Der Markscheider ist zuständig für die Erfassung, Auswertung und Bereitstellung bergbaubezogener Geoinformationen sowie deren rissliche oder kartografische Darstellung. Mit diesen Daten bearbeitet er Fragestellungen der verschiedensten Bereiche wie Lagerstättenmanagement, Bergbauplanung, Genehmigungsverfahren, Raumordnung, Regionalplanung, Abbaueinwirkungen im Gebirge und an der Tagesoberfläche sowie Bergschäden. Die Markscheider-Bergverordnung (MarkschBergV) regelt die hierfür notwendigen Einzelheiten für die unternehmerischen Tätigkeiten und den Vollzug der zuständigen Behörden.

Die bisher gültige MarkschBergV ist seit Inkrafttreten im Jahre 1986 nicht mehr grundlegend überarbeitet worden. Der technische Fortschritt im Vermessungswesen in diesem Zeitraum ist erheblich gewesen. Besonders der Einsatz von satelliten- und drohnengestützten Systemen, die Nutzung EDV-gestützter Datenverarbeitungssysteme und der Einfluss der Digitalisierung sind hier hervorzuheben. Aus diesen Gründen ist die bisher gültige MarkschBergV technisch veraltet und angesichts der Anforderungen und Möglichkeiten der Praxis kein adäquater Rechtsrahmen mehr für Behörden und Unternehmen.

Mit der vorliegenden Verordnung werden wesentliche Teile der MarkschBergV neu gefasst. Dies betrifft insbesondere die Regelungen zu technischen Verfahren und der Berufsanerkennung. Darüber hinaus wird die Verordnung über die Umweltverträglichkeitsprüfung bergbaulicher Vorhaben (UVP-V Bergbau) an das Gesetz zur Modernisierung des Rechts der Umweltverträglichkeitsprüfung angepasst.

Das Bundesministerium hat am 21. März 2019 die Länder- und Verbändeanhörung zum Referentenentwurf eingeleitet. Stellungnahmen konnten bis zum 03. April 2019 übermittelt werden.