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Artikel - Außenwirtschaftsförderung

Außenwirtschaftsförderung

Einleitung

Die Bundesregierung unterstützt die Aktivitäten deutscher Unternehmen, ausländische Märkte zu erschließen und zu sichern – durch eine breite Palette von Instrumenten der Außenwirtschaftsförderung.

Das deutsche System der Außenwirtschaftsförderung ist durch eine Aufgabenteilung zwischen Staat und Wirtschaft gekennzeichnet. Um die deutschen Unternehmen bestmöglich zu unterstützen, arbeiten die einzelnen Institutionen wie Auslandshandelskammern, Auslandsvertretungen, die Germany Trade and Invest (GTAI) und andere eng zusammen.

Exportinitiativen und Markterschließungsprogramm

Mit seinem Angebot zur Exportförderung unterstützt das BMWi kleine und mittlere Unternehmen (KMU) bei der Erschließung neuer Märkte im Ausland. Zukunftsbranchen wie Energie, Umwelttechnologie, Gesundheitswirtschaft und zivile Sicherheit werden ebenso berücksichtigt wie traditionelle Industriezweige. Aufeinander abgestimmte Module ermöglichen Unternehmen die Wahl individuell passender Maßnahmen. Dabei werden mit dem Markterschließungsprogramm (MEP) branchenübergreifend Mittelständler adressiert, während sich die Exportinitiativen ("Energie", "Umwelttechnologie", "Gesundheitswirtschaft", "Zivile Sicherheitstechnologien") auf bestimmte Branchen fokussieren. Mehr erfahren

Auslandsmesseprogramm

Um den Außenhandel zu fördern, beteiligt sich die Bundesrepublik Deutschland an ausgewählten Messen und Fachausstellungen im Ausland. So übernimmt der Bund im Rahmen von Firmengemeinschaftsausstellungen beispielsweise einen Teil der Ausstellungkosten, um kleinen und mittleren Unternehmen die Beteiligung an Auslandsmessen und damit die Erschließung neuer Exportmärkte zu erleichtern. Zusammen mit dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) legt das BMWi im ersten Halbjahr eines jeden Jahres fest, an welchen ausländischen Messen und Ausstellungen des jeweils folgenden Jahres eine Beteiligung erfolgen soll. Mehr erfahren

Exportkreditgarantien (Hermesdeckungen) und Investitionsgarantien

Exportkreditgarantien des Bundes schützen Exporteure und Banken vor wirtschaftlich und politisch bedingten Forderungsausfällen im Zusammenhang mit auslandsbezogenen Transaktionen. Mit Hilfe der Exportkreditgarantien, die in vielfältigen Produktvarianten zur Verfügung stehen, übernimmt der Bund das Risiko eines Zahlungsausfalls zu einem großen Teil. Dadurch wird die Durchführung des Exportgeschäfts und dessen Finanzierung oft erst möglich gemacht. Hierfür zahlen die Deckungsnehmer eine risikoadäquate Prämie. Mehr erfahren

Auf Antrag übernimmt die Bundesregierung gegen ein Entgelt auch Garantien für Investitionen im Ausland zur Absicherung politischer Risiken. Voraussetzung ist, dass das betreffende Unternehmen seinen Sitz in Deutschland hat und die Investitionen in den betreffenden Ländern einen ausreichenden Rechtsschutz genießen. Mehr erfahren

Auslandshandelskammern

Die deutsche Wirtschaft wird bei ihren Aktivitäten auf ausländischen Märkten an 140 Standorten in 92 Ländern weltweit durch Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen (AHKs) unterstützt. Diese Einrichtungen setzen sich für die Interessen der Wirtschaft Deutschlands und des jeweiligen Sitzlandes ein und fördern den Wirtschaftsverkehr in beiden Richtungen mit umfangreichen Serviceleistungen. Sie übernehmen damit auch eine wichtige Aufgabe der Außenwirtschaftsförderung im öffentlichen Interesse. Mehr erfahren

Germany Trade and Invest (GTAI)

