Artikel - Energieeffizienz

Roadmap Energieeffizienz 2045

Einleitung

Roadmap Energieeffizienz 2045

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Die „Roadmap Energieeffizienz 2045“ hat als zentrales Dialogforum der Bundesregierung die Aufgabe, die dringend erforderlichen Fortschritte bei der Energieeffizienz voranzutreiben. Die Roadmap ist Teil der deutschen Energieeffizienzstrategie und soll sektorübergreifende Pfade zur Erreichung des Reduktionsziels für 2045 diskutieren. Im Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft sollen weitere konkrete Instrumente und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz entwickelt werden. Dabei beschreibt das Ziel der Bundesregierung, die Klimaneutralität bis 2045 zu erreichen, das Ambitionsniveau des Roadmap-Prozesses. Um die ganze Bandbreite abzudecken, wird die Energieeffizienz sowohl in sektorspezifischen Arbeitsgruppen (Gebäude, Industrie und Verkehr) als auch in sektorübergreifenden Arbeitsgruppen (Digitalisierung, Fachkräfte und Qualifikation und Systemfragen) untersucht. Der Dialogprozess zur Roadmap Energieeffizienz soll im Herbst 2022 mit der Verabschiedung eines programmatischen Strategiepapiers zur Energieeffizienz bis 2045 abgeschlossen werden.

Zwischenbericht „Energieeffizienz für eine klimaneutrale Zukunft 2045“

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat am 30.06.2021 den Zwischenbericht „Energieeffizienz für eine klimaneutrale Zukunft 2045“ der Roadmap Energieeffizienz veröffentlicht. In dieser Zwischenbilanz sind die zentralen Ergebnisse der Stakeholder der Roadmap als fachliche Handlungsempfehlungen für die kommende Legislaturperiode sowie Schlussfolgerungen aus der Online-Umfrage „Politische Instrumente für eine energieeffiziente Zukunft“ formuliert. Der Bericht gibt dabei die Meinungen und Positionen der im Roadmap-Prozess beteiligten Akteure wieder.

Die empfohlenen Maßnahmen und Instrumente müssen ein früheres Ziel für die Klimaneutralität anvisieren als bisher angenommen. Im Mai 2021 hat die Bundesregierung die Neufassung des Klimaschutzgesetzes vorgelegt und darin das Ambitionsniveau für die CO2-Minderungsziele deutlich erhöht. Daraus folgt für die Energieeffizienz: die Ziele müssen angepasst und ebenfalls deutlich erhöht, und die Maßnahmen daran ausgerichtet werden. Nach erster Einschätzung wird auch das Ziel der Halbierung des Primärenergieverbrauchs um fünf Jahre vorgezogen und bereits 2045 erreicht werden müssen.

Der Zwischenbericht zum Download finden Sie hier.

Plenarveranstaltungen

Die Plenarveranstaltungen zur Roadmap finden im Rahmen gemeinsamer Tagungen der Energiewende-Plattformen Energieeffizienz und Gebäude statt, welche mit Stakeholdern aus Wirtschaft, Zivilgesellschaft, Wissenschaft und den betroffenen Ressorts sowie den Ländern besetzt sind. Es sind sechs Plenarveranstaltungen bis Herbst 2022 vorgesehen, welche in einem halbjährlichen Rhythmus (Mai/ November) stattfinden.

Mit der Auftakt-Plenarveranstaltung, welche durch den Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Thomas Bareiß, eröffnet wurde, begann offiziell der Roadmap-Prozess und damit der Austausch mit den Stakeholdern der Energiewende-Plattformen Energieeffizienz und Gebäude.

Die Veranstaltung mit 150 Stakeholdern wurde erfolgreich als digitale Konferenz mit einer Teilpräsenz im Ludwig-Erhard-Saal im BMWi organisiert.

Neben der Vorstellung zu den Hintergründen und Zielen im Roadmap-Prozess durch Thorsten Herdan (BMWi, Abteilungsleiter II), erfolgte die Präsentation der Planungen für die einzelnen Arbeitsgruppen durch die jeweiligen AG Leitungen.

Zwei Impulsvorträge von Vertretern des wissenschaftlichen Beirats des Roadmap-Prozesses (Dr. Kathrine von Graevenitz, ZEW Mannheim und Prof. H.-J. Wagner, Ruhr-Universität Bochum) leiteten die anschließende Podiumsdiskussion unter Teilnahme von Thorsten Herdan (BMWi), Andreas Kuhlmann (Vorsitzender der Geschäftsführung, dena), Friedrich Seefeldt (Prognos AG, Projektleiter Wissenschaftsteam Roadmap-Prozess) und Prof. H.-J. Wagner (Ruhruni Bochum) ein.

Mit der zweiten Plenarveranstaltung wurde der Austausch mit den über 100 Stakeholdern der Energiewende-Plattformen Energieeffizienz und Gebäude zum Roadmap-Prozess fortgesetzt. Eröffnet wurde die Konferenz durch den Leiter der Abteilung Energiepolitik – Wärme und Effizienz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, Thorsten Herdan. Er hob noch einmal die Bedeutung der Energieeffizienz und des Roadmap-Prozesses hervor, um den Langfristpfad mit dem Ziel der Klimaneutralität erfolgreich zu betreten.

Neben der Vorstellung zu den Hintergründen und Zielen im Roadmap-Prozess erfolgte die Präsentation der jeweiligen AG-Leitungen zum Stand der Arbeiten nach zwei AG-Runden, verbunden mit einem Ausblick auf die bevorstehenden Sitzungen im Jahr 2021. In den nächsten AG Runden soll die Entwicklung konkreter Maßnahmen zur Unterstützung der Zielerreichung im Vordergrund stehen.

Zudem berichteten Vertreterinnen und Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums bzw. des Umweltbundesamtes mit Vorträgen zum European Green Deal, der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft und der Umsetzung der nationalen Energie- und Klimapolitik im Zuge der Effizienzstrategie 2045, so z.B. zur geplanten Neuordnung der „Bundesförderung effiziente Gebäude“ (BEG) sowie der Initiative Energieeffizienz- (und Klimaschutz-) Netzwerke, zu weiteren Themen der Energiewende-Plattformen Energieeffizienz und Gebäude.

In der dritten Plenarveranstaltung konzentrierte sich der Austausch mit den über 100 Stakeholdern der Energiewende-Plattformen Energieeffizienz und Gebäude auf die bisher gewonnenen Erkenntnisse und Maßnahmenempfehlungen der Arbeitsgruppen im Roadmap-Prozess, welche in den Zwischenbericht des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie zur Roadmap einfließen sollen. Eröffnet wurde die Konferenz durch den Leiter der Unterabteilung „Energieeffizienz, gasförmige Energieträger, Wärmenetze“, Ulrich Benterbusch. Er stellte die Bedeutung der Energieeffizienz und des Roadmap-Prozesses heraus, um den nunmehr angepassten Langfristpfad mit dem Ziel der Klimaneutralität bereits im Jahr 2045 erfolgreich zu bestreiten. Das neue Ziel muss daher mit wirksamen Maßnahmen unterlegt werden, für die der Zwischenbericht zur Roadmap bereits die entsprechenden Empfehlungen an die Politik für die nächste Legislaturperiode unterbreiten soll.

