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Artikel - Energiewende im Gebäudebereich

Effiziente Gebäude

Einleitung

Rund 35 Prozent unserer gesamten Endenergie verbrauchen wir in den eigenen vier Wänden, vor allem für Heizung und Warmwasser. Dabei gilt: Wo viel verbraucht wird, lässt sich auch viel einsparen.

Geringere Energiekosten, mehr Wohnkomfort, ein höherer Immobilienwert, eine gesicherte Altersvorsorge und ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz - das sind fünf gute Gründe, in den eigenen vier Wänden auf Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu setzen. Starten Sie jetzt Ihre persönliche Energiewende! Das BMWi unterstützt Sie dabei mit attraktiven Förderprogrammen.

Kosten runter, Komfort rauf

Seit dem Jahr 2000 haben rund fünf Millionen Eigentümer eine energetische Gebäudesanierung durchgeführt – und dabei von staatlichen Fördergeldern profitiert. Klar ist: Wer saniert, kann sich unter anderem über niedrigere Heizkosten und ein behagliches Raumklima freuen.

Effizienzstrategie Gebäude

Bis zum Jahr 2050 will die Bundesregierung einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand realisieren. Um dieses Ziel zu erreichen, benötigen wir energieeffizientere Gebäude und einen höheren Anteil erneuerbarer Energien am Wärmeverbrauch.

Mit der Energieeffizienzstrategie Gebäude liegt eine Gesamtstrategie für diesen Sektor vor. Sie integriert den Strom-, Wärme- und Effizienzbereich und schafft damit einen klaren Handlungsrahmen für die Energiewende im Gebäudebereich. Mehr erfahren Sie hier.

Informationsoffensive „Deutschland macht‘s effizient“

Eine Familie steht vor ihrem Haus mit Solardach, symbolisiert Deutschland machts effizient

© Getty Images/Henglein and Steets

Energieeffizienz lohnt sich: Denn die sauberste und günstigste Energie ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen. Damit die Energiewende ein Erfolg wird, wollen wir noch effizienter mit Strom und Wärme umgehen. Ob Austausch der alten Heizungsanlage oder der Einbau energiesparender Fenster: Mit über 17 Milliarden Euro bis 2020 fördern wir Privathaushalte, Unternehmen und Kommunen bei ihren Maßnahmen für mehr Energieeffizienz. Das hilft der Umwelt, sorgt für mehr Wohnkomfort und schont den Geldbeutel. Jetzt informieren unter der kostenlosen Hotline 0800 0115 000 und auf www.machts-effizient.de.

Deutschland macht's effizient

© BMWi

Informationsportal
"Deutschland macht's effizient"

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Beratung

Gut beraten, gut saniert

Erst die Beratung, dann die Sanierung: Denn fundierte Information und Expertise sind die Voraussetzungen für eine kluge Entscheidung über eine energetische Sanierung.

Vom ersten Überblick bis zur konkreten Analyse gibt es für jeden Bedarf ein passendes Informations- und Beratungsangebot.

Erster Überblick: Beratungsangebot der Verbraucherzentralen

Wer sich einen ersten Überblick verschaffen will und Tipps zum Energiesparen sucht, ist bei den Verbraucherzentralen an der richtigen Adresse: Ihr Informationsangebot reicht von Online- und Telefonberatung über Beratungsgespräche bis hin zu Terminen bei Ihnen zu Hause. 

"Gebäude-Check" als Beratungsangebot der Verbraucherzentralen

Interessant für Hauseigentümer ist der "Gebäude-Check": In einem rund zweistündigen Vor-Ort-Termin nimmt ein Energieberater der Verbraucherzentrale Ihren Energieverbrauch unter die Lupe und gibt Ihnen erste Handlungsempfehlungen zum Energiesparen mit auf den Weg. Die Kosten betragen für Sie gerade einmal 20 Euro, denn alle Energieberatungsangebote der Verbraucherzentralen werden vom BMWi mit der „Bundesförderung für Energieberatung der Verbraucherzentralen“ gefördert. Weitere Informationen gibt die kostenlose Hotline der Verbraucherzentralen unter der Rufnummer 0800 - 809 802 400.