Vor dem Hintergrund eines sich weiter verschärfenden weltweiten Wettbewerbs um Investoren spielt das Marketing für den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland eine wichtige Rolle. Germany Trade and Invest ist für die Außenwirtschaftsförderung und das Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland zuständig. Die Gesellschaft informiert über die Märkte der Welt und bietet mit ihrem umfangreichen Informationsangebot vor allem kleinen und mittelständischen Unternehmen eine kompetente und verlässliche Entscheidungsgrundlage zur Erschließung dieser Märkte. Sie verfügt über ein weltweites Auslandsnetz von Mitarbeitern, die vor Ort Informationen über Auslandsmärkte recherchieren. Mehr erfahren

Zahlen und Fakten zur Deutschen Außenwirtschaft

92
Symbolicon für Unternehmen in Deutschland

Länder
verfügen über eine deutsche Auslandshandelskammer (AHK)

11
Symbolicon für Dampfer

Prozent aller deutschen Unternehmen
exportieren, davon sind 97 % kleine und mittlere Unternehmen (KMU)

16,9
Symbolicon für Geldscheine

Milliarden Euro
an Exporten sicherte die Bundesregierung 2017 mit Exportkreditgarantien ab

44,9
Symbolicon für Wachstumskurve

Prozent mehr Exportumsatz
konnten kleine und mittlere Unternehmen (KMU) seit 2000 erzielen

BMWi im Dialog

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen stärken

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) steht in regelmäßigem Dialog mit in- und ausländischen Institutionen, die mit Außenwirtschaftsthemen befasst sind. Dieser Dialog hat - neben der Pflege der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen - auch die außenwirtschaftspolitische Förderung deutscher Unternehmen im Ausland zum Ziel.

Wichtige Instrumente der bilateralen Wirtschaftsbeziehungen sind die Gemischten Wirtschaftskommissionen und Kooperationsräte (PDF: 12KB) sowie die Arbeitsgruppen Wirtschaft und Energie im Rahmen der Binationalen Kommissionen, die zwischen den Regierungen der Partnerstaaten vereinbart wurden. Gemischt heißt in diesem Zusammenhang, dass sowohl Vertreterinnen und Vertreter der Regierungen als auch der interessierten Wirtschaft (Verbände und Unternehmen) an den regelmäßigen Veranstaltungen teilnehmen. Die Gremien befassen sich mit der Förderung des Warenverkehrs zwischen den Wirtschaftspartnern, der Intensivierung der gegenseitigen Investitionsbeziehungen sowie der Verstärkung des Technologie-Transfers.

Initiative „Pro! Afrika“: Faire Partnerschaft auf Augenhöhe

Eines der zwei Schwerpunktthemen der deutschen G20-Präsidentschaft war die Chancenregion Afrika. Mit der Initiative „Pro! Afrika“, die das Bundeswirtschaftsministerium am 4. Mai 2017 vorgestellt hat, sollen die ökonomische Entwicklung Afrikas unterstützt, nachhaltiges Wachstum gestärkt und der Weg für eine intensivere Kooperation und mehr Engagement der Privatwirtschaft bereitet werden. Dazu werden bewährte Instrumente der Außenwirtschaftsförderung geschärft, die politische Zusammenarbeit vertieft und erfolgreiche Förderprogramme auch auf Afrika ausgerichtet. 100 Millionen Euro sollen insgesamt dafür bereitgestellt werden. Weitere Informationen zu „Pro! Afrika“ finden Sie hier.

Business-Councils oder Business-Foren

Neben den Gemischen Wirtschaftskommissionen und Kooperationsräten, die zwischen den Regierungen vereinbart werden, bestehen zahlreiche von der Wirtschaft eigenständig organisierte Wirtschaftsgremien. Diese treten häufig in Form von sogenannten Business-Councils oder Business-Foren auf (siehe: Bundesverband der Deutschen Industrie, BDI).