Neben der Vorstellung aktueller Herausforderungen für die Energieeffizienz- und Klimapolitik zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2045 aus wissenschaftlicher Sicht durch Friedrich Seefeldt (Prognos AG, Projektleiter Wissenschaftsteam Roadmap-Prozess) und der Präsentation ausgewählter Ergebnisse der Stakeholder-Umfrage „Politische Instrumente für eine energieeffiziente Zukunft“ durch Steffen Joest (Deutsche Energie-Agentur GmbH, Leiter der Geschäftsstelle), wurden zentrale Eckpunkte für Maßnahmen in den Sektoren Gebäude, Industrie und Verkehr sowie den Handlungsfeldern Digitalisierung, Fachkräfte und Qualifikation und Systemfragen durch die jeweiligen AG-Leitungen vorgestellt.

Zudem berichteten Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums zu aktuellen EU-Themen der Energieeffizienzpolitik, so z.B. zu geplanten energiepolitischen Vorschlägen der EU im Jahr 2021 im Kontext „Fit for 55“ (u. a. Novellierung der EU-Energieeffizienz-Richtlinie) sowie zum Aktionsplan „Renovation Wave“ im Gebäudebereich. Rahul Schwenk, Bündnis #effizienzwende, stellte zudem Vorschläge zur nachhaltigen Beförderung des Themas Energieeffizienz aus dem Bündnis vor.

Arbeitsgruppen

Um die ganze thematische Bandbreite abzudecken, wird die Energieeffizienz in drei sektorspezifischen Arbeitsgruppen (Gebäude, Industrie und Verkehr) sowie in drei sektorübergreifenden Arbeitsgruppen (Digitalisierung, Fachkräfte und Qualifikation sowie Systemfragen) untersucht. Pro Arbeitsgruppe sind fünf Sitzungen vorgesehen, die in möglichst regelmäßigen Abständen tagen.

Hier werden von Fachexperten Detailfragen und Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erörtert und Empfehlungen für die Roadmap nach folgendem Muster erarbeitet.

Roadmap Energieeffizienz 2050

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AG Gebäude

Sonnenkollektoren

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Leitfrage der AG Gebäude:
Energieeffizienz bildet das Fundament für einen sanierten Gebäudebestand zur Erreichung der Energie- und Klimaziele. Wie lässt sich das Leitbild „Efficiency First“ vor dem Hintergrund bestehender wirtschaftlicher und technischer Restriktionen umsetzen und mit der Bezahlbarkeit von Bauen und Wohnen in Einklang bringen?

Ziel des Prozesses:
Die AG Gebäude soll eine ergebnisoffene Plattform zur Diskussion von Vorschlägen für Energieeffizienz-Maßnahmen bieten. Neben konkreten Handlungsempfehlungen sollen z.B. auch Widerstände/Hemmnisse für konkrete Maßnahmen herausgearbeitet werden.

Sitzung der AG Gebäude am 16.06.2020

In der ersten Sitzung unter der Leitung von Dr. Alexander Renner (BMWi) und Peter Rathert (BMI) diskutierten die Teilnehmer der AG Gebäude Hemmnisse und Akzeptanzfragen für die energetische Sanierung von Gebäuden. Der Roadmap-Prozess orientiert sich an der Frage, wie sich das Leitbild Efficiency First umsetzen lässt und bestehende investive und technische Restriktionen, gerade im Gebäudebestand, lösen lassen. Ziel der AG Gebäude ist es , konkrete Handlungsempfehlungen für die Optimierung bestehender Maßnahmen und für neue Instrumente zu erarbeiten. Der Diskussion der 1. AG Gebäude voran gestellt waren drei Impulsvorträge. Prof. Dr. Bert Oschatz (ITG
Forschung und Anwendung GmbH) referierte zum Thema "Gebäudetechnik - Status quo, Prognosen, Realität". Im Anschluss zeigte Prof. Dr. Andreas Holm (FIW ) die "Rolle der Gebäudehülle im Kontext der Ziele 2045" auf. Nils Thamling (Prognos) führte zum "Handlungsbedarf im Gebäudesektor bis 2030" aus. Im Fokus der Diskussion standen auch die verlässliche Ausgestaltung von Förderansätzen, Beiträge zur Bedeutung von Sanierungstiefe und -rate, das Zusammenspiel von Anlagentechnik und Gebäudehülle, die Wirtschaftlichkeit und Amortisation von Effizienz-Maßnahmen sowie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle. Zudem wurde die Bedeutung von Best-Practice-Beispielen, Partizipationsansätzen und Informationskampagnen betont. In den Folgesitzungen der AG Gebäude werden diese Themen im Detail vertieft und mit konkretem Bezug zu einzelnen Maßnahmen und Akteursgruppen diskutiert.

Vorträge:

Tagesordnung:

Input- / Hintergrund-Papier:

Protokoll:

AG-Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Sitzung der AG Gebäude am 08.10.2020

Im Fokus der zweiten Sitzung der AG Gebäude standen das Thema Kostentragung und damit verbundene Ansätze zur Senkung und fairen Verteilung von Umsetzungskosten im Gebäudebereich. Mit dem Impulsvortrag „Ideen & Ansätze für Kostensenkung“ von Frau Dr. Ingrid Vogler (GdW) wurde die Diskussion mit allen Teilnehmenden eröffnet und dabei sowohl die Bezahlbarkeit von Wohnen und Bauen als auch die Potenziale zur Kostensenkung bei Hülle, Technik sowie auch die Umverteilung der Kosten (Vermieter – Mieter) adressiert. Im Anschluss diskutierten die Teilnehmenden in drei Unterarbeitsgruppen über Ansätze und Hemmnisse zur Kostentragung im vermieteten Bestand, innovative Geschäfts- und Finanzierungsmodelle sowie die Ausgestaltung von Förderung und steuerlichen Anreizen im Gebäudesektor. Diskussionsleitend waren dabei im Vorfeld eingereichte Ideen-Steckbriefe der AG-Teilnehmenden, die durch kurze Impulse vorgestellt wurden. Dabei fokussierte die Unterarbeitsgruppe „Kostentragung im vermieteten Bestand“ vor allem auf Ansätze zur Verbesserung von Rahmenbedingungen wie die Modernisierungsumlage, den anschaffungsnahen Herstellungsaufwand sowie auf Fragen der CO2-Bepreisung und Umlagefähigkeit. Die Unterarbeitsgruppe „Innovative Geschäfts- und Finanzierungsmodelle“ diskutierte Herausforderungen und Lösungsansätze beim seriellen Sanieren sowie Ansätze zur besseren Finanzierung und breiteren Risikotragung. Die Diskussionen in der Unterarbeitsgruppe „Förderung, Finanzierung und steuerliche Anreize“ fokussierten sich auf die Ausgestaltung der Fördersystematik, die erforderliche Evaluation der Fördererfolge und die Ausrichtung auf das Fernziel Klimaneutralität. Schwerpunkt der nächsten Sitzung der AG Gebäude sollen die Themenkomplexe Nicht-Wohngebäude und Information/ Beratung sein.

