Das BMWi bietet den KMU Zuschüsse und Zinsvergünstigungen, damit sie Forschungs- und Innovationsprojekte leichter finanzieren können. Dabei wird die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen besonders gefördert, damit neue Erkenntnisse der Wissenschaft schnell in marktfähige Produkte umgewandelt werden können.

Förderung von innovativen Start-ups

Mit dem breiten Finanzierungsinstrumentarium für Start-ups wird dazu beigetragen, den Innovationsstandort Deutschland weiter zu stärken. Hierfür stehen beispielsweise der High-Tech Gründerfonds (HTGF), coparion oder der DeepTech Future Fonds, aber auch eine Reihe weiterer Maßnahmen, zur Verfügung.

Weitere Informationen zu einzelnen Finanzierungsprogrammen sind hier zu finden:
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Publikationen/Technologie/von-der-idee-zum-markterfolg-2021.pdf?__blob=publicationFile&v=6
https://www.bmwi.de/Redaktion/DE/Artikel/Technologie/wagniskapital-und-gruendungen.html
http://www.bmwi.de/zukunftsfonds

Marktnahe Forschungs- und Innovationsprojekte

Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) unterstützt mit Hilfe von Zuschüssen branchen- und themenoffen marktorientierte technische Forschungs- und Entwicklungsprojekte von Mittelständlern und mit ihnen kooperierenden Forschungseinrichtungen (inkl. Hochschulen) sowie das Netzwerkmanagement von Innovationsnetzwerken. Das ZIM ist mit jährlich (im Durchschnitt) über 3.500 neuen Projekten das größte Programm der Bundesregierung zur Förderung des innovativen Mittelstandes. Mit der Neufassung der ZIM-Richtlinie 2020 wurde das ZIM optimiert, um Verbesserungen für den Mittelstand zu erreichen, dazu gehören u.a. bessere Zugangs-Bedingungen für junge und kleine Unternehmen (z.B. erhöhte Fördersätze) sowie Erstinnovatoren (u.a. Einführung von Durchführbarkeitsstudien). Weitere Informationen und Ansprechpartner finden Sie unter www.zim.de.

Das 2019 als Pilot gestartete Innovationsprogramms für Geschäftsmodelle und Pionierlösungen (IGP) zielte explizit auf marktnahe nichttechnische Innovationen, wie kreative Designansätze, neue Plattformkonzepte oder zukunftsweisende Apps. In drei Ausschreibungsrunden hat das Programm die Themen digitale und datengetriebene Innovationen, kultur- und kreativwirtschaftliche Innovationen sowie Innovationen für Bildung und Informationszugang adressiert. Dabei konnten neue Zielgruppen erreicht und rund 260 Projekte angeschoben werden, darunter viele Digitalinnovationen von kleinen, jungen Unternehmen. Die Pilotphase des IGP endete Mitte 2021, dabei war die Nachfrage in allen drei Ausschreibungsrunden sehr hoch, das Feedback positiv. Aktuell wird das IGP mit Blick auf eine mögliche Verstetigung in der kommenden Legislaturperiode extern evaluiert.

Mit dem ERP-Digitalisierungs- und Innovationsprogramm können Digitalisierungs- und Innovationsvorhaben sowie Investitionen und Betriebsmittel innovativer Unternehmen finanziert werden. Ziel ist es, innovativen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Einzelunternehmern und Freiberuflern im Inland eine zinsgünstige Finanzierung von Vorhaben in Deutschland zu ermöglichen. Den durchleitenden Finanzierungspartnern (Banken und Sparkassen) wird optional eine Haftungsfreistellung von 70 % für Kredite angeboten. Als Ergänzung zum Darlehen wird ein Förderzuschuss angeboten (ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit).

Das Förderprogramm "ERP-Mezzanine für Innovation" dient der langfristigen zinsgünstigen Finanzierung marktnaher Forschung und der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren/Prozesse oder Dienstleistungen sowie ihrer wesentlichen Weiterentwicklung in Deutschland. Es bietet etablierten mittelständischen Unternehmen hierzu Finanzierungspakete aus Fremd- und Nachrangkapital (ERP-Mezzanine für Innovation).

Vorwettbewerbliche Forschung

Um im internationalen Innovationswettlauf bestehen zu können, brauchen KMU Forschungseinrichtungen, deren Forschungs- und Entwicklungsarbeit sich an ihren Bedürfnissen orientiert und deren Ergebnisse schnell und effizient transferiert werden. Daher fördert das BMWi mit dem Programm Industrielle Gemeinschaftsforschung (IGF) vorwettbewerbliche Forschungsvorhaben. Ihre Ergebnisse kommen allen Unternehmen zugute. Anwendungsorientierte Forschungsvorhaben gemeinnütziger Forschungseinrichtungen in strukturschwachen Regionen in Deutschland werden mit dem Programm INNO-KOM gefördert. Mehr erfahren.