Hochrangige Regierungsberatung im Auftrag des BMWi

Im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums erarbeiten deutsche Beraterteams in den Ländern Ukraine, Moldau, Belarus und Georgien konkrete Handlungsempfehlungen für hochrangige Entscheidungsträger. Hauptziel ist die kontinuierliche Unterstützung und Begleitung von wirtschaftlichen Reformprozessen in den Ländern. Sie arbeiten nachfrageorientiert, arbeiten eng mit führenden nationalen Forschungsinstituten und internationalen Organisationen zusammen und analysieren unparteiisch aktuelle Probleme der Wirtschaftspolitik. Schwerpunkte der Hochrangigen Regierungsberatung sind unter anderem Geld- und Wechselkurspolitik, Schuldenmanagement und Entwicklungsperspektiven des Privatsektors insbesondere für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Seit 2007 wurde das Mandat des Projekts um eine gezielte Außenwirtschaftsförderung und eine breite Öffentlichkeitsarbeit erweitert.

Güterbahnhof zum Thema Handelspolitik; Quelle: Getty Images/querbeet

© Getty Images/querbeet

Internationalen Handel stärken und Barrieren abbauen

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Mittelstand unterstützen

Exportinitiativen: Auf in neue Märkte!

Mit seinem Angebot zur Exportförderung unterstützt das BMWi kleine und mittlere Unternehmen bei der Erschließung neuer Märkte im Ausland. Zukunftsbranchen wie Energie, Umwelttechnologie, Gesundheitswirtschaft und zivile Sicherheit werden ebenso berücksichtigt wie traditionelle Industriezweige. Aufeinander abgestimmte Module ermöglichen Unternehmen die Wahl individuell passender Maßnahmen.

Immer mehr kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wagen den Schritt ins Exportgeschäft. Ihnen geht es vor allem darum, neue Märkte zu erschließen und zu sichern. Mit gutem Erfolg, wie die Zahlen zeigen: Der Exportumsatz von KMU stieg seit 2000 um 44,9 Prozent auf 208,2 Milliarden Euro (2016). Gute Erfolgschancen haben insbesondere Firmen, die mit Nischenprodukten im Ausland Fuß fassen wollen: 1.300 mittelständische Weltmarktführer ("Hidden Champions"), vor allem aus den Bereichen Elektroindustrie, Maschinenbau und Industrieprodukte gibt es in Deutschland.

Damit das Auslandsgeschäft erfolgreich wird, kommt es in erster Linie auf die Eigeninitiative der Unternehmen selbst an: Sie müssen sich auf ein gutes Produkt, eine erfolgversprechende Strategie und eine verlässliche Finanzierung stützen können.

Vielfältige Unterstützung von Unternehmen

Das BMWi unterstützt die Unternehmen auf vielfältige Weise: zum Beispiel durch handelspolitische Maßnahmen, die den Marktzugang im Ausland erleichtern. Vor allem aber auch mit der Förderung ausgewählter Aktivitäten zur Auslandsmarkterschließung, die Unternehmen in allen Phasen des Exportgeschäfts gezielt unterstützen.

Dabei werden mit dem Markterschließungsprogramm (MEP) branchenübergreifend Mittelständler adressiert, während sich die Exportinitiativen ("Energie", "Umwelttechnologie", "Gesundheitswirtschaft", "zivile Sicherheitstechnologien") auf bestimmte Branchen konzentrieren. Ihre Angebote sind nun inhaltlich und strukturell noch enger aufeinander abgestimmt und können so noch zielgerichteter wirken. Diese gebündelte Stärke zeigt sich auch durch die neue gemeinsame Dachmarke "Mittelstand global". Sie vereint zwei Stränge: auf der einen Seite das branchenübergreifende KMU-Markterschließungsprogramm sowie Exportinitiativen aus wichtigen Zukunftsbereichen wie Umwelttechnologie, Gesundheitswirtschaft und zivile Sicherheit. Auf der anderen Seite die branchenspezifische Exportinitiative Energie, die das Marktpotenzial für deutsche Energie-Technologien im Ausland fördert. 