Vorträge:

Tagesordnung:

Protokoll / weitere Sitzungsunterlagen:

Sitzung der AG Gebäude am 21.04.2021

Zu Beginn der dritten Sitzung und somit zur Halbzeit der AG Gebäude fasste Nils Thamling (Prognos AG) den Diskussionsstand der ersten beiden AG Sitzungen zusammen und präsentierte die bisherigen Thesen, die in den Zwischenbericht zur Roadmap Energieeffizienz einfließen sollen. Prof. Dr. Hans-Martin Henning (Vorsitzender des Expertenrats für Klimafragen und im wissenschaftlichen Beirat der Roadmap Energieeffizienz 2045) erläuterte die Bewertung der UBA-Schätzung der deutschen Treibhausgasemissionen in 2020 und leitete daraus zentrale Botschaften und Fragestellungen ab. Im Anschluss standen Ansätze zur Erhöhung der Sanierungsrate bei Nichtwohngebäuden (NWG) im Fokus. In den Impulsvorträgen gab Nora Langreder (Prognos AG) einen Überblick über die eingereichten Steckbriefe der AG Teilnehmer:innen, Michael Hörner (IWU Institut Wohnen und Umwelt) legte Stand und Handlungsbedarf hinsichtlich der Kenndaten zur energetischen Modernisierung dar, Susann Bollmann (DENEFF) präsentierte Praxiseinblicke bei der Sanierung von Gewerbeimmobilien und Univ. Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch (EGSplan und SIZ energieplus, Stuttgart) teilte seine Erfahrungen und Schlussfolgerungen zur effizienten CO2-Reduzierung im Nichtwohnungsbau. Die Diskussionen fokussierten sich auf grundsätzliche Ansätze und Erfahrungen zur Adressierung des heterogenen und komplexen Segments der NWG, Hürden bei der Inanspruchnahme von Förderprogrammen, den Status der vorhandenen Informationsangebote und Geschäfts- und Finanzierungsmodelle für mehr Klimaschutz im Nichtwohngebäudebereich.


Ein weiterer Schwerpunkt der dritten Sitzung lag auf dem Thema Ordnungsrecht und möglicher Auswirkungen von Mindestenergiestandards (MEPS) auf die Sanierungsrate in Deutschland. Dazu gab Dr. Martin Pehnt (ifeu - Institut für Energie und Umweltforschung gGmbH) einen Impuls aus dem Wissenschaftsteam der AG Gebäude im Kontext der europäischen Diskussion. Im Anschluss beleuchtete Dr. Sibyl D. Steuwer (BPIE) die langfristigen Renovierungsstrategien der EU-Mitgliedsstaaten und deren Erfahrungen mit MEPS. Andreas Jahn (Regulatory Assistance Project) leitete Aspekte für eine nationale Umsetzung ab. Abschließend erläuterte Jan-Peter Hinrichs (Bundesverband energieeffiziente Gebäudehülle e.V. BuVEG / GEEA) Ansätze zur Weiterentwicklung bestehender Instrumente, wie beispielsweise einer neuen Ausgestaltung des Energieausweises, der Verankerung der Energieberatung und des individuellen Sanierungsfahrplans (isfp) im Ordnungsrecht und der Anpassung des GEG auf die Effizienzziele 2030 /2045 sowie der Stärkung des Vollzugs bereits verpflichtender Maßnahmen. In den Diskussionen standen grundsätzliche regulatorische Instrumente im Bestand im Fokus. Neben der sozialverträglichen Ausgestaltung lag ein Schwerpunkt auf den Weiterentwicklungsmöglichkeiten und einer möglichen Rolle bzw. Ausgestaltung von MEPS in Deutschland.

Schwerpunkt der nächsten Sitzung der AG Gebäude soll das Thema Digitalisierung sein.

Tagesordnung:

Protokoll:

Vorträge:

21.05.2021 - PDF -

Publikation: Teilnehmendenliste AG Gebäude

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AG Industrie

Industriegebäude

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Leitfrage der AG Industrie:
Welche Rolle kann und soll die Energieeffizienz und das Kernprinzip "Efficiency First" im Kontext aller verfügbarer Dekarbonisierungsoptionen in der Industrie in mittelfristiger Perspektive (2030) und mit Blick auf 2045 spielen?

Ziel des Prozesses:
Ableitung der für die Implementierung der identifizierten Dekarbonisierungsoptionen erforderlichen Rahmenbedingungen und Instrumente aus technologischer, ökonomischer und politischer Perspektive unter Berücksichtigung nationaler und EU-weiter Rahmensetzung sowie der starken Integration der deutschen Wirtschaft in globalisierte Märkte.

Sitzung der AG Industrie am 18.06.2020

In der ersten Sitzung der AG Industrie diskutierte die AG-Leitung (Dr. Hartmut Versen, BMWi) gemeinsam mit den 25 Stakeholdern insbesondere die übergeordnete Leitfrage "Welche Rolle kann und soll die Energieeffizienz im Kontext aller verfügbarer Dekarbonisierungsoptionen in der Industrie in mittelfristiger Perspektive (2030) und mit Blick auf 2045 spielen?". Diskussionanstöße lieferten drei Impulsvorträge zum Status quo 2020 sowie Herausforderungen und Visionen für 2030 und 2045 von Frau Dr. Barbara Schlomann (Fraunhofer ISI, "Wo steht die Industrie im Jahr 2020?"), von Herrn Prof. Dr.-Ing. Eberhard Aberle (TU Darmstadt, "Das energieeffiziente Produktionswerk von morgen: Potenziale und Herausforderungen?") aus dem Wissenschaftsteam des Roadmap-Prozesses und Prof. Dr. Stefan Lechtenböhmer (Wuppertal Institut, "Klimaneutrale Industrie: Schlüsseltechnologien und Politikoptionen,"). In der lebhaften Diskussion zeichnete sich unter anderem ab, dass die Potenziale der klassischen Energieeffizienz bei Produktionsprozessen noch nicht ausgeschöpft sind, aber durch zusätzliche systemische Ansätze unter Einbeziehung auch der Kreislaufwirtschaft und Steigerung der Ressourcen-/ Materialeffizienz ergänzt werden müssen. Für den Bereich der energieintensiven Industrien wurde die Herausforderung diskutiert, die die Einführung neuer Schlüsseltechnologien zur Dekarbonisierung für die Einhaltung der Energieeffizienzziele und das Kernprinzip Efficiency First bedeuten. Die nächste Sitzung wird sich voraussichtlich mit branchenübergreifenden und systemischen Ansätzen zur Steigerung der Energieeffizienz in der Industrie beschäftigen. Die Sonderproblematik der energieintensiven Industrie wird in einer eigenen Sitzung diskutiert werden.