"Heiz-Check" der Verbraucherzentralen

Zusätzlich zum "Gebäude-Check" haben die Verbraucherzentralen am 1. Oktober 2015 einen "Heiz-Check" gestartet, der für Besitzer von Heizungsanlagen interessant ist. Hierbei steht die Effizienz des Heizsystems in der Praxis im Vordergrund. Verbraucherinnen und Verbraucher erhalten hier in einem zweistündigen Vor-Ort-Termin von Energieberatern praktische Tipps zur Optimierung ihrer Heizung und können so Geld sparen. Dieses Angebot kostet gerade einmal 40 Euro, da auch diese Energieberatung Teil der Bundesförderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie ist.

Praktisches Werkzeug: Der Sanierungskonfigurator

Der Sanierungskonfigurator des BMWi ist ein Online-Tool, mit dem Sie Ihr Haus ganz einfach am PC "sanieren" können. Dafür machen Sie zuerst Angaben zum Ist-Zustand Ihres Gebäudes, zum Beispiel: Wann wurde es gebaut? Wie groß ist es? Welche Heizung ist eingebaut? Wie alt ist die Heizung? Anschließend können Sie zwischen verschiedenen Sanierungsmöglichkeiten wählen: Möchten Sie die Fassade dämmen? Neue Fenster einsetzen? Oder lieber die Heizungsanlage austauschen? Mit dem Online-Tool können Sie nach ein paar Klicks und Angaben zu Ihrem Gebäude abschätzen, welche Sanierungsmaßnahmen sich für Sie wirklich lohnen: www.sanierungskonfigurator.de

Vor-Ort-Beratung mit Energieeffizienz-Experten

Um den konkreten Sanierungsbedarf zu ermitteln und ein schlüssiges Gesamtkonzept zu erstellen, lohnt sich eine persönliche "Vor-Ort-Beratung". Damit diese Beratung für jeden erschwinglich ist, wird sie vom BMWi mit Zuschüssen gefördert. Der Energieberater macht konkrete Vorschläge, welche Sanierungsmaßnahmen passend für Ihr Haus ergriffen werden könnten und wie diese durch den Bund finanziell gefördert werden.

Eine Vor-Ort-Beratung erfolgt in drei Schritten – wie genau, das erfahren Sie in unserem Themenportal Deutschland macht`s effizient.

Der individuelle Sanierungsfahrplan

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP) ist ein softwaregestützes Instrument für die schrittweise energetische Gebäudesanierung. Der Gebäudeenergieberater erstellt mit dem iSFP einen verständlichen Überblick über die in einem Gebäude anstehenden Sanierungen und fasst diese zu sinnvollen Maßnahmepaketen zusammen. Neben Energieeinsparpotenzialen und den Einsatzmöglichkeiten für erneuerbare Energien werden auch die dafür notwendigen Investitionen abgeschätzt sowie die Heizkosten- und CO2-Einsparungen ausgewiesen. Details erfahren Sie hier.

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) werden energetische Fachplanungs- und Baubegleitungsleistungen im Zusammenhang mit der Umsetzung von Einzelmaßnahmen mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst. Hierzu zählt auch eine akustische Fachplanung. Diese Leistungen müssen durch Energieeffizienz-Fachleute oder einen zusätzlich zu diesem beauftragten Dritten erbracht werden.

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Themenportal Deutschland macht`s effizient.

