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Artikel - Frauen in der Wirtschaft

Saori Dubourg zum Weltfrauentag 2021

Einleitung

Saori Dubourg

Saori Dubourg

© Saori Dubourg/BASF

Steckbrief

Saori Dubourg

Unternehmen:

BASF SE

Position:

Saori Dubourg ist Mitglied des Vorstands der BASF SE. Sie ist verantwortlich für die globalen Geschäfte in den Bereichen Agricultural Solutions, Nutrition & Health und Care Chemicals. Weiter verantwortet sie die Region Europa, das Startup trinamiX sowie das BASF Corporate Sustainability Board.

Darüber hinaus ist Saori Dubourg Mitglied des Deutschen Rates für Nachhaltige Entwicklung, der die Bundesregierung bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie berät.

Interview mit Saori Dubourg

"Why Women mean Business"

Saori Dubourg ist seit 1996 bei BASF in verschiedenen Funktionen, mehrere Jahre davon auch in den USA, Japan, Singapur und Hongkong, tätig. Ihre beruflichen Erfahrungen umfassen Strategie und die Führung operativer Geschäfte. Einblicke einer DAX-Voständin zum Weltfrauentag.

Sie sind aktuell eine von 28 weiblichen Vorständen in DAX-Konzernen (von 186 insgesamt). Das sind ca. 15 Prozent. Die Zahl ist im internationalen Vergleich eher gering. Woran liegt das?

Es wird oft über den Anteil von Frauen in Vorständen gesprochen. Ich würde gerne statt den Mangel zu kommentieren, für den Schatz werben, der noch nicht gehoben ist. Ein Beispiel: Frauen stellen rund die Hälfte der menschlichen Bevölkerung weltweit dar, sie sind beteiligt an 80 Prozent der täglichen Kaufentscheidungen und damit meine ich nicht nur Lebensmittel, Hygieneartikel, Kleidung, Windeln und Kindernahrung, sondern auch hochwertige Güter wie Autos und Häuser. Frauen im Unternehmen repräsentieren ein enormes Wissen über die Bedürfnisse unserer Zeit und damit auch für die Entwicklung von Innovationen und Produkten. Warum sollten wir diese Chance nicht besser nutzen?

Worin sehen Sie die Vorteile von weiblicher Führung im Unternehmen? Und werben Sie dafür?

Vielmehr geht es für mich um die Frage, wie muss ein ideales Team zusammengesetzt sein? Und das kommt ganz auf die Aufgabe, beziehungsweise das Geschäft, an. Wollen Sie Innovation, brauchen Sie ein Team mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Kompetenzen.
Ich bin überzeugt davon, dass Männer und Frauen in gleichem Maße intelligent und effizient miteinander kommunizieren. Generell geht es um das Beste aus „beiden Welten“. So verstehen es Frauen, laut diverser Studien, offentsichtlich ganz gut, Menschen und Ideen zusammenzubringen und Empowerment in die Organisation zu tragen. Aus meiner Sicht geht es also nicht nur um das Geschlecht, denn das allein bestimmt nicht automatisch den Führungsstil.

Führen Frauen anders als Männer? Und wenn ja: Wie?

Bisher kennt man aus Gegenwart und Geschichte ja eher die männliche Seite der Führung, und da gibt es von Gandhi bis Trump sicher schon ein großes Spektrum. Bei den Frauen haben wir jedoch auch sehr unterschiedliche Führungspersönlichkeiten. Denken Sie an Angela Merkel, Margaret Thatcher, Hillary Clinton oder Christine Lagarde. Aber Führung ist in erster Linie erstmal eine individuelle Sache.
Für mich zum Beispiel ist es wichtig, die Gründe für eine Transformation zu erklären, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzunehmen und Verantwortung einzufordern. Das heißt: einfühlsam im Umgang, aber hart in der Sache.

Vor dem Hintergrund Ihrer Erfahrungen in Hongkong und Singapur: Unterscheidet sich die asiatische Führungskultur von der in Europa?

Natürlich gibt es kulturelle Unterschiede. Das beginnt bereits bei der Erwartungshaltung an Führungskräfte. Das sehen Sie schon an den Worten, die für Vorgesetzte in den unterschiedlichen Sprachen verwendet werden. in Japan sagt man „Kaicho“. Das bedeutet soviel wie „Chef einer Gesellschaft“. In Dänemark sagt man „Vejleder“. Das bedeutet Wegweiser. Oder in Frankreich ist es der Patron. Dort schwingt auch immer der Schutzgedanke mit. In diesen kulturellen Unterschieden schlummert viel Potenzial. Hier liegt auch die Aufgabe globaler Führungsfähigkeiten: Kultur wahrnehmen, Menschen verstehen und Wert aus den besten Perspektiven der Welt heben: Diversität führt so zu mehr Wert.

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Saori Dubourg

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#Starke Frauen, starke Wirtschaft.

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