Vorträge:

Tagesordnung:

Input- / Hintergrundpapier:

Protokoll:

AG-Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Sitzung der AG Industrie am 05.10.2020

In der zweiten Sitzung der AG Industrie diskutierten die Stakeholder unter der Leitung von Dr. Hartmut Versen (BMWi) darüber, wie sich das Prinzip „Efficiency First“ in der Industrie umsetzen lässt, Unternehmenspolitiken in Richtung CO2-Neutralität unterstützt und die Entwicklung hin zu einer circular economy beeinflusst werden kann. Der besondere Fokus der Sitzung lag auf mittelständischen Unternehmen und den Themenfeldern Querschnittstechnologien, Kreislaufwirtschaft & Ressourceneffizienz sowie CO2-Fußabdruck. Impulse lieferten durch ihre Vorträge Dr. Jürgen Joseph (ECG Energie Consulting, „Energieeffizienzpotenziale erschließen – ein Beitrag aus Anwendersicht“), Dr. Martin Vogt (VDI/ZRE, „Kreislaufwirtschaft und Ressourcen-/ Materialeffizienz“) und Robert Stiller (VDMA, „Nachweissysteme für die Berechnung des CO2-Fußabdrucks in Unternehmen“). Durch die Diskussion und die in der Sitzung durchgeführte Umfrage wurde deutlich, dass die Stakeholder in allen drei Themenfeldern hohe Erwartungen mit der Instrumentengruppe „Anreize und Preissteuerung“ (z.B. Förderinstrumente, Steuern oder Zertifikate) verknüpfen. Weiterhin wurde herausgearbeitet, dass der Fokus auf Produktionsprozesse und die verwendeten Energieträger nicht ausreicht, sondern für Fragen der Energie- und Ressourceneffizienz ebenso wie für Klimaneutralität ganze Systeme unter Einbeziehung von Vorketten und der Produktnutzung für einen life cycle Ansatz betrachtet bzw. mitgedacht werden müssen. Die nächste bzw. dritte Sitzung wird sich auf energieintensive Unternehmen und damit auf jenen Bereich fokussieren, der für den größten Energieverbrauch in der Wirtschaft mit den meisten Emissionen steht.

Vorträge:

Tagesordnung:

Input- / Hintergrundpapier:

Protokoll:

Sitzung der AG Industrie am 20.04.2021

In der dritten Sitzung der AG Industrie diskutierten die Stakeholder unter der Leitung von Dr. Hartmut Versen (BMWi) die zuvor durch das Wissenschaftsteam erarbeiteten Maßnahmenvorschläge zur Erstellung eines strategischen Instrumentenbündels für eine energieeffiziente und klimaneutrale Industrie mit Fokus auf die 2030-Ziele. Die vorgestellten Maßnahmenvorschläge wurden den drei Wertschöpfungsstufen Upstream (Preise, Rohstoffe, Infrastruktur), Midstream (Produktionsebene) und Downstream (Endkundenebene) zugeordnet. Zudem wurden die Ergebnisse einer Design-Thinking Workshopreihe zum Thema „CO2-Bilanzierung“ vorgestellt und Lösungsansätze zur Weiterentwicklung des Themas diskutiert.

Durch die in der Sitzung durchgeführte Umfrage wurde deutlich, dass eine detaillierte Ausarbeitung insbesondere der folgenden Maßnahmenvorschläge durch die Teilnehmenden befürwortet wird:

  • beschleunigte Abschreibung für energieeffiziente Anlagen und Maschinen, Zertifizierung klimaneutraler Produktion,
  • Schließung von Wirtschaftlichkeitslücken bei der Markteinführung innovativer Technologien (Midstream) sowie
  • Weiterentwicklung des Ökodesign Standards und Maßnahmenbündel zur Unterstützung der Kreislaufwirtschaft (Downstream).

Zudem wurde der Wunsch geäußert, die vorgeschlagenen Maßnahmen auf der Upstream-Ebene (z.B. Wasserstoffwirtschaft, EE-Umlagenreform) hinsichtlich ihrer möglichen Auswirkung auf die langfristige Entwicklung der Energieeffizienz zu betrachten. Mit Hilfe der wissenschaftlichen Unterstützung wird kurzfristig ein Maßnahmenpapier formuliert. Die nächste bzw. vierte Sitzung wird sich auf energieintensive Unternehmen und damit auf jenen Bereich fokussieren, der für den größten Energieverbrauch in der Wirtschaft mit den meisten Emissionen steht.

Tagesordnung:

Protokoll

Präsentation:

Ergebnis Umfrage dritte Sitzung:

Im Rahmen des Dialogprozesses „Roadmap Energieeffizienz 2045“ wurde in der AG Industrie die wachsende Bedeutung von CO2-Bilanzierungen für Unternehmen festgestellt. Aus unternehmerischer und politischer Sicht wurde dieses Thema in der AG Industrie als bedeutender Hebel zur Erreichung von CO2- und Energieeffizienzzielen eingeschätzt. Zur tiefergehenden Erschließung des Themas und zur Identifizierung sowie Spezifizierung von Handlungsbedarfen wurden ergänzend zum Dialogprozess „Roadmap Energieeffizienz 2045“ Design Thinking-Workshops durchgeführt.


Als Ausgangspunkt für die Workshops wurden auf Basis von Interviews mit themenbezogenen Fachexperten, Herausforderungen („Challenges“) formuliert. Diese wurden im Rahmen von drei Workshops in einem iterativen Prozess gemeinsam durch eine eigens dafür zusammengestellte Expertengruppe bearbeitet.
Die Challenges und Lösungsansätze finden Sie in der Ergebnisdokumentation zum Download aufbereitet.

Zur Ergebnisdokumentation

20.04.2021 - PDF -

Publikation: Teilnehmendenliste AG Industrie

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AG Verkehr

Tunnel

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Leitfrage:
Energieeffizienz hat eine hohe Bedeutung für die Verkehrswende – sowohl bei der Fahrzeugeffizienz, alternativen Antrieben und Kraftstoffen als auch im Kontext der Digitalisierung durch die Optimierung von Verkehren und die Verlagerung auf neue energieeffiziente Mobilitätsdienstleistungen. Welche Rahmenbedingungen sind nötig, um bestehende Hemmnisse für eine energieeffizientere Mobilität zu überwinden und die Potenziale zu realisieren?

Zielsetzung:
Die AG Verkehr bietet ein Forum für die Entwicklung und Diskussion von Vorschlägen für Energieeffizienz-Maßnahmen im Verkehr. In ausgewählten Themenfeldern werden Maßnahmen diskutiert, mögliche Hemmnisse identifiziert und Handlungsempfehlungen entwickelt.

Sitzung der AG Verkehr am 08.09.2020

In der ersten Sitzung der AG Verkehr diskutierte die AG-Leitung (Dr. Hendrik Haßheider und Karoline Büsching, BMVI) gemeinsam mit den 14 Stakeholdern die übergeordneten Leitfragen zu energieeffizienten Antrieben im Straßenverkehr und zur Digitalisierung des Verkehrs. Diskussionsanstöße lieferten zwei Impulsvorträge: „Energiekonzept der Bundesregierung – Die Tücken zum Erreichen der gesetzten Quoten des Endenergieverbrauchs“ von Thorsten Koska, (Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie) und „Effizienzsteigerungen im Verkehr. Treiber, Barrieren, Wechselwirkungen.“ von Stefan Siegemund (dena). Der erste Vortrag befasste sich mit dem Status Quo: Welche Maßnahmen bestehen bereits und wo sind die Lücken zur Zielerreichung. Der zweite Impuls behandelte die Themen Effizienzsteigerung bei Pkw und Nutzfahrzeugen, Widerspruch oder Ergänzung der Themen Effizienz und Erneuerbare Kraftstoffe sowie die Rahmenbedingungen, die als Anreize für eine Effizienzsteigerung maßgeblich sind.
In der anschließenden Diskussion zeichnete sich unter anderem ab, dass die Potenziale der Energieeffizienz bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren als begrenzt eingestuft werden und daher der Fokus auf die alternativen Antriebe gelegt und das Fahrzeug als Ganzes betrachtet werden sollte. Einige Teilnehmer stellten heraus, dass es wichtig sei zwischen fossilen und erneuerbaren Energieträgern zu unterscheiden. Potenziale zur Effizienzsteigerung sollen auch innerhalb der jeweiligen alternativen Antriebe betrachtet werden. Zudem sollte der Primärenergieverbrauch zukünftig mehr in den Blick genommen werden. Empfohlene Handlungsmaßnahmen dieser Arbeitsgruppe sollen daher zwar auf Endenergieverbrauch abzielen, jedoch auch den Primärenergieverbrauch berücksichtigen.
Digitalisierungslösungen können in mehreren Formen zur Effizienzsteigerung beitragen. Es solle auch die Effizienzsteigerung durch die Nutzung von Digitalisierungslösungen betrachtet werden neben den Potenzialen zur Verkehrsverlagerung oder -vermeidung durch digitale Angebote. Reboundeffekte sind zu berücksichtigen. Zudem wird es als wichtig erachtet, in der weiteren Diskussion sowohl Potenziale als auch Erfahrungen aus dem ÖPNV einzubeziehen und die Möglichkeiten der weiteren Effizienzsteigerung des ÖPNV zu diskutieren.
In der nächsten Sitzung wird das Thema alternative Antriebe und in der dritten Sitzung das Thema Digitalisierung behandelt.

