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Artikel - Innovationspolitik

Förderschwerpunkt 1: Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit

Einleitung

Förderschwerpunkt 1: Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit

© Adobe Stock/Elnur

Ziel des Förderschwerpunkts 1 „Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit“ ist es, den Anteil wiederverwendbarer und wiederaufbereitbarer Produkte der Schutzausrüstung, ihre positiven umweltbezogenen Eigenschaften, ihre Recyclingfähigkeit sowie die Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe im Bereich der Schutzausrüstung signifikant zu erhöhen.

Was wird gefördert?

Förderoptionen im Förderschwerpunkt 1: Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit

Gefördert werden in:

Förderschwerpunkt 1a

  • Industrielle Forschung
  • Experimentelle Entwicklung

Förderschwerpunkt 1b

  • zirkulare Geschäftsmodelle
  • Infrastrukturkonzepte

Im Förderschwerpunkt 1a wird für den Ausbau einer nachhaltigen und ressourcenschonenden Produktion und Verwendbarkeit von Schutzausrüstung gefördert:

  • die Entwicklung von neuen, insbesondere biobasierten Materialien, neuen Flächenbildungstechniken sowie antiviralen und antimikrobiellen Ausrüstungen,
  • die Entwicklung von entsprechenden innovativen Aufbereitungsverfahren für Schutzausrüstung, welche die Anforderungen an die Hygienesicherheit insbesondere im Einsatz in der Gesundheitsversorgung und Pflege berücksichtigen,
  • Monitoring- sowie Schnellprüfsysteme bzgl. der Schutzwirkung nach Aufbereitung der Schutzausrüstung sowie Maßnahmen zur/zum hygienesicheren Verpackung und Transport der Schutzausrüstung vor und nach ihrer Aufbereitung.

Für die Steigerung der Nachhaltigkeit im Bereich der Schutzausrüstung ist die Kreislauffähigkeit der Produkte ein wichtiger Aspekt. Hierbei steht u.a. die Wiederverwendung von textilen Bestandteilen im Fokus. Gefördert werden:

  • Projekte zur Erhöhung des Recyklatanteils und neuer Recyclingtechnologien.

Durch die europaweiten Regulierungen im Umwelt- und Chemikalien- sowie Abfallrecht steigen die Anforderungen an die Herstellung von Schutzausrüstung. Um diesen gerecht zu werden, muss mittelfristig die Substitution bestimmter aktuell zur Produktion eingesetzter Stoffe und Gemische u. a. aufgrund vorliegender toxikologischer und/oder persistenter Eigenschaften umgesetzt werden. In diesem Zusammenhang werden gefördert:

  • die Erforschung von innovativen Substituten für von Regulierung betroffene Substanzen und Gemische sowie
  • die Entwicklung neuer Produktionstechnologien zur Implementierung in bzw. zum Ersatz von bestehenden Produktionsverfahren.

Im Förderschwerpunkt 1b werden ebenfalls für die Steigerung der Nachhaltigkeit im Bereich der Schutzausrüstung und die Kreislauffähigkeit der Produkte gefördert:

  • Projekte, die auf den Einsatz neuer zirkularer Geschäftsmodelle abzielen sowie
  • Konzepte zur Entwicklung der erforderlichen Infrastruktur für innovative Recyclinglösungen für Schutzausrüstung unter Berücksichtigung sicherheitsrelevanter Anforderungen.

Beachten Sie bitte, dass Maßnahmen, zu deren Durchführung ein Gesetz oder eine behördliche Anordnung verpflichtet, von der Förderung ausgeschlossen sind.

Wie wird gefördert?

Art der Förderung und Förderkonditionen

Im Förderschwerpunkt 1a „Nachhaltigkeit und Kreislauffähigkeit“ erfolgt die Förderung je nach Art der Antragsteller und Fördermaßnahme als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung. Nach Artikel 2, Nr. 85 und 86 und Artikel 25 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung (AGVO) können industrielle Forschung und experimentelle Entwicklung gefördert werden.

Die Höchstzuwendungen pro Zuwendungsempfänger für Unternehmen ergeben sich aus Artikel 4 AGVO.

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben im Förderschwerpunkt 1b können auf der Grundlage der De-minimis-Verordnung mit einer maximalen Förderintensität von 100 % für kleine Unternehmen, 80 % für mittlere Unternehmen und 50 % für größere Unternehmen gefördert werden.

Die förderfähigen Kosten richten sich nach den in der Förderrichtlinie zu Forschungs- und Technologievorhaben zur Produktion innovativer persönlicher Schutzausrüstung festgelegten Fördersätzen, die je nach Förderoption und Art der Antragsteller variieren.

Für die Förderoptionen sind folgende maximale Fördersätze vorgesehen:

AntragstellerFörderoptionenEinzel-projekteKooperations-projekte
Free-Access-Projekte*
Kleine Unternehmen:
KMU-Definition gemäß Anhang I AGVO
Industrielle Forschung
Experimentelle Entwicklung
neue Geschäfts-modelle und Infrastruktur-konzepte

70 %

45 %

100 %

80 %

60 %

100 %

80 %

60 %
Mittlere Unternehmen:
KMU-Definition gemäß Anhang I AGVO
Industrielle Forschung
Experimentelle Entwicklung
neue Geschäfts-modelle und Infrastruktur-konzepte

60 %

35 %

80 %

75 %

50 %

80 %

75 %

50 %

Weitere Unternehmen (über 250 Mitarbeiter)Industrielle Forschung
Experimentelle Entwicklung
neue Geschäfts-modelle und Infrastruktur-konzepte
50 %

25 %

50 %
65 %

40 %

50 %

65 %

40 %

Forschungseinrichtungen
A: Hochschulen, Forschungseinrichtungen mit FuEuI-Kapazitäten, gemein-nützige Organisationen, Gebietskörperschaften, Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung

Alle Förderoptionen

100 %

Forschungseinrichtungen
B: Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft, Max-Planck-Gesellschaft, Leibniz-Gemeinschaft
Alle Förderoptionen80 %

*sogenannte „Free-Access“-Projekte: Die AGVO ermöglicht einen Zuschlag von 15 %, wenn die Ergebnisse des Vorhabens durch Konferenzen, Veröffentlichungen, Open-Access-Repositories oder durch gebührenfreie Software bzw. Open-Source-Software weite Verbreitung finden!