Für jeden das passende Modul

Mit den Fördermaßnahmen setzt das BMWi gezielt dort an, wo Mittelständler bei ihren Exportaktivitäten Hilfe benötigen. Die Angebote beinhalten: 

  • Beratung über die wichtigsten Schritte vor der Aufnahme internationaler Geschäftsbeziehungen
  • branchenspezifische Informationen über Zielsegmente im Ausland
  • konkrete Kontakte zu internationalen Geschäftspartnern
  • Leistungsschauen im In- und Ausland, die es Mittelständlern ermöglichen, einem ausgewählten Fachpublikum Waren, Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren.
Die Skyline von Shanghai symbolisch für die Arbeit der Exportinitiativen; Quelle: Getty Images/DANNY HU;

© Getty Images/DANNY HU

Exportinitiativen: Auf in neue Märkte!

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Auslandsgeschäfte ermöglichen

Finanzierung und Absicherung

Die Bundesregierung unterstützt Banken und deutsche Unternehmen aller Branchen dabei, internationale Projekte zu finanzieren und umzusetzen. Auch bei der Absicherung von Exporten und Investitionen ist die Bundesrepublik ein verlässlicher Partner.

Durch den Abschluss bilateraler Investitionsförderungs- und -schutzverträge mit Entwicklungs- und Schwellenländern schafft die Bundesregierung stabile Rahmenbedingungen für deutsche Direktinvestitionen im Ausland. Die Verträge gewährleisten den Investoren einen umfassenden, völkerrechtlich abgesicherten Rechtsschutz ihrer Investitionen und erleichtern insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen die Erschließung ausländischer Märkte. Zudem bilden sie grundsätzlich die Voraussetzung für die Übernahme von Bundesgarantien für deutsche Direktinvestitionen im Ausland zur Absicherung politischer Risiken.

Am 5. November 2016 hat die Bundesregierung Eckpunkte für eine neue Exportstrategie verabschiedet. Ziel ist es, die Wettbewerbssituation deutscher Unternehmen bei strategischen Großprojekten im Ausland zu stärken. In einem ersten Schritt wurde die Absicherung von Exportgeschäften mit hohen ausländischen Leistungs- und Lieferanteilen vereinfacht.

Zur Finanzierung von Exporten sowie Investitionen und Projekten im Ausland stehen die Instrumente der AKA Bank, der KfW-IPEX und der DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft m.b.H. zur Verfügung. Mehr erfahren.

Exportkreditgarantien (sogenannte Hermesdeckungen)

Die staatlichen Exportkreditgarantien stehen allen deutschen Exporteuren und deren exportfinanzierenden Banken zur Verfügung. Mit ihnen können sie wirtschaftlich und politisch bedingte Forderungsausfälle gegen Zahlung risikobasierter Prämien absichern. Sie beinhalten keine Fördermittel, also Geldzuwendungen oder Subventionen.

Exportkreditgarantien ergänzen das Angebot privater Kreditversicherer. Sie kommen vor allem dort zum Zuge, wo die private Wirtschaft kein entsprechendes oder ausreichendes Absicherungsangebot zur Verfügung stellt. Folglich konzentriert sich das Geschäft des Bundes auf die Absicherung von Lieferungen und Leistungen in Schwellen- und Entwicklungsländer. Exportkreditgarantien helfen vor allem KMU, schwer zugängliche Märkte zu erschließen und Geschäftsbeziehungen in schwierigen Zeiten aufrechtzuerhalten. Mehr erfahren.

Investitionsgarantien

Die Bundesregierung übernimmt auf Antrag zugunsten von Unternehmen mit Sitz in Deutschland gegen Entgelt Garantien für Investitionen in Entwicklungs- und Schwellen- sowie ehemaligen Transformationsländern zur Absicherung politischer Risiken. Voraussetzung ist, dass die Investitionen förderungswürdig sind und einen ausreichenden Rechtsschutz genießen. Wirtschaftliche Risiken werden nicht gedeckt. Mehr erfahren.

