Verhandlung am Tisch im Büro, Quelle: Fotolia.com/Robert Kneschke

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ERP-Sondervermögen und der Europäischen Investitionsfonds (EIF) kooperieren seit nunmehr über fünfzehn Jahren sehr erfolgreich im Bereich der Beteiligungs- und Mezzaninfinanzierung. Damit wird ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, dass innovative Start-ups in Deutschlang Zugang zu Kapital erhalten.

Der gemeinsam vom Europäischen Investitionsfonds (EIF) und dem ERP-Sondervermögen finanzierte und vom EIF verwaltete ERP/EIF-Dachfonds beteiligt sich mit einem Volumen von 3,7 Mrd. Euro an Wagniskapitalfonds, die maßgeblich in technologieorientierte Start-ups in Deutschland investieren. Der ERP/EIF-Dachfonds ist branchenoffen ausgerichtet. Er wurde im Jahr 2004 aufgelegt und ist mittlerweile an über 100 Wagniskapitalfonds beteiligt, die ihrerseits über 1.700 Unternehmen finanzieren.

Antragsberechtigt sind Venture-Capital-Fonds, die maßgeblich in Deutschland investieren und deren Anlagepolitik insbesondere Technologieunternehmen in ihrer frühen Entwicklungsphase ("early stage") oder Anschlussfinanzierungen für Technologieunternehmen in ihrer frühen oder in ihrer Wachstumsphase beinhaltet. Die Portfoliounternehmen der Anlagefonds müssen die Merkmale kleiner und mittlerer Unternehmen nach der KMU-Definition der Europäischen Union (EU) aufweisen.

European Angels Fund Germany

Aus dem Volumen des ERP/EIF-Dachfonds werden 400 Mio. Euro für den European Angels Fund Germany (EAF) eingesetzt. Der EAF kofinanziert die Investitionen ausgewählter und erfahrener Business Angels sowie anderer nicht-institutioneller Investoren, die sich an innovativen Unternehmen beteiligen. Durch die bereitgestellten Kofinanzierungsmittel erhöht der EAF die Finanzkraft der Investoren und unterstützt damit die Finanzierung innovativer Start-ups. Der Investitionsschwerpunkt ist branchenoffen auf technologieorientierte Unternehmen aus Deutschland in ihrer Gründungs-, Früh- und Wachstumsphase ausgerichtet. Der EAF wurde im Jahr 2012 aufgelegt und finanziert mittlerweile zusammen mit über fünfzig Investoren mehr als 270 Unternehmen.

ERP/EIF-Mezzanin-Dachfonds für Deutschland

Der im Jahr 2012 aufgelegte Mezzanin-Dachfonds für Deutschland (MDD) ist eine gemeinschaftliche Initiative des ERP-Sondervermögens, der LfA-Förderbank Bayern, der NRW-Bank und des EIF zur Stärkung des Marktes für Mezzanin-Kapital in Deutschland. Im Januar 2020 ist die Sächsische Aufbaubank dem MDD als weiterer Gesellschafter beigetreten. Der MDD beteiligt sich an privaten professionellen Mezzanin-Fonds (einschließlich Venture Debt-Fonds), die wesentlich in den deutschen Mittelstand und jüngere Wachstumsunternehmen investieren. Das Gesamtvolumen des MDD beträgt in zwei Generationen insgesamt 600 Mio. Euro. Ziel der Investitionen ist es, mittelständischen Unternehmen in Deutschland den Zugang zu alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zu erleichtern. Durch den Einsatz von Mezzanin-Kapital können die Mittelständler gleichzeitig die Vorteile von Eigen- und Fremdkapital nutzen, da ihre Eigenkapitalausstattung und damit Risikotragfähigkeit verbessert werden, ohne dass dem Kapitalgeber Gesellschafter-Stimmrechte gewährt werden müssen.

GFF EIF Wachstumsfazilität

Unter dem Dach des Zukunftsfonds wurde im Juni 2021 die GFF EIF Wachstumsfazilität aufgelegt, die über einen Zeitraum von zehn Jahren bis zu 3,5 Mrd. Euro in Wachstumsfonds und in großvolumigere Wachstumsfinanzierungsrunden von Start-ups investiert. Der EIF verwaltet die GFF EIF Wachstumsfazilität; Das Finanzierungsvolumen der GFF EIF Wachstumsfazilität wird vom Zukunftsfonds, vom ERP-Sondervermögen und vom EIF gemeinsam zur Verfügung gestellt. Vorbild für die GFF EIF Wachstumsfazilität war die im Jahr 2016 entstandene und vom ERP-Sondervermögen und EIF gemeinsam finanzierte ERP/EIF-Wachstumsfazilität, die parallel zur GFF EIF Wachstumsfazilität nunmehr keine eigenen Neuinvestments eingeht.

Fondsmanager und Business Angels wenden sich bitte direkt an den Europäischen Investitionsfonds.
Kapitalsuchende Unternehmen können die oben genannten EIF-Finanzierungsmöglichkeiten indirekt wahrnehmen. Erste Informationen finden Sie hier.