Aufgaben

Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" berät die Bundesministerin oder den Bundesminister für Wirtschaft und Energie aus erster Hand zu aktuellen Fragen der digitalen Transformation. Im Fokus stehen dabei die Entwicklung und die Potenziale der jungen digitalen Wirtschaft und neuer digitaler Technologien in Deutschland. Mit Blick auf die Dynamik der digitalen Wirtschaft ist der Beirat flexibel und offen ausgestaltet. Das Ziel: Ein direkter und praxisbezogener Dialog der jungen deutschen Digital- und Gründerszene mit der Politik.

Die digitale Wirtschaft ist eine zentrale Zukunftsbranche für Deutschland. Die großen Innovationen in der digitalen Wirtschaft gehen weltweit von neu gegründeten, schnell wachsenden IT-Unternehmen aus. Auch in Deutschland ist eine lebendige Start-up-Szene mit großem Potenzial entstanden. Sie schafft hoch qualifizierte und zukunftsweisende Arbeitsplätze und ist Innovationstreiber für weite Teile der deutschen Wirtschaft. Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" bringt in thematischen Stellungnahmen und Handlungsempfehlungen seine praxisnahe Expertise ein, um zukunftssichere Rahmenbedingungen für die digitale Wirtschaft in Deutschland und Europa zu gestalten.

Aktuelle Themen im Blickpunkt

Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" nimmt aktuell relevante Themen in den Blick und erarbeitet Stellungnahmen hierzu.

  • Künstliche Intelligenz (KI)
    Der Beirat für Junge Digitale Wirtschaft (BMWI) begrüßt die angekündigte KI-Strategie der Bundesregierung, mahnt aber gleichzeitig deren konsequente Umsetzung an, denn die Nutzung von KI-Anwendungen in der Industrie, bei Unternehmens-, Prozess- und Produktdaten, steht vergleichsweise noch in den Kinderschuhen. Deswegen kommt es jetzt auf die zeitnahe Platzierung des 3 Milliarden Euro-Programms und die Priorisierung einer Reihenfolge der geplanten Maßnahmen an. In diesem Zuge schlägt der BJDW vor, die im nachfolgenden Positionspapier dargestellten Bausteine als schnelles 3-Säulen-Programm für die KI-Strategie bevorzugt anzugehen und im Hinblick auf die Ausgestaltung der abgekündigten Maßnahmen auch noch Anpassungen vorzunehmen.
    Positionspapier des Beirats (PDF, 571KB)
  • Regulierung
    Der Beirat hat ein Positionspapier zum Thema „Regulierung“ erstellt. Aus seiner Sicht könne „Regulierung“ nicht grundsätzlich in „schwarz/weiß“ oder „gut/böse“ eingeteilt werden. Eine Regulierung könne hilfreich, wie hinderlich sein und müsse gerade im Hinblick auf digitale Start-ups in jedem Einzelfall geprüft werden, denn gerade hier könne sehr schnell das Gegenteil von dem erreicht werden, was man ursprünglich wollte. Es sei entscheidend, dass die Regularien nicht als Verbotsfesseln für die eigenen digitalen Marktakteure gestaltet werden, sondern als Anreiz für verstärktes unternehmerisches Handeln innerhalb der digitalen Wirtschaft und darüber hinaus. Der Beirat hat vor diesem Hintergrund konkrete Beispiele gesammelt, wo exemplarisch eine Regulierung im Hinblick auf Junge Digitale Start-ups sinnvoll erscheint und wo nicht.
    Positionspapier des Beirats (PDF, 231KB)
  • Förderung digitaler Innovationen
    Der Beirat hat ein Positionspapier zum Thema „Deutsche Stiftung für Digitale Innovationen“ erarbeitet. Er hat hierzu ausgeführt, dass der Erfolg der Digitalisierung in Deutschland und damit „der“ Wirtschaftsfaktor der Zukunft auch für unsere Start-ups davon abhängen wird, ob wir die Menschen mitnehmen, angemessen auf ihre Ängste eingehen statt sie zu schüren und es schaffen, den Benefit von digitalen Innovationen in den Vordergrund zu stellen. Die Digitalisierung müsse deswegen so gestaltet werden, dass alle 82 Millionen Menschen in unserem Land davon profitieren. Der Beirat regt daher an, auch in Deutschland - nach dem Vorbild der Nesta in Großbritannien - eine nationale Stiftung für die Förderung von digitalen Innovationen einzurichten. Über diese Deutsche Stiftung für Digitale Innovationen sollen neue Ideen unterstützt werden, die mit Hilfe digitaler Technologien die BIG-3 der gesellschaftlichen Themenfelder Ressourcen, Ökologie und Gesundheit adressieren und für den Menschen unmittelbar erfahrbar machen lassen.
    Positionspapier des Beirats (PDF, 569KB)
  • E-Health/Digital Health
    E-Health oder Digital Health stellt die evolutionäre Verschmelzung medizinischen Wissens mit IT-Lösungen zum Erhalt und der Verbesserung menschlicher Gesundheit dar. Der Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW) fordert im Zuge des Digital-Gipfels 2017 mit seinem Positionspapier vom 13. Juni 2017 den Aufbau adäquater Förderprogramme und Zertifizierungsverfahren, welche insbesondere die Bedürfnisse von innovativen E-Health-Startups adressiert.
    Positionspapier des Beirats (PDF, 557KB).
  • Digitale Bildung
    Digitale Bildung ist die Grundlage für das digitale Zeitalter! Der Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW) fordert deswegen in seiner Stellungnahme vom 14. November 2016 eine stärkere Vermittlung von digitalen Kompetenzen in Schulen und Hochschulen.
    Zur Stellungnahme des Beirats (PDF: 404 KB).
  • Zuwanderung
    Der Beirat für Junge Digitale Wirtschaft fordert als ein Ergebnis seiner Sitzung am 29. September 2015 in Berlin, die wachsende Anzahl an Flüchtlingen als Chance insbesondere für die digitale Wirtschaft zu sehen.
    Zur Stellungnahme des Beirats (PDF: 100 KB).
  • EU-Binnenmarkt
    In ihrem Themenpapier vom 29. September 2015 schlägt der Beirat konkrete Maßnahmen vor, um die digitale Souveränität des Mittelstands in einem gemeinsamen europäischen Binnenmarkt zu stärken.
    Zur Stellungnahme des Beirats (PDF: 100 KB).
  • Netzneutralität
    Mit seiner Stellungnahme vom 2. November 2015 setzt sich der Beirat für die Beibehaltung der Netzneutralität ein - insbesondere damit Online-Start-ups kein technischer, zugangsbedingter oder finanzieller Wettbewerbsnachteil beim Erbringen von digitalen Geschäftsmodellen entsteht.
    Zur Stellungnahme des Beirats (PDF: 224 KB).