Zahlen und Fakten zur Energiewende im Gebäudebereich

rd. 35
Symbolicon für Heizen

Prozent der gesamten Endenergie
in Deutschland verbrauchen wir in den eigenen vier Wänden – vor allem für Warmwasser und Heizung

6
Symbolicon für Haus mit Tür

Millionen Wohnungen
wurden von 2006 bis Ende 2020 mit Förderung des BMWi energieeffizient gebaut oder saniert

400
Symbolicon für Geldscheine

Millionen Euro pro Jahr
umfasst das Marktanreizprogramm des BMWi, womit erneuerbare Energien im Wärmemarkt vorangetrieben werden

bis zu 50
Symbolicon für Geldscheine

Prozent Förderung
sind im Rahmen der BEG möglich

Bundesförderung für effiziente Gebäude

Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

Die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bündelt die Förderung von Energieeffizienz und Erneuerbaren Energien im Gebäudebereich.

(Sie besteht aus drei Teilprogrammen:

  • BEG WG (Neubau und Komplettsanierung von Wohngebäuden zum Effizienzhaus),
  • BEG NWG (Neubau und Komplettsanierung von Nichtwohngebäuden zum Effizienzgebäude) und
  • BEG EM (Sanierung mit Einzelmaßnahmen an Wohn- und Nichtwohngebäuden), die jeweils in einer Zuschuss- und einer Kreditvariante angeboten werden.
Struktur der BEG

© BMWI

Zuständig für die Durchführung der BEG sind die KfW und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA). Die Förderung erfolgt entweder durch einen nicht rückzahlbaren Investitionszuschuss (Zuschuss) oder in Form eines zinsgünstigen Kredits in Verbindung mit einem Tilgungszuschuss aus Bundesmitteln (Kredit).

Antragsberechtigt sind Privatpersonen, Kommunen, Unternehmen und gemeinnützige Einrichtungen.

Förderanträge müssen vor Vorhabenbeginn gestellt werden. Als Vorhabenbeginn gilt dabei der „Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrags“. Planungs- und Beratungsleistungen dürfen allerdings vor Antragstellung erbracht werden. Vorbereitende Maßnahmen (z. B. Aufräumarbeiten, Abrissarbeiten, Bodenuntersuchungen etc.) auf dem Grundstück sind ebenfalls vor Antragstellung erlaubt.

Die für die Umsetzung der Maßnahme notwendigen Umfeldmaßnahmen (z. B. Ausbau und Entsorgung einer Altheizung) werden in die förderfähigen Kosten einbezogen.

Leistungen von Energieeffizienz-Expertinnen und -Experten können mit 50 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden.

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen (BEG EM)

Mit der BEG EM werden Einzelmaßnahmen in Bestandsgebäuden wie nachfolgend dargestellt gefördert:

Einzelmaßnahmen zur Sanierung
von Wohngebäuden (WG) und Nichtwohngebäuden (NWG)

FördersatzFördersatz mit Austausch Ölheizung
Gebäudehülle¹⁾Dämmung von Außenwänden, Dach, Geschossdecken und Bodenflächen; Austausch von Fenstern und Außentüren; sommerlicher Wärmeschutz20 %
Anlagentechnik¹⁾Einbau/Austausch/Optimierung von Lüftungsanlagen; WG: Einbau „Efficiency Smart Home“;
NWG: Einbau Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Raumkühlung und Beleuchtungssysteme
20 %
Heizungsanlagen¹⁾Gas-Brennwertheizungen „Renewable Ready20 %20 %
Gas-Hybridanlagen
Solarthermieanlagen
30 %
30 %
40 %
30 %
Wärmepumpen
Biomasseanlagen²⁾
Innovative Heizanlagen auf EE-Basis
EE-Hybridheizungen²⁾
35 %
35 %
35 %
35 %
45 %
45 %
45 %
45 %
Errichtung/Umbau Gebäudenetz
(55 %/75 % EE)
30 %/35 %
Anschluss an Gebäude-/Wärmenetz30 %/35 %40 %/45 %
Heizungsoptimierung¹⁾20 %

1) iSFP-Bonus: Bei Umsetzung einer Sanierungsmaßnahme als Teil eines im Förderprogramm „Bundesförderung für Energieberatung für Wohngebäude“ (EBW) geförderten individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) erhöht sich der Fördersatz zusätzlich um 5 Prozentpunkte. Die Maßnahme muss hierfür jedoch innerhalb eines Zeitraums von maximal 15 Jahren nach Erstellung des iSFP umgesetzt werden.
2) Innovationsbonus: Bei Einhaltung eines Emissionsgrenzwertes für Feinstaub von max. 2,5 mg/m3 ist ein zusätzlicher Förderbonus von 5 Prozent möglich.

