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Artikel - Innovationspolitik

Förderschwerpunkt 2: Funktionalität, Erschließung neuer Bedarfsbereiche

Einleitung

Förderschwerpunkt 2: Funktionalität, Erschließung neuer Bedarfsbereiche

© Adobe Stock/Drazen

Bislang bezog sich der Anwendungsbereich von Atemschutzmasken vorrangig auf den Bereich der Gesundheitsvorsorge und Pflege sowie auf spezifische Bereiche des Arbeitsschutzes im Industriesektor. Im Zuge der Corona-Pandemie entstanden weitere Bedarfsbereiche (z.B. Industrie, Handwerk, Dienstleistungen, öffentlicher Nahverkehr, Bildungs- und Kinderbetreuungseinrichtungen sowie der Schutz von Hochrisikogruppen in der Bevölkerung) für den Einsatz der Masken zur wirksamen Bekämpfung von Pandemien und zur Verhinderung eines Herunterfahrens des wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens. Hieraus können weitere bzw. neue Anforderungen u. a. an den Tragekomfort oder die Filterfähigkeit von Masken bestehen.

Das Ziel des Förderschwerpunkts „Funktionalität, Erschließung neuer Bedarfsbereiche“ ist es, neue Bedarfsfelder mit innovativen Produkten und Alternativen im Bereich der Atemschutzmasken zu erschließen und Funktionen und Eigenschaften der Produkte zu optimieren.

Was wird gefördert?

Förderoptionen im Förderschwerpunkt 2: Funktionalität, Erschließung neuer Bedarfsbereiche

Gefördert werden in:

Förderschwerpunkt 2a

  • Industrielle Forschung
  • Experimentelle Entwicklung

Förderschwerpunkt 2b

  • Projekte zur Verbesserung des Tragekomforts von Atemschutzmasken

Im Rahmen der industriellen Forschung und experimentellen Entwicklung werden insbesondere im Förderschwerpunkt 2a gefördert:

  • Entwicklung neuer Textilien mit filtrierender Wirkung für Atemschutzmasken,
  • Integration aufbereitungsbeständiger Sensorik (z.B. Frühwarnsystem bei nicht sicherem Sitz der Ausrüstung, Messung der Kontamination), welche die Nutzungseffizienz und -dauer der Produkte erheblich verbessern,
  • die Entwicklung neuer Produkte mit antiviraler Schutzwirkung als Alternative zu Schutzmasken.

Im Förderschwerpunkt 2b werden Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, die auf eine Verbesserung des Tragekomforts von Atemschutzmasken durch die Entwicklung individuellerer Passformen abzielen, im Rahmen von Beihilfen auf der Grundlage der De-minimis-Verordnung gefördert.

Wie wird gefördert?

Art der Förderung und Förderkonditionen

Im Förderschwerpunkt 2a „Funktionalität, Erschließung neuer Bedarfsbereiche“ erfolgt die Förderung je nach Art der Antragsteller und Fördermaßnahme als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung. Nach Artikel 2, Nr. 85 und 86 und Artikel 25 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) können industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung gefördert werden.

Die Höchstzuwendungen pro Zuwendungsempfänger für Unternehmen ergeben sich aus Artikel 4 AGVO.

Vorhaben, die auf eine Verbesserung des Tragekomforts von Atemschutzmasken nach Förderschwerpunkt 2b durch die Entwicklung individuellerer Passformen abzielen, können im Rahmen von Beihilfen auf der Grundlage der De-minimis-Verordnung mit einer maximalen Förderintensität von 100 % für kleine Unternehmen, 80 % für mittlere Unternehmen und 50 % für größere Unternehmen gefördert werden.

Die förderfähigen Kosten richten sich nach den in der Förderrichtlinie zu Forschungs- und Technologievorhaben zur Produktion innovativer persönlicher Schutzausrüstung festgelegten Fördersätzen, die je nach Förderoption und Art der Antragsteller variieren.