Zentrale Meilensteine

  • Am 6. September 2017 hat der Beirat Junge Digitale Wirtschaft ein Empfehlungspapier für die 19. Legislaturperiode an die ehemalige Bundesministerin für Wirtschaft und Energie, Brigitte Zypries, überreicht. Darin schlagen die Beiratsmitglieder Verbesserungen der allgemeinen Rahmenbedingungen für junge Startups der Digitalen Wirtschaft vor.
  • Im Oktober 2015 haben der Beirat Junge Digitale Wirtschaft (BJDW) und der französische "Nationalrat für Digitales" (Conseil national du numérique, CNNum) den Aktionsplan für Innovation (API) "Digitale Innovation und Digitale Transformation in Europa" an den damaligen Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und seinen damaligen französischen Amtskollegen Michel Sapin übergeben. Im Dezember 2016 folgte das Maßnahmenpapier "Digitalisierung ist eine Grundfrage für Europa!". Während der Aktionsplan Vorschläge zur Stärkung einer international wettbewerbsfähigen europäischen Digitalwirtschaft macht, enthält der Maßnahmenkatalog sechs konkrete Vorschläge für den gemeinsamen digitalen Binnenmarkt in Europa.
  • Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" (BJDW) startete am 15. September 2014 seine deutschlandweite Kampagne, die weibliche Unternehmerinnen sichtbar und potentiellen Gründerinnen Mut machen soll.

Zusammensetzung des Beirats: Von der Digitalgründerin bis zum Investor

Die Mitglieder des Beirats (PDF, 73KB) sind Gründerinnen und Gründer und junge IT-Unternehmerinnen und Unternehmer aus der Start-up-Szene, Vertreterinnen und Vertreter etablierter IKT-Unternehmen sowie Investoren. Sie verfügen über besondere Sachkunde und Erfahrungen im Bereich der Digitalwirtschaft und haben sich bereits mehrfach als Experten mit profunden Erfahrungen und Kenntnissen in der Start-up-Szene profiliert. Die Mitgliedschaft im Beirat ist ein persönliches Ehrenamt, das keine Vertretung zulässt.

Vorsitzender des Beirats des Beirats ist Prof. Dr. Tobias Kollmann, Inhaber des Lehrstuhls für E-Business und E-Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen. Der Beiratsvorsitzende nimmt eine wichtige Mittlerrolle zwischen Politik und der digitalen Wirtschaft in Deutschland ein.