Wird eine alte Ölheizung durch eine neue, energieeffiziente und klimafreundliche Heizung ersetzt, erhöht sich der Fördersatz um 10 Prozentpunkte. Dazu zählen Heizungen, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden – zum Beispiel eine Wärmepumpe oder eine Biomasse-Anlage – sowie Gas-Hybridheizungen mit einem Erneuerbaren-Anteil von mindestens 25 Prozent, beispielsweise über die Einbindung von Solarthermie.

Die Höchstgrenze förderfähiger Kosten beträgt bei Wohngebäuden max. 60.000 Euro pro Wohneinheit und bei Nichtwohngebäuden max. 1.000 Euro pro m2 Nettogrundfläche, insgesamt max. 15 Millionen Euro.

Das Mindestinvestitionssumme beträgt 2.000 Euro, bzw. 300 Euro bei der Heizungsoptimierung.

Bundesförderung für effiziente Gebäude –
Nichtwohngebäude (BEG NWG) und Wohngebäude (BEG WG)

Die systemischen Maßnahmen, mit denen bei der Sanierung oder beim Neubau von Gebäuden eine Effizienzgebäude-Stufe erreicht wird, werden in der BEG WG und BEG NWG gefördert. Die BEG gilt für alle Wohngebäude (WG), zum Beispiel für Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser oder Wohnheime, und für alle Nichtwohngebäude (NWG), zum Beispiel für Gewerbegebäude, kommunale Gebäude oder Krankenhäuser.

Ein Effizienzgebäude zeichnet sich durch eine energetisch optimierte Bauweise und Anlagentechnik aus und erreicht die in den technischen Mindestanforderungen definierten Vorgaben an die Gesamtenergieeffizienz (Bezugsgröße: Primärenergiebedarf) und an die Energieeffizienz der Gebäudehülle (Bezugsgröße: Transmissionswärmeverlust) für eine Effizienzgebäude-Stufe. Dabei gilt: Je kleiner die Zahl, desto energieeffizienter ist ein Gebäude.

Fördersätze
Effizienzgebäude-Stufen im Neubau
Effizienzgebäude40 Plus (nur WG)4055 (bis 31.01.2022)
Fördersatz25 %20 %15 %
EE-Klasse: + 2,5 %22,5 %17,5 %
NH-Klasse: + 2,5 %22,5 %17,5 %
Effizienzgebäude-Stufen in der Sanierung
Effizienzgebäude40 557085 (nur WG)100Denkmal
Fördersatz45 %40 %35 %30 %27,5 %25 %
EE-Klasse: + 5 %50 %45 %40 %35 %32,5 %30 %
NH-Klasse (nur NWG): +5 %50 %45 %40 %32,5 %30 %

Die EE(erneuerbare Energien)-Klasse wird erreicht, wenn mindestens 55 Prozent der Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes aus erneuerbaren Energien stammt. Ein Effizienzgebäude erreicht die NH(Nachhaltigkeits)-Klasse, wenn diesem von einer akkreditierten Zertifizierungsstelle ein „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ auf der Grundlage einer Zertifizierung des Gebäudes entsprechend der Gewährleistungsmarkensatzungen und der Siegeldokumente zuerkannt wurde. Alle Informationen zum „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“ werden auf dem Informationsportal Nachhaltiges Bauen veröffentlicht: www.nachhaltigesbauen.de/austausch/beg.

Eine Kombination von EE-Klasse und NH-Klasse ist nicht möglich.

