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Artikel - Innovationspolitik

Mitmachen

Einleitung

Personen liegen auf dem Boden. Es liegen Gegenstände auf dem Boden.

© stock.adobe.com/Zarya Maxim

Teilnahmeverfahren

Wie funktioniert die Antragstellung?

Die Antragstellung zur ersten (digitale und datengetriebene Geschäftsmodelle und Pionierlösungen) und zweiten Ausschreibungsrunde (kultur- und kreativwirtschaftliche Geschäftsmodelle und Pionierlösungen) sind bereits abgeschlossen. Am 24. November startet die dritte Ausschreibungsrunde für Ideen zum Bereich Bildung und Informationszugang, die dabei besonders auf Innovationen mit hohem „sozialen Impact“ fokussieren.

Detail-Hinweise zum endgültigen Verfahren der Antragstellung in der dritten Ausschreibungsrunde werden mit Start am 24. November 2020 bekanntgegeben.

Das Verfahren zur Antragstellung wird in der dritten Ausschreibungsrunde nach derzeitigem Planungsstand wie folgt ablaufen:

Zunächst werden alle Interessenten im vollelektronischen Teilnahmewettbewerb einen Teilnahmeantrag (Skizze) mit kurzer Projektbeschreibung, erläuternden Abbildungen und Angaben zu den vorgesehenen Antragstellern einreichen können. Wer in diesem Wettbewerb überzeugt, wird ggf. rund sechs Wochen später zur Einsendung ergänzender Information (z.B. in Form eines „Pitch-Videos“ mit einer maximalen Länge von drei Minuten) aufgefordert. Für die Ausarbeitung werden ca. ein bis zwei Wochen Zeit gegeben. Nach Bewertung durch eine Jury mit ausgewählten Expertinnen und Experten werden ausgewählte Antragsteller zu Live-Gesprächen mit der Jury eingeladen. Förderinteressenten, die sowohl mit ihrer Skizze als auch vor der Jury überzeugen konnten, werden anschließend zur formalen Vollantragsstellung aufgefordert. Nach dieser Aufforderung sollte der Vollantrag innerhalb von spätestens acht Wochen eingereicht werden. Dieser wird vom Projektträger insbesondere formal geprüft. Danach können die Projekte bewilligt werden.

Das Antragsverfahren erfolgt weitgehend elektronisch. Die Teilnahmeanträge sind ausschließlich elektronisch über die vom Projektträger bereitgestellte Plattform positron:s zu stellen. Wettbewerber, die zur Vollantragstellung aufgefordert werden, nutzen das elektronische Formularsystem easy-Online des Bundes, zu der ein entsprechender Link versendet wird. Für die Vollantragstellung wird die Verwendung einer elektronischen Signatur empfohlen.

Informationen rund um die Einreichung von Skizzen im Online-Einreichungstool „positron:s“ finden Sie im Bereich Skizzen- und Antragstool. Sie werden im Kontext der dritten Ausschreibungsrunde weiter aktualisiert.

Bewertungskriterien

Die Bewertungskriterien

Bei der Bewertung der Skizzen und Vollanträge werden folgende Kriterien im Wettbewerb herangezogen:

  • Innovationshöhe: Wesentlich hierfür sind Kreativität, Wagemut und Pioniercharakter des Ansatzes sowie sein Neuigkeitswert auf nationalem und internationalem Level. Bei Projektform C (Innovationsnetzwerke) gilt dies anlog für das Innovationspotenzial des übergeordneten Netzwerkthemas.
  • Anreizeffekt: Der Förderbedarf muss schlüssig begründet sein. Bei den Projektformen A und B muss das realistisch erreichbare Gelingen einer Innovation, aber gleichwohl die mit der Umsetzung verbundenen Risiken erkennbar sein. Im Fokus steht die Frage, warum staatliche Hilfe notwendig sein soll.
  • Qualität und Überzeugungskraft des Projekts: Ein Projekt sollte über eine klare Zielorientierung sowie über einen logischen und konzisen Aufbau verfügen. Bei Projektform C liegt besonderes Augenmerk auf der Qualität und Struktur der hier zu erstellenden Innovations-Roadmap.
  • Qualifikation und Motivation der Projektbeteiligten: Hier werden unter andrem Berufs- und/oder Bildungshintergrund, Schlüsselqualifikationen sowie die Motivation und Überzeugungskraft der Projektbeteiligten bewertet. Relevant ist auch das Zusammenspiel von Partnern bzw. des Teams. Bei Projektform C steht hier insbesondere auch die Qualifikation der Netzwerkmanagementeinrichtung im Fokus sowie die Eignung und das Zusammenspiel der teilnehmenden Partner.
  • Vermarktungschancen: Das Potenzial des Projektes, wirtschaftlichen Umsatz zu generieren und Arbeitsplätze zu schaffen oder zu sichern, wird hier vor allem bewertet. Auch Effekte, die über denen beim Antragsteller hinausgehen, werden in die Bewertung einfließen.

In der dritten Ausschreibungsrunde zum Thema Innovationen im Bereich Bildung und Informationszugang werden soziale Innovation im Sinne besonders gemeinwohlorientierter Innovationen besonders berücksichtigt. Daher werden statt des Bewertungskriteriums „Vermarktungschancen“ die Kriterien „sozialer Impact“ und „wirtschaftliche Nachhaltigkeit“ bewertet:

  • Sozialer Impact: Potenzial der positiven Wirkungen auf das Gemeinwohl, Nutzen des Projekts für die Gesellschaft, inkl. Skalierbarkeit des Ansatzes auf andere Bereiche bzw. Regionen.
  • Wirtschaftliche Nachhaltigkeit: Überzeugungskraft des Konzepts für die Prosperität des Projektergebnisses nach Abschluss der IPG-Förderung durch andere Finanzierungsquellen, wie z.B. Umsätze, die durch die Innovation erzielt werden.