Garantien für Ungebundene Finanzkredite

Garantien für Ungebundene Finanzkredite (UFK-Garantien) sind integraler Bestandteil der Rohstoffstrategie der Bundesregierung. Sie sichern Kredite von in Deutschland ansässigen Banken (sowie unter bestimmten Voraussetzungen auch von ausländischen Banken) für Rohstoffvorhaben gegen wirtschaftliche und politische Ausfallrisiken ab. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Versorgung der Bundesrepublik Deutschland mit notwendigen Rohstoffen. UFK-Garantien sind an Projekte und nicht an deutsche Lieferungen oder Leistungen gebunden. Mehr erfahren.

Publikationen

Chancen im Wettbewerb um Großprojekte stärken

Strategische Unterstützung bei Auslandsprojekten

Das deutsche Instrumentarium der Außenwirtschaftsförderung hat sich grundsätzlich bewährt. Jedoch treten Wettbewerber aus Drittländern bei Großprojekten zunehmend mit systematischer politischer Unterstützung und umfassenden Finanzierungsangeboten an, wodurch Wettbewerbsnachteile für deutsche Anbieter entstehen.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie eine Studie in Auftrag gegeben, die die Situation deutscher Unternehmen und ihre Erfolgsaussichten bei der Beteiligung an internationalen Großprojekten in den Bereichen Bauwirtschaft, Maschinen- und Anlagenbau, Bahnindustrie, Planung und Beratung sowie Elektro- und Elektronikindustrie untersucht. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass es neuer Impulse bedarf, um die Wettbewerbssituation deutscher Unternehmen bei strategischen Großprojekten im Ausland zu verbessern. Die Studie finden Sie hier.

Die Studie ergänzt das Strategiepapier „Neue Impulse für den internationalen Wettbewerb um strategische Großprojekte – Chancen für Deutschland verbessern“ der Bundesregierung. Die darin enthaltenen Eckpunkte sehen insbesondere vor,

  • die politische Flankierung von Projekten im strategischen Interesse der Bundesrepublik Deutschland besser zu koordinieren,
  • die bestehenden Außenwirtschaftsförderinstrumente besser zu nutzen und im Einzelfall zu ergänzen,
  • die Finanzierungsinstrumente für strategisch relevante Projekte im Einzelfall durch großvolumige zinsgünstige Kredite zu ergänzen,
  • die internationalen Initiativen für eine Weiterentwicklung der Exportfinanzierungsregeln zu intensivieren.

Neue Geschäftsstelle „Strategische Auslandsprojekte“

Die Geschäftsstelle „Strategische Auslandsprojekte“ in der Außenwirtschaftsabteilung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie setzt auf eine enge Zusammenarbeit mit den betroffenen Unternehmen und Verbänden. Sie wird unterstützt vom Koordinator der Bundesregierung für Auslandsprojekte im strategischen Interesse der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Ulrich Nussbaum. Für die Abstimmung zwischen den Ressorts zur Frage der strategischen Bedeutung konkreter Projekte wurde ein Interministerieller Ausschuss eingerichtet.

Geschäftsmöglichkeiten durch internationale Organisationen

Deutsche Unternehmen bei internationalen Ausschreibungen unterstützen

Die Bundesregierung begleitet und berät die deutsche Wirtschaft bei der Beteiligung an Geschäftsmöglichkeiten, die die Vereinten Nationen, die Weltbankgruppe, Regionalen Entwicklungsbanken und weitere internationale Organisationen durch ihre Ausschreibungen bieten.

Die Vereinten Nationen (VN) erwerben als einer der größten Einkäufer auf dem Weltmarkt jährlich Waren und Dienstleistungen im Wert von über 17 Milliarden US-Dollar. Die wichtigsten Beschaffungsstandorte sind New York, Kopenhagen, Rom und Genf - die Beschaffung erfolgt dezentral über die einzelnen VN-Organisationen.

Sie verteilen sich in etwa gleichmäßig auf Waren und Dienstleistungen. Die am stärksten nachgefragten Güter der VN sind pharmazeutische Produkte, Nahrungsmittel und Bauleistungen, während Dienstleistungen sich vor allem auf die Bereiche Transport und Technik sowie Verwaltungsdienstleistungen erstrecken. Die Auslandshandelskammern (AHK) New York, Kopenhagen und Mailand (für Rom) bieten deutschen Unternehmen bei internationalen Ausschreibungen umfassende Unterstützung an.

In New York und in Genf sind Angehörige der Ständigen Vertretungen bei den Vereinten Nationen (aus dem BMWi abgeordnete Mitarbeiter) auch für Beschaffungsfragen zuständig. Sie halten Kontakt mit den maßgeblichen VN-Stellen und stehen für die deutsche Wirtschaft als Ansprechpartner zur Verfügung.

Weltbankgruppe

Die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD), die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA), die International Finance-Corporation (IFC), die Multilaterale Investitions-Garantie-Agentur (MIGA) und das Internationale Zentrum zur Beilegung von Investitionsstreitigkeiten (ICSID) werden zusammen als Weltbankgruppe bezeichnet. Die Internationale Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (IBRD) und die Internationale Entwicklungsorganisation (IDA) bilden zusammen die Weltbank (im engeren Sinne). Ihre wichtigste Aufgabe ist die Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Fortschritts in den Entwicklungsländern, um den Menschen zu besseren Lebensbedingungen zu verhelfen.

Die Weltbank vergibt jährlich Mittel in Höhe von etwa 40 Milliarden US-Dollar an Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländer. Bis zu 100.000 Verträge mit der Privatwirtschaft werden pro Jahr abgeschlossen.

Auf der Homepage der Weltbank gibt es weitere Informationen über die Beschaffungsverfahren. Darüber hinaus wurde auf der Seite des Verbindungsbüros des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) und des Deutschen Industrie und Handelskammertags (DIHK) in Washington, D.C. (RGIT) die Broschüre "Das Beschaffungsverfahren der Weltbank: Chancen für deutsche Unternehmen" (PDF: 680 KB) veröffentlicht.

Regionale Entwicklungsbanken und weitere Organisationen

Regionale Entwicklungsbanken bieten weitere Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen. Ihr Ziel ist die Förderung der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung. Zu ihnen gehören die

  • Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB)
  • Asiatische Entwicklungsbank (AsDB)
  • Asiatische Infrastrukturinvestitionsbank (AIIB)
  • Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) /
  • Europäische Investitionsbank (EIB)
  • Inter-Amerikanische Entwicklungsbank (IDB)
  • Karibische Entwicklungsbank Caribbean Development Bank (CDB)
  • Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung (IFAD)
  • Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
  • Internationale Atomenergiebehörde (IAEO)

Pressemitteilungen

  • 07.06.2018 - Pressemitteilung - Außenwirtschaftsförderung

    Pressemitteilung: Staatssekretär Bareiß: „Heute setzen wir ein Zeichen für Afrika und unterstützen den deutschen Mittelstand.“

    Öffnet Einzelsicht
  • 15.05.2018 - Pressemitteilung - Außenwirtschaftsförderung

    Pressemitteilung: Neuer Koordinator der Bundesregierung für Auslandsprojekte im strategischen Interesse der Bundesrepublik Deutschland ist Dr. Ulrich Nussbaum

    Öffnet Einzelsicht
  • 23.04.2018 - Pressemitteilung - Freihandelsabkommen

    Pressemitteilung: Staatssekretär Bareiß trifft nicaraguanischen Handelsminister Solózano

    Öffnet Einzelsicht
  • 19.04.2018 - Pressemitteilung - Existenzgründung

    Pressemitteilung: Staatssekretär Wittke: „Das ‚Team Deutschland‘ bringt Start-ups aus Deutschland und Thailand näher zusammen.“

    Öffnet Einzelsicht
  • 09.04.2018 - Pressemitteilung - Internationale Beziehungen

    Pressemitteilung: Altmaier trifft britischen Schatzkanzler Hammond

    Öffnet Einzelsicht

Weiterführende Informationen

Schlaglichter der Wirtschaftspolitik

Arbeiter steht vor Container zum Thema Außenwirtschaftsförderung; Quelle: Getty Images/Yur_Arcurs