Die Höhe der förderfähigen Kosten beim Neubau oder bei der Sanierung von Wohngebäuden betragen bis zu 120.000 Euro je Wohneinheit, für das Effizienzhaus 40 Plus sowie für alle Effizienzgebäude mit EE- oder NH-Klasse betragen sie bis zu 150.000 Euro je Wohneinheit. Bei Nichtwohngebäuden liegen die förderfähigen Kosten bei 2.000 Euro/m² Nettogrundfläche, maximal jedoch bei insgesamt 30 Millionen Euro. Weitere Informationen finden Sie auf www.deutschland-machts-effizient.de.

Klimaschutz fängt zu Hause an

Häufig gestellte Fragen zur Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)

1.3 Warum wurde das Programm neu aufgesetzt?

Zur Antwort Öffnet Einzelsicht

2.1 Wo kann welche Förderung beantragt werden?

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Infografiken

Erneuerbare Energien – Premium

Erneuerbare Energien – Premium

Zinsgünstige Darlehen und Tilgungszuschüsse des Bundeswirtschaftsministeriums werden durch die KfW in dem Programm Erneuerbare Energien – Premium für große, gewerbliche Anlagen vergeben. Diese können beispielsweise Wäschereien, Hotels oder kommunale Eigenbetriebe in Anspruch nehmen, die in Biomasse-Heizkraftwerke investieren oder dafür ausgelegte Wärmenetze errichten.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Zuschuss Brennstoffzelle

Zuschuss Brennstoffzelle

Natürliche Personen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Freiberuflich Tätige, In- und ausländische Unternehmen, Contracting-Geber, Kommunen, kommunale Unternehmen und kommunale Zweckverbände sowie Gemeinnützige Organisationen und Kirchen können einen Antrag auf Förderung einer innovativen Brennstoffzellen-Heizung stellen.

Die Förderung umfasst den Einbau von stationären Brennstoffzellen-Heizungen mit einer Leistung von 0,25 kW bis 5 kW. Dabei muss die Brennstoffzelle in die Wärme- und Stromversorgung des Gebäudes eingebunden sein. Ob der Einbau im Rahmen eines Neubaus oder einer energetischen Sanierung durchgeführt wird, spielt keine Rolle.

Die Förderung der Energieeffizienz-Maßnahme erfolgt über reine Investitionszuschüsse mit bis zu 40 Prozent der förderfähigen Kosten – maximal 34.300 Euro pro Brennstoffzelle. Es gibt einen Grundbetrag von 6.800 Euro. Dieser wird ergänzt durch einen leistungsabhängigen Betrag von 550 Euro je angefangener 100 Watt elektrische Leistung.

Das Förderprogramm wird durch die KfW administriert. Für die Antragstellung ist ein Energieeffizienz-Experte oder eine Energieeffizienz-Expertin aus der „Energieeffizienz-Expertenliste für Förderprogramme des Bundes“ einzubinden. Weitere Informationen zum Antragsverfahren zur Förderung von Heizungen mit Brennstoffzellen bekommen Sie hier.

Steuern sparen

Steuerliche Förderung

Seit dem 1. Januar 2020 lassen sich mit der energetischen Gebäudesanierung Steuern sparen. Steuerlich absetzbar sind Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zum Heizen mit erneuerbaren Energien, die an selbstgenutztem Wohneigentum umgesetzt werden. Hierzu zählen etwa der Austausch einer Heizung, der Einbau neuer Fenster oder die Dämmung von Dächern und Außenwänden.

Bei den Maßnahmen sind 20 Prozent der Aufwendungen (maximal 40.000 Euro pro Wohnobjekt) steuerlich abzugsfähig, verteilt über drei Jahre. Bei der energetischen Baubegleitung und Fachplanung sind abweichend davon sogar 50 Prozent der anfallenden Kosten förderfähig. Die steuerliche Förderung erfolgt als Abzug von der Steuerschuld, sodass sie von einer Vielzahl von Eigenheims-Besitzerinnen und -Besitzern in Anspruch genommen werden kann. Voraussetzung ist, dass die Wohnung beziehungsweise das Wohngebäude bei Beginn der Maßnahme mindestens zehn Jahre alt ist.