IGF: www.aif.de/innovationsfoerderung/igf-industrielle-gemeinschaftsforschung.html
INNO-KOM: www.innovation-beratung-foerderung.de

Innovationsberatung für Unternehmen

Der Förderbereich Innovationsberatung hat das Ziel, die Innovationskompetenz von KMU zu erhöhen. Er umfasst die Beratung für ein effektives Innovationsmanagement und die Beratung über Fördermöglichkeiten von Bund, Ländern und der Europäischen Kommission.

  • BMWi-Innovationsgutscheine (go-inno)
    Mit den BMWi-Innovationsgutscheinen werden externe Beratungsleistungen in KMU der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks zur Vorbereitung und Durchführung von Produkt- und technischen Verfahrensinnovationen gefördert. Weitere Informationen finden Sie unter www.innovation-beratung-foerderung.de, dem Online-Portal zum BMWi-Förderprogramm "go-inno".

  • Nationale Kontaktstelle EIC Accelerator
    Die Nationale Kontaktstelle EIC Accelerator informiert und berät über die Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten des EIC (European Innovation Council) Accelerators unter "Horizont Europa", dem europäischen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation. Der EIC Accelerator richtet sich an KMU und Start-ups mit innovativen, hochrisikoreichen Projektideen und bietet neben Zuschüssen auch Beteiligungskapital. Aktuelle Informationen erhalten Sie über den Newsletter der NKS EIC Accelerator oder unter www.nks-eic-accelerator.de.

    Trotz Corona-Epidemie läuft die Beratung weiter.


  • Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes
    Diese Beratungsstelle informiert über alle Fragen zur Forschungs- und Innovationsförderung von Bund, Ländern und der Europäischen Kommission sowie wichtige Ansprechpartner und aktuelle Förderschwerpunkte. Außerdem bietet die Förderberatung einen kostenlosen Lotsendienst für KMU.

    Trotz Corona-Epidemie läuft die Beratung weiter.

Agentur zur Förderung von Sprunginnovationen

Die Agentur für Sprunginnovationen (SprinD) identifiziert und fördert Sprunginnovationen zur Lösung großer ökonomischer, ökologischer und sozialer Herausforderungen. Sie leistet damit einen Beitrag zur Sicherung der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Die Agentur arbeitet themen-, disziplin- und technologieoffen, agil, risikoaffin und mit einem sehr hohen Autonomiegrad.

Mit der SprinD wird eine innovations- und wirtschaftspolitisch relevante Lücke in der deutschen Förderlandschaft geschlossen.

Die Agentur setzt auf Innovationswettbewerbe (Challenges) und die Förderung von Spitzenprojekten, die in Tochtergesellschaften überführt werden können. Sie leistet einen entscheidenden Beitrag zur Stärkung des Innovationsökosystems in Deutschland.

Förderung von Netzwerken und Clustern

Viele Unternehmen und Forschungseinrichtungen arbeiten in regionalen oder thematischen Clustern und Netzwerken zusammen, um optimale Wertschöpfungsketten zu bilden und ihre Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit zu steigern.

  • Das Programm "go-cluster" unterstützt daher die bundesweit leistungsfähigsten Clustermanagement-Organisationen bei der Professionalisierung und Weiterentwicklung hin zu international exzellenten Organisationen. Weitere Schwerpunkte liegen in der nationalen und internationalen Vernetzung sowie der Stärkung der Sichtbarkeit der Innovationscluster.
  • Das Internetportal Clusterplattform Deutschland der Bundesministerien für Wirtschaft und Energie sowie für Bildung und Forschung bietet einen umfassenden Überblick über die clusterpolitischen Maßnahmen des Bundes und der Länder sowie europäischer Initiativen. Es stellt kompakt und anschaulich die regionalen und nationalen Clusterinitiativen dar und bietet gleichzeitig ein Dialogforum für Clusterakteure und -forscher.

Die Mustervereinbarungen für Forschungs-und Entwicklungskooperationen finden Sie hier.

Transferinitiative

Technologie- und Wissensaustausch beeinflussen maßgeblich die Marktfähigkeit von innovativen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen. Dennoch gelingt der Wissenstransfer nicht häufig genug – gerade der deutsche Mittelstand hat dadurch Innovationsbedarf. Deswegen gab Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier im März 2019 den Startschuss für die Transferinitiative des BMWi, Sie soll die Umsetzung von Ideen in marktfähige Produkte unterstützen. Dafür prüft das BMWi gemeinsam mit Innovationsakteuren prüfen, welche Maßnahmen der Umsetzung von Ideen in den Markt bereits funktionieren und wo Verbesserungen nötig sind. Ziel ist die Optimierung des Innovationsökosystems in Deutschland und damit eine Steigerung der Innovatorenquote und der Innovationstätigkeit. Die im Koalitionsvertrag verankerte Transferinitiative des BMWi hat das Ziel, die themen- und technologieoffene Mittelstandsförderung „Von der Idee bis zum Markterfolg“ weiter auszubauen und zu verbessern.