Vorträge:

Tagesordnung:

Input- / Hintergrund-Papier:

Protokoll:

Sitzung der AG Verkehr am 24.02.2021

Im Fokus der zweiten Sitzung der AG Verkehr standen die technischen Effizienzpotenziale und potentielle Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz bei Pkw und Nutzfahrzeugen. Diskussionsanstöße lieferten mehrere Impulsvorträge: „Übersicht zu wissenschaftlichen Analysen technischer Effizienzpotenziale und Kostenwirkungen bei Pkw und Lkw“ von Frank Dünnebeil, ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH, „Technische Effizienzpotenziale von batterieelektrischen und verbrennungsmotorischen Pkw“ von Christian Richter, BMW Group und „Technische Effizienzpotenziale von Nutzfahrzeugen und Aufbauten“ von Manfred Schuckert, Daimler Truck AG.

Die anschließende Diskussion startete im Bereich Pkw mit einem Kurzstatement von Axel Schäfer, BV Fuhrparkmanagement und im Bereich Nutzfahrzeuge mit einem Kurzstatement von Sascha Hähnke, Rhenus Logistics. Herr Schäfer unterstrich insbesondere die Notwendigkeit bei den Maßnahmen zwischen den einzelnen Antrieben zu differenzieren, Herr Hähnke adressierte insbesondere die Themen Technologieoffenheit vs. Planbarkeit, Digitalisierung, Wirtschaftlichkeit und Technologien für den Übergang. Die Teilnehmenden schlugen verschiedene Maßnahmenideen vor, die im Pkw-Bereich von Leistungsvorgaben für Fahrzeuge über Anreizmöglichkeiten für Leichtbau bis hin zur Anpassung der Förderfähigkeit von Elektrofahrzeugen mit Blick auf Effizienzsteigerungen reichten. Dabei wurden insbesondere die Notwendigkeit zur Steigerung der elektrischen Fahranteile bei Plug-In Hybriden, ein antriebsspezifisches Effizienzlabel und Bonus-Malus Regelungen genannt.

Im Nutzfahrzeugbereich wurden als Ansatzpunkte für Maßnahmen von den Teilnehmenden Effizienzsteigerungen durch Antriebswechsel (Hybridisierung, Elektrifizierung) und energieeffizientere Sattelzugauflieger genannt. Maßnahmenansätze umfassten Vorschläge zur Effizienzgesetzgebung (v.a. Zulassungsbedingungen) sowie den Einbezug von Effizienzkriterien in Klimaschutzmaßnahmen wie die Lkw-Maut sowie Förderprogramme für Besitzer von Lkw bzw. Aufliegern. Hinweise auf hohe Leerfahrtenanteile weisen jenseits der technischen Ansatzpunkte auch auf mögliche Effizienzsteigerungen durch logistische Maßnahmen hin.

In der nächsten Sitzung wird das Thema Digitalisierung mit Schwerpunkt Personenverkehr und On-Demand-Verkehre behandelt.

Protokoll:

Präsentationen und Vorträge:

Inputpapier:

Maßnahmensammlung:

Umfragen:

Sitzung der AG Verkehr am 24.03.2021

Im Fokus der dritten Sitzung der AG Verkehr standen die Chancen, Risiken und Effizienzpotenziale durch die Digitalisierung im Verkehr. Diskussionsanstöße lieferten die drei Impulsvorträge: „Chancen, Risiken und Effizienzpotenziale durch die Digitalisierung im Verkehr mit Schwerpunkt On-Demand-Verkehr“ von Thorsten Koska, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie, „Neue Marktperspektiven des novellierten PBefG für Linienbedarfsverkehr, gebündelten Bedarfsverkehr und App-vermittelte Mietwagen“ von Jan Werner, KCW GmbH und „Wie kann On-Demand Verkehr den ÖPNV retten?“ von Markus Pellmann-Janssen, ioki GmbH.

In der anschließenden Diskussion wurden seitens der Teilnehmenden verschiedene Maßnahmenideen entwickelt, damit On-Demand-Angebote zur Steigerung der Energieeffizienz beitragen. Große Einigkeit herrschte hinsichtlich des Einflusses, den der Einsatzort auf die verkehrliche Wirkung und das Geschäftsmodell der On-Demand-Angebote hat. Besonders hervorgehoben wurde die Notwendigkeit der Integration neuer On-Demand Dienste sowie weiteren Digitalisierungsangeboten in das ÖV-System. Die Finanzierung bleibe jedoch herausfordernd, neuartige Mobilitätsangebote sind insbesondere in Stadtrandlagen und ländlichen Gebieten kostenintensiver als klassische Mobilitätsangebote. Gleichzeitig stellen die On-Demand-Angebote eine Alternative zum eigenen Pkw und Ergänzung zum ÖPNV dar. Die vor kurzem eingeführte PBefG-Novelle ermöglicht nun grundsätzlich neue Mobilitätsangebote, nach Einschätzung der Teilnehmenden hänge es von der einzelnen Anwendung ab, ob die durch die Novelle eingeführten Regelungen bereits ausreichend steuernd wirken.

Auch über die Rolle des hochautomatisierten/autonomen Fahrens für On-Demand-Dienste im speziellen und für die Energieeffizienz im Allgemeinen diskutierten die Teilnehmenden. Effizienzpotenziale beim autonomen Fahren bestünden durch einen besseren Verkehrsfluss, Verkehrsteuerungsoptimierung und Eco-Driving. Es gebe jedoch auch Effekte die dem entgegenlaufen, z.B. die Datenverarbeitung. Große Einigkeit bestand in der Einschätzung zur Einführungshierarchie. Der Einsatz des hochautomatisierten Fahrens sei zunächst in Fahrzeugen des Öffentlichen Verkehrs und On-Demand-Flotten vorteilhaft.

Bis zur nächsten Sitzung erfolgt eine Vorauswahl für die Detaillierung der Maßnahmenvorschläge, welche dort diskutiert werden.