Die steuerliche Förderung kann erstmalig mit der Einkommensteuererklärung für 2020 im Jahr 2021 geltend gemacht werden. Der Steuererklärung muss dazu eine Fachunternehmensbescheinigung beigefügt werden, mit der die ordnungsgemäße Durchführung der Sanierungsmaßnahme durch den ausführenden Handwerks-Betrieb oder eine Energieberaterin oder Energieberater bestätigt wird. Eine vorherige Antragstellung ist nicht erforderlich. Die steuerliche Förderung kann alternativ zu den bestehenden Förderprogrammen des Bundes in Anspruch genommen werden. Eigenheims-Besitzerinnen und –Besitzer können sich also entscheiden: entweder wählen sie die steuerliche Förderung oder sie beantragen die staatliche Förderung über die Investivprogramme beim BAFA oder der KfW.

Weitere Informationen zur steuerlichen Förderung finden Sie auf den Seiten von „Deutschland macht’s effizient“.

Häufig gestellte Fragen zur steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung

Welche Maßnahmen zur energetischen Gebäudesanierung werden gefördert?

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Wie hoch ist die steuerliche Förderung?

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Wer profitiert von der steuerlichen Förderung?

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Häufig gestellte Fragen zur Wärmedämmung bei Gebäuden

Lohnt sich Wärmedämmung für Haus- und Wohnungsbesitzer wirklich?

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Warum ist die energetische Gebäudesanierung wichtig für den Erfolg der Energiewende?

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Verursacht die Herstellung der Dämmmaterialien mehr Energieaufwand als die Dämmung selbst letztendlich einspart?

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Treibt die Wärmedämmung die Mietpreise in die Höhe?

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Rechtlicher Rahmen

Ein modernes Energieeinsparrecht

Die Bundesregierung fördert in vielfältiger Weise Maßnahmen zur Energieeinsparung im Gebäudebereich. Mit öffentlichen Mitteln können jedoch nur Maßnahmen gefördert werden, die über das gesetzlich Geforderte hinausgehen. Was energetisch für Gebäude gesetzlich gefordert ist, legt das Energieeinsparrecht fest. Es wird kontinuierlich den technischen Möglichkeiten und den politischen Zielsetzungen und Erfordernissen angepasst – stets unter Wahrung des Wirtschaftlichkeitsgebots. Eine Novellierung wird derzeit vorbereitet.

Die gesetzlichen Anforderungen des Energieeinsparrechts zielen darauf ab, in Gebäuden aller Art Energie einzusparen und den Einsatz von erneuerbaren Energien zu befördern. So wird die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und deren Importe gesenkt, die Versorgung sicherer gemacht und das Klima geschützt.

Wesentliche energieeinsparrechtliche Anforderungen an Gebäude finden sich im Energieeinsparungsgesetz (EnEG) und in der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) sowie im Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG). Aktuell wird die Novelle des Energieeinsparrechts durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) vorbereitet.

Im neuen Gebäudeenergiegesetz sollen EnEG, EnEV und EEWärmeG zusammengeführt und ein einheitliches Regelungssystem geschaffen werden, das Energieeffizienz und den Einsatz von erneuerbaren Energien im Gebäudebereich integriert. Durch diese Vereinheitlichung lässt sich das Energieeinsparrecht leichter anwenden und umsetzen. Zudem erhalten Bauherren mehr Flexibilität bei der Erfüllung der energetischen Anforderungen. Zum Niedrigstenergiestandard für Neubauten erfordert die EU-Gebäuderichtlinie eine Regelung für Nichtwohngebäude der öffentlichen Hand, die behördlich genutzt werden, bis Ende 2018 und für private Neubauten bis Ende 2020. Das geltende Wirtschaftlichkeitsgebot wird dabei beachtet.

