förderinstrumenten der Wachstumsfinanzierung finden Sie auch im Dossier "Mittelstandsfinanzierung".

Unternehmensnachfolge

Die Unternehmensnachfolge sichern

Erfolgreiche Firmenübergaben sichern Arbeitsplätze und Fachwissen in Deutschland. Und sie bieten Nachfolgerinnen und Nachfolgern die Chance, ihr Unternehmen aus bestehenden Strukturen weiterzuentwickeln.

Der demografische Wandel führt dazu, dass mehr als 1,5 Millionen Inhaberinnen und Inhaber von Unternehmen 55 Jahre oder älter sind. Für sie ist es wichtig, sich frühzeitig mit dem Thema Unternehmensnachfolge auseinanderzusetzen, um ihrem Unternehmen, ihren Mitarbeitern und Geschäftspartnern eine langfristige Perspektive zu bieten und sich selbst einen wirtschaftlich abgesicherten Ruhestand zu ermöglichen.
Rund die Hälfte der Unternehmerinnen und Unternehmer, die ihr Unternehmen weitergeben möchten, ziehen dabei eine Übergabe an Externe, außerhalb der Familie oder des Betrieb in Betracht. Eine Chance für alle, die über Existenzgründung nachdenken und beispielsweise auf vorhandene Maschinen und Anlagen, ausgestattete Geschäftsräume, einen qualifizierten Mitarbeiterstamm oder bestehende Kunden- und Lieferantenbeziehungen zurückgreifen möchten.

Online-Nachfolgebörse www.nexxt-change.org

Die zentrale Plattform ist die Online-Nachfolgebörse www.nexxt-change.org, die das BMWi gemeinsam mit der KfW betreibt. Über das kostenfreie Angebot können an einer Nachfolge Interessierte zueinander finden. Seit 2006 wurden so mehr als 16.700 Inhaberinnen und Inhaber und Nachfolgerinnen und Nachfolger erfolgreich zusammengebracht. Mit einem Netzwerk von mehr als 700 Regionalpartnern aus dem Bereich der Kammern und Banken bietet nexxt change zudem kompetente Ansprechpartner vor Ort, die bei den unterschiedlichen Fragen einer Unternehmensnachfolge Übergebende und Übernehmende unterstützen.

nexxt-change: Unternehmensbörse für die Nachfolge
Die nexxt-change Unternehmensbörse verbindet Unternehmerinnen und Unternehmer, die jemanden zur Nachfolge suchen, mit Gründerinnen und Gründern, die sich gerne mit einem bestehenden Unternehmen selbstständig machen wollen.

Mehrsprachige Informationsplattform www.nachfolge-in-deutschland.de

Die mehrsprachige vom BMWi geförderte Informationsplattform www.nachfolge-in–deutschland.de der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin bietet ein umfangreiches Informationsangebot zum Thema Unternehmensnachfolge. So finden sich auf der Seite ein „Nachfolgeplan“ und ein „KMU-Rechner“ zur Unternehmenswertabschätzung.

BMWi-Initiative „Unternehmensnachfolge – aus der Praxis für die Praxis“

Um neue Impulse und Unterstützung für das Thema Unternehmensnachfolge vor Ort zu schaffen, fördert das BMWi 30 innovative Modellprojekte im Rahmen der Initiative „Unternehmensnachfolge - aus der Praxis für die Praxis“. Die Projekte vernetzen beispielsweise Akteure der Unternehmensnachfolge vor Ort, nutzen kreative Formate wie „Betriebssafaris“ oder „Unternehmens-Speed-Datings“ oder widmen sich der Unternehmensnachfolge in einzelnen Branchen wie Tourismus, Malern- und Lackierern oder Augenoptikern.

Webseiten für Gründerinnen und Gründer

Weitere Informationen

Pressemitteilungen

  • 13.11.2020 - Pressemitteilung - Existenzgründung

    Gründerwoche Deutschland 2020 startet digital durch

    Öffnet Einzelsicht
  • 13.11.2020 - Pressemitteilung - Wirtschaftsbranchen

    IKT-Branche stärkt Zukunftsfähigkeit der deutschen Wirtschaft

    Öffnet Einzelsicht
  • 04.11.2020 - Pressemitteilung - Neue Bundesländer

    Staatssekretär Wanderwitz: „Wir müssen die Gründerökosysteme in den neuen Ländern stärken“

    Öffnet Einzelsicht
  • 01.10.2020 - Pressemitteilung - Mittelstandspolitik

    Unternehmensnachfolge schafft Zukunftsperspektiven – Modellprojekte am Start

    Öffnet Einzelsicht
  • 14.09.2020 - Pressemitteilung - Digitalisierung

    „Junge Digitale Wirtschaft“: Neu ernannter Beirat diskutiert Zukunftsthemen der digitalen Wirtschaft mit Bundesminister Altmaier

    Öffnet Einzelsicht

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Junge Gründerinnen und Gründer sprechen über eine Zeichnung; Thema Existenzgründung; Quelle: Getty Images/Emely