Tagesordnung:

Protokoll:

Vorträge:

Input- / Hintergrund-Papier:

14.01.2021 - PDF -

Publikation: Teilnehmendenliste AG Verkehr

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AG Digitalisierung

Laptop

© Unsplah/Philipp Katzenberger

Leitfrage der AG:
Wie kann die Digitalisierung in den Sektoren Gebäude und Industrie so ausgerichtet werden, dass sie die Erreichung der übergeordneten Klimaziele ermöglicht und gleichzeitig die IT-eigenen Umweltwirkungen im Sinne von Green IT so minimiert werden, dass die Einsparwirkungen in den Sektoren nicht durch Mehrverbräuche der IT wieder aufgezehrt werden.

Ziel des Prozesses:
Entwicklung eines Maßnahmensets, um Digitalisierung (in den Sektoren Gebäude und Industrie) und Green IT so zu gestalten, dass sie der Erreichung der Klimaziele dienen. Darüber hinaus sollen eine Bewertung der Nettoeffekte der Digitalisierung vorgenommen und ein Entwicklungspfad der Energieverbräuche der IT bis 2030 beschrieben werden.

Sitzung der AG Digitalisierung am 18.06.2020

In der ersten Sitzung stellte die AG-Leitung (Thomas Hinsch und David Lerch, BMWi) in Begleitung von Patrick Dennis Witt (BMWi & WORK4GERMANY) den 25 Stakeholdern der AG zunächst die Schwerpunkte der Arbeit vor, welche auf der Maßnahmenentwicklung in den einzelnen Sektoren (Digitalisierung als Enabler, Design-Thinking als Methode) sowie auf dem Thema Energieeffiziente Digitalisierung (Green IKT) liegen sollen. Im Roadmap-Prozess sollen u. a. Anreize für die energieeffiziente Ausgestaltung und den energiesparenden Betrieb für effiziente Rechenzentren & Softwareentwicklung entwickelt werden. Zentrale Herausforderungen bestehen aktuell noch in der Datenverfügbarkeit und Transparenz des Energieverbrauchs in der IKT. Geeignete Kenngrößen wie auch Maßnahmen wurden diskutiert, mit denen die Energieeffizienz von Rechenzentren wie auch von Software gemessen, gekennzeichnet und verbessert werden kann. So soll ein Kataster von Rechenzentren aufgebaut werden. Auch für Software sollen Anreize zur Einbeziehung des neuen Kriteriums Energieeffizienz geschaffen werden. Der Diskussion vorangestellt waren drei Impulsvorträge zur "Quantifizierung von Verbrauchs- und Einspareffekten der Digitalisierung" durch Dr. Heike Brugger, Fraunhofer ISI (Mitglied des Wissenschaftsteams des Roadmap-Prozesses) sowie von Marina Köhn (UBA Green IT) zum Thema "Energieeffiziente Rechenzentren" und "Energieeffiziente Software". Zudem wurden Challenges zum Design Thinking vorgestellt und mit den AG-Teilnehmenden diskutiert. Diesbezüglich werden Ideen für mögliche Digitalisierungsbeiträge gesammelt, um Handlungslücken in den Sektoren Gebäude, Industrie und bei Software zu erkennen.

Vorträge:

Tagesordnung:

Input- / Hintergrund-Papier:

Protokoll

AG-Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Sitzung der AG Digitalisierung am 01.10.2020

Am 01. Oktober 2020 fand die zweite Sitzung der AG Digitalisierung mit 17 Experten unter der Leitung von Thomas Hinsch und David Lerch (BMWi) statt. Nachdem in der ersten AG-Sitzung im Wesentlichen die thematische Schwerpunktsetzung und das strategische/ methodische Vorgehen diskutiert wurden, konnten die AG-Teilnehmer nur wenige Wochen später bereits auf erste Ergebnisse blicken und zentrale fachliche Fragen der bisherigen und zukünftigen Arbeit diskutieren. Die drei zentralen Themen waren entsprechend der Schwerpunktsetzung der AG die Erstellung eines freiwilligen Registers für Rechenzentren inklusive potenzieller Möglichkeiten einer entsprechenden Energieeffizienz-Kennzeichnung, die Vorstellung und Diskussion der ausgewählten Design-Thinking-Challenges zu Gebäuden und zur Industrie sowie ein inhaltlicher Austausch zum Energiebedarf digitaler Zukunftstechnologien und die Pilotierung von konkreten Energieeffizienzmaßnahmen durch die Digitalisierung. In der Diskussion wurden die zentralen Herausforderungen der jeweiligen Technologien besprochen und die Expertenmeinungen zu den einzelnen Themen aufgenommen. Bei der Erstellung des Rechenzentren-Registers wurde deutlich, dass neben der Bestimmung des Anwendungsbereichs, z. B. die Einbeziehung der Serverauslastung durch Kunden in Colocation-Rechenzentren vor allem die Auswahl der richtigen Parameter und Effizienzkennzahlen eine entscheidende Rolle spielt. Die formulierten Design-Thinking-Challenges zur Anlagenoptimierung in Mehrgeschosswohnungen und die effiziente Steuerung von Industrieprozessen in KMU wurden von den AG-Teilnehmenden als zielführend für die Erschließung von Effizienzpotenzialen bewertet. Die Teilnehmenden der AG gaben wichtige Hinweise zur Präzisierung der Challenges und zur Berücksichtigung von Akteuren und Prozessen zur Lösungsfindung. Anhand eines vorgelegten Inputpapiers wurden einige Leitfragen hinsichtlich des Entwicklungsstands und Energiebedarfs ausgewählter digitaler Zukunftstechnologien, z. B. künstlicher Intelligenz und Blockchain besprochen. Ziel dieses Schwerpunktthemas ist die zeitnahe Durchführung einer BMWi-Studie. Die Details zum Ablauf der 2. Sitzung der Arbeitsgruppe sind im nachfolgend aufgeführten Protokoll festgehalten.

Tagesordnung:

Protokoll:

Vorträge:

Input- / Hintergrund-Papier:

21.05.2021 - PDF -

Publikation: Teilnehmendenliste AG Digitalisierung

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AG Fachkräfte und Qualifikation

Arbeiter bedient eine Maschine

© iStock.com/industryview

Leitfrage der AG:
Eine ausreichende Anzahl qualifizierter Fachkräfte ist Voraussetzung zur Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Erreichung der Energie- und Klimaziele. Was bedeutet das Leitbild „Efficiency First“ für die qualitative und quantitative Fachkräftenachfrage und was sind zentrale Handlungsfelder der Fachkräftesicherung in den Sektoren Gebäude, Verkehr und Industrie?

Ziel des Prozesses:
Die Arbeitsgruppe (AG) Fachkräfte und Qualifikation ist Teil eines breit angelegten Beteiligungsprozesses. Ihr Ziel ist es, bestehende Hürden der Fachkräftesicherung in den Sektoren Gebäude, Verkehr und Industrie zu identifizieren und daraufhin spezifische Maßnahmen herauszuarbeiten, wie Fachkräfte (weiter-)qualifiziert, neu gewonnen und gehalten werden können.