Innerhalb des geltenden Regelwerks zum Energieeinsparrecht ist das Energieeinsparungsgesetz (EnEG) derzeit die Ermächtigungsgrundlage für folgende Rechtsverordnungen:

  • Energieeinsparverordnung (EnEV)
    In der Energieeinsparverordnung (EnEV) werden die geltenden energetischen Standards für alle Gebäudearten festgeschrieben.
  • Heizkostenverordnung (HeizkostenV)
    Die Heizkostenverordnung legt fest, dass der wesentliche Anteil der abzurechnenden Kosten für Heizen und Warmwasserbereitung vom Verbrauchsverhalten des Nutzers abhängig sein muss.

Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) definiert den zu nutzenden Anteil an erneuerbaren Energien in Gebäuden.

Nähere Informationen zu den geltenden Gesetzen und Verordnungen erhalten Sie hier.

Offshore-Windpark zum Thema Energiewende; Quelle: ABB

© ABB

Unsere Energiewende: sicher, sauber, bezahlbar

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Energiewende-Plattform Gebäude

Gemeinsam die Energiewende im Gebäudebereich voranbringen

Die Energiewende-Plattform Gebäude identifiziert gemeinsam mit Akteuren aus Immobilienwirtschaft, Gewerbe, Industrie sowie der Verbraucherseite und der öffentlichen Hand die vielfältigen Potenziale des Gebäudesektors für die Energiewende und erarbeitet konkrete Maßnahmen.

In der Energiewende Plattform Gebäude kommen die relevanten Interessensgruppen aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und den betroffenen Ressorts sowie der Länder zusammen. In den Sitzungen werden aktuelle Entwicklungen vorgestellt und diskutiert sowie die gebäudebezogenen Ergebnisse und Zwischenstände der Arbeitsgruppen der beiden Energiewende-Plattformen Energieeffizienz und Gebäude besprochen.

Mehr zur Arbeit und zu den Ergebnissen der Energiewende Plattform Gebäude finden Sie hier.

Glossar Energiewende

Symbolicon für Buch

Von Abwärme bis Wirkungsgradprinzip: Das Glossar erläutert wichtige Begriffe rund um das Thema Energiewende.

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Pressemitteilungen

  • 22.09.2021 - Pressemitteilung - Klimaschutz

    Altmaier: „Rekordmittel für die Gebäudesanierung sind wichtiges Signal für mehr Klimaschutz und Arbeitsplätze“

    Öffnet Einzelsicht
  • 29.07.2021 - Gemeinsame Pressemitteilung - Energiewende im Gebäudebereich

    Mehr als 2,7 Milliarden Euro seit Jahresbeginn für energetische Sanierung bewilligt

    Öffnet Einzelsicht
  • 01.07.2021 - Pressemitteilung - Energiewende im Gebäudebereich

    Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) startet bei der KfW

    Öffnet Einzelsicht
  • 21.05.2021 - Gemeinsame Pressemitteilung - Energieeffizienz

    100.000er Antrag für energetische Gebäudesanierung

    Öffnet Einzelsicht
  • 07.05.2021 - Pressemitteilung - Energiewende im Gebäudebereich

    Altmaier: Serielle Sanierung hat Vorteile für Eigentümer und Mieter

    Öffnet Einzelsicht
  • 08.02.2021 - Pressemitteilung - Energiewende im Gebäudebereich

    Altmaier: „6 Milliarden Euro in 2021 für Gebäudeeffizienz ist starkes Signal für Klima und Konjunktur“

    Öffnet Einzelsicht
  • 02.02.2021 - Gemeinsame Pressemitteilung - Energiewende im Gebäudebereich

    Altmaier: „Verbesserte Gebäudeförderung ist gut für Konjunktur und Klima“

    Öffnet Einzelsicht

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Ein eingerüstetes Gebäude symbolisiert Energiewende im Gebäudebereich