Die o.g. Kriterien Innovationshöhe, Anreizeffekt, Qualität und Überzeugungskraft des Projektes sowie Qualifikation und Motivation der Projektbeteiligten finden auch bei der dritten Ausschreibung Anwendung.

Die Projektidee muss zudem zum Thema der jeweiligen Ausschreibungsrunde passen.

Darüber hinaus werden Kriterien geprüft, die die Passfähigkeit mit der IGP-Richtlinie sicherstellen. Dazu gehören insbesondere formale Kriterien wie die Frage, ob der Antragsteller ein „kleines oder mittleres Unternehmen“ nach EU-Definition ist, ob die Eigenanteilsfinanzierung plausibel erscheint und ob andere Förderungen dem aktuellen Förderbedarf entgegenstehen (u.a. „De-minimis Restfördersumme“).

IGP-Jury

Die IGP-Jury

Die IGP-Jury erhält den Auftrag, die Güte der eingereichten Projektideen im Vergleich untereinander zu bewerten und Empfehlungen für die Auswahl der besten Anträge zu erstellen. Die Jury besteht aus Experten zu den Themen der Ausschreibungsrunden sowie Fachleuten mit besonderer Kompetenz in übergeordneten Bereichen wie Geschäftsmodellentwicklung und Innovationsforschung. Eine Geschäftsordnung regelt die Aufgaben und Pflichten der Juroren und beinhaltete Erklärungen zum vertraulichen Umgang mit den zur Verfügung gestellten Daten, zu Befangenheiten sowie Verschwiegenheit während des Begutachtungsprozesses.

Verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die Jurorinnen und Juroren, die das IGP in der zweiten Ausschreibungsrunde unterstützen, ebenso über das komplette Juryteam der ersten Ausschreibungsrunde.

Projektidee

Wie stelle ich meine Projektidee dar?

Für den Teilnahmewettbewerb reichen Sie eine prägnante Skizze mit Angaben zum Antragsteller, kurzer Projektbeschreibung („IGP-Poster“) sowie Informationen über Ihr Unternehmen bzw. Ihre Einrichtung („IGP-Business-Sheet“) ein. Dazu nutzen Sie die elektronische Plattform positron:s.

Das IGP-Poster
Für die Darstellung einer Projektidee werden Informationen in sechs Kategorien benötigt, die sich im IGP-Poster wiederfinden. Die Kategorien dienen primär der guten Kommunizierbarkeit einer Idee und decken zudem die in der Förderrichtlinie (PDF, 601 KB) genannten Förderkriterien ab (vgl. Förderrichtlinie 4.1). Zudem sorgen sie für eine gute Vergleichbarkeit aller Skizzen im Bewertungsprozess. Die Informationen in den sechs Kategorien werden online in die Plattform positron:s eingetragen. Mit dem Absenden Ihrer Projektskizze erhalten Sie alle Informationen in Form eines übersichtlichen Posters für Ihre Unterlagen.

Das IGP-Business-Sheet
Neben der Darstellung Ihrer Projektidee werden Informationen zum Antragsteller, der Einrichtung, der betriebswirtschaftlichen Situation, bereits erhaltene de-minimis Beihilfen und Informationen zur Finanzierung des Eigenanteils benötigt. So soll frühzeitig erkannt werden, wenn formale Gründe gegen eine Antragstellung sprechen. Die entsprechenden Angaben werden in positron:s eingetragen. Mit dem Absenden Ihrer Projektskizze erhalten Sie alle Informationen in Form des Business-Sheets für Ihre Unterlagen.

Skizzen- und Antragstool

Die Antragstools

Das Online-Einreichungstool „positron:s“ für die Skizzen im Teilnahmewettbewerb ist geöffnet. Sie können sich bei „positron:s“ registrieren und einen Login erhalten, um Ihre Projektidee einzugeben und sich genauer über Struktur und Anforderungen der Projektskizzen zu informieren. Für die Darstellung einer Projektidee werden sechs Kategorien benötigt, die im „IGP-Poster“ eines Projektes übersichtlich zusammengefasst werden. Die Kategorien umfassen u. a. eine Darstellung des Innovationsbedarfs, die Skizzierung des eigenen Lösungsansatzes sowie Beschreibungen zur Wettbewerbssituation und zum Förderbedarf.

Die betriebswirtschaftliche Situation der Antragstellenden wird im „IGP-Business-Sheet“ knapp dargestellt. Interessierten stehen Ausfüllhilfen für „IGP-Poster“ und „IGP-Business-Sheet“ zur Verfügung, in der die benötigten Inhalte genau erläutert werden. Darüber hinaus bietet der Leitfaden für positron:s (PDF, 236 KB) Unterstützung bei der Nutzung des Online-Tools.

Zu jeder Ausschreibungsrunde werden Webinare angeboten. Interessierte können sich informieren und den Projektträger zu Fördermodalitäten und Bewertungskriterien befragen. In den Web-Sitzungen wird zunächst das IGP vorgestellt, bevor dann über eine Chat-Funktion Fragen gestellt werden können, die live beantwortet werden. Die Termine der Webinare und Informationen zur Anmeldung stehen Ihnen unter dem Bereich Veranstaltungen zur Verfügung. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie Information zum Login und den technischen Voraussetzungen.

Weitere Infos zum IGP