Sitzung der AG Fachkräfte und Qualifikation am 17.06.2020

In der ersten Sitzung unter der Leitung von Jan Kottmann (BAFA, BfEE) wurden mit rund 20 Stakeholdern die Veränderungen in den Sektoren Gebäude, Industrie, Verkehr und Folgen für die Fachkräftegewinnung im Hinblick auf das Effizienzziel 2045 betrachtet. Ziel der AG Fachkräfte und Qualifikation ist es, die Handlungsfelder zu identifizieren und Maßnahmen zu entwickeln, damit hinsichtlich Anzahl und Qualität Fachkräfte in ausreichendem Maß für die Zielerreichung 2045 in den Sektoren Gebäude, Industrie, Verkehr zur Verfügung stehen.

Der inhaltlichen Diskussion waren dabei zwei Impulsvorträge vorangestellt: Zum einen von Prof. Dr. Martina Schraudner, Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) zur "Zukunft der Arbeit" sowie zur "Veränderung der Tätigkeitsprofile von Fachkräften" durch Claudia Münch (Prognos) und Uta Weiß (ifeu) aus dem Wissenschaftteam des Roadmap-Prozesses. Die Diskussion erfolgte anhand der folgenden Leitfragen:

  • Welche Entwicklungen wirken sich besonders stark auf die nachgefragten Tätigkeitsprofile in den Sektoren aus?
  • Welche Berufsbilder in den Sektoren werden durch einen besonders starken Wandel der Tätigkeitsprofile gekennzeichnet sein?
  • Bringen Fachkräfte in den Sektoren heute schon die notwendigen Kompetenzen mit, um die neuen Tätigkeitsanforderungen zu erfüllen? Welche Kompetenzen fehlen? Gibt es dabei Unterschiede nach Qualifikationsstufen?

Die Vorschläge aus der Diskussion wurden auf einem Whiteboard strukturiert und anhand der Leitfragen pro Sektor erfasst. Diese Übersicht sowie weitere Unterlagen der AG finden Sie unten stehend zum Download.

Vorträge:

Tagesordnung:

Input- / Hintergrundpapier:

Protokoll:

AG-Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Sitzung der AG Fachkräfte und Qualifikation am 02.10.2020

In der zweiten AG-Sitzung unter der Leitung von Herrn Jan Kottmann (BAFA, BfEE) wurden mit den Stakeholdern die Themenfelder Quantifizierung von Fachkräften, Identifizierung konkreter Schlüsselberufe in den einzelnen Sektoren sowie die Priorisierung der zukünftigen Handlungsfelder fokussiert. Den Impulsvorträgen von Herrn Markus Hoch (Prognos AG) zum Thema "Abschätzung der künftigen Arbeitskräftenachfrage und potenzieller Engpässe" und Herrn Michel Durieux (ZDH) zum Thema "Fachkräftesicherung im Handwerk mit Blick auf das Effizienzziel 2045" folgte eine durch die AG-Leitung moderierte Diskussion. In den Vorträgen und der Diskussion wurde ein umfassender Fachkräftebedarf in allen Sektoren und zahlreichen Berufsgruppen mit unterschiedlich hoher Dringlichkeit unterstrichen. Ferner wurde auf den hohen Bedarf an insbesondere beruflich Qualifizierten hingewiesen.

Der weiteren Diskussion war eine Präsentation von Frau Claudia Münch (Prognos) aus dem Wissenschaftsteam des Roadmap-Prozesses vorangestellt, in der sie über die Ergebnisse der Befragung berichtete, welche zur Vorbereitung der 2. AG-Sitzung unter den AG-Mitgliedern durchgeführt wurde. Die Präsentation sowie die anschließende Diskussion fokussierten auf folgende Themen:

  • Schlüsselberufe zur Erreichung der Effizienzziele
  • Schwächen und Stärken der Sektoren bei der Fachkräftesicherung
  • Priorisierung von Handlungsfeldern

Die Ergebnisse der Befragung wurden auf einer digitalen Metaplanwand geclustert und im Laufe der Diskussion durch Beiträge der Teilnehmenden ergänzt. Diese Übersicht sowie weitere Unterlagen der AG finden Sie unten stehend zum Download. Fachkräftesicherung im Handwerk mit Blick auf das Effizienzziel 2045 - Herr Durieux (ZDH)

Tagesordnung:

Protokoll / weitere Sitzungsunterlagen:

Vorträge:

Input- / Hintergrundpapier:

Sitzung der AG Fachkräfte und Qualifikation am 27.4.2021

Die dritte Sitzung der AG unter der Leitung von Herrn Jan Kottmann (BfEE) verfolgte das Ziel, Maßnahmen in den bereits identifizierten Handlungsfeldern für die Fachkräftesicherung in den Sektoren Gebäude, Industrie und Verkehr für den Zeitraum bis 2030 abzuleiten und dabei insbesondere den Fokus darauf zu legen, welchen Beitrag die Energieeffizienzpolitik an welcher Stelle zur Fachkräftesicherung leisten kann.


Berichte aus der Praxis zeigten Handlungsbedarfe und -ansätze zur Fachkräftesicherung aus unterschiedlichen Branchen auf. Markus Wolf berichtete von der Zimmerei Grünspecht aus Freiburg, die auf nachhaltig-innovative Produkte (Strohballenbau) und eine genossenschaftliche Organisation setzt. Von der Viessmann Climate Solutions SE Allendorf erläuterte Thomas Apitz vielschichtige Ansätze wie die Verbundausbildung mit dem Handwerk, Kooperationen mit Hochschulen und einer eigenen Recruiting-Abteilung sowie Lernfabrik. Emanuel Heisenberg von der Ecoworks GmbH setzt als start-up auf ein neues Geschäftsmodell – das serielle Sanieren – und baut damit auf industrialisierte und digitalisierte energetische Sanierungen. Prof. Dr. Jochem, Senior Advisor am IREES und Fraunhofer/ISI illustrierte für den Sektor Industrie die für die steigenden Anforderungen im Bereich Energieeffizienz zu geringen spezifischen Kompetenzen sowohl der Absolventen einer beruflichen wie akademischen Ausbildung.


Nachdem Claudia Münch (Prognos AG) vom Wissenschaftsteam in einem kurzen Impuls in die bereits priorisierten Handlungsfelder „Mehr Menschen für die duale Ausbildung gewinnen“, „Berufliche Flexibilität erleichtern“ und „Energie- und Zukunftskompetenzen fördern“ noch einmal einführte, sammelten und priorisierten die AG-Mitglieder in einer Workshop-Phase, moderiert von Uta Weiß (ifeu) vom Wissenschaftsteam, am digitalen Whiteboard Maßnahmen für die drei Handlungsfelder und benannten zuständige Akteure.

Tagesordnung:

Protokoll:

Präsentationen (nur Prof. Jochem und Frau Münch):

Miro-Board mit Maßnahmen:

Chart Book WT:

27.04.2021 - PDF -

Publikation: Teilnehmendenliste AG Fachkräfte und Qualifikation

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AG Systemfragen

AG Systemfragen

© Unsplash/Geri Chapple

In vor allem sektoral strukturierten AGs (Industrie, Gebäude, Verkehr) wie auch in AGs mit Querschnittsthemen (Fachkräfte, Digitalisierung) können weitgehend alle für die Energieeffizienz relevanten Zukunftsthemen adressiert und abgedeckt werden.