Für die Förderoptionen sind folgende maximale Fördersätze vorgesehen:

AntragstellerFörderoptionenEinzel-projekteKooperations-projekteFree-Access-Projekte*
Kleine Unternehmen: KMU-Definition gemäß Anhang I AGVO
Industrielle Forschung
Experimentelle Entwicklung
Tragekomfort
70 %

45 %

100 %
80 %

60 %

100 %
80 %

60 %
Mittlere Unternehmen: KMU-Definition gemäß Anhang I AGVO
Industrielle Forschung
Experimentelle Entwicklung
Tragekomfort
60 %

35 %

80 %
75 %

50 %

80 %
75 %

50 %
Weitere Unternehmen (über 250 Mitarbeiter)Industrielle Forschung
Experimentelle Entwicklung
Tragekomfort
50 %

25 %

50 %
65 %

40 %

50 %
65 %

40 %
Forschungseinrichtungen
A: Hochschulen, Forschungseinrichtungen mit FuEuI-Kapazitäten, gemeinnützige Organisationen, Gebietskörperschaften, Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung

Industrielle Forschung
Experimentelle Entwicklung
Tragekomfort

100 %

100 %

100 %
Forschungseinrichtungen
B: Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft
Industrielle Forschung
Experimentelle Entwicklung
Tragekomfort
80 %

80 %

80 %

*sogenannte „Free-Access“-Projekte: Die AGVO ermöglicht einen Zuschlag von 15% wenn die Ergebnisse des Vorhaben durch Konferenzen, Veröffentlichungen, Open-Access-Repositories oder durch gebührenfreie Software bzw. Open-Source-Software weite Verbreitung finden!

Antragsverfahren

Wie funktioniert die Antragstellung?

Das Antragsverfahren ist einstufig und die vollständigen Antragsunterlagen sind über das elektronische Formularsystem easy-Online des Bundes zu stellen. Für die Vollantragstellung wird die Verwendung einer elektronischen Signatur empfohlen.
Bitte beachten Sie, dass alle Antragsunterlagen in easy-Online hochgeladen werden und auch elektronisch signiert werden können. Haben Sie Ihre Antragsunterlagen elektronisch in easy-Online signiert, benötigen wir keine rechtsverbindlich unterschriebene Antragsversion in Papierform.

Haben Sie Ihren Antrag nicht elektronisch in easy-Online signiert, ist es obligatorisch innerhalb von 14 Tagen eine ausgedruckte und rechtsverbindlich unterschriebene Version des Antrags (nur das Dokument aus easy-Online, AZA/AZK) per Post oder Fax dem Projketträger zukommen zu lassen.

Ihr AZA/AZK senden Sie innerhalb von 14 Tagen postalisch oder per Fax an:
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Projektträger Innovative Schutzausrüstung
Steinplatz 1
10623 Berlin
Telefax: 030 310078-102

Bei Verbundprojekten sind Projektanträge vollständig binnen einer Frist von zwei Wochen vorzulegen. Jeder Verbundpartner muss seinen eigenen Antrag einreichen. Die Verbund-Vorhabensbeschreibung, der Entwurf des Kooperationsvertrages und der Verbundarbeitsplan müssen nur einmal durch den Verbundkoordinator eingereicht werden. Die entsprechenden Vorlagen stehen Ihnen in Kürze unter dem folgenden Bereich „Antragsunterlagen“ zur Verfügung.

Das Antragsverfahren endet mit einer Bewilligung oder Ablehnung der förmlichen Anträge durch das BMWi auf Vorschlag des Projektträgers, es sei denn, er ist dazu beliehen worden.

Beim Projektträger können spätestens bis zum 31. Dezember 2021 fortlaufend förmliche Förderanträge eingereicht werden. Nach dem Stichtag eingegangene Anträge werden grundsätzlich aus dem weiteren Verfahren ausgeschlossen.

Förderanträge können verfahrensbeendend jederzeit zurückgezogen werden.

Antragsunterlagen

Bitte nutzen Sie folgende Vorlagen zur Antragstellung

Hier stehen Ihnen in Kürze die Antragsunterlagen für Ihre Antragstellung zur Verfügung.

FAQ

Fragen und Antworten zum Förderprogramm Innovative Schutzausrüstung

Sie haben bereits erste Fragen zum Förderprogramm? Mittels der FAQ werden Ihnen erste Antworten auf Ihre Frageng geben, die Ihnen hier zeitnah zur Verfügung stehen werden.

Kontakt

Haben Sie Fragen zum Förderprogramm?

Bei Fragen zum Förderprogramm Innovationsprojekte für persönliche Schutzausrüstung (INNOVATIVE SCHUTZAUSRÜSTUNG), zur Antragstellung und zu Ihren geplanten Projekten steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung!

Wir bieten Ihnen Beratung zu Ihren Anträgen, unterstützen Sie bei der Antragstellung und geben Hinweise zu den Fördermodalitäten des Programms.

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 17.00 Uhr:

Hotline: 030 310078-248
E-Mail: psa@vdivde-it.de

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