Antragsverfahren

Wie funktioniert die Antragstellung?

Das Antragsverfahren ist einstufig und die vollständigen Antragsunterlagen sind über das elektronische Formularsystem easy-Online des Bundes zu stellen. Für die Vollantragstellung wird die Verwendung einer elektronischen Signatur empfohlen.
Bitte beachten Sie, dass alle Antragsunterlagen in easy-Online hochgeladen werden und auch elektronisch signiert werden können. Haben Sie Ihre Antragsunterlagen elektronisch in easy-Online signiert, benötigen wir keine rechtsverbindlich unterschriebene Antragsversion in Papierform.

Haben Sie Ihren Antrag nicht elektronisch in easy-Online signiert, ist es obligatorisch innerhalb von 14 Tagen eine ausgedruckte und rechtsverbindlich unterschriebene Version des Antrags (nur das Dokument aus easy-Online, AZA/AZK) per Post oder Fax dem Projketträger zukommen zu lassen.

Ihr AZA/AZK senden Sie innerhalb von 14 Tagen postalisch oder per Fax an:
VDI/VDE Innovation + Technik GmbH
Projektträger Innovative Schutzausrüstung
Steinplatz 1
10623 Berlin
Telefax: 030 310078-102

Bei Verbundprojekten sind Projektanträge vollständig binnen einer Frist von zwei Wochen vorzulegen. Jeder Verbundpartner muss seinen eigenen Antrag einreichen. Die Verbund-Vorhabensbeschreibung und der Verbundarbeitsplan müssen nur einmal durch den Verbundkoordinator eingereicht werden. Die entsprechenden Vorlagen stehen Ihnen unter dem folgenden Bereich „Antragsunterlagen“ zur Verfügung.

Das Antragsverfahren endet mit einer Bewilligung oder Ablehnung der förmlichen Anträge durch das BMWi auf Vorschlag des Projektträgers, es sei denn, er ist dazu beliehen worden.

Beim Projektträger können spätestens bis zum 31. Dezember 2021 fortlaufend förmliche Förderanträge eingereicht werden. Nach dem Stichtag eingegangene Anträge werden grundsätzlich aus dem weiteren Verfahren ausgeschlossen.

Förderanträge können verfahrensbeendend jederzeit zurückgezogen werden.

Antragsunterlagen

Bitte nutzen Sie folgenden Vorlagen zur Antragstellung

Für Ihre Antragsstellung stehen Ihnen folgende Vorlagen zum Download zur Verfügung, die Sie bitte über das elektronische Formularsystem easy-Online des Bundes im PDF-Format zu Ihrem Antrag hochladen:

Hilfetools für Unternehmen zur Einstufung als KMU (kein Bestandteil des Antrags)

Hinweis zur Erklärung zu den subventionserheblichen Tatsachen

Die Erklärung zu den subventionserheblichen Tatsachen ist von jedem Antragsteller im Antragsverfahren über easy-online zu bestätigen. Es handelt sich hierbei um eine Rechtsbelehrung im Zusammenhang mit der Inanspruchnahme von Fördermitteln der öffentlichen Hand. Bitte lesen Sie hierzu das entsprechende Hinweisdokument zu den subventionserheblichen Tatsachen.

Weitere wichtige Hinweise stehen Ihnen für Ihre Antragsstellung über easy-Online zur Verfügung in den Leitfäden:

Hinweise zum Öffnen, Bearbeiten und Speichern der PDF-Dokumente:

Bitte führen Sie ihren Cursor auf das PDF-Dokument, welches Sie herunterladen möchten, klicken Sie dann mit der rechten Maustaste und wählen Sie bitte „Ziel speichern unter“. Wählen Sie einen Speicherort und öffnen Sie von dort fortan das gewünschte PDF-Dokument mit einem PDF-Reader. Wir empfehlen Ihnen den PDF-Reader Adobe Acrobat Reader DC, da es mit anderen PDF-Readern gegebenenfalls zu Fehlern in der Berechnung führt.

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FAQ

Fragen und Antworten zum Förderprogramm Innovative Schutzausrüstung

Sie haben bereits erste Fragen zum Förderprogramm? Mittels der FAQ zum Förderprogramm Innovative Schutzausrüstung werden Ihnen erste Antworten auf Ihre Fragen gegeben.

Kontakt

Haben Sie Fragen zum Förderprogramm?

Bei Fragen zum Förderprogramm Innovationsprojekte für persönliche Schutzausrüstung (INNOVATIVE SCHUTZAUSRÜSTUNG), zur Antragstellung und zu Ihren geplanten Projekten steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung!

Wir bieten Ihnen Beratung zu Ihren Anträgen, unterstützen Sie bei der Antragstellung und geben Hinweise zu den Fördermodalitäten des Programms.

Sie erreichen uns telefonisch von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 17.00 Uhr:

Hotline: 030 310078-248
E-Mail: psa@vdivde-it.de

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