Dennoch werden Fragen offenbleiben: Die AG Systemfragen wird Einzelthemen behandeln, die durch die anderen AGs nicht abgedeckt werden können. Dies betrifft u. a. das Verhältnis von Energie- und Ressourceneffizienz, soziale Aspekte der Effizienzpolitik und der übergeordneten staatlichen Zielsetzungen, Indikatoren und Steuerung (Governance).

Sitzung der AG Systemfragen am 23.06.2020

In der ersten Sitzung der AG Systemfragen unter Leitung von Friederike Sabiel, BMU & Stefan Besser, BMWi diskutierten über 20 Stakeholdern über die perspektivische Erweiterung des Instrumentenkanons im Bereich der Energieeffizienz durch die verstärkte Einbeziehung der Themen Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft. Im Zentrum standen dabei die Impulsvorträge von Herrn Dr. Martin Pehnt (ifeu) aus dem Wissenschaftsteam des Roadmap-Prozesses zum Thema Ressourceneffizienz, von Herrn Dr. Martin Vogt (VDI/ZRE) zum Nexus Energie- und Ressourceneffizienz, von Herrn Herwart Wilms (Remondis) zum Thema Kreislaufwirtschaft und der Impulsvortrag von Herrn Klaus Dosch (Faktor-X-Agentur) zum Thema Graue Energie. Die anschließende Diskussion zu der Frage, wie bestehende Synergien auf Instrumentenebene überführt werden können, fokussierte sich auf den Gebäudesektor, das Thema Produktkennzeichnung und Transparenz, Bewertungsmethoden und die damit im Zusammenhang stehende Datenbasis, die unterschiedlichen Handlungsebenen und Zielgruppen sowie auf die Optimierung bestehender Instrumente.

Die zahlreichen Impulse werden aufgenommen und sortiert, sodass diese in den geplanten Abschlussbericht zur Roadmap einfließen und ggf. auch in schon laufenden Vorhaben berücksichtigt werden können.

Vorträge:

Tagesordnung:

Protokoll:

AG-Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Sitzung der AG Systemfragen am 29.09.2020

In der zweiten Sitzung der AG Systemfragen unter Leitung von Steffan Besser (BMWi) & Matthias Casper (BMU) diskutierten über 20 Stakeholder über die sozialverträgliche Ausgestaltung der Energiewende und dahingehende Energieeffizienzmaßnahmen und -instrumente. Zum Thema "Strategien und Maßnahmen zur Bekämpfung der Energiearmut in Deutschland" referierten Frau Dr. Katja Schumacher und Frau Dr. Johanna Cludius (Öko-Institut), gefolgt von Audrey Dobbins (IER), die in ihrem Impulsvortrag die europäische Perspektive bzw. Handlungsempfehlungen zur Bekämpfung von Energiearmut thematisierte. In den anschließenden Vertiefungsimpulsen referierten Herr Dr. Ulrich Fahl (IER) zum Thema "CO2-Bepreisung für eine sozial gerechte Energiewende", Dr. Verena Liessem (Deutscher Caritasverband) zum Thema "Stromverbrauch und soziale Fragen" und Dr. Sybille Braungardt (Öko-Institut) zum Thema "Brennstoffemissionshandel und soziale Folgen". Die gemeinsame Diskussion fokussierte auf die Frage, welche Instrumente und Maßnahmen sich besonders eignen, um Energieeffizienzsteigerungen sozialverträglich zu gestalten sowie auf Handlungsempfehlungen zur Gestaltung der Energieeffizienz- und Klimaschutzpolitik im Sinne intergenerationaler Gerechtigkeit.

Die AG-Leitung kündigte an, weitere Vorschläge zu sichten und auszuwerten, sodass mit den Gutachtern im weiteren Roadmap-Prozess konkrete Handlungsempfehlungen entwickelt werden. Darüber hinaus sei ein stärkerer Austausch zwischen Energie- und Sozialpolitik wünschenswert, um die Wirkungen unterschiedlicher Politiken stärker in den Blick zu nehmen.

Vorträge:

Tagesordnung:

Protokoll:

AG-Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Sitzung der AG Systemfragen am 22.04.2021

In der dritten Sitzung der AG Systemfragen unter Leitung von Steffan Besser (IIB 1, BMWi) & Ann-Sophie Weihe-Feijó (IK III 5, BMU) diskutierten mehr als 20 Stakeholder über die Themen nachhaltige Konsummuster, mobiles Arbeiten und (flächen)effizientes Bauen. Zu Möglichkeiten der Energieverbrauchsreduktion durch Verhaltensänderung referierte Dr. Lars-Arvid Brischke (ifeu), der in seinem Vortrag (PDF, 1 MB) die konzeptionellen Grundlagen und Potenziale für Suffizienzpolitiken in unterschiedlichen Handlungsfeldern sowie Optionen zu deren strategischer Kommunikationsplanung darlegte. Anschließend referierte Ariane Bischoff (Klingenstadt Solingen), die in ihrem Impulsvortrag Nachhaltigkeitsstrategien und -maßnahmen im Stadtentwicklungskonzept thematisierte. Ergänzt wurden die Impulsvorträge durch ein Kurzstatement von Prof. Dr. Martin Kesternich, der auf Preissignale und verhaltensökonomische Instrumente zur Energieeffizienzsteigerung in Haushalten fokussierte. Zu dem Themenschwerpunkt „mobiles Arbeiten“ referierten Impulsreferat (PDF, 998 KB) sowie Arbeiten nach Corona (PDF, 998 KB), die in ihren Impulsvorträgen auf die pandemiebedingten Erfahrungen von Berufstätigen sowie auf CO2-Einsparpotenziale durch mobiles Arbeiten eingingen. In dem anschließenden Themenblock „Perspektiven für kluge Städte und (flächen)effizientes Bauen“ stellte Claudius Schaufler (Fraunhofer IAO) das Vortrag (PDF, 998 KB) vor, das auf die Schaffung innovativer Governance-Formate und kommunaler Steuerungsmodelle zur klimaresilienten Stadtentwicklung abzielt. Der darauffolgende Impulsvortrag (PDF, 3 MB) von Dr. Martin Gewand (Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, GdW) fokussierte ebenso auf das Thema der nachhaltigen Stadtentwicklung sowie auf regionalspezifische Rahmenbedingungen für den nachhaltigen Rück-, Um- und Neubau von Gebäuden und Stadtquartieren. Die gemeinsamen Diskussionen drehten sich vorrangig um die Frage, welche Instrumente und Maßnahmen besonders geeignet sind, um die Energieeffizienz in den jeweiligen Handlungsfeldern zu steigern und welche Barrieren bei der Instrumentenentwicklung und Maßnahmenumsetzung jeweils zu beachten sind.

Die AG-Leitung kündigte an, die in der Sitzung diskutierten Themenfelder und die damit explizit verbundenen Fragestellungen und Herausforderungen bzgl. konkreter Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz weiter zu verfolgen mit dem Ziel, im weiteren Verlauf des Roadmap-Prozesses dahingehende Instrumente und Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Interessierten Stakeholdern wurde angeboten, sich im Nachgang der Sitzung mit der Geschäftsstelle in Kontakt zu setzen, um an möglichen Follow-up-Prozessen teilzunehmen.

Tagesordnung:

Protokoll:

AG-Teilnehmerinnen und Teilnehmer:

Linkliste: