Der Entwurf zur Änderung des Verdienststatistikgesetzes (VerdStatG) sieht vor, die Verdiensterhebung in weiten Teilen zu digitalisieren und gleichzeitig an die sich ändernden Wünsche der Nutzer anzupassen.

Mit der Reform werden die vierteljährliche Verdiensterhebung und die vierjährige Verdienststrukturerhebung zusammengeführt und auf eine monatliche Erhebung von Einzeldaten umgestellt. Die künftige Erhebung sieht eine umfassende Automatisierung und Digitalisierung inklusive dem Einsatz von künstlicher Intelligenz vor. Durch die weitgehend automatisierte Meldung von Daten, die in den Lohnbuchhaltungen der Unternehmen bereits vorliegen, sowie durch den Verzicht auf bisherige Erhebungsmerkmale wie Angaben zur Leistungsgruppe, deren Bereitstellung für die Unternehmen aufwändig ist, sollen die befragten Unternehmen insgesamt nicht zusätzlich belastet werden.

Die neue amtliche Datengrundlage wird detaillierte Analysen zur Wirkung des Mindestlohns, zur Einkommensverteilung sowie zum sog. Gender Pay Gap ermöglichen. Darüber hinaus wird es möglich sein, die Lohnentwicklung von Auszubildenden zeitnah statistisch nachzuweisen.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat am 20. November 2019 die Länder- und Verbändeanhörung eingeleitet. Stellungnahmen können bis zum 16. Dezember 2019 übermittelt werden.

Die eingehenden Stellungnahmen sind zur Veröffentlichung auf der Internetseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie vorgesehen. Wir bitten Sie um einen entsprechenden Hinweis, wenn Sie mit einer Veröffentlichung nicht einverstanden sind. In diesem Fall wird auf der Internetseite des BMWi lediglich vermerkt, dass eine Stellungnahme eingereicht wurde und wer diese verfasst hat.