Sonnenkollektor, Energietechnologien, Quelle: colourbox.de

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Forschung und Entwicklung moderner Energietechnologien sind Voraussetzung für eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung. Damit die Energiewende gelingen kann, fördert die Bundesregierung gezielt technologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich ausgerichtete Forschung und Innovation im Energiebereich.

Im September 2018 hat das Bundeskabinett das 7. Energieforschungsprogramm verabschiedet. Es setzt die Leitlinien für die Energieforschungsförderung der kommenden Jahre: Bis zum Jahr 2050 soll der Primärenergieverbrauch gegenüber 2008 die Hälfte betragen. Treibhausgasemissionen sollen deutlich sinken, verglichen mit dem Jahr 1990 um mindestens 80 Prozent. Notwendig dafür ist einerseits ein effizienteres Nutzen von Energie, andererseits der weitere Ausbau des Anteils erneuerbarer Energien. Bis 2050 sollen sie 60 Prozent zum Bruttoendenergieverbrauch beisteuern.

Mit der Dekarbonisierung des Energiesystems setzt die Politik auf den Einsatz regenerativer Energieträger wie Wind- und Sonnenenergie in der Stromproduktion, Biomasse und Erdwärme in der Wärmebereitstellung sowie auf Elektromobilität und synthetische Kraftstoffe im Verkehrssektor. Wirtschaft und Gesellschaft sind auf eine zuverlässige Energieversorgung angewiesen. Dies setzt einerseits die dauerhafte Verfügbarkeit technisch und wirtschaftlich nutzbarer Energieformen voraus. Andererseits ist mit zunehmender fluktuierender Einspeisung und digitaler Vernetzung die technische Robustheit und Resilienz des Versorgungssystems eine strategisch wichtige Aufgabe mit wirtschafts-, sicherheits- und gesellschaftspolitischer Relevanz.

Das Kernziel der Forschungsförderung besteht darin, innovative ganzheitliche Lösungen für die Herausforderungen der Energiewende zu entwickeln und rasch an den Markt zu führen. Dies soll durch einen breiten Förderansatz entlang der gesamten Energiekette und durch den Fokus auf den Ergebnistransfer unterstützt werden. Die Forschungsförderung im Energiebereich leistet wichtige Beiträge zur Modernisierung der deutschen und europäischen Wirtschaft sowie zur Sicherung des Industriestandorts. Dabei geht es darum neue Trends wie die Digitalisierung sinnvoll aufzugreifen, Technologiekompetenzen im Energiebereich zu erhalten und auszubauen sowie die Exportchancen für innovative Energietechnologien zu verbessern. Durch den technologieoffenen Programmansatz trägt die Energieforschung dazu bei, ein breites Spektrum an Technik-Optionen für den Transformationsprozess im Energiebereich rechtzeitig zu entwickeln und für die Anwendung bereitzustellen.

Die Bundesregierung stellt mit dem 7. Energieforschungsprogramm in den Jahren 2018 bis 2022 insgesamt rund 6,4 Milliarden Euro für die Forschung, Entwicklung, Demonstration und Erprobung zukunftsfähiger Technologien und Konzepte zur Verfügung. Es wird von den drei Bundesministerien für Wirtschaft und Energie (BMWi), Bildung und Forschung (BMBF) sowie Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) getragen und entstand unter der Leitung des BMWi.