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Artikel - Innovationspolitik

Förderschwerpunkt 5: Standardisierung, Prüf- und Zertifizierungsverfahren

Einleitung

Förderschwerpunkt 5: Standardisierung, Prüf- und Zertifizierungsverfahren

© Adobe Stock/CrazyCloud

Bei der Entwicklung neuer Materialien, Verfahren und Technologien ist die Entwicklung von Materialkennwerten, Prüfmethoden und Standards notwendig. Es ist das Ziel ein qualitätsgesicherten Einsatz von neuen Produkten der Schutzausrüstung zu schaffen. Durch die Querschnittsfunktion des Themas Standardisierung wird der Transfer branchenübergreifend sowie innerhalb der verschiedenen Produktgruppen der Schutzausrüstung gefördert.

Was wird gefördert?

Förderoptionen im Förderschwerpunkt 5: Standardisierung, Prüf- und Zertifizierung

Gefördert werden:

  • innovationsunterstützende Dienstleistungen

Zur Unterstützung und Verbesserung des Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen werden Projekte gefördert:

  • zur Anmeldung und Verwertung von Schutzrechten (Patente und Gebrauchsmuster),
  • zur Weiterentwicklung von Erfindungen aus der öffentlichen Forschung zur Erhöhung der Vermarktungschancen,
  • zur Diffusion von Forschungsergebnissen/Innovationen durch Normung und Standardisierung in die Wirtschaft sowie
  • zur Sensibilisierung und Unterstützung von KMU im Bereich Normung und Standardisierung und zur aktiven Beteiligung an nationalen, europäischen und internationalen Normungsgremien

Die genannten Förderschwerpunkte orientieren sich an denen der Richtlinie zur Förderung des Technologie- und Wissenstransfers durch Patente, Normung und Standardisierung zur wirtschaftlichen Verwertung innovativer Ideen von Hochschulen und Unternehmen "WIPANO - Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen", die am 1. Januar 2020 in Kraft getreten ist. Zu beachten gilt, dass Projekte, für die bereits im Rahmen der WIPANO-Richtlinie eine Förderung beantragt oder bewilligt wurde, nicht förderfähig für die hier in Rede stehende Förderrichtlinie zu Forschungs- und Technologievorhaben zur Produktion innovativer persönlicher Schutzausrüstung sind.

Insbesondere werden hier gefördert:

  • Projekte zur Standardisierung von nachhaltigen Materialien und Technologien einschließlich der Durchführung von Stand-der-Technik-Recherchen,
  • Entwicklungen von standardisierten Prüfmethoden für neue Materialien und neue Bauarten für Schutzausrüstungen,
  • vorbereitende Aktivitäten für Normung, Standardisierung und akkreditierte Zertifizierungssysteme sowie die Mitwirkung in Normungsgremien,
  • Projekte zur digitalen Unterstützung bei Prüfung und Zertifizierung, bei denen Produktions- und Prüfdaten online erfasst und in digitale Zertifikate (fälschungssicher) übernommen werden.

Der Schwerpunkt der neuen Verfahren sollte auf sogenannten „flexiblen Geltungsbereichen“ liegen, um sehr schnell auf Probleme in der Lieferkette reagieren zu können. Darüber hinaus sollen sogenannte „Remote-Prüftechniken“ entwickelt und in die Verfahren eingeschlossen werden können.

Wie wird gefördert?

Art der Förderung und Förderkonditionen

Im Förderschwerpunkt 5 „Standardisierung, Prüf- und Zertifizierung“ erfolgt die Förderung je nach Art der Antragsteller und Fördermaßnahme als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung nach der De-minimis-Verordnung der Europäischen Union.

Die förderfähigen Kosten richten sich nach den in der Förderrichtlinie zu Forschungs- und Technologievorhaben zur Produktion innovativer persönlicher Schutzausrüstung festgelegten Fördersätzen, die je nach Förderoption und Art der Antragsteller variieren.

Für die Förderoptionen sind folgende maximale Fördersätze vorgesehen:

AntragstellerFörderoptionenEinzel-projekteKooperations-projekte
Kleine Unternehmen: KMU-Definition gemäß Anhang I AGVO
innovationsunterstützende Dienstleistungen 100 %100 %
Mittlere Unternehmen: KMU-Definition gemäß Anhang I AGVO
innovationsunterstützende Dienstleistungen 80 %80 %
Weitere Unternehmen (über 250 Mitarbeiter)innovationsunterstützende Dienstleistungen 50 %50 %
Forschungseinrichtungen
A: Hochschulen, Forschungseinrichtungen mit FuEuI-Kapazitäten, gemeinnützige Organisationen, Gebietskörperschaften, Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung


innovationsunterstützende Dienstleistungen


100 %
Forschungseinrichtungen
B: Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft

innovationsunterstützende Dienstleistungen

80 %

Antragsverfahren

Wie funktioniert die Antragstellung?

Das Antragsverfahren ist einstufig und die vollständigen Antragsunterlagen sind über das elektronische Formularsystem easy-Online des Bundes zu stellen. Für die Vollantragstellung wird die Verwendung einer elektronischen Signatur empfohlen.
Bitte beachten Sie, dass alle Antragsunterlagen in easy-Online hochgeladen werden und auch elektronisch signiert werden können. Haben Sie Ihre Antragsunterlagen elektronisch in easy-Online signiert, benötigen wir keine rechtsverbindlich unterschriebene Antragsversion in Papierform.

Haben Sie Ihren Antrag nicht elektronisch in easy-Online signiert, ist es obligatorisch innerhalb von 14 Tagen eine ausgedruckte und rechtsverbindlich unterschriebene Version des Antrags (nur das Dokument aus easy-Online, AZA/AZK) per Post oder Fax dem Projketträger zukommen zu lassen.

Ihr AZA/AZK senden Sie innerhalb von 14 Tagen postalisch oder per Fax an:
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Projektträger Innovative Schutzausrüstung
Steinplatz 1
10623 Berlin
Telefax: 030 310078-102

Bei Verbundprojekten sind Projektanträge vollständig binnen einer Frist von zwei Wochen vorzulegen. Jeder Verbundpartner muss seinen eigenen Antrag einreichen. Die Verbund-Vorhabensbeschreibung, der Entwurf des Kooperationsvertrages und der Verbundarbeitsplan müssen nur einmal durch den Verbundkoordinator eingereicht werden. Die entsprechenden Vorlagen stehen Ihnen in Kürze unter dem folgenden Bereich „Antragsunterlagen“ zur Verfügung.

Das Antragsverfahren endet mit einer Bewilligung oder Ablehnung der förmlichen Anträge durch das BMWi auf Vorschlag des Projektträgers, es sei denn, er ist dazu beliehen worden.

Beim Projektträger können spätestens bis zum 31. Dezember 2021 fortlaufend förmliche Förderanträge eingereicht werden. Nach dem Stichtag eingegangene Anträge werden grundsätzlich aus dem weiteren Verfahren ausgeschlossen.

Förderanträge können verfahrensbeendend jederzeit zurückgezogen werden.

Antragsunterlagen

Bitte nutzen Sie folgende Vorlagen zur Antragstellung

Hier stehen Ihnen in Kürze die Antragsunterlagen für Ihre Antragstellung zur Verfügung.

FAQ

Fragen und Antworten zum Förderprogramm Innovative Schutzausrüstung

Sie haben bereits erste Fragen zum Förderprogramm? Mittels der FAQ werden Ihnen erste Antworten auf Ihre Fragen gegeben, die Ihnen hier zeitnah zur Verfügung stehen werden.

Kontakt

Haben Sie Fragen zum Förderprogramm?

Bei Fragen zum Förderprogramm Innovationsprojekte für persönliche Schutzausrüstung (INNOVATIVE SCHUTZAUSRÜSTUNG), zur Antragstellung und zu Ihren geplanten Projekten steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung!

Wir bieten Ihnen Beratung zu Ihren Anträgen, unterstützen Sie bei der Antragstellung und geben Hinweise zu den Fördermodalitäten des Programms.

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 17.00 Uhr:

Hotline: 030 310078-248
E-Mail: psa@vdivde-it.de

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